Personalien
Veröffentlicht am: 04. Dezember 2006
Bis zuletzt bot man ihm – ähnlich wie dem zur Deka entfleuchten Oliver Behrens im vergangenen Jahr – einen Haufen Geld und einen Platz in der Geschäftsführung, doch das reichte nicht; er ist weg, und überrascht hat das niemanden: Bernd Scherer hat bei der Deutschen Asset (Deam) gekündigt und wird seinen 42. Geburtstag Ende Dezember schon in seiner „Traumstadt London“ verbringen. Damit kehrt er dorthin zurück, wo er direkt nach seiner Promotion an der Uni Gießen als Renten-Analyst vor exakt 13 Jahren angefangen hat: Morgan Stanley. Bei den Amerikanern an der Themse übernimmt er Anfang 2007 die Verantwortung für alle quantitativen strukturierten Produkte auf der Buy side. Fast eineinhalb Jahre verbrachte er zuletzt in New York. Dort verantwortete er das quantitative Research und Portfolio Engineering der gesamten Deam. Herzlichen Glückwunsch, Morgan Stanley!
MRO
Die Ambitionen Dr. Klaus Mössles für das institutionelle Geschäft von Fidelity bekommen weiter Kontur. Deutschlands „Mr. Zeitwertkonto“, Christof Quiring, eiste er ja bereits von Invesco los, nun kommt ein weiteres Schwergewicht: Dr. Hans-Jörg Frantzmann (48). Frantzmann, akademisch angehaucht und daher auch immer gern gesehener Redner auf Fortbildungslehrgängen, verlässt Frankfurt-Trust nach etlichen Jahren. Frantzmanns Lücke als FT-Geschäftsführer füllt Gerhard Engler. Wie etwa der ehemalige Chef von ABN Amro Asset Management, Dr. Harald Glocker, war Frantzmann früher ebenfalls SMH-Mann (Schröder Münchmeyer Hengst).
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Das Personalkarussell dreht sich auch bei der Credit Suisse und BNP Paribas. So übernimmt Axel Großkreutz (52), vormals BNP Paribas Asset Management, ab Anfang nächsten Jahres bei der Credit Suisse das Steuer – ein Wechsel, der ziemlich überrascht, vor allem, wenn man die unterschiedlichen Kulturen der Häuser kennt. An seiner Seite bleibt Philipp Vorndran, und zwar als Investment-Stratege.
Großkreutz’ Job übernimmt Ilona Wachter (40). Sie übernimmt die Geschäftsführung gemeinsam mit Josef Altmann, der bereits seit April 2004 für die Fondsdistribution verantwortlich ist. Wachters Ziele: Institutionellen alternative Anlagen wie Rohstoffe, Private Equity und Hedgefonds, aber auch Währungs-Overlay-Mandate schmackhaft machen, 2007 rund eine Milliarde Euro an neuen Vermögen hinzugewinnen und Personal aufstocken. In Frankfurt arbeiten im Asset Management der Franzosenmomentan zehn Menschen, mittelfristig sollen es 15 bis 20 werden. Wachter wechselte im Mai 2005 von Union PanAgora zu BNP Paribas; zu Union PanAgora ging sie im Jahr 2000.
ML
Institutionellen Investoren verinnerlichen, dass sie noch nicht ausreichend in Satelliten-Anlagen (beispielsweise in Value-, Small- und Midcap-Aktien, aber auch in Total-Return-Konzepte) investieren: Dies wird eine der neuen Herausforderungen von Claus Sendelbach (44) werden, dem designierten Geschäftsführer der Vontobel Europa S.A. in Frankfurt. Sendelbach löst Dr. Heinrich Wohlfahrt ab, der die acht Mitarbeiter umfassende deutsche Asset Management Dependance seit 2002 aufgebaut hat. Sendelbach war vorher Leiter des institutionellen Vertriebs bei der Deka und hatte den Vertrieb von Spezialprodukten für Institutionelle aufgebaut. Ob sein Weggang etwas mit Thomas Killius zu tun hat, darüber darf getrost gemutmaßt werden. Killius (42) übernahm die konzernweite Verantwortung für den institutionellen Vertrieb bei der DekaBank; bisher war er Vertriebschef der HypoVereinsbank und dort zuständig für das gesamte Filialgeschäft mit Privat- und Geschäftskunden in Deutschland.
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Und nochmal Union PanAgora: Ulrich Koall erweitert das mittlerweile 36 Mitarbeiter starke Team in Frankfurt als Generalbevollmächtigter verantwortlich für Sales, Client Services sowie Investment Services. Das Joint Venture der Union Asset Management Holding AG und der Bostoner PanAgora Asset Management (beide sind mit jeweils 40 Prozent beteiligt, das Management zu 20 Prozent) betreute per Ende Oktober 2006 rund neun Milliarden Euro in 70 institutionellen Mandaten und hat damit die verwalteten Assets in den Jahren 2005 und 2006 mehr als verdoppelt. Koall arbeitete vorher beim jüngst mit der Performance hadernden Bond- und Aggregate-Bond-Haus Fischer Francis Trees & Watts in London.
ML
Bei Mercer Investment Consulting in Frankfurt Versicherer, Familiengesellschaften und Family Offices betreuen, das ist die neue Aufgabe von Reinhard Liebing (43). Zu seinen Schwerpunkten gehören steuereffiziente Investment- und Portfoliostrukturierungen, sowie die Managerauswahl (vergleiche dazu die Rubrik „Consultant Update“ in der Januar/Februar-Ausgabe von dpn). Das Rüstzeug hierfür erarbeitete sich der Steuerberater unter anderem als Head of Wealth Management bei der DZ-Bank. Dieser Neuzugang ist der erste Schritt in Mercers Strategie, mit Family Offices stärker in Kontakt zu kommen – aktiv, nicht bloß passiv. Liebing ist mit der verschwiegenen Szene vertraut: Er war Geschäftsführer eines Family Offices.
ML
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