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Kurz & bündig

+++ Die Klarheit der Botschaften von Martin Weber, Behavioral-Finance-Experte und Mannheimer Wirtschaftsprofessor, trifft nicht überall auf ­ungeteilte Freude – kein Wunder bei radikalen Thesen wie „Aktienkursprognosen sind, um es einfach zu sagen, Blödsinn“. Wer seine Thesen nachvollziehen will, sollte sich die DVD „Genial einfach investieren – von der wissenschaftlichen Erkenntnis zur praktischen Umsetzung“ von seinem Lehrstuhl anfordern. Dass Aktienkurse nach Zufall schwanken und eben nicht nach anderen Gesetzen, wurde ihm nach eigener Aussage während einer Gastprofessur an der Uni Stanford klar: Physiker verglichen die von ihm zufällig in die dortige Mensa mitgebrachte Verteilung von Aktienkursrenditen mit der Brown‘schen Molekularbewegung. Zufall pur, sozusagen.

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Kommt die Bazooka, klagt Starbatty
— Professor Joachim Starbatty (Mitte) macht sich für seine nächste Klage vor dem Bundesverfassungsgericht bereit: Sollte die Monetarisierung der Staatsschulden institutionalisiert werden, würde er nach eigenen Aussagen wieder klagen. Ganz rechts (stehend): Professor Martin Weber, Uni Mannheim.

„Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) die Bazooka herausholt, dann würde ich wieder klagen.“ Der emeritierte Tübinger Volkswirtschaftler Joachim Starbatty, der zusammen mit den Uni-Professoren Hankel, Nölling und Schachtschneider 1998 mit seiner Klage gegen den Euro und im September dieses Jahres mit seiner Klage gegen den Euro-Rettungsschirm jeweils erfolglos war, rechnet sich gute Chancen aus, dass eine weitere Klage vor dem Verfassungsgericht Erfolg hätte, zumal die Bundesregierung in vielen Fällen gegen das Gesamtvertragswerk verstoßen habe.

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Nein zum Nachhaltigkeitsmuss

An Initiativen und Kodizes mit dem Potenzial zum Standard mangelt es beim Thema Nachhaltigkeit nicht – sei es für das Investieren gemäß ESG-Kriterien, wie die UNPRI (die UN-Prinzipien für nachhaltiges Investieren), sei es für das Berichtswesen, wie etwa die sogenannte „Integrated Reporting Initiative“, die helfen soll, die Nachhaltigkeit von zum Beispiel BMW mit der von Toyota und Peugeot zu vergleichen.

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Eine Dekade (der) Leithammel
— Daniel Just

Was heißt es wirklich, Verantwortung zu übernehmen? Maik Rodewald schaut nach München und nimmt sich Daniel Just als Beispiel

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Das Pension Pooling kommt aufs Tapet

Als Unternehmerspross beweist Bernd Vorbeck seit Jahren einen Riecher dafür, was ein vermeintlich langweiliger Administrator so alles machen kann, schreibt Maik Rodewald

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Linke Rezepte mit Nebenwirkungen

Am 4. Schweizer Leadership Pension Forum sorgten zwei Exponenten der Linken für Diskussionsstoff

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Kurz & Bünding

+++ Der Insolvenzantrag der Manroland AG wird den vom Pensions-Sicherungs-Verein für 2011 bereits veröffentlichten Beitragssatz von 1,9 Promille (entsprechend 560 Millionen Euro) vermutlich nicht tangieren. Maßgeblich ist nicht der Antrag, sondern die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, das – so es denn kommt – kaum noch 2011 beginnen dürfte. Bei Manroland selbst scheint man sich jedoch keinerlei Illusionen mehr zu machen. Pressesprecherin Eva Doppler zu dpn: „Die Betriebsrente ist durch den PSV abgesichert, die Zahlung erfolgt entsprechend durch ihn.“

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Herrmann: Pensions­- kassen in den PSV
— Dr. Richard Herrmann

Dr. Richard Herrmann, Vorstand der Heubeck AG, hat sich gegenüber dpn für die Einbeziehung der Pensions-kassen in eine reformierte Insolvenzsicherung ausgesprochen: „Unter anderem im Hinblick auf ein risikobasiertes Eigenkapitalregime könnte eine Mitgliedschaft im Pensions-Sicherungs-Verein nach Stand der Diskussion die Eigenmittelan­forderungen mildern.“ Ende Oktober hatte Heubeck das Gutachten für die PSV-Beitrags­reform vorgestellt. Kernaussage: Ein risikoorientiertes Beitragsmodell ist auch ohne gravierende Nebenwirkungen möglich. Gegenstand war, das erstmals 2009 von der BDA entwickelte Modell zu einer konsensfähigen Grundlage für ein Gesetzgebungsverfahren weiterzuentwickeln.

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Schief geknöpft in der Altersvorsorge

„Der Mantel kann noch so chic sein, wenn man den dritten Knopf ins zweite Loch macht, sieht es immer blöd aus.“ Mit einem bildlichen Bonmot der ganz eigenen Art wies aba-Vorsitzender Heribert Karch auf der Herbsttagung seiner Arbeitsgemeinschaft am 27. Oktober in Köln die als Rednerin geladene neue Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Dr. Annette Niederfranke, auf die nach Meinung vieler Pensionsverantwortlichen asymmetrische Rentenpolitik hin. Kollektiver Charakter, Abschlusskostenfreiheit zumindest in manchen Durchführungswegen und mit dem Arbeitgeber ein dritter Akteur: Das sind die essenziellen Vorteile der betrieblichen Altersversorgung, die sich in der Tat kaum leugnen lassen, daher politische Aufmerksamkeit verdienen und die der dritten Säule – wie beispielsweise der jüngst wieder ins Gerede geratenen Riester-Rente – regelmäßig fehlen. Anlass genug, die bAV im angekündigten Rentendialog einzubinden. PBA



Auftakt für alles? Multichef mit Skepsis
— Peter Hadasch

Peter Hadasch blickt auch als frischgebackener Personalvorstand über den Tellerrand von Solvency II hinaus, und das mit Sorge, schreibt Pascal Bazzazi

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Als Leitungs-Leiterin eingeladen.Als Staatssekretärin gekommen.
— Dr. Annette Niederfranke

Physiognomie, Habitus, Auftreten: Ob die neue Spitzenbeamtin im Arbeitsministerium die Schwester ihrer Ministerin sein könnte, fragt sich Pascal Bazzazi

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Ohne Gelüste an der Europa Brüste

Steckt hinter den papiernen Materialschlachten der europäischen Behörden eine Ermattungsstrategie?

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Brüssel: Befürchtungen und Befürchtungen
— Michel Barnier

Europa und Solvency II beherrschen derzeit mal wieder weitgehend das Geschehen im Pensionswesen. Pascal Bazzazi gibt einen Überblick

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Retrospektive - Stand in der dpn

„Zum Beispiel die im angelsächsischen Bereich vorhandenen Formen der reinen Beitragszusage.”
Jürgen Hussmann, Mitglied der BDA-Hauptgeschäftsführung, auf die Frage, was Deutschland in der bAV als Vorbild dienen könnte – Januar 2002

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Eine Analyse
— Von Dr Eckhard Bergmann

Nach einem Jahrzehnt Asset Management, was bleibt am Ende festzuhalten?

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Stand in der dpn

„Uns beschäftigen zunächst drei wesentliche strategische Ziele: Erstens, wir wollen die Zahl der Investment-Sparer bis 2010 auf rund 30 Millionen verdoppeln. Zweitens, wir wollen die Investment-Anlage in der Altersvorsorge fest etablieren, und drittens wollen wir die Investment-Branche zu einer führenden Stimme in der Finanzplatzpolitik machen, sowohl national als auch international.“
Der am 1. 11. 2001 beim Stand von 15 Millionen Investment-Sparern neu berufene BVI-Haupt-geschäftsführer Stefan Seip auf die Frage zu seinen Plänen für die Zukunft – April 2002

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Eine Analyse

Wer keine Zukunft hat, redet über die Vergangenheit.” Damit schließt mein Kollege Eckhard Bergmann seine Retrospektive über die vergangenen zehn Jahre Asset Management. Wer mag diesem indischen Sprichwort schon widersprechen? Zumal die Emerging Markets – und dazu gehört auch Indien noch eine ganze Weile – in den kommenden zehn Jahren sicherlich eine Schlüsselrolle spielen werden.

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Was Investoren sagen

Fragen:

1. Wären Sie Asset Manager, welche zukunftsträchtigen Produkte würden Sie anbieten?
2. Was wünschen Sie sich von Asset Managern?
3. Wo muss die Industrie transparenter werden?

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Was Anbieter sagen

Fragen:

1. Wären Sie Investor, wie würde Ihr zukunftsträchtiges Portfolio aussehen?
2. Was wünschen Sie sich von Investoren?
3. Wo muss die Industrie transparenter werden?

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Was Consultans sagen

Fragen:

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Barsache - Maik Rodewald und Pascal Bazzazi

Neulich, ein Lokal in Frankfurt. Maik Rodewald und Pascal Bazzazi sprechen über das Spannungsverhältnis zwischen Asset Management und Pensionswesen und zeigen wegweisende Lösungen auf

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Die vergangenen zehn Jahre in der bAV

Nikolaus Bora blickt zurück auf die zahlreichen Rentenreformen seit 2001

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Retrospektive - Stand in der dpn

„Eine Garantie, die null Prozent Rendite verspricht für ein kapitalgedecktes Produkt, ist so überflüssig wie ein Kropf.”
Bernd Katzenstein, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, zu Mindestleistungen des Pensionsfonds – Januar 2002

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Was Verbände, Politik und Wissenschaft sagen

Fragen:

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Was Consultants und Asset Manager sagen

Fragen:

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Perspektive - Was Pensionsverantwortliche und Investoren sagen

Fragen:

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Kurz & bündig

+++ Rainer Jakubowski, Vorstand des BVV, hat sich jüngst erst ein neues Buch gekauft mit dem Titel „Lobbying im neuen Europa“. Seine Hoffnung: Mit jemandem in Brüssel noch einmal über das Damoklesschwert Solvency II zu sprechen, das den Durchführungsweg Pensionskasse wegen der „horrenden Eigenkapitalanforderungen“ bedeutungslos machen könnte. Was er in der belgischen Hauptstadt, in der sich die größten Pensionseinrichtungen Europas im November auf den „IPE Awards“ treffen, sagen würde, steht wohl allerdings schon fest: „Die sollen aufhören, Dinge zu regulieren, die man gar nicht regulieren muss.“

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Weiter warten auf wahre Diversifikation
— Guter Rat aus Bremen: Professor Thorsten Poddig ist Modewellen gegenüber grundsätzlich skeptisch (hier im Bild auf dem letztjährigen Roundtable Risikomanagement ganz rechts, daneben Walter Kollbach von der Sicherungseinrichtung des BVR und ganz links Axel Breuer, R+V Versicherung)

„Man sollte Modewellen gegenüber skeptisch sein – es gibt auch in der Finanzwirtschaft kein Perpetuum mobile.“ Diese Botschaft des Finanzmarktforschers Professor Thorsten Poddig von der Universität Bremen (vergleiche dazu auch Seite 13) bestätigt sich in seinem jüngsten Arbeitspapier, in dem er unter anderem den aktuellen Modetrend der sogenannten „Equally Risk Contribution Portfolios“ (ERC) untersucht, die in den vergangenen Jahren – insbesondere nach der Finanzmarktkrise 2007/2008 – bei Asset Managern entwickelt wurden. Die Idee dahinter folgt der Annahme, dass Risiken besser zu prognostizieren sind als Renditen. Einzelnen Assets oder Asset-Klassen werden Risikobudgets zugeteilt und danach – und eben nicht gemäß ihrer prognostizierten Renditen wie in klassischen Markowitz-Portfolios – wird die Allokation im Portfolio vorgenommen. Damit soll „wahre Diversifikation“ erreicht werden – also etwas, was nicht bei allen Investoren in den vergangenen Jahren funktioniert hat.

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Vermaledeite Politisierung

Bei der mit rund 22 Milliarden Euro größten deutschen Pensionskasse, dem Berliner BVV, macht man sich über „die Politisierung der Kapitalmärkte, die Zukunft von Bankenanleihen und die hohe Volatilität“ Sorgen. Das sagte der für die Kapitalanlage zuständige Vorstand Rainer Jakubowski auf einer Diskussionsrunde der Berenberg Bank. „Ich ärgere mich, dass wir Investoren durch unsere Investitionen in Staatsanleihen der Euro-Peripherieländer in ein kritisches Licht geraten sind“, so Jakubowski. Wer wie der BVV in diese Anleihen investierte, weil dies auch aus Diversifikationsgründen nötig gewesen sei, habe an die Ernsthaftigkeit der Stabilitätskriterien geglaubt, müsse aber nun Abschreibungen vornehmen, kritisierte er in Hamburg. Wer dennoch nicht investiert habe, sei als „unsolidarisch“ angeprangert worden.

