Ralf Lochmüller: Mehr Regulierung ist nicht gleich mehr
Veröffentlicht am: 01. Oktober 2006
Autor: Ralf Lochmüller
Hedgefonds in Deutschland, das ist vor allem eine Geschichte der kleinen Schritte. Die Protagonisten: (zu) hohe Erwartungen, zeitweilige Ernüchterung, zurückhaltende Investoren, eine unglückliche
Heuschrecken-Diskussion und eine regulierungsfreudige Aufsicht. Bislang konnten weder die Anzahl der Fonds (45) noch das Mittelaufkommen (rund 2,5 Milliarden Euro) die Hoffnungen der Branche erfüllen. Mit Lion Advisors und Merck Finck gaben in Deutschland bereits die ersten Hedgefonds auf, wenn auch nicht aus Performancegründen. Fakt ist: Die Investoren halten sich immer noch zurück.
Ganz anders die Szenerie im Ausland: Mit gut 1,2 Billionen Dollar entfallen inzwischen fünf Prozent aller in den USA verwalteten Assets auf Hedgefonds. Und im Aktiengeschäft gehen Schätzungen zufolge rund ein Drittel aller Orders auf das Konto der „Alleskönner” unter den Fonds. Noch Anfang der 90er Jahre steckten nicht einmal 50 Millionen US-Dollar in diesen Fonds. Angesichts dieses rasanten Wachstums zeigen sich vielerorts Aufsicht und Politik alarmiert.
Die Archivsuche und der Bezug von dpn ist kostenfrei für Personen, die in der institutionellen Pensions- & Investmentindustrie arbeiten. Bitte melden Sie sich hier an.
Wenn Sie schon ein registrierter Benutzer sind, geben Sie bitte Ihr Passwort ein.