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Im Februar 2004 veröffentlichte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) revidierte Stresstests für Versicherungsunternehmen. Sie reagierte damit auf vehemente Kritik von VAG-Anlegern, dass die 2002 publizierten Vorgaben unrealistisch und zum Teil kontraproduktiv seien. So mancher Lebensversicherer und auch einige Pensionskassen hatten in den steigenden Aktienmärkten des letzten Jahres aufgrund der u.a. von den BaFin-Stresstests eingeschränkten Risikobudgets Chancen ungenutzt an sich vorbeiziehen lassen müssen.
Die neuen Testvorgaben sind weniger streng. VAG-Anleger müssen ihre Kapitalanlagen jetzt drei – anstatt ursprünglich zwei – Marktszenarien aussetzen. Das ursprüngliche Testszenario A, bei dem Kursrückgänge bei Aktien um 35% und bei Renten um 10% zeitgleich simuliert werden mussten, wurde in zwei separate Tests jeweils für Aktien und Renten aufgegliedert. Das ursprüngliche Szenario B - Kurseinbrüche von 20% bei Aktien und von 5% bei Renten – wurde beibehalten. Allerdings berücksichtigen die neuen Tests auch Reserven auf der Aktivseite, wie z.B. Bewertungsreserven bei Namenstiteln, Puffer auf der Passivseite und Absicherungsmaßnahmen.

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