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Die Quants können kommen
— Von links nach rechts: Volker Buschmann, Nicolas Schlotthauer, Michael Steiner, Maik Rodewald (Moderator), Bernhard Langer, Thorsten Querg, Ulrich Buchholtz (Moderator)

Ist der Einsatz von quantitativen Ansätzen in den Emerging Markets sinnvoll? Und sollten institutionelle Anleger darauf verzichten, die dortigen lokalen Währungen gegen den Euro abzusichern? Zwei Fragen, mit denen sich Institutionelle zurzeit beschäftigen und über die auf dem FT/dpn-Roundtable Emerging Markets diskutiert wurde. Beide Fragen bejahten die Teilnehmer mehrheitlich.

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Samba-Rhythmen werden leiser

Brasilien ist nicht mehr das Land, dem die meisten der 29 befragten Asset Manager den größten Entwicklungssprung in den kommenden fünf Jahren zutrauen, sondern Indien, gefolgt von China und Indonesien. Das ist ein Ergebnis der diesjährigen Umfrage zu Emerging Markets, die FT/dpn exklusiv im dpn-Dossier Oktober/November veröffentlicht.

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Zu Zahlen - Oktober/November 2011

20 bis 25 Prozent beträgt die langfristige Zielquote des verwalteten Vermögens, die das Multi Family Office Focam in den Emerging Markets anstrebt. Zurzeit beträgt die tatsächlich in­vestierte Quote laut Vorstandsmit­glied Dr. Thorsten Querg nur etwa 5 Prozent. In den kommenden Wochen und Monaten sollen bereits weitere Positionen aufgebaut werden, weil Querg nach eigener Aussage Anlagen in den Emerging Markets inzwischen deutlich positiver sieht als noch vor einem Jahr.

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22 Milliarden Euro: Zur Sache, Krise!

Regulierung, Vola, Staatsschuldenkrise, Niedrigzins: Rainer Jakubowski sieht sich einer unheiligen Allianz gegenüber, schreibt Pascal Bazzazi

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Der liberale Sezierer aus Bremen
— Thorsten Poddig

Es gibt kein Free Lunch: Dieses eherne Gesetz wird Thorsten Poddig auch in seiner zweiten Lebenshälfte predigen, prognostiziert Maik Rodewald

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Kurz & Bündig

+++ In den Niederlanden zeichnet sich nach einer Ver­einbarung der Tarifparteien mit der Regierung in diesem Sommer die Aufnahme neuer beitragsorientierter Elemente in die betriebliche Altersversorgung ab. Damit drängt sich die Frage auf, ob den deutschen Vertretern der bAV, namentlich der Arbeits­gemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba), ein wichtiger Verbündeter im Brüs­se­ler Kampf gegen die Anwendung von Solvency II auf Einrichtungen der bAV abhandenkommen könnte. Doch ist keinesfalls aus­ge­macht, dass die Niederlande – bisher wohl das Land mit der aggressivsten Ablehnung des Eigenkapitalregimes – das Interesse an der Angelegenheit verlieren. Schließlich kann derzeit niemand ausschließen, dass auch DC-Systeme von Solvency II zumindest teilweise erfasst würden, vor allem im Risiko­ma­na­­­gement und im Berichts­wesen. Beobachter in Brüssel haben jedenfalls noch kein Abrücken der Niederländer aus der Front der Gegner einer Anwendung auf die bAV feststellen können.

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Solvency II für die bAV durch die Hintertür?
— Peter Hadasch, Vorsitzender des Verbandes der Firmenpensionskassen

Die Umsetzung der Solvency-II-Richt­linie in deutsches Recht mittels einer 10. VAG-Novelle führt zu einer völligen Umgestaltung des Versicherungsaufsichtsgesetzes. aba, BDA und der Pensionskassenverband VFPK haben bereits Stellungnahmen zu dem Referentenentwurf beim Bundesfinanzministerium eingereicht. Die Verbände befürchten, dass mittels der Novelle Elemente von Solvency II Gesetzeskraft auch für Einrichtungen der bAV (EbAV) entfalten könnten, obwohl diese nach europäischem Recht von dem Eigenkapitalregime ausgenommen sind. Die Bedenken richten sich vor allem gegen die Regelungen zur Kapitalanlage, da die EU-Pensionsfondsrichtlinie für EbAV grundsätzlich das „Prudent-Person-Prinzip“ befiehlt, im VAG-Entwurf für Versicherer und EbAV aber gleichermaßen vom „unternehmerischen Vorsichtsprinzip“ die Rede ist.

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Govies: Traue keinem über 30

Die Bundesrepublik Deutschland wird trotz der historisch niedrigen Renditen ihrer Staatsanleihen keine Langläufer von 50 Jahren auflegen. Gegenüber dpn äußerte das Bundesfinanzministerium dazu: „Die Emission 50-jähriger Anleihen würde für den Bund unter Kosten- und Risikoaspekten keine Vorteile bieten, da die Preisfindung praktisch gleich (kein ne­n­­nens­­werter Zinsunterschied bei 30- und 50-jährigen Papieren) und die Aufnahmekapazität des Marktes im ultralangen Bereich begrenzt ist, so dass wir 50-jährige Papiere auf Kosten unseres 30-jährigen Segments begeben müssten.“ Pensionseinrichtungen suchen zuweilen Langläufer, um den bei ihnen besonders großen Duration Gap zwischen Aktiv- und Passivseite zu mindern – ein Wunsch, der bei möglicher Anwendung eines risikobasierten Eigenkapitalregimes auf Einrichtungen der bAV mit besonderer Würdigung des Duration Gaps an Intensität gewinnen dürfte. PBA



Kölner. Katholisch.bAV.
— Peter Doetsch

Wer so lange in der bAV dabei ist wie er, weiß, wie man die Vorsorge-Trägheit der Arbeitnehmer überwinden könnte. Pascal Bazzazi über Peter Doetsch

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Gesamtmetall: Kampf der Verzettelung der bAV
— Karsten Tacke

Die Metall- und Elektro-Industrie sieht sich gleichauf mit der Chemie. Nikolaus Bora sprach mit Karsten Tacke von Gesamtmetall

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Regierungsdialog Rente:Von der bAV nicht schweigen

Einzelheiten sind noch unklar, doch grundsätzlich ist die Idee eines Regierungsdialogs Rente der Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen zu begrüßen. Bei gesundem Menschenverstand sollte man davon ausgehen können, dass die Interessen- und Verbandsvertreter der deutschen betrieblichen ­Altersversorgung wie selbstverständlich in diesen Dialog eingebunden werden. Sollte das wider Erwarten nicht der Fall sein, werden sie sich schon selber einbinden, keine Sorge.

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Kurz-Schluss - Die Dietrich und die Kraft der Flammen

Irgendwo habe ich mal gehört, dass viele Waldbrände auf der Welt deshalb so gigantische Ausmaße annehmen, weil der Mensch sie in kleinem Rahmen ständig erstickt, sie so ihre regulierende Funktion nicht mehr ausüben können und die folgenden Brände umso katastrophaler werden. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber das Prinzip gilt zweifelsohne für volkswirtschaftliche Sachverhalte. Seit mindestens 15 bis 20 Jahren hat sich im Westen eine Rettungsunkultur breitgemacht: Während die USA begannen, jedes neue Problem mit neuem Zentralbankgeld zu ­löschen, erklangen in Deutschland die dümmlichen „Gerhard, Gerhard“-Rufe im Zuge einer dümmlichen Rettungspolitik, die kläglich scheiterte. Mittlerweile gilt fast alles als „systemisch“, Banken wurden und werden gerettet, und Opel trug man die Staatsknete so aufdringlich hinterher, dass es selbst der US-Mutter GM irgendwann lästig wurde. Professor Hans-Werner Sinn vom ifo-Institut erklärte neulich zu Recht, dass künstlich hoch gehaltene Kurse viel Crash-anfälliger sind als freie, da die Anleger genau wissen, dass die Kurse zwar nur gehemmt fallen, doch zumindest kaum weiter steigen können. Auch das kann man getrost auf die Realwirtschaft übertragen. Besserung oder Einsicht bei unseren Politikern in Sicht? Keine Spur. Erinnert irgendwie an Marlene Dietrich: „When will they ever learn?“ PBA



Kurz-Schluss - Ausgerechnet Asmussen:Der Wahnsinn hat Methode

Wer den Unterschied zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung wissen will, der muss sich nur so manche Online-Berichterstattung der Mainstream-Medien über die neuliche Berufung Jörg Asmussens zum neuen EZB-Chefvolkswirt anstelle des entnervt zurückgetretenen Jürgen Stark ansehen. Überwiegend wohlwollender und unkritischer Berichterstattung wurde zumeist von der großen Mehrheit der kommentierenden Leser profundes Detailwissen über die Vergangenheit Asmussens 2007/2008, also vor und während der Finanzkrise ersten Teils, entgegengestellt. „Ausgerechnet Asmussen“ assonierte ein User nicht zu Unrecht. Wehmütig erinnert sich auch der Chronist an einen Ottmar Issing. Doch ach, was solls?! Die Politik hat den Karren ­international ohnehin dermaßen in den Dreck gefahren (siehe Kurz-Schluss links), dass nach Meinung des Chronisten einzig die Notenpresse – Quantitative Easing en gros – Linderung schaffen kann, sei es, um danach weitermachen zu können wie bisher, oder um Altlasten zu beseitigen, bevor man mit echten Reformen beginnt (wobei Letzteres leider unwahrscheinlich erscheint). Für diese des Autors Prognose sind bei der EZB nun also auch die personalpolitischen Weichen gestellt. So sei es mit Hamlet: Dann hat der Wahnsinn wenigstens Methode. PBA



Thomas Mann - Mitglied des Europäischen Parlaments
— Thomas Mann

Seit 1994 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments. Als alter Hase auf dem Brüsseler Parkett weiß er also, wovon er redet. Thomas Mann spricht mit Pascal Bazzazi über seinen Kampf gegen Solvency II in der bAV. Doch Garantie gibt er keine

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Tarif trifft Tradition: Formel zur Vorsorge
— Lutz Mühl, Geschäftsführung BAVC

Die chemische Industrie war ein Pionier in der bAV. Impulse gibt die Branche bis heute, schreibt Pascal Bazzazi

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Kurz & bündig

+++ Versicherungen sind die Nachhaltigkeits-Muffel in Deutschland. Dies zeigt der erste Stimmungsindex zur nachhaltigen Kapitalanlage institutioneller Investoren in Deutschland, den Professor Henry Schäfer (Universität Stuttgart) entwickelt hat. Die Daten dafür stammen aus einer Umfrage der Union Investment unter 218 Großanlegern (Erhebung: Mai und Juni 2011). Nur ­jede dritte Versicherung berücksichtigt demzufolge nachhaltige Kriterien bei ihren Anlageentscheidungen stark oder sehr stark. Dies ist der niedrigste Wert unter allen Anlegergruppen. Bei den Kreditinstituten waren es 41 Prozent, bei den Altersvorsorgeeinrichtungen 50 Prozent. Spitzenwerte erzielten dagegen Stiftungen und Kirchen (84 Prozent), die Sonstigen (Family Offices, Mittelständler und ähnliche 76 Prozent) und die Großunternehmen (64 Prozent). Letztere haben damit eine erstaunliche Wandlung durchgemacht. Noch vor zwei Jahren trugen sie die rote Laterne. Inzwischen sind Großunternehmen die Anlegergruppe, die am stärksten von möglichen Renditevorteilen des nachhaltigen Investierens überzeugt ist.

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Höhere Quoten für die Emerging Markets
— Die exotischen Depotbeimischungen aus den Schwellenländern sollen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen

 Die institutionellen Anleger werden ihre Schwellenländerquoten in den nächsten Jahren deutlich ausbauen, so die Einschätzung der 33 Asset Manager, die sich in diesem Jahr an der großen Financial Times/dpn-Umfrage „Emerging Markets“ beteiligten. Bei den Aktien rechnen 15 Asset Manager mit einem Schwellenländeranteil der institutionellen Investoren von 10,1 bis 20 Prozent in drei Jahren. 16 Umfrageteilnehmer setzen die künftige Quote auf 5,1 bis 10 Prozent an, nur einer auf maximal 5 Prozent.

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Die Regulierungswelle bietet auch Chancen
— Ulrich Buchholtz (Moderator), Christian Wutz, Jörg Sittmann, Bernd Vorbeck, Maik Rodewald (Moderator), Joachim Treppner, Alexander Poppe, Clemens Schuerhoff

Die zahlreichen neuen Regulierungen stellen die Administrationsbranche vor große Herausforderungen. Dies ergab der dpn-Roundtable „Administration“ (siehe Seiten 25 bis 32). „Es ist noch nie so viel so geballt auf uns zugekommen wie im Moment“, beschreibt Joachim Treppner, Geschäftsführer von Metzler Investment, die Situation. Für Bernd Vorbeck, Sprecher der Geschäftsführung der Universal Investment, besteht deshalb aktuell „die größte Herausforderung in der Planung der Kapazitäten für all diese Veränderungen.“

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Wenig Bewegung beim Preis

Mit großen Veränderungen bei den Preisen rechnen die Teilnehmer des Roundtables „Administration“ in absehbarer Zeit nicht. Die Mehrheit erwartet keine sinkenden Vergütungen für Administrationsdienstleistungen mehr. „Das Preisniveau in Deutschland hat den Boden gesehen“, so der Marktbeobachter Clemens Schuerhoff, Vorstand des Beratungshauses Kommalpha.

