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 AKTUELLE MELDUNGEN
 
Private Equity bekommt strategische Dimension

Die Pensionskasse für die Deutsche Wirtschaft (PKDW) hat Private Equity als strategische Anlageklasse ins Portfolio aufgenommen und zehn Millionen Euro (ein Prozent des Gesamtanlagevolumens in Höhe von einer Milliarde Euro) in einen Dachfonds investiert. „Private Equity hat wie Aktien und Anleihen anders als etwa Hedgefonds und Rohstoffe einen systematischen wirtschaftlichen Bezug zu unserer Passivseite und ist deshalb für uns langfristig interessant“, sagt Bernd Walgenbach, Vorstandsvorsitzender der überbetrieblichen Duisburger Pensionskasse, die gerade erst die Marke von 60.000 Mitgliedern überschritten hat (bei etwa 500 Mitgliedsunternehmen). Mittelfristig soll die Private-Equity-Quote auf bis zu vier Prozent steigen – der recht geringe Anteil in Höhe von einem Prozent ist noch der Taktik geschuldet. Mehr . . . 


EnBW: Neue Asset-Klasse mit neuer ALM-Studie

Auch EnBW Energie überprüft aktuell seine strategische Asset Allocation – und wird voraussichtlich erstmals in Private Equity investieren. „Wir wollen noch mehr Rechtsschiefe in unsere Renditeverteilung und ziehen dafür Risikobudgets zu Lasten von Public Equity ab“, sagte Ingo Peter Voigt, Generalbevollmächtigter und Leiter Konzernfinanzen. Als strategische Zielquote sind maximal fünf Prozent vorgesehen, angefangen wird mit deutlich weniger; direkte Einzelengagements strebt Voigt nicht an, eher Dachfonds-Lösungen. Mehr . . . 


Neuer Referentenentwurf bringt CTAs steuerliche Klarheit

Das Bundesfinanzministerium hat den Referentenentwurf eines Jahressteuergesetzes 2007 vorgelegt, aus dem sich eine wichtige Klarstellung im Hinblick auf die lohnsteuerliche Behandlung von Contractual Trust Arrangements (CTAs) ergibt. In Paragraf 3 Nr. 65 c) des Einkommensteuergesetzes soll künftig geregelt werden, dass der Erwerb von Ansprüchen durch den Arbeitnehmer gegenüber einem Dritten – also zum Beispiel einem CTA-Treuhänder – im Falle der Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder in vergleichbaren Fällen steuerfrei ist, soweit der Dritte neben dem Arbeitgeber für die Erfüllung von Ansprüchen auf Grund bestehender Versorgungsverpflichtungen oder Versorgungsanwartschaften gegenüber dem Arbeitnehmer und dessen Hinterbliebenen einsteht. Diese Regelung soll ausdrücklich auch für die Insolvenzsicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeit oder einem Arbeitszeitkonto gelten. Die Steuerfreiheit soll nicht nur für neue Fälle gelten, sondern auch alle noch offenen Fälle erfassen. Der Gesetzesentwurf soll am 23. September vom Kabinett beschlossen werden. Mehr . . . 


Etwas geringer, aber weiter stabil

Der Ausfinanzierungsgrad von „typischen“ Pensionsplänen deutscher Unternehmen ist im zweiten Quartal dieses Jahres erstmals seit einem Jahr wieder gesunken, wenngleich nur um weniger als ein halbes Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die erstmals veröffentlichte Analyse „German Capital Market Update“ des Beratungsunternehmens Rauser Towers Perrin, die hierfür de Entwicklung von Pensionsplänen von in Deutschland aktiven Unternehmen hinsichtlich Ausfinanzierung, Entwicklungen auf der Verpflichtungsseite sowie im Hinblick auf die Erträge aus für Pensionsverpflichtungen reservierten Kapitalanlagen untersucht hat. Mehr . . . 


