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Fidelity: „Active Life“ endlich auch für die gemeine Masse

Veröffentlicht am:  04. Dezember 2006

Nach der erfolgreichen Umsetzung mit den eigenen Mitarbeitern, die seit einigen Monaten läuft, ist Fidelity Investments kürzlich mit ihrem neuen Zeitkontenmodell an den Markt gegangen.

2007 wird das Konto mit dem Namen „Fidelity Active Life” auf Roadshows deutschlandweit vorgestellt. Die ersten beiden größeren Unternehmenskunden hat die Investmentgesellschaft allerdings bereits ohne nennenswertes Marketing dafür gewonnen, einer davon beschäftigt sogar mehr als 10.000 Mitarbeiter. Allerdings gibt Fidelity die Namen der beiden Kunden derzeit noch nicht preis.


Viel freieres Anlegen


Fidelity geht im Vergleich zu den Wettbewerbern vor allem in der Kapitalanlage ein deutliches Stück weiter. Bislang dominierten sehr risikoarme Fonds, wenn ein Sabbatical im Kontenmodell vorgesehen war, oder Life-cycle-Fonds. „Wir lassen statt dessen große Freiheitsgrade zu“, erläutert Christof Quiring, Head of Pension Solutions bei Fidelity. „Der Mitarbeiter kann unter Life-cycle-Fonds, definierten Fondsportfolios mit unterschiedlichen Rendite-Risiko-Strukturen oder Einzelfonds auswählen. Bei Letzteren gibt es keine Beschränkung auf die hauseigenen Angebote. In der Erprobung bei Fidelity werden alle drei Varianten rege genutzt.“

Diese Bandbreite in der Kapitalanlage soll auch in der Vermarktung künftig angeboten werden, wobei die Art des Unternehmens mit eine Rolle spielt. „In einem klassischen Industrieunternehmen werden wohl auch künftig Life-cycle-Fonds erste Wahl bleiben, aber mit einer umfangreichen Aufklärung halten wir große Freiheiten in der Kapitalanlage für vorteilhaft. Schließlich kennt der Arbeitnehmer seine Lebenssituation und Vermögensallokation am besten“, fügt Quiring hinzu.


Blick ins Konto übers Web


Als Zeitkontenverwalter wählte Fidelity Lohoff & Partner aus, wodurch eine webbasierte Einzelkontenführung mit virtuellen Mitarbeiterkonten möglich ist. Der Zugang für den Mitarbeiter ähnelt einem Direktbankkonto. Da Fidelity ein tagesaktuelles Pricing ins System von Lohoff einspeist, sehen die Arbeitnehmer immer den aktuellen Kontenstand und können an ihrem PC die Einzahlungen veranlassen.

In der Testphase im eigenen Haus wurde in relativ kurzer Zeit eine hohe Durchdringungsquote erreicht. Knapp 70 Prozent der Mitarbeiter nehmen bereits teil. Damit ist die Beteiligung wesentlich höher als in der Entgeltumwandlung innerhalb der betrieblichen Altersversorgung. Das durchschnittliche Einzahlungsvolumen beträgt nach den ersten vier Monaten immerhin mehr als 400 Euro monatlich. Quiring hält vor allem die umfassende Information der Mitarbeiter und die große Transparenz der Konten für die Schlüsselfaktoren, die diesen flotten Start ermöglicht haben.

Im ersten Jahr des Vertriebs fokussiert sich Fidelity auf Unternehmen ab 200 Mitarbeiter. 2008 und 2009 werden dann auch kleinere Firmen in die Akquise einbezogen.

MOR

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