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In Zahlen - August/September 2011

541 Milliarden Euro beträgt das verwahrte Gesamt-volumen (Assets under Custody) der Commerzbank. Damit sind die Gelben Spitzenreiter in Deutschland und schieben sich vor die BNY Mellon mit 532 Milliarden Euro. Platz 3 und 4 belegen die LBBW (405 Milliarden) und Caceis mit (290 Milliarden) Euro. Die Commerzbank hatte bei der „dpn-Umfrage Custodians 2011“ (vergleiche Artikel „Leid durch Regulierungs­wut“, Ausgabe Juni/Juli) die verwahrten Fondsbestände (Assets under Depotbank) nicht in die Assets under Custody eingerechnet.

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Die Vielseitigkeit in den Genen
— Lutz Johanning

Maik Rodewald hat ihn schon 2008 den „Hansdampf des Risikomanagements“ genannt. Lutz Johanning hat seine Schlagzahl trotzdem nicht verringert

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Zwei Jahrzehnte im Bund mit dem grünen Guten
— Michael Dittrich

So manche Persönlichkeit des öffentlichen Lebens hat schon seinen Weg gekreuzt. Seine Ruhe hat er auch dabei nicht verloren. Maik Rodewald gratuliert Michael Dittrich

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IAS 19: Marsch durch die Instanzen

Nachdem das International Accounting Standards Board nun am 16. Juni den neuen Standard IAS 19 zur Bilanzierung von Pensionsverbindlichkeiten verabschiedet hat (siehe auch den Beitrag von Professor Norbert Seeger in dieser Ausgabe), hat sich dieser mittlerweile auf den Marsch durch die EU-Instanzen gemacht. Um unmittelbar zu nationalem Recht in den Mitgliedstaaten zu werden, muss der IAS 19 das so genannte Endorsement-Verfahren der Anerkennung durch die Europäische Kommission durchlaufen, bei der insgesamt drei Gremien mit Experten aus den Mitgliedstaaten den Standard prüfen: Derzeit berät bereits die European Financial Reporting Advisory Group (Efrag) mit ihrem Entscheidungsgremium Efrag-Teg (Technical Expert Group) über den Standard und wird vermutlich im IV. Quartal ihre Stellungnahme für die Kommission vorlegen. Anschließend müssen sich noch die Standards Advice Review Group (Sarg) und schließlich das Accounting Regulatory Committee (ARC) äußern. Sollten dann das Europäische Parlament und der Rat der Wirtschafts- und Finanzminister zustimmen, tritt der neue IAS 19 mit Bekanntmachung der neuen IFRS-Norm als Kommissionsverordnung im Amtsblatt der Europäischen Union unmittelbar in Kraft. Damit kann im I. Quartal 2012 gerechnet werden, so dass der neue IAS 19 ab dem Geschäftsjahr 2013 anzuwenden ist (wegen der notwendigen Vorjahresangaben genau genommen ab 2012, also bereits vor dem vermutlichen Inkrafttreten).

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„Drei Säulen auch für die bAV“

Chris Verhaegen, noch bis Ende des Jahres Generalsekretärin des europäischen bAV-Verbandes EFRP (European Federation for Retirement Provision) und jüngst zur Vorsitzenden der bAV-Interessengruppe der europäischen Aufsichts­behörde Eiopa mit Sitz in Frankfurt gewählt, (siehe Rubrik „Köpfe“ in diesem Heft) hat gegenüber dpn ihre Skepsis bezüglich einer Anwendung von Solvency II auf die bAV bekräftigt: „Pensionseinrichtungen sind Langfristanleger und müssen daher zur Risikominimierung flexible und dynamische Strategien verfolgen können. Solvency II ist aber ein statisches Modell mit statischen Kapitalpuffern. Doch Risiken sind nun mal nicht immer statisch, sondern variieren zuweilen. Und dass statische Puffer schnell dahinschmelzen können, hat die letzte Krise hinreichend bewiesen.“

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In Zahlen - August/September 2011

7293 Netto-Anstieg der Mitgliederzahl des Pensions-Sicherungs-Vereins im Jahre 2010. Das entspricht einer Steigerung um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 83.322 Mitglieder. Grund für den Trend zu steigenden Mitgliederzahlen seit 2002 ist laut PSV das Altersvermögensgesetz, betreffen doch die Neuzugänge vor allem Arbeitgeber, die infolge von Entgeltumwandlungszusagen über rückgedeckte Gruppen-Unterstüt-zungskassen insolvenzpflichtig sind. Der starke Anstieg 2010 beruht jedoch unmittelbar auf der Tatsache, dass mit rechtskräftigem Urteil des Verwaltungsgerichtes Hamburg vom Oktober 2009 Gruppen-Unterstüt­zungskassen dem PSV gegenüber Auskunft über ihre Trägerunter­nehmen erteilen müssen. Die Kölner berichten von 60.000 Datensätzen, von denen sie bisher 43.000 geprüft haben. Insofern ist mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Zahl an beitragspflichtigen Mitgliedern in ­diesem Jahr zu rechnen. Im ersten Halbjahr 2011 belief sich der Nettozu­wachs bereits auf circa 6.200 Mitglieder. Der scheidende ­PSV-Vorstand Martin Hoppenrath kündigte in diesem Zusammenhang auf der PSV-Mitgliederversammlung am ­4. Juli in Köln an, dass der Verein in allen Fällen sowohl die Beiträge für die zurückliegenden Jahre als auch entsprechende Säumniszuschläge erheben werde.

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Eloquente Zuhörerin in vielen Sprachen
— Chris Verhaegen

Chris Verhaegen war lange auf dem Brüsseler Parkett zu Hause, jetzt aber verlegt sie den Schwerpunkt ihres Einsatzes für die europäische bAV ins Hessische, schreibt Pascal Bazzazi

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Kampf für Gleichberechtigung
— Alexander Gunkel

Mit PSV-Reform und Solvency II hat Alexander Gunkel von der BDA zwei komplexe bAV-Baustellen zu bearbeiten, schreibt Pascal Bazzazi

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Super-Pig und State Run vs. QE und Asset Inflation

Der EZB wird keine Wahl bleiben, als dem US-Beispiel zu folgen und die Staatsschulden zu monetarisieren

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Heribert Karch
— Heribert Karch Foto: Martin Bennett

Zum ersten Mal hat die aba, der deutsche Fachverband für betriebliche Altersversorgung, mit Heribert Karch einen Ex-Gewerkschafter als Vorstandschef. Mit ihm spricht Nikolaus Bora über Probleme und Chancen der betrieblichen Altersversorgung

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Solvency II: Irrweg für die bAV
— Christian Böhm

Ein quantitatives Regelwerk würde den Finanzierungsvorteil langfristiger Anlagestrategien einschränken und die Kosten erhöhen, schreibt Christian Böhm

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Kurz & Bündig

+++ Wie investiert man in Erneuerbare-Energien-Projekte? Geert Mellens, Portfolio Manager des 280 Milliarden Euro schweren holländischen Pensionsverwalters APG, muss mindestens auf einen Eigenkapitalanteil von 15 Millionen Euro kommen, um in ein Projekt als Co-Investor einzusteigen, wie er auf einer Veranstaltung der Altira-Gruppe Mitte Mai sagte. APG investiert direkt, lässt aber auch extern verwalten. Mit einer Ausnahme: Von Offshore-Windparks, die in manchen deutschen Medien schon als neue Energie-Heilsbringer gefeiert werden, lässt er die Finger. Die Technologie müsse sich erst noch beweisen, so Mellens vor einem Publikum, in dem sich neben bekannten Senioren wie Axel-Günter Benkner, Friedrich Schmitz und Albrecht Graf Matuschka auch eine Junioren-Abordnung der Bayerischen Versorgungskammer fand.

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Mit Multi Asset gegen die Zinswende
— Michael Lennert (Moderator), Jens Güldner, Sabine Bollo, Jens Kummer,Rainer Buth, Urs Schubiger, Ernst-Ludwig Drayß, Ulrich Buchholtz (Moderator)

Institutionelle Anleger greifen ver-stärkt zu Multi-Asset-Ansätzen, um sich gegen die Auswirkungen einer Zinswende zu wappnen. Dies ergab der dpn-Roundtable „Multi-Asset-Strategien“ (siehe Seiten 27–34). „Wir haben als Renditeziel die Inflationsrate plus drei Prozentpunkte. Das ist ambitioniert und mit klassischen Ansätzen kaum zu schaffen“, so Jens Güldner, Leiter Treasury des Evangelischen Johannesstifts (EJS) in Berlin. Das EJS löste deshalb drei klassische Balanced-Mandate durch einen Multi-Asset-Stiftungsdachfonds ab. Dieser hat inzwischen weitere Stiftungen als Investoren gewonnen.

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Anleger unzufrieden mit Anbietern

Viele Anbieter von Multi-Asset-Produkten beraten institutionelle Anleger schlecht, so Jens Güldner, Leiter Treasury des EJS, beim dpn-Roundtable. „Ein Multi-Asset-Ansatz funktioniert nicht in jeder Marktphase gleich gut“, erläutert Güldner. „Ein guter Multi-Asset-Manager weiß, wo die Schwachstellen seines Ansatzes sind, und er benennt diese auch offen.“ Doch dies sei im Ausschreibungsverfahren für den Multi-Asset-Spezialdachfonds des EJS häufig nicht der Fall gewesen: „Oft sind die Marketingleute mit zwei oder drei Standardpräsentationen unterwegs und wehe, Sie nehmen nicht wenigstens eines der vorgestellten Produkte!“

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Erbbaurechte bieten guten Inflationsschutz
— André Küster Simic, Vorstand Erbbau AG © C. Irrgang

Institutionelle Investoren können bald eine neue Form des Inflationsschutzes nutzen: In Kürze will die Erbbau AG aus Hamburg den ersten deutschen Spezialfonds für Erbbaurechte starten.

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Bond-Orders könnten billiger sein

Unterm Strich werden Institutionelle nicht übers Ohr gehauen, wenn Asset Manager für deren Fonds Rentenpapiere handeln. Das gilt zumindest für die neun Häuser, deren insgesamt 21.000 Wert­papiertransaktionen im Gegenwert von etwa 45 Milliarden Euro von der Gesellschaft XTP GmbH durchleuchtet wurden (Details siehe „In Zahlen“). WHU-Professor Lutz Johanning, Gesellschafter und akademischer Berater von XTP, nennt die Leistungen der Häuser gar „auffällig gut“. Die Einleitung „unterm Strich“ soll aber schon andeuten: Es gibt noch nennenswertes Potenzial, Transaktionskosten zu senken.

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In Zahlen - Juni/Juli 2011

9 institutionelle Anleger ließen sich für die Analyse der Rentenmarkttransaktionen durchleuchten: Bantleon, DB Advisors, Deka Investment, Deutscher Ring Krankenversicherungsverein, DWS, Meag, Quoniam, Signal Iduna und Union Investment. Das Ergebnis: Im Schnitt kostet eine Order 6,49 Basis­punkte (Bp). Am teuersten ist der Handel mit besicherten Anleihen (17,02 Bp), dann folgen Corporate Bonds (11,65 Bp) und Staats­anleihen (3,34 Bp).