Europäische Immobilien-Investmentgesellschaft baut Präsenz in Deutschland auf

Cordea Savills, eine seit dem Jahr 2003 auf dem Markt agierende Immobilien-Investmentgesellschaft, will verstärkt deutsche Institutionelle für sich gewinnen (vergleiche Personalien: Thomas Gütle als Head of Germany und Berith Kübler als Head of German Portfolio Management ernannt). Cordea Savills hat nach eigenen Angaben weit reichende Erfahrung im internationalen Immobilien-Fondsmanagement und legte bereits in ausgewählten europäischen Märkten auf die jeweiligen landesspezifischen Anlegerbedürfnisse abgestimmte Fonds auf. In Deutschland wird Cordea Savills vor allem paneuropäische Core-Fonds für institutionelle Investoren anbieten. Mehr . . . 


Es bleibt dabei: Die Vergangenheit taugt nicht zur Prognose

Investoren müssen zahlreiche Entscheidungen treffen. Auch auf welche Asset Manager sie setzen. Da bietet es sich an – so könnte man zwangsläufig meinen – sich für jene Asset Manager zu entscheiden, die in der Vergangenheit objektive und nachvollziehbare Erfolge generiert haben. Doch so einfach ist es nicht. Das auf jeden Fall geht aus der bisher unveröffentlichten Studie „Persistence of Manager Performance” von Mercer Investment Consulting hervor. Mehr . . . 


Personalien

Beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in Berlin sind Veränderungen angesagt. Grund hierfür: Der langjährige Leiter Kapitalanlagen, Dr. Ulrich Krüger (46), wird den Verband zum Jahresende verlassen, wie der GDV dpn auf Nachfrage bestätigte. Krüger will sich dem Vernehmen nach neuen Herausforderungen stellen. Zu seinen konkreten Plänen – die derzeit bereits feststehen – wollte sich Dr. Krüger jedoch aktuell noch nicht äußern.
ML/MRO

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Kommentar – Dr. Jörn Wasmund

Die effiziente Anlage vorhandener Mittel stellt heute viele institutionelle Investoren vor große Herausforderungen. Einerseits drängen Eigentümer und Kunden auf eine attraktive Rendite und eine breite Diversifikation. Andererseits erschweren regulatorische Vorgaben eine Direktanlage in alternative, mit traditionellen Anlagen unkorrelierte Assets wie etwa Loans. Die Anlage in höherrentierliche Aktiva ist aufgrund des höheren Risikos, der höheren Volatilität sowie regulatorischer Vorgaben ebenfalls nur begrenzt möglich. Mehr . . . 


Gerling in neuer Gemeinschaft

Im Mai fand die Suche des traditionsreichen Versicherers Gerling nach einer neuen Heimat endgültig ihren Abschluss: Die Gerling Beteiligungs-GmbH und ihre operativen Tochtergesellschaften wurden nach der Übernahme durch die Talanx-Gruppe nun auch in die Konzernstruktur der Muttergesellschaft integriert. Gleichzeitig fand bei Talanx ein Strukturumbau statt. Mehr . . . 


Düsseldorfer Vodafone startet DC-Plan

Die deutsche Vodafone-Gruppe ist am 1. Juni mit einem „soweit dies nach deutschem Recht möglich ist, reinen“ Defined-Contribution-Plan für ihre Mitarbeiter an den Start gegangen. Als Begründung hierfür nennt Horst Weismüller, für Altersversorgung zuständig in der Abteilung Tax, dass Vodafone den ganzen Ertrag, der für die Altersvorsorge der Mitarbeiter erwirtschaft wird, denselben auch zukommen lassen will. Hiervon wolle man nicht partizipieren, aber auch die Risiken dafür nicht übernehmen. Vodafone garantiere aber den nominalen Wert der Beiträge. „Wir wollen uns auf unsere unternehmerischen Aufgaben konzentrieren. Die Altersvorsorge für unsere Mitarbeiter ist jedoch nicht unsere unternehmerische Aufgabe. Deswegen ist ein Defined-Benefit-Plan, bei dem das Unternehmen dem Mitarbeiter ein Versprechen abgibt – ein Versprechen, welches von mehreren unsicheren Variablen abhängt – für Vodafone eben nicht der richtige Weg“, erklärt Weismüller dpn. Mehr . . . 


