Die geopolitischen Risiken – die drohende Gefahr eines Krieges gegen den Irak, das Atomwaffenprogramm der nordkoreanischen Regierung – überschatten nicht nur die globalen, sondern auch die asiatischen Märkte. Das Anlegervertrauen verflüchtigte sich angesichts der drohenden Kriegsgefahr und der schwachen Entwicklung in den Industrieländern. Der drastische Anstieg des Mineralölpreises war ein weiterer Faktor für viele Anleger, die von Ölimporten abhängige Region Asien-Pazifik zu verkaufen.
Japan: Die Wahl von Toshihiko Fukui zum neuen Gouverneur der Bank von Japan (BOJ) hat bedeutende Auswirkungen auf die japanischen Wertpapiermärkte. Fukui, der seine Karriere in der Zentralbank gemacht hat, gilt als jemand, der die derzeitige Politik der Liquiditätsspritzen für das Banksystem ungeachtet dessen fortsetzen wird, dass die BOJ bislang nicht in der Lage war, ihre gesetzliche Aufgabe der Preisstabilisierung durch Beendigung der Deflation zu erfüllen. Da eine deutliche Steigerung des Geldmengenwachstum in absehbarer Zeit wenig wahrscheinlich ist, können sowohl japanische Staatsanleihen als auch der japanische Yen logischerweise ab jetzt nur noch teurer werden.
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