Obwohl die amerikanische Notenbank im Januar das mögliche baldige Ende ihrer Niedrigzinspolitik andeutete, sehen wir derzeit weder auf der Inflations- noch auf der Arbeitsmarktseite Anzeichen, die für einen Zinsanstieg in der nächsten Zeit sprechen. Unseres Erachtens nach werden die US-Zinsen vielmehr im weiteren Jahresverlauf entweder gar nicht oder möglicherweise im Spätsommer bzw. nach den Präsidentschaftswahlen geringfügig, d.h. um lediglich 25 Basispunkte, steigen.
Amerika: Die Erklärung des G7-Gipfels von Boca Raton drang zwar auf geordnete Anpassungen, schien jedoch von Vorwürfen bezüglich des derzeitigen Musters der Währungsmarktentwicklung abzusehen. Dies wie auch die jüngsten Äußerungen von Alan Greenspan verstanden die Anleger als grünes Licht für den weiteren Verkauf von Dollar, was sicherlich weitere Interventionen asiatischer Zentralbanken zur Folge haben wird. Die Erlöse daraus werden wiederum einen erheblichen Teil der Mittel ausmachen, die in US-Schatzpapiere investiert werden. Der Rest des Markts scheut jedoch weiterhin vor einem Engagement in Dollar zurück, und solange das so bleibt, ist das Leistungsbilanzdefizit der entscheidende Faktor, der die Entwicklung des Dollars bestimmt.
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