Studie Alternative Investments: Kaum Platz für Euphorie

Versicherer, Banken und Sparkassen – gerade diese Investoren haben 2005 tatsächlich in Alternative Investments angelegt; insgesamt dürften hierzulande rund zehn Prozent der Institutionellen bereits investiert sein. Das ist ein Ergebnis der Studie „Alternative Investments 2006: Konsolidierung – Reife – Realismus?“ von Frontiers Management Consulting und Mercer Investment Consulting (mherzog@frontiers-management-consulting.de) und (Herwig.Kinzler@mercer.com), deren Ergebnisse exklusiv in der Juli/August-Ausgabe von dpn vorgestellt werden. Die Studie basiert auf den Antworten von 80 institutionellen Investoren, spiegelbildlich wurden auch Anbieter befragt. Mehr . . . 


Die Lufthansa lebt vorerst besser mit Kapitalgarantien

Im Februar dieses Jahres hat die Lufthansa AG die Neustrukturierung der strategischen Liquiditätsreserven abgeschlossen und insgesamt 1,15 Milliarden Euro auf sieben Asset Manager verteilt. Immerhin knapp die Hälfte dieses Betrags, genau 500 Millionen Euro, entfällt auf kapitalgarantierte Schuldscheine, denen auch Hedgefondsstrategien zugrunde liegen – laut Walter Schmidt-Cording, Leiter Risiko-und Liquiditätsmanagement, ein „Novum“ für die Lufthanseaten. Darüber hinaus dotierte Lufthansa jeweils 250 Millionen Euro in Rentenfonds mit bis zu zwei beziehungsweise mit bis zu fünf Jahren Laufzeit; der Rest entfällt auf Geldmarktfonds. Als strategische Liquidität gilt bei der Lufthansa ein Betrag in Höhe von zwei Milliarden Euro, alle Beträge darüber hinaus zählen zur operativen Liquidität, die in kurzfristig verfügbaren Tages- und Termingeldern und in mindestens mit „BBB“-geratete kurzlaufende Wertpapiere angelegt ist.

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Wird 2007 das Jahr für Europas Abwicklungsstandards?

Die Fondsindustrie ist zwar inzwischen eine große Industrie in Europa geworden, aber es fehlt auf wichtigen Feldern an einheitlichen Standards, insbesondere einheitlichen Abwicklungsstandards. Das ist so ähnlich, als wenn es in der Elektroindustrie keine Industrienormen für Steckdosen oder Birnenfassungen gäbe. Für die Nutzer bedeutet das: Der Weg zur Open oder Guided Architecture ist komplex und teuerer als nötig. Deshalb hat sich die EFAMA (European Fund and Asset Management Association) die Vereinheitlichung der Abwicklungsstandards in Europa auf die Fahnen geschrieben. Mehr . . . 


Kommunikation als neue alpha-Quelle

Auch der Consultant-Markt für institutionelles Asset Management wird reifer, und so ist es nur konsequent, dass neue Berater von der üblichen Dienstleistungspalette – wie Asset-Liability-Management, Asset-Klassen-Planung, Manager-Selektion und manchmal auch Anlageempfehlungen – die Finger lassen, und sich stattdessen mit komplementären Leistungen, häufig solche, die bei den bisherigen Consultants nebenher mitgemacht werden, einen Namen machen wollen. Mehr . . . 


Fangemeinde des Style Investings wächst

Das so genannte Style Investing bei Aktien, also die bewusste Diversifikation zwischen Investment-Stilen wie beispielsweise Value und Growth, ist ein Diversifizierungsschritt, den die meisten deutschen Institutionellen noch nicht gegangen sind. Indes: Dass sich auf diesem Feld aber etwas bewegt, zeigt die Nettomittelentwicklung bei einem der Vorzeigehäuser in Sachen bewusster Trennung von Value und Growth, AllianceBernstein, das zwei nach Portfoliomanagement, Research und Administration komplett voneinander getrennte Aktienplattformen – Alliance für Growth, Bernstein für Value – unter einem Dach vereint: Laut Martin vom Hagen, ehemals bei Axa Investment Managers und nun Leiter des deutschsprachigen institutionellen Geschäfts von AllianceBernstein in München sind die Zuflüsse 2005 durch Aufstockungen und neue Mandate um über 40 Prozent gestiegen. Die Hälfte der derzeit 20 institutionellen Mandate aus dem deutschsprachigen Raum entfällt auf deutsche Investoren. Der größte Kunde hat 500 Millionen Euro an AllianceBernstein vergeben, aufgeteilt auf ein europäisches und ein US-Aktienmandat. Mehr . . . 


