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Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung

 
 
Bernhard Wiesner

Veröffentlicht am:  02. Mai 2005

Ja, die Vielzahl und Komplexität der Durchführungswege ist ein schwerwiegendes Problem. Die bAV hat ihre größten Herausforderungen noch vor sich. Die Deckungsmittel der „zweiten Säule“ müssen sich recht bald vervielfachen, wenn die bAV auch für die „erste Säule“ ersetzende Funktionen übernehmen soll. Zu Recht, denn kollektiv strukturierte bAV ist die effizienteste Form der Altersvorsorge. Unternehmen engagieren sich für ihre Mitarbeiter und stellen ihnen so kostengünstige kollektive Strukturen zur Verfügung, die der Einzelne für sich am Markt nicht einkaufen kann. Wenn der Gesetzgeber dies nutzen will, dann muss er den Unternehmen einen adäquaten Rahmen bieten, d.h. Durchführungswege der bAV haben im Kern den Erfordernissen der Unternehmen zu folgen und nicht umgekehrt.

Heute ist kein Durchführungsweg mehr als einzelner geeignet, allen praktischen Erfordernissen zu genügen. Das stört und ist inakzeptabel. Wir brauchen einfach und klar ausgestaltete Konzepte der bAV. Die in Deutschland gewachsene Zahl von Durchführungswegen mit Untervarianten ist einmalig und wird auch von Experten nicht mehr vollständig überblickt. Noch weniger können Entscheidungsträger in Unternehmen dies überschauen. Die gelegentlich zu hörende Annahme, eine solche Typenvielfalt sei ein besonderer Vorteil, ist ein Trugschluss. Die Zersplitterung, die Komplexität und der fehlende Fokus gefährden die Transparenz, die über Vertrauen zu Akzeptanz und damit zur Verbreitung der bAV führen soll und muss. Stärkt die Politik dagegen die Bereitschaft von Arbeitgebern, ihren Arbeitnehmern intelligente bAV-Konzepte zu bieten – und dazu gehören auch die geeigneten Instrumente – so erhalten die Menschen kostengünstige und die Unternehmen adäquate Konzepte; ihre externen Dienstleister würden dann auch mehr volumengetragene und weniger akquisitionsbetonte Konzepte unterstützen.

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