Ein Eisberg namens Mifid treibt auf die Branche zu
Veröffentlicht am: 03. August 2006
Frank Herring,
Norton Rose, Partner
Brüsseler Direktiven haben einen zwiespältigen Ruf. Einerseits dienen sie hehren Zielen – Harmonisierung von Märkten, Herstellung von Rechtsgleichheit und “level playing fields” sowie der Beachtung von Anleger- und Verbraucherschutz. Andererseits bringt ihre Umsetzung oft viele neue Probleme mit sich. Das war bei der vergangenen Ogaw-Richtlinie so. Und es ist auch bei der anstehenden Finanzdienstleistungs-Richtlinie Mifid (Markets in Financial Instruments Directive) zu befürchten. Wegen ihrer großen Regelungsbreite wird von Beobachtern gern das Bild des Eisbergs gebraucht, der die Titanic zum Sinken brachte (Beispiel: „Countdown to Mifid – der aktuelle Stand“, Norton Rose, Februar 2006). Das klingt dramatisch, weist aber zu Recht auf die tief gehenden Interpretationsspielräume hin, deren Tücken – zunächst nicht absehbar – unter der Oberfläche lauern.
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