Neue Erkenntnisse für die Alpha-Suche

Im Mittel erzielen die Investoren mit Large-Cap-Mandaten kein positives Alpha; viele schneiden sogar deutlich im Minus ab. Diese inzwischen weit verbreitete Vermutung belegt eine kürzliche Auswertung von alpha portfolio advisors, die auf 369 Composites aus der Alpha-Datenbank mit Anlageschwerpunkt in Europa, USA, Japan und Global basiert und einen Zeitraum von drei Jahren (2002 – 2004) abbildet (vergleiche auch dpn Ausgabe 24, März/April 2006, Seite 62-64). Der Large-Cap-Bereich ist so gesehen für die Investoren nicht mehr als ein Nullsummenspiel. Positive Alphas – auch das ist nicht neu – werden im Mittel dagegen nur für aktive Mandate im Mid- und Small-Cap-Bereich beobachtet, mit etwa 84 Basispunkten besseren Renditen als bei der Gesamtheit der Mandate. Mehr . . . 


Watson Wyatt: „Globale Diversifikation reicht nicht mehr“

Wenn Watson Wyatt mit seiner Vorausschau auf die nächsten zehn Jahre Recht hat, werden viele Investoren ihre strategische Asset Allocation neu schreiben müssen. In seinem neuen „Global Investment Review 2006“ identifiziert der Consultant einige makroökonomische Schlüsselfaktoren, deren Risikogehalt sich derzeit noch nicht vollständig in den Kursen an den globalen Aktienmärkten widerspiegele: Demografie, Umweltveränderungen, „Chindia“ (China und Indien in der Weltwirtschaft), Energie, staatliche Wirtschaftspolitik, Geopolitik und die Veränderung der öffentlichen Stimmungslage. Mehr . . . 


Personalien

Die 35 Milliarden Euro schwere Bayerische Versorgungskammer bewegt sich – angespornt von den positiven Erfahrungen seit dem ersten Hedgefonds-Investment vor einem Jahr – immer stärker hin zu Absolute-Return-Mandaten und Alternative Investments. Entsprechend wächst das Team Alternative Investments unter der Leitung von Anselm Wagner weiter: Neben Dajana Brotmann ist seit Anfang Mai auch Constantin Echter dazu gestoßen; Echter promoviert derzeit nebenher über das Thema Hedgefonds am Lehrstuhl für Finanz- und Bankwirtschaft der Uni Augsburg bei Professor Manfred Steiner. Derzeit betreut das Team die Themen Dachhedgefonds und Commodities sowie künftig auch Währungsmanagement, Emerging Market Debt und High Yield. Für den baldigen Ausbau der Hedgefonds-Quote sind bereits die Kandidaten identifiziert, darunter drei Dachhedgefonds-Manager und zwei Währungsmanager. Mehr . . . 


Zweiklassengesellschaft bildet sich in Europa auch beim Thema LDI

„Liability Driven”, nach dieser Facon investieren unter Europas Pensionseinrichtungen bereits oder bald vor allem Holländer, Dänen und Schweden und auch die Briten. Bei knapp der Hälfte der europäischen Einrichtungen ist LDI (= Liability Driven Investing) ein mehr oder weniger starker Bestandteil der Kapitalanlagestrategie: Jede fünfte Einrichtung orientiert seine Anlagestrategie jetzt schon an ihren Verbindlichkeiten, weitere sieben Prozent führen gerade eine LDI-Strategie ein und ein weiteres Fünftel zieht es in Betracht. Mehr . . . 


Kommentar – Michael Montag

Nach der monatelangen Talfahrt der Anleihekurse schmelzen nun auch die Gewinne an den Aktienmärkten dahin und lassen so manchen institutionellen Anleger schon erste bange Blicke auf das zu erwartende Jahresergebnis werfen. Besonders hohe Verluste weisen die Börsen der Schwellenländer auf. Hier wurden die Anleger über Jahre hinweg mit zweistelligen Renditen verwöhnt und mancher Anbieter machte seinen Kunden glauben, dass Ertrag und Risiko negativ miteinander korrelieren. Gegenüber den Anfang bis Mitte Mai erreichten Höchstständen, haben die meisten Schwellenländerfonds fast 20 Prozent verloren, angeführt von Fonds, welche sich auf die so genannten BRIC-Länder, also Brasilien, Russland, Indien und China, fokussieren. Mehr . . . 


aba-Jahrestagung

Deutschlands Betriebsrente hat Münteferings Segen Mehr . . . 


