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Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung

Hans-Jürgen Dannheisig

Veröffentlicht am:  02. März 2004

Die Master-KAG ist ein Zwischenschritt, den wir in Deutschland gegangen sind. Die KAG ist eine typisch deutsche Konstruktion, die kein internationales Pendant hat. Die KAG-Funktion kann nur erhalten werden, wenn sie einen hohen Mehrwert produziert. Dieser liegt in der Arbeitsteilung.

Für diese Arbeitsteilung ist die Master-KAG aber nur ein falsch verstandenes Synonym. Mit der Master-KAG sind wir in Deutschland auf halber Strecke stehen geblieben, wenn man diese nur so versteht, dass Fonds konsolidiert werden und für einen Asset Manager die Abwicklung übernommen wird. Wir müssen darüber hinaus gehen.

Was man braucht, ist eine Service-KAG auf hohem technischen Niveau als Dienstleister für Asset Manager und Kunden. Diese Service-KAG ist dann kein Teilnehmer des klassischen Kapitalmarktes im Sinne eines aktiven Handelns, sondern ein Technologieunternehmen mit einem Management, welches sich aus Prozessmanagern zusammensetzt.

Die Investmentindustrie hat die Möglichkeiten des Webs noch viel zu wenig erkannt. Das Web ist die Chance, alle Dienstleister – aus dem Asset Management, dem Overlay- oder dem Consulting-Bereich – mit den Ansprüchen des Kunden zu verknüpfen und dem Kunden weiterverarbeitbare Daten für seinen Datenhaushalt zu liefern. Die Service-KAG ist der Knotenpunkt mit einem solchen Datawarehouse.

Wenn ich mir anschaue, wie stark Versandhäuser zum Beispiel die Web-Technologie bereits im Ein- und Verkauf einsetzen, bin ich davon enttäuscht, dass die Investmentindustrie diese Chance im Moment noch verschlafen hat.

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