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Der Tausendsassa mit lebenslangem Mantra

Vor zehn Jahren gründete Murat Ünal sein Beratungsunternehmen Funds@Work. Maik Rodewald hat ihn über eine Dekade begleitet

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Eine Art Niall Ferguson der Eidgenossen
— Daniele Ganser

Der Basler Historiker Daniele Ganser erklärt das Phänomen „Peak Oil“ lieber einmal zu viel als zu wenig. Maik Rodewald hat er in Frankfurt beeindruckt

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Pensions to resolve fixed income dilemma

Pension funds are amending the rules they have followed in con­structing bond portfolios. Some adopt entirely new strategies

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Kurz & Bündig

+++ „Hochproblematisch ist die von der Europäischen Kommission aufgeworfene Frage, ob eine bessere Eigenmittelausstattung für Pensionsfonds und Pensionskassen nötig ist“, so der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Hans-Joachim Fuchtel (CDU), auf der 73. aba-Jahrestagung am 3. Mai in Berlin. Die Folgen eines außergewöhnlich erhöhten Kapitalbedarfs seien „schlichtweg bedrohlich“. Für Gelächter im Publikum sorgte der Politiker mit der Wortschöpfung „Lust-Verlust“ (in seinem schwäbischen Idiom von ihm als „Luscht-Verluscht“ ausgesprochen), mit der er die Gefahr des Rückzuges der Arbeitgeber aus der betrieblichen Altersversorgung im Zuge verschärfter Aufsichtsregeln auf den Punkt brachte. Bezüglich einer Reform der Finanzierung des Pensions-Sicherungs-Vereins sieht Fuchtel die Wirtschaft gefordert: „Die Bundesregierung wird konkrete Vorschläge unverzüglich und ergebnisoffen prüfen, falls uns solche vorgelegt werden.“

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Solvency II: „Das machen wir nicht.“
— Jung Lichtenberger auf der 73. aba-Jahrestagung in Berlin

Solvency II: Wie immer in diesen Monaten war auch auf der 73. aba-Jahrestagung am 3. und 4. Mai in Berlin die mögliche Anwendung des neuen Aufsichtsregimes auf die betriebliche Altersversorgung das alles beherrschende Thema. Und mit Jung Lichtenberger, enger Mitarbeiter von Professor Karel Van Hulle im federführenden Referat H 2 „Versicherungen und Renten“ im Binnemarkt-Kommissariat Barnier, hatte die aba einen Referenten am Start, von dem man Erhellendes erwarten konnte. Zum Zeitplan kündigte Lichtenberger zunächst an, dass dem EU-Grünbuch zum Pensionswesen in Europa vom Sommer 2010 nun zum Ende des dritten Quartals diesen Jahres ein entsprechendes Weißbuch folgen soll. Ein Weißbuch enthält normalerweise bereits deutlich konkretere Aussagen und Absichten der Verfasser als ein Grünbuch.

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Am Hochreck stets in alter Frische

Nur wenige haben die betriebliche Altersversorgung in Deutschland über so viele Jahrzehnte geprägt wie er. Pascal Bazzazi über Reinhold Höfer

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Ohne Elfenbeinturm – mit Leistungszusage
— Heribert Karch

Die aba geht mit einem politischen Kopf an der Spitze in die Ära der Europäisierung der betrieblichen Altersversorgung. Pascal Bazzazi über den neuen aba-Chef

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Freiwilligkeit, wo Zwang angebracht wäre

Wenn nicht bald eine Wende in der Altersvorsorge gelingt, muss ein Obligatorium her

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Die Deutschen in Brüssel: Mögen hätten wir schon wollen

Man fragt sich wirklich, was Deutschland in der EU überhaupt noch durchsetzt. Die Schwäche fängt ganz oben an. Das ständige Nachgeben beim Cash-Nachschub für die von der Droge des billigen Geldes kirre gewordenen Pigs-Staaten ist dabei nur das prominenteste Beispiel. Doch ziehen sich die Erbärmlichkeiten durch alle Ebenen. Nehmen wir Eiopa: Nicht nur, dass die European Insurance and Occupational Pensions Authority entgegen der ursprünglichen Absicht der Deutschen durchaus technische Standards mit unmittelbarer Wirkung erlassen und gegebenenfalls auch auf nationale Player direkt durchgreifen kann. Nein, auch beim Abstimmungsmodus hat man nicht mehr Gewicht als Malta oder Luxemburg herausgeholt. Selbst bei personellen Detailfragen setzt sich das Drama fort. So fragte der scheidende aba-Chef Dr. Boy-Jürgen Andresen auf der 73. aba-Jahrestagung zu Recht, warum in der bAV-Stakeholder-Group der Eiopa Frankreich, das ständig betont, eigentlich über keine zu beaufsichtigen bAV-Einrichtungen zu verfügen, so stark vertreten ist. Im Management Board der Eiopa glänzt Deutschland komplett durch Abwesenheit, und Andresen wunderte sich, warum osteuropäische Länder (er meinte wohl Polen) dort vertreten sind, die eigenen Angaben zufolge nur eine kapitalgedeckte Form der ersten Säule haben.

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Kurz-Schluss - 115 Jahre: Älter nur am Ende

Wer mit Bilanzanalyse im Pensionswesen zu tun hat, kennt es nur zu gut: Schon kleinste Änderungen an den Annahmen, vor allem beim Zins, bewirken versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in exorbitanten Größenordnungen. Um so bemerkenswerter, welche Begebenheit Norbert Seeger, BWL-Professor in Bonn Sankt Augustin und daneben freier Mitarbeiter bei der Heubeck AG, in seinem Vortrag zu Sinn und Unsinn von Auslagerungen auf der Euroforum-Veranstaltung „Outside Funding“ am 19. Mai in Frankfurt zum besten gab: Bei Heubeck hatte Mathematiker Hartmut Engbroks jüngst für eine fiktive Belegschaft die Lebenserwartung auf pauschal 115 Jahre hochgesetzt und dann die Veränderungen der Pensionsverpflichtungen berechnet. Das auf den ersten Blick überraschende Ergebnis: Der Anstieg hielt sich mit circa 10 Prozent in Grenzen. Hintergrund des Phänomens, das übrigens für die tatsächlichen Rentenzahlungen und Cashflow-Belastung keinerlei Auswirkung hat: Die zusätzliche Lebenserwartung liegt in so weiter Ferne, dass die Masse dieser Jahre durch die langfristige Abdiskontierung in Schach gehalten wird, oder, wie Engbroks es laut Seeger mit seinem Feeling für mathematische Sachverhalte auf den Punkt brachte: „Älter werden die Menschen nur am Ende.“ PBA



Kurz-Schluss: Dumping-Deutschland mal wieder an allem schuld

„Schuld an der Euro-Krise haben auch und vor allem die Deutschen“, hieß es jüngst im Blog einer Hamburger Wochenzeitung. Mit der üblichen Betroffenheit deutscher Journalisten („erschreckende Zahlen“), wurde deutsche Lohnzurückhaltung angeführt, die Südeuropa der Wettbewerbsfähigkeit beraubt habe. Nur: Welche Industrien konkret die Billig-Deutschen dort plattmachen, muss der Leser sich selber überlegen. Traditionsreichen spanischen Maschinenbau? Altehrwürdige portugiesische Automobilindustrie? Ruhmreiche griechische Luft- und Raumfahrtschmieden? Wenn es so wäre, müssten die Löhne im Süden doch nur weiter sinken, und die Krise wäre gelöst. Nein, die Probleme sind ganz andere: Ständig zunehmender technologischer Rückstand faktischer Schwellenländer, gepaart mit billigem Geld, mit dem Politiker nichts anzufangen wussten, als sich ihre Wähler zu kaufen. Um den geliehenen, importierten Wohlstand zu erhalten, muss der Kapitalstrom nun weitergehen (Rettungsschirme), oder die Südeuropäer machen sich daran, den Technologie-Gap ihrer Volkswirtschaften zu schließen; Herkulesaufgabe für Jahrzehnte. Abgesehen davon: Jeder Europäer sollte froh sein, dass es in der EU überhaupt noch Länder gibt, die mit den Asiaten mithalten können. PBA

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Gabriel Bernardino - European Insurance and Occupational Pensions Authority
— Gabriel Bernardino

Eiopa-Chef Gabriel Bernardino wird entscheidend mitzureden haben, ob und wie ein risikobasiertes System für die betrieblichen Pensionssysteme Europas eingeführt wird. Mit Pascal Bazzazi spricht er über Einzelheiten, Grundsätzliches und Offenes

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Big Blue – Big Pensionfund
— Hauptverwaltung der IBM in Ehningen

Wie für US-Konzerne typisch, verfügt IBM auch über stattliche Plan Assets, die man handfest investiert, schreibt Pascal Bazzazi

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Kurz & Bündig

+++ Ab 2015 haben Banken kaum noch Anreize, selbst Inhaberschuldverschreibungen von Banken in die Bücher zu nehmen. Der Grund: Die Liquiditätsgrundsätze im Zuge von Basel III sollen die Beziehungen zwischen Banken entflechten. Bankenanleihen können nicht in den Liquiditätspuffer aufgenommen werden, der ab 2015 zwingend wird. Freuen könnte das institutionelle Anleger wie Pensionskassen: Depot-A-Experten rechnen infolge der Zwangsverkäufe damit, dass die Renditeaufschläge eine Zeitlang größer werden, bevor sie infolge von Schnäppchenkäufen und sinkender Emissionstätigkeit der Banken wieder sinken. Noch offen ist freilich, ob Sparkassen Anleihen von Landesbanken und Volks- und Genobanken Anleihen der DZ-Bank in den Liquiditätspuffer anrechnen können.

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Solvency II bremst Immobilienanlage
— Die Teilnehmer des FT/dpn-Roundtables „Trends der institutionellen Immobilienanlage“ (von links nach rechts) Siegfried Cofalka, Jan-Baldem Mennicken, Maik Rodewald (Moderator), Karsten Jungk, Bernd Wegener, Barbara Deisenrieder und Paul Heinrich Muno. Nicht im Bild: Ulrich Buchholtz (Moderator)

Institutionelle Anleger setzen ihre Pläne für einen Ausbau der Immobilienquote bisher nur verhalten um. Ein Grund dafür seien die Unsicherheiten über neue regulatorische Vorschriften, so Bernd Wegener, Leiter Immobilienmana-gement der Versicherungskammer Bayern (VKB). „Bei manchen Anlegern sieht man, dass sie noch abwarten, weil sie nicht wissen, ob Solvency II wie geplant oder nachgebessert kommen wird“, erklärte Wegener beim dpn-Roundtable über Immobilienanlagetrends.

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„In Japan macht man eben einfach weiter“
— Invesco-Manager Paul Chesson war während des Erdbebens in Tokio

Der japanische Aktienmarkt bleibt vielen Beobachtern ein Buch mit sieben Siegeln. Dem Mantra „Japanische Unternehmen sind unterbewertet“ widerspricht kaum jemand, doch genauso viele trauen sich, antizyklisch zu kaufen. So haben nur wenige die Erholung von 2009 bis 2010 um 40 Prozent mitgemacht, auch viele japanische Institutionelle nicht. Nach Recherchen von dpn hatten die ersten hiesigen Consultants japanische Aktien vor der Erdbeben-Katastrophe wieder vorsichtig „auf die Kaufliste“ gesetzt, angesichts der Aufwärtsdynamik, die sie seit Anfang des 4. Quartals 2010 entwickelt haben. Nach der Katastrophe heißt die Devise aber: Kommando zurück und alles von der Seitenlinie betrachten – schließlich trauen sich nur wenige Experten Prognosen zu, wie stark und wie lange die Wirtschaftsleistung Japans unter den ursprünglichen (positiveren) Einschätzungen bleiben wird.

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Die Baseler Fondsvertriebsfalle

Für Investmentfonds könnte der Platz in den Depots A von Banken spätestens ab 2015 ziemlich eng werden: Die im Dezember veröffentlichten Liquiditätsvorschriften des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht erwähnen weder Publikums- noch Spezialfonds an den Stellen, die für die Berechnung der zwei wichtigen neuen Liquiditätskennzahlen LCR (Liquidity Coverage Ratio) und NSFR (Net Stable Funding Ratio) relevant sind (vergleiche dazu auch Seite 17 bis 25).

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In Zahlen - April/Mai 2011

44 Prozent hat der durchschnittliche Manager japanischer Aktien laut Citywire über fünf Jahre verloren. Paul Chesson ist besser. Hinter seinem Core-Fonds für japanische Aktien steht laut Invesco eine rote Null. Im Gespräch mit dpn erläutert er seine Argumente dafür, japanische Aktien zu kaufen. Durch das Erdbeben und den Reaktor-Gau in Fukushima hat sich seine Meinung nicht geändert: Asien boomt, wird als japanischer Exportmarkt noch wichtiger und gleichzeitig konsumfreudiger (was Nippon mit 40 Prozent Welt­markt­anteil bei elektonischen Geräten und Zubehör zupasskommen sollte), das asiatische Lohnwachstum vor allem in China macht Japans Unternehmen wettbewerbsfähiger und ein künftig wieder schwächerer Yen wird die Ertragsaussichten der Unternehmen begünstigen. Zwar ähnelten die Wachstumsaussichten Japans eher denen der entwickelten (westlichen) Volkswirtschaften, aber dennoch könnten sich japanische Aktien als größte Gewinner im asiatischen Vergleich erweisen – eben weil sie derzeit so gut wie keine Wachstums­fantasien einpreisten: Laut Chesson werden die Unter­nehmen im Schnitt mit dem Einfachen ihres Buchwertes und Nettover­mögens bewertet.