Dr. Boy-Jürgen Andresen wird 60
— Dr. Boy-Jürgen Andresen

Für Dr. Boy-Jürgen Andresen ist 2006 ein ganz besonderes Jahr. Erstens, weil das Schwergewicht der deutschen betrieblichen Altersversorgung schlechthin seit mittlerweile zehn Jahren als Gesellschafter-Geschäftsführer an der Spitze der Dr. Dr. Heissmann GmbH steht und aus dem Unternehmen einen der erfolgreichsten – manche sagen den erfolgreichsten – Berater für Versorgung und Vergütung der Republik gemacht hat. Zweitens vollendet der manchmal streitlustige aber immer besonnene und erfrischend schlagfertige Andresen heute, das heißt am 12. April 2006, seinen 60. Geburtstag. Mehr . . . 


Fidelity bereitet Zeitkontnmodell vor

Nach Informationen von dpn wird Fidelity Investments voraussichtlich im Spätsommer in Deutschland mit einem Zeitkontenmodell an den Markt gehen. Damit hat Dr. Klaus Mössle, der Mitte 2004 von der Deutschen Asset Management zu Fidelity kam und das institutionelle Geschäft voranbringen sollte, ein weiteres Projekt angeschoben. Mössle hatte bereits kurz nach seinem Antritt bei Fidelity in Kronberg erklärt, dass man den Kunden vor allem in der betrieblichen Altersversorgung deutlich mehr als bisher bieten wolle. Mit dem Zeitkontenmodell liefert er nun ein größeres Projekt im Segment bAV. Mehr . . . 


Axa Investment Managers machen Alpha portabel

Erst wenige Investoren wie etwa die Nordrheinische Ärzteversorgung setzen es bereits ein (vergleiche dpn, März/April-Ausgabe), allzu viele Anbieter gibt es ebenfalls nicht – und viele Consultants betrachten es eher als intellektuelle Übung denn als Marktchance: Portable Alpha. Das intuitive Konzept der Trennung von Alpha und Beta mit dem Ziel, sich Alpha ins Portfolio zu holen, das ansonsten mit den im Portfolio enthaltenen Asset-Klassen gar nicht zu holen wäre, bleibt zumindest in der Breite noch in den Schubladen. Eine Ausnahme: Axa Investment Managers. Deren Produktdesigner in Paris tüfteln schon seit längerem daran, wie man die Alpha-Quellen im Konzern (darunter gerade auch die stabile Überrendite vieler Axa Rosenberg-Produkte) zusammenführt. Das baldige Ergebnis: Mindestens ein Portable-Alpha-Fonds, der Mitte 2006 als Ucits3-konformer Fonds endlich aufgelegt wird, wie Axa auf Nachfrage von dpn bestätigte. Die Alphaquellen sollen 14tägig anhand eines quantitativen Allokationsmodells neu gewichtet werden. Der Transport des Alphas auf eine gängige Renten-Benchmark erfolgt via eines Total Return Swaps. In einer anderen Variante soll der Investor das Alpha über dem Dreimonats-Euribor erhalten – Axa IM peilen 300 Basispunkte an. Als Mandatsvarianten könnten die Ansätze ebenfalls angeboten werden.
MRO



