Ramona Glass
Veröffentlicht am: 01. März 2005
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Institutionelle Investoren sind gezwungen, vermehrt auf die Strukturen der eigenen Verbindlichkeiten zu achten und sich von einer strikten Benchmarkorientierung [an Kapitalmarktindizen] zu lösen. Märkte sind volatil und haben in der Vergangenheit bewiesen, dass auch längerfristig Renditen in den unterschiedlichsten Märkten und Assetklassen enttäuschend sein können. Doch was ist die Lösung? Das Zauberwort ist „Riskbudgeting“ in Verbindung mit Absolute-Return-Anlagen. Institutionelle Anleger sollten ihr Portfolio als eine gezielte Mischung von absoluten (Alpha) und relativen Renditen (Beta) betrachten, Risiken gezielt eingehen und diese budgetieren. Alpha-Institutionelle Investoren sollten gezielt in Alpha-Produkte investieren, die eine vorab definierte absolute Rendite anstreben (Inflationsrate plus X), wobei das Investitionsuniversum sowohl Produkte mit geringer als auch höherer Volatilität beinhaltet. Diese Produkte generieren Renditen basierend auf den unterschiedlichsten Risikofaktoren in verschiedenen Regionen und Marktsektoren, wobei Risiken gezielt auf ausgewählte Faktoren, wie Währungen, Duration, Volatilitäten etc. verteilt werden. Wichtig ist hier, dass alle Assetklassen einbezogen und Risiken weit gestreut werden. Anlagen in Alpha-Produkten sollten den Großteil des Portfolio abdecken, damit ein Matching der Verbindlichkeiten sowohl in Bezug auf die Fristigkeit als auch die Renditen gewährleistet ist. Beta - Der kleinere Teil des Portfolios sollte in passiv gemanagte Anlagen investieren, da hier die Risiken des Matchings der Verbindlichkeiten am größten sind. Taktische Allokation - Das Timing der taktischen Allokation zwischen dem Beta- und dem Alpha-Teil des Portfolios ist schwierig. Allokationen zum passiven Teil des Portfolios können nur dann erhöht werden, wenn die generierten absoluten Renditen zur Zahlung der Verbindlichkeiten ausreichen.
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