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Zäher Schwarzwälder ohne Verfallsdatum
— Bernd Baur

Bernd Baur kennt sie alle. Mit Maik Rodewald sprach er über seine Zeit in der Keimzelle des deutschen Asset Managements – und über seinen neuen Enthusiasmus

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Revealed: The best markets for fund investors

According to a Morningstar, the US is the best market in the world for fund investors, while Germany notches up a rather lacklustre C+

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Solvency II: Kommission kommt mit Call for Advice

Ende März in Berlin, 12. bAV-Handelsblatt- Tagung: Professor Karel Van Hulle, Chef des Referats H 2 „Versicherungen und Renten“ im Binnenmarkt- Kommissariat Michel Barniers, fährt in der öffentlichen Diskussion um eine Anwendung von Solvency II auf die betriebliche Altersversorgung (bAV) weiter zweigleisig. In Rede wie Podiumsdiskussion betonte er vor der deutschen Pensions-Branche einerseits erneut den festen Willen der Kommission, auch für die bAV ein risikobasiertes System einzuführen. Andererseits ist er – wie schon seit einigen Monaten – weiter bemüht, jeden Eindruck zu vermeiden, als habe er nicht Einblick und Verständnis für die Nöte der Arbeitgeber in der bAV: „Die gute Nachricht ist: Wir denken nach.“

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aba: Prudent Person ist qualitativ

„Mit Sorge nehmen wir eine Verknüpfung des Prudent-Person-Prinzips mit erweiterten Eigenkapitalvorschriften und deutlich quantitativ strukturierten Anlagevorgaben wahr“, so die Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) Ende März in einem Schreiben an das Bundesfinanzministerium (BMF). Die aba kritisiert den Bafin- Entwurf des Rundschreibens zur Anlageverordnung für Versicherer, in dem es heißt: „... den Versicherungsunternehmen einen gleitenden Einstieg in das neue Solvabilitätssystem Solvency II mit einer vornehmlich am Prudent-Person-Prinzip ausgerichteten Kapitalanlage zu ermöglichen.“ Für die aba sind quantitative Anlagevorschriften mit Prudent Person unvereinbar. Die aba hat in der Vergangenheit bereits mehrfach gegenüber BMF und Bafin die Kritik geübt, dass sowohl in der Anlageverordnung samt Rundschreiben als auch im Rahmen der bevorstehenden Neufassung der Pensionsfonds-Kapitalanlage-Verordnung (PFKapAV) die Vorschriften für Einrichtungen der bAV (EbAV) sich zu stark an denen für Versicherer anlehnen. Die aba ist sichtlich bemüht, angesichts der offenen Frage einer Anwendung von Solvency II auf EbAV jeder Tendenz zu einer unsauberen Trennung von EbAV und Versicherern vorzubeugen. In dem Schreiben vom 29. März fordert die aba erneut, dass ein novellierter Paragraf 115 VAG wie auch die neue PFKapAV nicht mehr auf die durch Solvency II abgelöste EU-Lebensversicherungsrichtlinie verweisen sollen, sondern auf Artikel 18 der Pensionsfondsrichtlinie. PBA



In Zahlen - April/Mai 2011

0 Anzahl der Fälle, in denen Gabriele Hahn, neue Chefin der deutschen Versicherungsaufsicht, in ihrem Antrittsinterview im hauseigenen „BaFinJournal“ (Ausgabe 2/11) auf die betriebliche Altersversorgung zu sprechen kommt.

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Ein Gesetz – Wegweiser für das ganze Berufsleben
— Jürgen Andresen

Nach 24 Jahren gibt der Chef der aba – Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung – sein Amt ab. Nikolaus Bora über Boy-Jürgen Andresen

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Eiopa-Interessengruppe: Einer von der Industrie
— Bernhard Wiesner

Die deutschen Vertreter in dem Gremium haben gleich zu Beginn Kardinalfragen zu klären, schreibt Pascal Bazzazi

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German pensions upset by EU proposals

There is resistance to a plan to enforce Solvency II on traditional funds

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Eiopa-Interessengruppen: Mittendrin, doch nicht dabei?

Neulich, Ende März in Frankfurt, Römer, Kaisersaal: Die Stadt Frankfurt und ihre Honoratioren geben sich die Ehre, mit einem festlichen Empfang die Inauguration einer der neuen europäischen Finanzaufsichtsbehörden, der European Insurance and Occupational Pensions Authority (Eiopa), die in der Stadt ihren Sitz genommen hat, zu würdigen. In angemessenem Rahmen und unter den strengen Augen von Karl dem Großen, Friedrich I. Barbarossa und Karl V. sprachen Minister, Bürgermeister und EU-Kommissar zum handverlesenen Publikum, blieben dabei aber wie üblich recht allgemein. Doch wer darüber hinaus den anschließenden, regelmäßig erhellenderen Small Talk suchte, war hier richtig: Michel Barnier und Karel Van Hulle (Europäische Kommission), Thomas Steffen (Bundesfinanzministerium), Gabriele Hahn (deutsche Versicherungsaufsicht), Gabriel Bernardino (Eiopa) – exekutives Fachpersonal war ausreichend auf dem Parkett erschienen.

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Kurz-Schluss: Also, liebe Bundesbank,

jetzt reichts aber. Nicht nur, dass Du jüngst den Silberanteil an Deinen 10-Euro-Gedenkmünzen sichtbar reduziert hast (und angesichts weiter steigender Silberpreise möglicherweise bald wieder zu dieser weiland „Kippen und Wippen“ genannten Verwässerung greifen musst). Nein, nun sollst Du auch noch in irgendwelche Finanztransaktionen zwischen iranischen und indischen Banken verwickelt sein, und selbst bei dem Betrug mit recycelten Euromünzen gerieten laut Medienberichten anfangs auch Mitarbeiter von Dir ins Visier der Fahnder. Ach, mit Wehmut denken wir zurück an monetaristische Zeiten, als „Deutsche Bundesbank“ nach Stahl klang, als Namen wie Pöhl, Schlesinger und Tietmeyer europaweit nur mit tiefem Respekt ausgesprochen, ja fast nur geflüstert wurden. Und heute? Ein Schatten ­Deiner selbst, eifriger Helfershelfer der Euro-Sklerokratie. Wir wünschen Dir, dass Du bald wieder richtige Aufgaben bekommst, dass Du Deutschland und mittelbar unsere notorisch währungswachsweichen Nachbarn wieder erbarmungslos unter Deine aus Lombard- und Diskontsatz geflochtene Knute zwingst, zum Wohle ­aller. Kann schneller kommen, als man denkt, und so empfehlen wir Dir schon mal, beizeiten einen Blick in den Hamlet zu werfen: „The Readiness is all.“ PBA



Kurz-Schluss: Nach dem Grauen ist vor dem Grauen

Nun haben es die Leichtmatrosen von CDU und FDP hingekriegt, auf dem Weg zur Abschaffung ihrer Parteien (vulgo „Modernisierung“) sogar Baden-Württemberg zu verspielen. Gut so, denn die Koalition hatte ohne Not und völlig an den Menschen vorbei den Atomausstieg rückgängig gemacht, nur um ein paar läppischen Atomlobbyisten zu gefallen. Im Editorial dieser dpn-Ausgabe wurde nicht ganz ernst gemeint auf die Ähnlichkeit von Atom- und Finanzdienstleistung hingewiesen, und bei Letzterer verhält sich die Regierung ähnlich amateurhaft, so in der Eurokrise. Im Sommer letzten Jahres fragte die FAZ Wolfgang Schäuble: „Jede Wette, dass […] der Rettungsschirm für die Euroländer verlängert wird.“ Antwort Schäuble: „Solange Angela Merkel Bundeskanzlerin ist und ich Finanzminister bin, würden Sie diese Wette verlieren. Die Rettungsschirme laufen aus.“ Ist unser ­Finanzminister prinzipienlos? Oder einfach nur dumm? Vielleicht beides, wie der Münchner Merkur jüngst (angesichts Rainer Brüderles BDI-Atompanne) für die ganze Truppe vermutete: „Die Prinzipienlosigkeit dieser Bundesregierung wird nur von ihrer Dummheit übertroffen.“ Eigentlich muss man auf ein schnelles Ende hoffen. Doch grauts mir schon vor dem, was wir erst über die Nachfolger werden schreiben müssen. PBA



Schon Azubis machen bei Betriebsrente mit

Für die Kannegiesser GmbH gehört die betriebliche Altersversorgung zur betrieblichen Sozialpolitik, schreibt Nikolaus Bora

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bAV à la française: Der mühsame Kampf des Stiefkindes
— Élysée-Palast, Amtssitz des französischen Staatspräsidenten

Das System der Altersvorsorge in Frankreich ist ebenso vielfältig wie vom gesetzlichen Umlagesystem dominiert. Letzteres könnte sich ändern, schreibt Christian Schubert

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Solvency II: Riskante Regulierung
— Lutz Morjan

Angesichts der Gefahren, die der bAV durch europäische Regulierung drohen, muss die deutsche Politik handeln, in Brüssel wie im Inland, schreibt Lutz Morjan

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Kurz & bündig

+++ Wenn sehr namhafte institutionelle Investoren die Seiten wechseln, dann normalerweise nur zu deutlich verbesserten Bezügen, so wie zum Beispiel Markus Taubert, der bekanntlich von der Pensions­kasse der Wacker Chemie zum Chef der Vermögensverwaltung der Berenberg Bank avancierte. Ob das auch für den namhaftes­ten Investor der Schweiz gilt? Denn Werner Hertzog von der 33 Millarden Franken schweren Pensionskasse des Bundes Publica verdient seine Brötchen ab Juli 2011 beim Schweizer Ableger des Beraters Aon Hewitt. Und im Beratungsgeschäft wird bekanntlich nicht die Welt verdient.

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Corporate Bonds: Zeit zum Ausstieg?
— Die Teilnehmer des FT/dpn-Roundtables „Diversifiziertes Bond Management“ (von links nach rechts): Christian Fuhrmann, Dr. Gunar Lietz, Georg Schuh, Joachim Meyer, Maik Rodewald und UIrich Buchholtz (Moderatoren), Dr. Constantin Echter, Dr. Christian Jochum,

Institutionelle Anleger sind sich derzeit über die Aussichten bei den Unternehmensanleihen nicht einig. Dies ergab der dpn-Roundtable „Diversifiziertes Bond Management“ (siehe beiliegendes dpn-Dossier). „Wie die meisten Investoren haben wie die Corporate Bonds stark aufgebaut“, erklärte Dr. Gunar Lietz von der Pensionskasse der Wacker Chemie. Er ist außerdem für die Emerging Markets „recht positiv gestimmt“. Ähnlich sieht es Christian Fuhrmann von der Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK) in Darmstadt. „Corporate Bonds könnten noch eine Zeit lang laufen“. „Das Anlagethema der Emerging Markets steht auch eher in der Mitte als am Ende eines Trends.“

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5:1 für die Zinswende

Haben wir das Ende des 30jährigen Bullenmarktes bei den Bonds bereits gesehen? „Ja!“, meinen gleich fünf der Teilnehmer am dpn-Roundtable „Diversifiziertes Bond Management“. Ihre Argumente: Die Wirtschaft befindet sich auf einem robusten Erholungspfad, die Inflation dürfte weiter an­ziehen und viele Schwellenländer haben die Zinswende bereits vollzogen. Zum Jahresende erwarten die meisten Roundtable-Teilnehmer deshalb einen deutlich höheren Zins für die zehnjährige Bundesanleihe. Eine andere Meinung vertritt Joachim Meyer von der erst jüngst gegründeten Meyer & Cie Allokationsbe­ratung. Er kann sich zwar ebenfalls einen deutlichen Zinsanstieg auf mehr als vier Prozent vorstellen, erwartet danach aber eine Gegenreaktion: „Es gibt regulatorische Entwick­lungen, die be­stimmte institutionelle ­Anleger noch stärker in Anleihen drängen werden.“ Deshalb könnte der alte Tiefststand bei 2,1 Prozent noch einmal angegangen werden. UBU



Family Offices: ETFs auf Aktien und Rohstoffe!

„Das Grundprinzip muss überleben“ betitelte dpn vor mehr als zwei Jahren ein Interview mit dem Unternehmensberater Marc Herzog, der die Vertriebs­praxis von ETF-Anbietern kritisierte.

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In Zahlen

1000 Millionen Euro – so viel verwalten die von Frontiers Management Consulting 130 befragten Family Offices im Durchschnitt. Die Family Offices mit Bankenbezug verwalten mit durchschnittlich 1,6 Milliarden Euro am meisten, die Single Offices mit 620 Millionen Euro am wenigsten.

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„Ich lasse mir den Euro nicht wegdiskutieren“
— Eckhard Bergmann

Zehn Jahre dpn: Aus diesem Anlass interviewt Maik Rodewald seinen Golden Oldie Eckhard Bergmann – und staunt, was den fast 70-Jährigen noch auf die Palme bringt

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Die Erotik von Stop-Loss und Geodreiecken
— Wieland Staud

Transparenz und Mumm haben Wieland Staud zu dem gemacht, was er heute ist: ein Markenname der Finanzszene. Maik Rodewald hat ihn in Dresden erlebt

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On different paths to become fully funded

U.S. corporate DB pension plans are taking large fixed income stances. However, it is not only bad news for equity managers

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Ein Schweizer stellt die Weichen für Europas Investoren

Nicht mal im Traum hätten Eurofans das gedacht. Ausgerechnet ein kauziger Schweizer namens Reto Francioni bereitet den Weg für einen ihrer großen Träume: die Eurobörse. Sie wäre der nächste logische Schritt der angekündigten Fusion der Deutschen Börse mit der Nyse und deren Juniorpartner Euro­next.

