Ein Service der Financial Times Limited

Home / Anlagen / Liability Driven Investment

E.ON und Deutsche: LDI bleibt

Die beiden Dax-Konzerne E.ON und Deutsche Bank werden ihre Pensionsvermögen offenbar auf Dauer nicht mehr nach einem Ansatz managen, der sich nicht an den Pensionsverbindlichkeiten orientiert. 

„Verbriefte Umlage“ in Mainz

Analysiert man in einem Rentensystem das Verhältnis Kapitaldeckung versus Umlageverfahren, lohnt es stets, genau hinzugucken. So spricht Professor Bernd Raffelhüschen bei Staatsanleihen nicht zu Unrecht gern von der „verbrieften Form des Umlageverfahrens“ (so auch auf der jüngsten bAV-Handelsblatt-Tagung im März in Berlin).

Notenbank kürzt Renten indirekt

Quantitative Easing mag Märkte beruhigen und Staaten entschulden, hat aber auch weitergehende Effekte. So soll das QE-Programm der Bank of England in den letzten zwölf Monaten jeden künftigen Empfänger durchschnittlicher Defined-Contribution-Renten satte 2.750 Pfund Jahresrente gekostet haben.

Autobauer entledigt sich britischer Langlebigkeit

BMW hat in Großbritannien über einen Longevity Swap Langlebigkeitsrisiken in Höhe von knapp 3 Milliarden Pfund versichert. Partner in dem Deal waren die Deutsche Bank und deren britische Versicherungstochter Abbey Life.

LDI – ein Mehrwert schaffender Ansatz oder eine Marketing-Hülle?

Ein weiteres Akronym macht seine Runden in Asset Management-Kreisen: LDI. Es steht für Liability Driven Investing, d.h. eine an den Verbindlichkeiten orientierte Anlagestrategie. Was beinhaltet LDI, und wie wird dieses Konzept im Markt aufgenommen? Carola von Schenk recherchierte.

Die Auswirkungen der Neuauflage von Ultra-Langläufern auf das Asset-Liability-Management

In jüngster Zeit emittieren einige europäische Regierungen und auch Unternehmen Anleihen mit sehr langen Laufzeiten von 30 oder 50 Jahren. Inwiefern eignen sich diese Wertpapiere dazu, Unternehmensverbindlichkeiten aus Rentenansprüchen abzusichern? Achim Küssner, Geschäftsführer Deutschland bei Merrill Lynch Investment Managers, beschreibt die Auswirkungen der Ultra-Langläufer auf das Asset-Liability-Management.

Vom Trade-Off zum idealen Kompromiss

Die Herausforderung für viele Altersvorsorgeeinrichtungen und Pensionspläne bei der Kapitalanlage ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verbindlichkeiten und Vermögen sowie Portfoliooptimierung herzustellen. Bei LDI-Strategien geht es besonders um die Definition eines Risikobudgets, das u.a. sowohl den internen Renditeanforderungen wie auch aufsichtsrechtlichen Risikovorgaben Rechnung trägt. Euan Munro und Dr. Julian Coutts von Standard Life Investments analysieren neue Techniken für die Erstellung eines solchen Risikobudgets.

Liability Benchmarking optimiert den Einsatz des Risikobudgets

Mit Hilfe des Liability Benchmarkings ihrer Pensionsverbindlichkeiten können Unternehmen ihr Gesamtrisikobudget optimieren. Dr. Bernd Scherer, Global Head of Quantitative Research bei Deutsche Asset Management, beschreibt, wie solche Benchmarks erstellt und eingesetzt werden können.

LDI in der Praxis

Skeptiker meinen, Liability-driven Investing (LDI) sei nur eine neuartige Version des Asset-Liability-Modells (ALM). Ihrer Meinung nach unterscheiden sich die Verbindlichkeiten der Pensionspläne, abgesehen von den Fortschritten in der Medizin, kaum von denen vor 30 oder 40 Jahren.

Preisfindung ist kein leichtes Unterfangen

Die Preise für auf Derivaten basierende Lösungen können erheblich divergieren. Der komplexe Charakter dieser Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Verbindlichkeiten eingesetzt werden, spiegelt sich häufig in ihrer wenig klaren Preisstruktur wider. Es kann in bestimmten Märkten „enorme Unterschiede geben,“ sagte Treeve Coomber, Senior Investment Consultant bei Watson Wyatt. „Im Inflation-Swap-Markt können sie sogar einen Prozentpunkt des Kapitalmarktwerts ausmachen.“

Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Wenn Sie ohne Änderung Ihrer Einstellungen fortfahren, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind, alle Cookies auf der Website zu erhalten. Wenn Sie möchten, können Sie jedoch jederzeit Ihre Cookie-Einstellungen ändern. Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Sie hier.