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Solvency II-Light für bAV-Einrichtungen?

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin) hat sich dafür ausgesprochen, das künftige Solvency II-Regelwerk – wenn auch mit Verzögerung und modifiziert – auf Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung anzuwenden. Carola von Schenk sprach mit Dirk Popielas, einem Mitglied einer Arbeitsgruppe zum Thema Solvency II des Centre of European Policy Studies (CEPS) und Head of Pension & Insurance Services Group bei Goldman Sachs Asset Management in Frankfurt, über dieses Thema und darüber, wie sich Lebensversicherer und unter Umständen Pensionskassen auf die künftigen Vorgaben vorbereiten können. CEPS ist ein in Brüssel ansässiger Think-Tank, der eng mit den Institutionen der Europäischen Union (EU) zusammenarbeitet. Solvency II, das von der EU in Kooperation mit den Mitgliedstaaten, Aufsehern und Industrievertretern erarbeitet wird, soll durch die Einführung von risikoadjustierten Eigenkapitalvorgaben und verstärkt qualitativer Aufsicht die Solvenz von Versicherern innerhalb der EU stärken. Das Regelwerk soll voraussichtlich in 2010 in Kraft treten. Im Herbst will das Komitee europäischer Versicherungs- und betrieblicher Altersversorgungs-Aufseher (Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors, CEIOPS) mit qualitativen Auswirkungsstudien für die künftigen Eigenkapitalvorschriften starten (siehe auch Meldung auf S. 7).

Pensionskassen: Was es mit dem Sicherungsfonds auf sich hat

Pensionskassen sind vom Gesetzgeber nicht in die Insolvenzsicherung einbezogen worden. Dennoch gelten sie durch BaFin-Aufsicht als relativ sicher. Jetzt können sie freiwillig dem Sicherungsfonds der Lebensversicherer beitreten. Ein aktueller Sicherheits-Check von Detlef Pohl.

PSV unterstützt vereinfachtes Meldeverfahren für Unterstützungskassen

Um eine potenzielle Hemmschwelle für betriebliche Altersversorgung (bAV) zu eliminieren, setzt sich der PSV für ein vereinfachtes Melde- und Beitragserhebungsverfahren ein, berichtet Carola von Schenk.

Kirche in Thüringen baut nachhaltige Anlagen aus

Die Evangelisch-lutherische Kirche in Thüringen investiert seit etwa anderthalb Jahren einen Teil ihres Vermögens nach strikt nachhaltigen Anlagekriterien. Ihre Erfahrung mit diesem extern verwalteten Portfolio zeigt, dass nachhaltige Anlagen verglichen mit traditionellen Investments attraktive Ertrags- und Volatilitätscharakteristika haben können. Jetzt will die Kirche ihre Allokation für diesen Anlagestil erhöhen, wie Oberkirchenrat Stefan Große, ihr Dezernent für Finanzen, Bau und Grundstücke und Mitglied des Finanzbeirats der Evangelischen Kirche in Deutschland, Carola von Schenk erklärte.

Uniklinik Dresden: kapitalgedeckte Altersversorgung als essentielles Instrument

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden war die erste Uniklinik bundesweit, die aus der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) ausstieg. Zum Jahresanfang 2003 vollzog die Anstalt öffentlichen Rechts diesen Schritt und ging zu einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung (bAV) bei der Kölner Pensionskasse über. Seitdem haben mehrere der ca. 35 Unikliniken ebenfalls die VBL verlassen.

Rheinische PK zeigt sich zuversichtlich

Im Sommer 2004 gründete die Bayer AG eine überbetriebliche Pensionskasse mit beitragsorientierten Tarifen für Mitarbeiter des Konzerns und Drittunternehmen, die Rheinische Pensionskasse (RPK). Angelique Ruzicka befragte den RPK-Vorstand zur bisherigen Geschäftsentwicklung. dpn: Für wieviele Tochtergesellschaften der Bayer AG verwaltet die RPK derzeit Pensionsansprüche und -gelder?

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz: Ende der Spezialfonds?

Nachdem sich die Aufregung gelegt hat, die bei der Verpflichtung zur Konsolidierung von Spezialfonds im Zusammenhang mit IFRS-pflichtigen Unternehmen aufbrauste, kommt die nächste Schreckensnachricht: Konsolidierung von Spezialfonds als Folge der angestrebten Reform zur Aufstellung von Handelsbilanzen. Damit wären alle bilanzpflichtigen Unternehmen von der Konsolidierungspflicht betroffen. Beteiligungen, und als solche ist der Spezialfonds zu sehen, sind bei maßgeblicher Einflussnahme zu aktuellen Marktwerten der Einzelinvestments in die Bilanz zu überführen.

Faros: Publikumsfonds wenig populär

Hohe und intransparente Gebühren halten institutionelle Investoren hierzulande davon ab, in andere Anlagevehikel als Spezialfonds – z.B. in institutional Shares von Publikumsfonds – zu investieren. Institutionelle zeigen sogar weniger Interesse als in der Vergangenheit an solchen Anteilscheinklassen. Dies sind die Ergebnisse einer Studie des Beraters Faros Consulting GmbH & Co. KG in Frankfurt über den Markt für Institutional Shares von Publikumsfonds. Faros befragte 46 in- und ausländische Fondsmanagementfirmen.

Steuerfragen bei Contractual Trust Arrangements

Nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. (aba) entfielen von den Deckungsmitteln für betriebliche Altersversorgung in 2002 von ca. 360 Mio. Euro knapp 60% auf Direktzusagen. Die Direktzusagen werden in den Jahresabschlüssen der Unternehmen über Pensionsrückstellungen abgebildet, die aufgrund ihres Fremdkapitalcharakters wesentliche Unternehmenskennzahlen verschlechtern. Dadurch kann sich z.B. die Kreditaufnahme verteuern. In jedem Fall fehlt dem Jahresabschluss die internationale Vergleichbarkeit, nicht zuletzt, weil nach § 6a EStG ermittelte Pensionsrückstellungen zukünftige Gehaltsentwicklungen nicht berücksichtigen und der bei der Berechnung des Barwerts zu verwendende Zinssatz von 6% zumindest in einer Niedrigzinsphase unrealistisch ist. Die Unternehmen suchen daher nach Möglichkeiten zur Auslagerung von Pensionsverpflichtungen aus dem Jahresabschluss. Ein weiteres Motiv ist die Sicherstellung eines professionellen Kapitalanlagemanagements für das Versorgungsvermögen, um die Altersversorgungssysteme kalkulierbar zu machen und insbesondere die Liquidität für die Pensionszahlungen zu garantieren.

Branche tüftelt an innovativen Finanzierungsmodellen für Pensionszusagen

Immer mehr Unternehmen wollen ihre Pensionsverbindlichkeiten aus ihren Büchern nehmen. Doch oft fehlt es, vor allem im Mittelstand, an der dafür notwendigen freien Liquidität. Einige Finanzdienstleister arbeiten an neuartigen Finanzierungskonzepten für die Auslagerung von Pensionsrückstellungen, berichtet Carola von Schenk.

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