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24. - 25. September 2008
aba-Seminar: Kapitalanlageprozess in betrieblichen Versorgungseinrichtungen



 
 
Nordamerika

Veröffentlicht am:  10. November 2003

Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal verglichen mit dem zweiten Quartal zwar annualisiert um stolze 7,2% gestiegen. Aber seit dem vierten Quartal 2001, dem Beginn des Konjunkturaufschwungs, ist die US-Wirtschaft in der Grundtendenz ungewöhnlich schwach gewachsen. Die Unternehmen haben sich in diesem herausfordernden makroökonomischen Umfeld allerdings gut geschlagen. So ist es den im S&P500 vertretenen Unternehmen gelungen, ihre operativen Gewinne im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20% zu steigern. Dieser Gewinnanstieg hebt das fundamental gerechtfertigte bzw. faire Aktienkursniveau in den USA. Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass der amerikanische MSCI-Aktienindex unseren Berechnungen zufolge trotz des kräftigen Kursanstiegs noch immer deutlich unter seinem fairen Niveau liegt. Die Bewertung, der erste Baustein unseres taktischen Asset-Allocation-Prozesses, gibt also noch immer grünes Licht. Das gilt auch für den zweiten Baustein unseres Anlageprozesses, nämlich für die Trends: Seit Juni liegt der US-MSCI zum ersten Mal seit Ausbruch der Baisse im Jahr 2000 über der entscheidenden 52-Wochendurchschnittslinie. Grünes Licht sowohl von der Bewertung als auch von den Trends bedeutet entsprechend unserer Entscheidungsregeln, dass wir in unseren gemischten Portfolios weiterhin einen möglichst hohen Aktienanteil halten.
— Nordamerika: Die Nettoabflüsse aus dem US-amerikanischen Festverzinslichenmarkt, die durch den im Sommer begonnenen deutlichen Ausverkauf ausgelöst wurden, gehen seit Anfang September unverändert weiter. Die Rentenmärkte gerieten seit Anfang Oktober unter neuerlichen Druck, da es immer mehr Anzeichen für einen sich anbahnenden Konjunkturaufschwung in den USA gab. Ein wichtiger Faktor war, dass die BIP-Wachstumsprognosen für dieses und nächstes Jahr allgemein angehoben wurden. Während sich jedoch die wirtschaftlichen Fundamentalwerte weiter bessern, bleibt der USD wegen der unklaren Währungspolitik der Bush-Regierung sowie des klaffenden Leistungsbilanzdefizits der USA unter Druck.




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