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Kurz - Shluss - Quantitative Easing: Erträgliche Endlager

Der Autor hat in diesem Magazin schon öfter seine Meinung zum Quantitative Easing kundgetan: Das wahre Motiv hinter dem Govie-Aufkauf ist nicht Ankurbelung der Wirtschaft, sondern schlicht Zentralbankgeld in eine anhaltende Niedriginflation hinein zu schaffen, um so Staatsschulden für immer in dunklen Notenbank-Kellern verschwinden zu lassen.

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Kurz-Schluss - China: Leichte Defizite im

Durch besondere geostrategische Intelligenz hat sich China bisher noch nicht ausgezeichnet. Im Gegenteil: Das Land hat sich gegenüber den Nachbarn in eine Lage manövriert, die den Autor fatal an die Deutschlands um 1910 erinnert (Unterschied: Das Kaiserreich war konventionell umzingelt, bei China sind es Atommächte). Und sich die erschufteten Handelsüberschüsse mit Bergen grüner Scheine abkaufen zu lassen, bis man so viel von dem Zeug hat, dass man es nie wieder loswird, zeugt auch nicht von Raffinesse. Und nun wollen sie den Euro stützen? Kündigen frank und frei ihre Käufe an? Doch ist der Spruch „Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“ auch für chinesische Kommunisten nur eine hohle Phrase, und geostrategischen Einfluss kann man auch nicht kaufen, indem man ein paar Govies mehr als üblich ins übervolle Depot legt. Ergo: Entweder die Chinesen wollen sukzessive aus dem Euro aussteigen und vorab die Märkte in Sicherheit wiegen. Oder aber sie sind schon so sehr Gefangene des eigenen Handels, dass ihnen nichts mehr bleibt, als ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb auch an den Euro zu ketten. Das erinnert ein wenig an Barings Nick Leeson, der einst allein den Nikkei stützen wollte. Doch der Markt ist stärker – stärker als alle Nick Leesons und Chinesen zusammen. PBA



Garantiezins: Im Tal der tiefen Returns

Die absehbare Senkung des Höchstrechnungszinses träfe auch die betriebliche Altersversorgung (bAV), dort wo sie versicherungsförmig gestaltet ist. Für Arbeitgeber werden konventionell rückgedeckte Leistungszusagen teurer, wenn sie sich am besagten Zins orientieren. In der Entgeltumwandlung dagegen wird zumindest das garantierte Versorgungsniveau sinken. ­Stefan Oecking, Partner bei Mercer Deutschland, schätzte gegenüber dpn, dass die Höhe der Garantieleistungen – sollte tatsächlich eine Absenkung auf 1,75 Prozent erfolgen – bei jungen Anwärtern bis zu 20 Prozent geringer ausfallen könnte. Bleibt die Gesamtverzinsung stabil, ändert sich aber vorläufig nichts am Leistungsniveau beitragsorientierter Zusagen. Jedoch werden Kapitalanlagerisiken aus dem versicherten Kollektiv im Prinzip stärker Richtung Leistungsanwärter verschoben. Den Anbietern hilft dies zwar, Niedrigzinsphasen besser zu trotzen, gleichzeitig werden nicht garantierte Komponenten bei beitragsorientierten Zusagen aber weiter an Relevanz gewinnen. Die Veränderung der Rechnungsgrundlagen der letzten Dekade verdeutlicht dies, denn der Höchstrechnungszins hat sich halbiert. Zudem ist die kalkulierte Lebenserwartung um bis zu neun Jahre gestiegen. Wirkung: Der kalkulatorische Break-even (eingezahlte Beiträge und Inflationsausgleich) im Rentenbezug rückt für den Ruheständler in noch weitere Ferne.

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Solvency II versus Garantien

Das Solvency-II-Regime hebelt Garantien bei betrieblichen Versorgungsplänen aus. Der rund 13 Milliarden Euro schwere dänische Pensionsfonds Sampension hat seine Pensionspläne von langfristigen Garantien befreit, um so den hohen Eigenkapitalanforderungen durch Solvency II entgehen zu können. Die dänische Finanzmarktaufsicht Finanstilsynet erteilte unlängst ihre Zustimmung. Sampension begründet das Vorgehen mit seiner Non-Profit-Ausrichtung sowie dem Schutz seiner Mitglieder und folgt damit einem Trend, der von einigen dänischen Playern teilweise schon seit Jahren getrieben wird. Der rund 10 Milliarden Euro schwere Pensionsfonds Industriens Pension teilte dpn mit, bereits Ende der 90er Jahre mit dem Abbau von Garantien angefangen zu haben. Pension Danmark, 11,4 Milliarden Euro Vermögen und damit viertgrößter Player im dänischen Markt, hat seine Pensionspläne zwischen 2007 und 2009 von sämtlichen Garantien befreit, begründete dies aber nicht mit Solvency II, sondern mit dem Wunsch nach Transparenz, besserer Portabilität und mehr InvestmentFreiheit für seine Mitglieder. Mehr Investment-Freiheit ist für Sampension hingegen kein Thema. Man wolle trotzdem die bisherige konservative Anlagestrategie beibehalten. CAL



In Zahlen

231 Dax-Pensions­ver­pflich­tungen in Milliarden Euro im letzten Quartal 2010 laut einer Erhebung von Towers Watson. Über das ganze Jahr betrachtet stiegen die Pensionsver-pflich­tun­gen damit um 4,1 Prozent bezieh­­un­­gsweise fielen im letzten Quartal um 8,6 Prozent. Ursache: Der Rechnungs­zins schwankte unterjährig stark und verlor über das gesamte Jahr 10 Basispunkte, schloss somit mit 5,24 Prozent.

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Über Kriege, Bomben und Pensionen
— Nikolaus Bora

Vielfältiger als das des Nikolaus Bora kann ein Journalistenleben kaum verlaufen. Pascal Bazzazi über einen dpn-Mann der ersten Stunde.

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Es gibt viel zu tun –packe sie’s an
— Gabriele Hahn

Mit Gabriele Hahn übernimmt eine Quereinsteigerin die deutsche Versicherungsaufsicht. Pascal Bazzazi hofft, dass die bAV dabei nicht zu kurz kommt

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PSV-Beitragsdebatte: 2011 klare Signale nach Brüssel senden

Vor ziemlich genau einem Jahr, zum Jahreswechsel 2010, veröffentlichte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände in der dpn ihren Entwurf einer risikoorientierten Weiterentwicklung der Beitragsstruktur des Pensions-Sicherungs-Vereins. Da war es gerade einmal ein Vierteljahr her, dass über den Handelskonzern Arcandor das ­Insolvenzverfahren eröffnet worden war.

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Kurz-Schluss - Jochen Sanio: Über den Durst trinken

Jetzt sind sie im Einsatz, die drei neuen europäischen Aufsichtsbehörden. Da kann ja nichts mehr schiefgehen in Europa. Doch Jochen Sanio, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, räumte jüngst vor der Presse ein, dass Deutschlands Einfluss wegen des Stimmrechts in den Gremien der Behörden limitiert ist. One land, one vote; für Deutschland wie für Malta. Immerhin darf die Bafin mit Sabine Lautenschläger die Chefin ihrer Bankenaufsicht in das Management Board der European Banking Authority entsenden, und im Board der European Securities and Markets Authority wird Karl-Burkhard Caspari, Exekutivdirektor deutscher Wertpapieraufsicht, Platz nehmen. Doch leer aus gehen die Deutschen im Entscheidungsgremium des Dritten im Bunde, der European Insurance and Occupational Pensions Authority. Nun, einer gewissen Euphorie scheint sich Sanio trotzdem nicht erwehren zu können, ist sich der Gefahren andererseits aber bewusst: „Im Hochgefühl, den großen Wurf zu tun, laufen wir schnell Gefahr, einen über den Regulierungsdurst zu trinken.“ Ja, Herr Sanio, der Trend geht zur Flasche. Angesichts von Solvency II könnte auch so mancher Pensionsverantwortliche in der deutschen Industrie künftig öfter einen über den Durst trinken. Ganz ohne Hochgefühl. PBA

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Kurz-Schluss: Kippen und Wippen statt kostenlosem Hedge

Gegenwärtiges Grunddilemma in jedem Portfolio Management ist nach wie vor, dass inflationäre wie deflationäre Szenarien gleichermaßen wahrscheinlich bleiben (wobei der Autor weiter Disinflation bei den Verbrauchsgütern und Asset Inflation bei den Vermögensgütern für die wahrscheinlichste Variante hält, auch weil durch das Quantitative Easing Assets vom Markt verschwinden und das dafür gedruckte Zentralbankgeld sich neue Anlagen sucht). Doch wenn alle relevanten Parameter weltweit steil ansteigen – Bevölkerung, Wohlstand in Schwellenländern, industrieller Output, Zentralbankgeld –, dann gehört nicht viel Grips dazu, sich auf das zu konzentrieren, was nicht beliebig vermehrbar ist. Und das sind nun mal in erster Linie Edelmetalle. Doch wie sich gegen die auch hier häufigen Kurskapriolen schützen? Da möchten wir die deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen empfehlen: 18 Gramm 925er Silber, und mit dem aufgeprägten Nennwert bekommt man den Hedge kostenlos dazu. Wo gibt es so was noch!? Kleiner Haken: Das pro Münze enthaltene Argentum ist längst mehr wert als 10 Euro. Die Bundesbank wird deshalb den Silbergehalt der 10er ab 2011 auf 10 Gramm Feingewicht senken. Kippen und Wippen nannte man das früher. ­Irgendwann kommt eben alles wieder. PBA

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Wolf R. Tiel - VBLVersorgungsanstalt des Bundes und der Länder

Aus der Versorgungsanstalt VBL ist ein Dienst­leistungs­unternehmen geworden. Eine Gesamtversorgung für Arbeiter und Angestellte des öffentlichen Dienstes kann sie nicht mehr bieten. Über den Wandel spricht Nikolaus Bora mit VBL-Präsident Wolf R. Thiel

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Zweite Säule Segel hoch!

Die Politik muss erkennen, dass sie ihre Ziele in der Altersvorsorge nur über effiziente Kollektivsysteme erreicht, schreibt Bernhard Wiesner

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Krise essen Rente auf

Der 24,5 Milliarden Euro schwere irische National Pension Reserve Fund NPRF hat wohl demnächst mit Banken-Klumpenrisiken zu kämpfen. Die finanziell angeknockten Iren tragen einen „Selbstbehalt“ von 17,5 Milliarden Euro am 85 Milliarden Euro schweren EU-Rettungspaket. 12,5 Milliarden Euro stammen laut britischer Financial Times vom NPRF, der die Renten des öffentlichen Dienstes ab 2025 finanzieren soll. Bereits Anfang 2009 musste er sich mit 7 Milliarden Euro an der Stützung heimischer Banken beteiligen. Ungarn greift ebenfalls zu drastischen Mitteln der Konsolidierung. Qua Rentenreform will die Regierung das Vermögen der obligatorischen privaten Rentenversicherer von 11 Milliarden Euro in die staatliche Rentenkasse shiften, was einer Enteignung gleichkäme. Zuvor wurde bereits entschieden, private Pflichtbeiträge bis Ende 2011 in die staatliche Kasse umzuleiten.

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Corporates – to have or not to have?

Zwei Versicherer mit konträren Meinungen zur Kapitalanlage sind bekanntlich rar gesät. Mit Dr. Uwe Siegmund und Dr. Paul Verhoeven haben sich aber zwei gefunden. Das Thema: Unternehmensanleihen. Für Verhoeven, der die Kapitalanlage der HUK Coburg steuert (24 Milliarden Euro), bietet ein Einstieg kaum noch Renditevorteile – seine Reaktion auf ein Ted-Umfrageergebnis auf der Union-Konferenz, nach dem fast 13 Prozent der Befragten 2011 am ehesten in Corporate Bonds diversifizieren würden. Er favorisiert ­diesbe­züglich eher hochverzinsliche US-Renten (US High Yield). Deutlich positiver eingestellt zu Unternehmensanleihen, zumindest europäischen, zeigte sich der Chefanlagestratege der 60 Milliarden Euro schweren R+V-Gruppe: „Die Unternehmen der Realwirtschaft sind mit am besten durch die Krise gekommen. In Versichererportfolios ist für deren Anleihen noch Platz – und gerade im europäischen Mittelstand tut sich einiges.“ MRO

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Emerging Markets lassen Köpfe rauchen

Selbst ein kleiner, feiner Anbieter hat es derzeit schwer, wenn er Kunden weder „Absolute Return“ noch „Emerging Markets“ bieten kann. Ein gutes Beispiel ist Mandarine Gestion: Der auf europäische Value sowie Small und Mid Caps spezialisierte Stock Picker, der 2008 gegründet und unter anderem von prominenten Unterstützern wie der Familie Dassault und der französischen Postbank mit Seed Money ausgestattet wurde, zählt recht wenige Ausschreibungen von institutionellen Kunden, mit Ausnahme von so großen ­Adressen wie der Bayerischen Versorgungskammer.

