Die Anfang März veröffentlichten, enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aus den USA belasteten die Aktienmärkte und ließen die Renditen weiter sinken. Zwar scheint es ausgemacht, dass der nächste Zinsschritt der Fed eine Zinserhöhung sein wird - die alles beherrschende Frage ist jedoch die nach dem Zeitpunkt. Die schwachen Daten veranlassten viele Marktteilnehmer, ihren Erwartungshorizont bis in das nächste Jahr zu verschieben. Wieder aufkommende Terrorängste nach den verheerenden Anschlägen von Madrid beschleunigten die Abwärtstendenz. Die europäischen Aktienmärkte registrierten die erste erwähnenswerte Konsolidierung seit letztem September.
Europa: Das anhaltende Auslandsinteresse an Titeln der Eurozone wurde dadurch aufgewogen, dass die Einheimischen ausländische Titel kauften. Dies ist jedenfalls der Eindruck, der sich aus den aktuellsten Leistungsbilanzzahlen ergibt. Möglicherweise hilft dies, den jüngsten Wertverlust des Euros gegenüber dem US-Dollar zu erklären. Der sich aus den US-Zahlen ergebende Umschwung der beiderseitigen Handelsposition zugunsten der USA hat Spekulationen darüber aufkommen lassen, ob möglicherweise die Phase, in welcher sich der US-Dollar dem Euro gegenüber anpasste, jetzt endet. Berichte über interne Auseinandersetzungen bei der EZB, die ablehnende Haltung der EZB zu Zinssenkungen wie auch die Angst vor einer neuerlichen Konjunkturabkühlung werden kaum dazu beitragen, das Vertrauen in die Aussichten für diese Währung zu stärken.
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