VBL: Viel Positives aus Karlsruhe

Bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) hellen sich die Mienen immer deutlicher auf: Denn erstens hat die größte Einrichtung der Zusatzversorgung für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Jahr 2005 erstmals seit mehreren Jahren wieder mehr öffentliche Arbeitgeber gewonnen als verloren: Die Zahl der beteiligten Arbeitgeber stieg 2005 um 0,6 Prozent, nach einem Minus von 0,1 Prozent im Jahr 2004. Vorstandsmitglied Richard Peters äußerte sich im Gespräch mit dpn zuversichtlich, dass keine weiteren Austrittswellen mehr zu befürchten sind und die Zahl der Kündigungen weiter abnimmt - 2005 kehrten noch zehn beteiligte öffentliche Arbeitgeber der VBL den Rücken, nach 48, 36 und 27 Beteiligten in den Jahren seit 2002. Zweitens werden die guten Ergebnisse der 2002 eingeleiteten Spezialisierung der Kapitalanlagestruktur – mehr spezialisierte und mehr ausländische Asset Manager, High-Alpha-Mandate mit hohen Tracking-Error-Vorgaben – auch im Vergleich zu den größten Pensionskassen immer augenscheinlicher: Nach der Bafin-Berechnungsmethode für die laufende Durchschnittsverzinsung betrug die Rendite des gesamten Anlagevermögens der VBL (elf Milliarden Euro) in den Jahren 2004 und 2003 5,34 und 6,68 Prozent – über dem Schnitt der zehn größten Pensionskassen (5,23 und 5,16 Prozent). Und 2005 soll wieder ein guter Jahrgang gewesen sein. Mehr . . . 


Union Investment feiert mit Rohstoffderivatefonds Premiere

VAG-Investoren sollten jetzt besser nicht weiterlesen: Intelligent in Rohstoffe investieren heißt, deren um den Wert Null oszillierende Korrelation mit Aktien und Renten auszunutzen. Will man das Risiko physischer Lieferungen ausschließen – die berühmten Schweinebäuche vor der Haustür – muss man deshalb Rohstoff-Derivate einsetzen. Da aber auch das für VAG-Investoren ohne Sondergenehmigung der Bafin nicht erlaubt ist, weil Commodities laut Investmentgesetz nicht in der Positivliste als Finanzinstrumente gelistet sind, müssen Versicherer, Pensionskassen und Versorgungswerke auf die Überarbeitung des Investmentgesetzes hoffen - nach aktuellem Stand soll das überarbeitete Gesetz Anfang 2007 in Kraft treten. Mehr . . . 


VW Pension Trust e.V. untersucht den Einsatz neuer Asset-Klassen

Auch was sich bewährt hat, ist vor Veränderungen nicht gefeit. Zum Beispiel die neue Kapitalanlagestruktur, die sich der VW Pension Trust e.V. Mitte Mai vergangenen Jahres gegeben hat: statt drei Mischfonds nun sieben spezialisierte Aktien- und Rentenmandate plus einen Overlay-Manager (HSBC Trinkaus). Über beide Töpfe hinweg – unter dem Trust hängen der mittlerweile 1,1 Milliarden Euro schwere Pensionsfonds (Mindestrenditeziel vier Prozent, Anlagehorizont 15 bis 20 Jahre) und der 800 Millionen Euro schwere Zeit-Wertfonds (unter vier Prozent; 10 Jahre) – betrug die Rendite 2005 über zwölf Prozent, deutlich über den Anfangserwartungen von Albrecht Möhle (mehr zu den Erfahrungen des VW Pensions Trusts nach einem Jahr mit der neuen Anlagestruktur folgt in der Mai-Ausgabe von dpn). Dennoch: Das Universum hat mehr zu bieten als Bonds und Aktien, und deshalb plant das Vorstandsmitglied des VW Pension Trusts und Bereichsleiter für Geld- und Kapitalmarktaktivitäten im Konzern-Treasury, neue Asset-Klassen zu prüfen und wenn möglich auch zu integrieren. Infrage kommen beispielsweise Private Equity, Hedgefonds, Immobilien und ein Emerging-Market-Exposure, aber auch weitere Bond-Klassen wie Wandelanleihen und Subordinated Debt sollen geprüft werden. Mehr . . . 


Pan European Pensions Plans standhaft auf dem Vormarsch

International aufgestellte Unternehmen wollen langsam aber stetig ihre Pensionsverpflichtungen und die dazugehörenden Assets im Hinblick auf Kosten, Risiken und personalpolitische Ziele auf internationaler Ebene steuern (vergleiche dazu auch den Bericht über den VW Pension Trust e.V. oben). Das geht aus einer aktuellen Studie von Rauser Towers Perrin hervor, die dazu 71 international agierende Unternehmen, darunter 13 Vertreter aus dem Dax, befragt haben. „Die Unternehmen sehen auf dem Gebiet der paneuropäischen Pensionspläne Handlungsbedarf. Gleichwohl werden und müssen die Ergebnisse des Handelns nicht mit dem übereinstimmen, was der Regelungsgeber idealtypisch vorgesehen hat“, fasst Dr. Reiner Schwinger, Co-Autor der Studie und Vorstand bei Rauser Towers Perrin im schwäbischen Reutlingen, die wichtigsten Resultate zusammen. Mehr . . . 