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In Zahlen - Dezember 2010/Januar 2011

3.5 bis 4 Prozent – in dieses Band wird die Bund-Rendite bis Ende 2011 laut Georg Seil von GSC Consulting steigen, vor allem wegen des deutlich angezogenen Ölpreises, der auf andere Preise durchschlagen werde. Die Stimmung für Aktien werde sich erst in einer zweiten Welle des Rendite­anstiegs im Jahr 2012 eintrüben, wenn Bunds nachhaltig über 4 Pro­zent rentieren: Dann werden Aktien für viele Institutionelle im Vergleich zu Renten wieder unattraktiver.

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Zwischen James Dean und Rhinozeros
— Peer Steinbrück

Der Frankfurter Vermögensverwalter Lupus alpha ließ den Ex-Finanzminister in der Alten Oper reden. Peer Steinbrück erinnerte Maik Rodewald an eine alte ZEIT

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Ein Ass in Asset Allocation
— Professor Martin Weber

Spiel, Satz und Sieg für die Wissenschaft. Professor Martin Weber erklärt Kirsten Kücherer die international ausgerichtete 60/25/15-Strategie

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Tough times as investors seek yield

Historically low interest rates for Swiss sovereign bonds and a state enforced minimum return have left pension providers in a squeeze

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Warum Finance und Mandelbrot einfach nicht zusammen passen

Long Beach, Kalifornien, im Februar: Die Masse, die gerade klatscht, weiß es noch nicht. Er, der Beklatschte, hat sich gerade für immer verabschiedet, und zwar mit den Worten: „Bottomless wonders spring from simple rules, which are repeated without end. Thank you very much.“ Wer bekommt da keine Gänsehaut? Der faszinierendste Wissenschaftler seit ­Einstein packt sein Lebenswerk in nur einen simplen Satz und schließt mit dem Wort „end“ – wohl wissend, dass es sein letzter Auftritt sein würde. Am 14. Oktober stirbt er, der berühmte und oft gemobbte Mathematiker Benoìt Mandelbrot, 85-jährig an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Financial Times schrieb als Nachruf in ihrer Lex-­Kolumne: „Der Nobelpreis für Paul Krugman 2008 wurde weltweit als Ohrfeige für all ­jene interpretiert, die an die Effizienz der Finanzmärkte glauben. Wenn das die Absicht war, hätte der Preis an Mandelbrot ­gehen müssen.“

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Kurz-Schluss - Basel III: This time indifferent

Paradoxien sind Finanzmärkten nicht fremd. Das neueste Beispiel wider kritischer Vernunft stammt von Schachgroßmeister und Ökonomieprofessor Kenneth Rogoff, in diesem Jahr weltweiten Cocktail­party-Kreisen bekannter geworden durch seinen New York Times Bestseller „This time is different“. Der Harvard-Lehrer sagt sinngemäß: Ausgerechnet in einer Zeit ­(„jetzt!“), in der Details von Regularien de facto unwichtig sind, machen sich die meisten darüber Gedanken, streiten, diskutieren und bloggen, was das Zeug hält. ­Sobald die Details aber dann Jahre später wirklich wichtig werden, schert sich kaum noch jemand darum.

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Kurz-Shluss: Nichts gegen eine Glatze

Haircut. Ein Haarschnitt. Klingt harmlos, ist es aber nicht. Zumindest dann nicht, wenn es um Finanzen geht. Schließlich sollen hoch verschuldete Euro-Staaten im Ernstfall um eine Umschuldung nicht mehr herum kommen. Wenn es sein muss, sollen nicht nur die Steuerzahler bluten, sondern auch private Gläubiger, die Staatsanleihen gekauft haben, auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Einmal Haare ab, bitte. Bei dem ein oder anderen ist ein Haarschnitt sowieso schon überfällig. Hier und da mag es reichen, die Ansätze zu färben. Anderswo wird nur übrig bleiben, die alten Zöpfe komplett abzuschneiden.

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AIFM-Richtlinie: Zielgruppe verfehlt?

 Nun hat die Europäische Union also eine neue Anti-Krisenwaffe: Die EU-Richtlinie für Alternative Investment Fund Managers (AIFM) tritt wie geplant 2011 in Kraft. Alle bis dato unregulierten Investmentfonds sehen sich künftig einheitlicher europäischer Aufsicht unterworfen.

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In Zahlen - Dezember 2010/Januar 2011

5 von 13 befragten Dax-Unternehmen sichern sich einer Untersuchung von Towers Watson zufolge in ihren Planvermögen und Versor­gungswerken gegen Zinsänderungen ab. 4 hedgen Inflationsrisiken. Dabei nutzen die Unternehmen laut Towers Watson zur Absicherung vor allem Anleihen mit entsprechend langer Duration und/oder Interest Rate Swaps sowie inflationsindexierte Anleihen.

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IAS 19: Nebenkriegsschauplatz zur Bewertung von Billionen
— Dr. Elke König

Mit der Reform des IAS 19 wird die bilanzielle Erfassung von Pensionslasten neu geregelt. Pascal Bazzazi über die einzige Deutsche, die mitentscheidet

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EZB QE 2.0 500 bn: Rettet das Super-Pig!

Wenn nicht jetzt, wann dann? Bevor es zum State Run kommt, wird die EZB der FED folgen

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Alle Jahre wieder: Rechtsunsicherheit in der bAV

In der Kritik zu stehen ist für kommerzielle bAV-Anbieter nichts Neues. Tobte sich die Diskussion bisher vor allem zur Zillmerung durch alle arbeitsrechtlichen ­Instanzen, so ist nun mit vorgeblich unzulässiger Rechtsberatung ein weiterer Kriegsschauplatz eröffnet worden. Eine Fraktion aus der Zunft der Rechtsberater ist eigenen Bekundens angetreten, „um den Markt der bAV und der Zeitwertkonten dahin zu führen, wo er erfolgreich umgesetzt zu Hause ist: im Dienstleistungs- und Rechtsberatungsbereich“. Die beklagten Unternehmen reagierten bis dato eher defensiv.

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Kurz-Schluss - Von der Finanzkrise lernen

Deutsche Govies rentieren weiter mit Mini-Renditen. Erstaunlich, wie viel Vertrauen die Märkte zu einem Staat haben, dessen explizite Schulden bei circa 1,6 Billionen Euro liegen, der implizit – also unter Einbeziehung von Sozialsystemen und Beamtenpensionen – locker mit sechs bis sieben Billionen Euro verschuldet ist, dessen Banken Hunderte von Milliarden an schwierigen Assets in den Büchern haben, dessen Versicherer angesichts besagter Mini-Renditen ebenfalls langsam Kopfschmer­zen kriegen und der zunehmend in eine Transfer- und Haftungsgemeinschaft mit europäischen Bankrott-Staaten gerät. Wie dem auch sei, vielleicht sollte der deutsche Beamte sein Pensionswesen in die eigene Hand nehmen, beis­pielsweise durch Gründung von Pensionsfonds; in den USA hat ja schließlich auch jede lokale Autobahnpolizei ihren eigenen. Und wo kommt das Geld her? Ganz einfach: Man verbrieft die eigenen Pensions-ansprüche als Zero-Bonds, beschränkt die Einstands­pflicht auf die Leistung durch den Staat, lässt diese Asset Backed Securities dann AAA-raten und verkauft sie schließlich an frisch sanierte Landesbanken. Und wenn sich Deutschland beizeiten abschafft, haben andere den schwarzen Peter. Merke: Von der Finanzkrise lernen heißt siegen lernen. PBA

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Kurz-Schluss - Eiopa: Fünf Favoriten für Chefposten

Im Official Journal der Europäischen Union fand sich vor kurzem unter der kryptischen Überschrift „Administrative Prozeduren“ die Ausschreibung einer exponierten Stelle im gehobenen Versicherungsaußendienst: Die European Insurance and Occupational Pensions Authority, designierter oberster Versicherungskontrolleur der EU, sucht hurtig das, was sie schon Anfang ­Januar 2011 haben sollte: einen hauptamtlichen Vorsitzenden mit Dienstsitz Frankfurt am Main. Was hat man zu bieten? Auf materieller Ebene zunächst ein Jahresgrundgehalt um die 200.000 Euro mit allerlei Zulagen. Dazu vermutlich eine europabeamtentypisch üppige ­Altersversorgung, die – zweifelsohne und brandaktuell – grünbuchkonform ist, sprich angemessen und finanzierbar. Dann die immaterielle Ebene: Einfluss und Umgang auf höchstem europäischen Parkett und ein Füllhorn an neuen aufsichtsrechtlichen Kompetenzen mit knackigen Durchgriffsrechten bis auf Länder- und Finanzdienstleisterebene.

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IASB schafft Eropa ab

Durch die Abschaffung des Expected Return on Plan Assets dürften sich die Kosten der betrieblichen Vorsorge erhöhen, schreibt Alfred-E. Gohdes

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Kurz & bündig

+++ Zwei Themen beschäfti-gen den Chefanlagestrategen der R+V-Gruppe, Dr. Uwe Siegmund, besonders: Erstens, dass Basel III und Solvency II das weltweite Herdenverhalten insti­tutioneller Anleger auf die Spitze treiben könnten. Und zweitens, dass die deutsche Zinskurve infolge des Solvency-II-Regimes und der zu erwartenden starken weltweiten Nachfrage nach 10- bis 30-jährigen Anleihen bald der britischen gleicht: nach hinten stark abfallend. +++ Manfred Grundl, Leiter des Treasurys von Heidelberger Druck, steuert seit 2006 das 500 Millionen Euro schwere CTA mittels sechs verschiedener Balanced-Mandate mit relativ hohen Aktienquoten, die „ganz unterschiedliche Invest­ment-Stile verfolgen“. „Reine Mandate“ sind in Heidel­berg auch künftig nicht gefragt, ebenso wie Rohstoff-Investments und zu viele Anleihen. +++ Leonhard Zintl, Vorstand der Volksbank Mittweida in Sachsen (Depot-A-Volumen: 250 Millionen; 70 Prozent Renten, 20 Bonitäten, 10 Aktien), wird künftig überschau­bare Beträge in Emerging Markets lenken – auch weil es mit dem gewünschten „nachhaltigen, stabilen Ertrag“ schon im kommenden Jahr eng wird, wenn die laufenden Erträge „so langsam unter die 3 Prozent rutschen“. +++ Für Dr. Paul Verhoeven, Chef der HUK Coburg Asset Management, sind Rohstoffe „definitiv eine eigene Asset-Klasse“, die wie Immobi­lien, Aktien sowie Inflation Linker und Convertible Bonds für jeden in Betracht kommen sollte, der ein Inflationsszenario vor Augen hat. +++ Stefan Hloch, Leiter Treasury und Asset Management bei Eon (12 Milli­ar­den Euro, davon 7 im CTA), kann wegen einer Grund­satzent­schei­dung von Eon nicht in Roh­stoffe investieren. Privat würde er sich aber der Mehr­heitsmeinung der beiden Ted-Umfragen von Lupus alpha und Union Invest­ment an­schließen: 57 (60) Prozent stimm­ten der Aussage zu, dass es noch nicht zu spät ist, Finanz­produkte auf steigende Roh­stoff­preise zu kaufen.

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Wie ruhig wirds am Rentenmarkt?
— Moderator Maik Rodewald (Financial Times) mit den Diskutanten auf dem Podium der Genossen. Groß auf dem Monitor: Thomas Bossert (Union Investment) links und Manfred Grundl (Heidelberger Druck) rechts

Die große Mehrheit der deutschen institutionellen Anleger rechnet 2011 nicht mit allzu drastischen Stürmen am Rentenmarkt. So sind jedenfalls zwei Ted-basierte Umfragen auf den Investoren-Konferenzen von Union Investment und Lupus alpha Mitte November zu deuten, die zu fast identischen Ergebnissen ­kommen.

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In Zahlen - Oktober/November 2010

1.4 Milliarden Euro institutionelles Publikumsfonds­vermögen hat die Berenberg Bank mittlerweile vollständig auf Administrator Universal Invest­ment und Verwahrer State Street übertragen.

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bAV braucht Defined Benefit!

