Bernd Franke
Veröffentlicht am: 02. März 2004
Der Trend zur Konzentration administrativer Dienstleistungen im Fondsbereich auf entsprechend spezialisierte Institute wird ohne Zweifel anhalten. In allen Bereichen der Fondsadministration – Kommunikation mit Externen, IAS- und aufsichtsrechtliches Reporting, etc. – und auch in Teilen der Administration von Wertpapierdirektanlagen setzen die Master-KAGen Standards, die erhebliche Investitionen in Systeme und Personal erfordern. Insbesondere die kleinen und mittleren KAGen werden sich diesem Trend nicht entziehen können. Ihre institutionellen Kunden werden die neuen Standards auf absehbare Zeit verlangen, und zwar zu konstanten oder tendenziell sinkenden Gebühren. Somit gilt: „Wer nicht investiert, verliert“. Viele Institute werden mittelfristig zu dem Schluss kommen, dass sich Back und Middle Office unter diesen Umständen nicht mehr tragen – und sich für das Outsourcing dieser Dienstleistungen entscheiden. Auch hier sind die Master-KAGen aufgrund ihrer Effizienz die „natürlichen“ Partner, sie werden vom Outsourcing durch andere KAGen massiv profitieren.
Spannend bleibt die Frage, wie sich der Wettbewerb entwickeln wird. Entgegen den Erwartungen vieler Beobachter hat sich lediglich eine Handvoll etablierter Institute entsprechend positioniert. Weitere Wettbewerber werden aus dem Bereich der Global Custodians erwachsen. Das Investmentmodernisierungsgesetz erlaubt die Einrichtung einer sehr schlanken KAG, die wesentlich auf die vorhandenen Systeme anderer Institute zurückgreift. Die Global Custodians können bereits heute diese Möglichkeiten ausschöpfen. Ihr Markteintritt wird den Konzentrationsprozess in der Fondsadministration weiter beschleunigen.
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