MAN-CTA startet mit 500 Millionen Euro

MAN hat sein neu gegründetes Contractual Trust Arrangement (CTA), welches nach dem Modell des MAN Pension Trust e.V. errichtet wurde, zum Start mit Finanzmitteln in Höhe von 500 Millionen Euro dotiert. Die Dotierung mindert entsprechend die Pensionsrückstellungen, die danach zum Jahresende noch 1,185 Milliarden Euro gegenüber 1,716 Milliarden Euro per Ende 2004 betrugen. Dieser Umschichtungsprozess soll fortgesetzt werden bis zur vollständigen Abdeckung der inländischen Pensionsansprüche durch das CTA. Der Trust soll dabei die Funktion eines Treuhänders gegenüber den versorgungsberechtigten Mitarbeitern sowie Rentnern übernehmen. Mehr . . . 


Bei der Aktien-Boutique Comgest brummt es in Europa

Der Pensionsplan von Honda in Großbritannien, der Pensionsfonds von Heineken in Holland, Rolex in der Schweiz, der Fonds des französischen Senats („Sénat“) und das Bankhaus Spängler in Österreich: Sie alle zieren die Referenzliste einer französischen Aktien-Boutique namens Comgest – bekannt vor allem für ihre sehr konzentrierten Portfolios bei vergleichsweise langer Haltedauer (Turnover p.a.: im Schnitt 10 bis 15 Prozent) sowie ihren mittlerweile knapp 1,3 Milliarden Euro schweren Sicav Magellan, einen Emerging-Market-Fonds. Hierzulande ist die 1986 gegründete Boutique, an der alle 45 Mitarbeiter, darunter 18 Portfoliomanager und drei Analysten, Anteile halten, nicht sehr bekannt. Und das, obwohl Comgest fast ausschließlich Geld für Institutionen verwaltet. Von den 6,5 Milliarden verwalteten Euro stammen gerade einmal 600 Millionen Euro von zehn deutschen Großanlegern, darunter auch einige Sparkassen. Am meisten Geld fließt derzeit in die Emerging-Markets-und Asien-Ansätze; bereits drei Viertel der Assets sind dort investiert. Mehr . . . 


Personalien

Im Mai 2001 hat er die Wiesbadener Commerz Grundbesitz-Spezialfondsgesellschaft (CGS) mitgegründet, knapp fünf Jahre später, seit Anfang April 2006, ist der 47jährige Roger Welz neues Geschäftsführungsmitglied der Meag Munich Ergo KAG, die zurzeit rund 16 Milliarden Euro verwaltet. Bei der CGS, derzeit mit sechs Spezialfonds (darunter vier, bald fünf Pool-Spezialfonds) auf dem Markt, war er für das Marketing und den Vertrieb, das Portfoliomanagement und das Finanz- und Rechnungswesen zuständig. Welz wird bei den Münchnern den Vertrieb von Immobilienprodukten an Institutionelle verantworten – zumindest in der KAG. Gesamtverantwortlich für Immobilien bleibt Dr. Knut Riesmeier von der KAG-Muttergesellschaft Meag Munich Asset Management GmbH.
MRO
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Kommentar – Winfried Hutmann

Fondsmanager sind für gewöhnlich rationale Menschen. Bevor sie in ein Unternehmen investieren, klopfen sie die harten Fakten ab. Treffen sie qualitative Aussagen, liest man unter der Überschrift „Investment Rationale“ oft Sätze wie diesen: „Das Unternehmen hat sich klar auf seine Kernkompetenzen fokussiert.“ Fragt man indes die gleichen Fondsmanager nach den Kernkompetenzen des eigenen Unternehmens, besteht die Antwort in der Regel aus einem erstaunten Blick. Mehr . . . 


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