Für eineVersorgung,die einerseits die Mitarbeiter zufriedenstellt und andererseits die Unternehmensziele unterstützt,reichen reine Defined-Contribution-Pensionspläne nicht aus

Stefan Oecking

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Kurz & bündig

+++ Absolute Return I: Wie baut man ein Absolute-Return-Portfolio, dessen Risikoprofil Renten ähnelt, aber einen höheren Ertrag verspricht? Wie das mit Ucits-III-Fonds funktionieren soll, formu­lieren die Herren Kleeberg, Bill­mann und Zimmerer, alle Berater bei alpha portfolio advisors, in einem Artikel für das Oktober-Heft von „Absolut Report“. Die Autoren propagieren Alpha-basierte Absolute-Return-Strate­gien, argumentieren gegen Beta-basierte Strategien (Wertsiche­rungsstrategien), klassifizieren die verschiedenen Ansätze (Multi Strategy, optionsbasierte An­sätze, Fixed Income Absolute Return, Emerging Markets Debt und Währungen) und rechnen vor, wie deren Beimischung die Volatilität eines fiktiven Basis­port­folios von 90 Prozent Euro-Staatsanleihen und 10 Prozent Aktien Euroland deutlich senkt. Einziger Wermutstropfen: Das geringste Risiko bei diesem fiktiven Set-up kalkulieren die Autoren bei stolzen 62 Prozent Absolute-Return-Anteil. „In dieser Höhe unrealistisch“, meinen auch die Autoren – aber in der Tendenz richtig. Auf Nachfrage von dpn beziffert Kleeberg die von alpha für Kunden (sieben) seit Septem­ber 2009 ausgesuchten Abso­lute-Return-Mandate auf 30, in die 690 Millionen Euro geflossen sind. +++ Absolute Return II: Gegen einen absoluten Ertrag hat Joachim Meyer zwar nichts einzuwenden, dennoch nimmt er die Gegenposition zu alpha ein: Mit seiner neuen Gesell­schaft Meyer & Cie (siehe dpn brief Oktober) verzichtet er gerne auf entspre­chende separate Mandats­suchen. „Wenn es so gute Verwal­ter in diesem Segment gäbe, wieso sollte ein deutscher Inves­tor nicht sein ganzes Portfolio damit bestücken.“ Solche Ver­walter kann er aber nicht aus­machen, weshalb er ein „gewis­ses Misstrauen“ empfiehlt. Meyer setzt künftig ganz auf prognose­basierte Marktphasenberatung für institutionelle Anleger – also lieber auf ein Alpha durch Steuern von Beta.

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Anleger investieren lieber indirekt
— Roundtable „Emerging Markets“

Institutionelle Anleger bevorzugen derzeit indirekte gegenüber direkten Anlagen in Emerging-Markets-Aktien. Dies ist eines der Ergebnisse des dpn-Roundtables „Emerging Markets“. Die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) hält derzeit deutsche Small und Mid Caps für interessant, die durch ihre Exportorientierung vom Wachstum in China und anderen Schwellenländern profitieren, berichtet der Geschäftsführer Kapitalanlage der ÄVWL, Markus Altenhoff. Die Risiken seien dabei niedriger als bei einer direkten Anlage in Unternehmen aus den Emerging Markets. Außerdem notieren die heimischen Aktien in Euro. Als de facto fast VAG-konformes Versorgungswerk kann die ÄVWL nur einen kleinen Teil ihrer Mittel in fremden Währungen anlegen.

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Die Frage nach dem Absolute Return

„Sind wir letztlich nicht alle Absolute-Return-Investoren?“ Diese reflexartige Gegenfrage wird gerne jenem gestellt, der skeptisch nach dem Sinn von Anlageprodukten fragen, sofern diese explizit einen absoluten Ertrag versprechen. Nicht so bei einer Podiumsdiskussion Ende September in Hamburg. Dort diskutierten Michael Dittrich von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Dr. Joachim Köhne von der Hamburger Sparkasse, Dr. Peter Andres von Signal Iduna Asset Management und Ralf Wohltmann vom Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin. Dittrich und Köhne setzen derartige Produkte nicht ein, Andres und Wohltmann – die beide die Anlagerichtlinien der Versicherungsaufsicht beachten – dagegen schon. Und ganz ohne Umschweife antwortete Wohltmann auf die Frage: „Sind Absolute-Return-Produkte ein Rundum-Wohlfühlpaket?“ prägnant mit: „Eindeutig ja.“ Fazit: Auf die richtige Frage kommt es an – und offenbar auch auf die Art der Regulierung. MRO

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Schwellenland-Favorit mit politischem Risiko
— Dr. Nicolas Schlotthauer

Emerging Markets Bonds in lokalen Währungen bieten auf Sicht von drei Jahren das beste Chancen-Risiko-Ver­hältnis unter allen Marktsegmenten der Schwellenländer. Dieses Meinungsbild ergab eine Financial Times/dpn-Umfrage unter 31 Asset Managern, über die dpn in der Beilage „Dossier Emerging Markets“ ausführlich berichtet. Zehn Gesellschaften sehen die lokalen Währungsanleihen als das derzeit attraktivste Emerging Markets Investment an. Es folgen die globalen Schwellenländeraktien (acht Nennungen) und die gemischten Portfolios für Emerging-Markets-Anleihen (fünf Nennungen) vor den Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern und den brasilianischen Aktien (jeweils vier Nennungen). Insgesamt betrachtet werden Emerging-Markets-Aktien und -Anleihen als ungefähr gleich attraktiv eingestuft (18:16 Stimmen, siehe Tabelle). Durch einige Mehrfachnennungen ist die Summe höher als die Zahl der antwortenden Gesellschaften.

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Fiduciary Management: the end of innocence

Fund trustees should not let anyone confuse themselves – there is no scope for unlimited outsourcing

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IAS 19: höherer Pensionsaufwand

224 Kommentare zum IAS 19 Exposure Draft hat das International Accounting Standards Board (IASB) bis zum Ende der Kommentierungsfrist am 6. September 2010 erhalten.

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„Die Zähne ausbeißen“

Deutschland steht vor dem Europäischen Gerichtshof: Ausländische Versorgungseinrichtungen erhalten Zinsen und Dividenden in Deutschland nicht zurückerstattet und sind insofern schlechter-gestellt als inländische, folglich möglicherweise Verstoß gegen die Kapitalverkehrs- und Niederlassungsfreiheit. Im Frühjahr hat die Europäische Kommission nach Abschluss der zweiten Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland den EuGH angerufen.

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Machtvolle Eiopa 2011: Bock fast Gärtner

„Einen Meilenstein auf dem Weg zur Total-Europäisierung der Aufsichtsarchitektur“ nannte Thomas Schmitz-Lippert, Leiter Internationales bei der Bafin, auf der aba-Herbsttagung am 5. Oktober 2010 in Frankfurt das European System of Financial Supervision (ESFS).

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„Risiko, Vermögen zu überleben“

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat zeitnah – bereits am 13. September – das Angebot der Europäischen Kommission angenommen, anhand 14 aufgeworfener Fragen zum Grünbuch für das europäische Pensionswesen Stellung zu nehmen.

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Dann mal ran an die Hypothesen

Der Ruf Thomas Steffens in das BMF schwächt Deutschlands Position in einer EU-Behörde, die noch eine große Rolle in der bAV spielen wird, fürchtet Pascal Bazzazi

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Die Zukunft der bAV erfordert Umdenken

Demografische Entwicklung kann betriebliche Zusatzversorgung fördern

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Friedmansche Zusammenhänge – besser nicht für tot erklären

Weltweit gibt es nach wie vor gleichermaßen gute Gründe für inflationäre wie für deflationäre Szenarien. Auch diese Zeitschrift hat sich regelmäßig zu der Problematik geäußert. Vor allem das volkswirtschaftlich neue Experiment des Quantitative Easings en gros, wie in Washington, London und Frankfurt praktiziert, könnte möglicherweise die erstaunliche Folge der inflationsfreien Staatsentschuldung haben, unkte der Chronist an dieser Stelle bereits im Frühjahr über ­eine echte Zäsur in der ­Geschichte der Nationalökonomie.

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Kurz-Schluss: Auf einen Schlag zwei Probleme lösen

Leistungen in der bAV sind nicht darauf beschränkt, in Geld erbracht werden zu müssen, erläuterte Dr. Kurt Kemper, eines der Urgesteine des deutschen Betriebsrentenrechts, unlängst auf der aba-Herbst­tagung (5. und 6. Oktober in Frankfurt am Main). Nein, auch die Sachleistung, der Jurist sprach hier von Deputaten, ist als solche auch mit dem Betriebsrentengesetz grundsätzlich vereinbar. Großer Beliebtheit erfreut sich laut Kemper zum Beispiel die Energiekostenbeihilfe. Sorgenfreies und emissionsarmes Rasenmähen für den Ruheständler heißt das wohl. Seit Inkrafttreten des neuen Rechts zum Versorgungsausgleich dürften diese Leistungsarten eine spannungsgeladene Perspektive für künftige Urteile bieten. Kemper stellte sich vor, wie der frisch geschiedene Anwärter seine 10.000 Kilowattstunden erdiente Anwartschaft dann mit seiner Ex zu teilen hätte. Die anteilige Strom-Annuität wäre hier sicherlich der Leistungs-Regelfall. Die dpn geht noch weiter: Wir fordern die unbedingte Zulässigkeit einer Abfindung solcher Deputate, da dies unnötigen Aufwand vermeidet. So könnte der Geschasste seiner Ex ganz pragmatisch gleich 100.000 Kilowatt auf einen Schlag zukommen lassen. Anschließend kann er wirklich in Ruhe Rasen mähen. PBA

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Kurz-Schluss - Vorlieben: Europäische

Nochmal aba-Herbsttagung in Frankfurt: „Eine Vorliebe für ältere frankophone Herren“ attestierte Thomas Schmitz-Lippert von der Bundesanstalt für Finanz­­dienst­leistungsaufsicht (Bafin) der Europäischen Kommission bei der Besetzung von Spitzenämtern während seines Vortrages zu den neuen europäischen Finanzaufsichten. Beispielhaft nannte er Namen wie Larosière und Lamfalussy. Eigentlich ist das nichts Neues. Und belegt für uns nur ein weiteres Mal, dass auch bei einer etwaigen europäischen Wirtschaftsregierung, welche die Franzosen so sehr herbeisehnen, die entscheidenden Gremien wie so häufig über die Maßen mit Franzosen besetzt wären. Aber wir haben vollstes Verständnis dafür, teilen wir doch die Vorliebe der Europäischen Kommission. Zumindest wenn man von klitzekleinen Unterschieden absieht, und unser Ansatz ist auch etwas mehr paneuropäisch und etwas weniger nationalistisch: Statt älterer frankophoner Herren bevorzugen wir jüngere frankophone Frauen. Und germanophone Frauen. Und anglophone Frauen. Und italophone. Und hispanophone. Und polskophone, tschechophone, slowakophone, svenskophone, danskophone, finnophone, ungarophone, lettophone, estnophone und was weiß ich noch alles. Wir sind die wahren Europäer! PBA

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Uwe Langohr-Plato - Sparkassen PensionsManagement

Wer alle Durchführungswege anbietet, den geht auch fast alles an. Folglich spricht Dr. Uwe Langohr-Plato, Sprecher der Geschäftsführung der Sparkassen PensionsManagement, mit Pascal Bazzazi über die Dinge, welche die bAV derzeit bewegen

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Kurz & bündig

+++ Nachhaltigkeit und ethisches Investment bedeu­tet bei der Stiftung EVZ, dass mit heutigen Formen der Zwangs­arbeit kein Geld verdient werden darf. Zudem wird 1 Prozent des Kapitals in so genannte Mikro­kredite investiert, die der Förde­rung eigener Exis­tenz­grundlagen in der Dritten Welt dienen. Und von den 3 Prozent Rohstoffanla­gen wird nichts in Agrarrohstoffe investiert, um nicht der Preis­spekulation bei Nahrungsmitteln Vorschub zu leisten. Vor allem aber werden Emittenten gemie­den, die Formen der Zwangsar­beit fördern oder Verstöße gegen Menschenrechte in der Arbeits­welt dulden. Im halbjähr­lichen Turnus werden die Investments von einem spezialisierten Unter­nehmen durchgefiltert, wobei die Kriterien von der Stif­tung selbst definiert wurden. Sind unter den „schwarzen Schafen“ deutsche Unternehmen, werden sie ange­schrieben und zur Stellungnah­me aufgefordert. +++ Nachhal­ti­ge Investoren und ihre Dienst­leister – eine netzwerk­analy­tische Perspektive, Teil 2: In der kommenden Ausgabe ver­öffent­lichen wir die 2. Netz­werk­analyse des Strategie­bera­ters Funds@Work von nach­haltigen Investo­ren im deutsch­sprachigen Raum (Ergebnisse der ersten Analyse unter www.dpn-online.com; Reiter „dpn-Dossiers, Nach­haltig investieren!“ oder unter www.funds-at-work.com).

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Versicherer behalten noch ruhige Hand

 Die HanseMerkur-Gruppe hat ihr Anleiheportfolio auf eine Seitwärtsbewegung eingerichtet. Raik Mildner, Vorstand der HM Trust AG, die die Gelder der Gruppe verwaltet, erwartet, dass die Zinsen bis zum Jahresende nicht signifikant steigen. „Dem derzeit niedrigen Zinsniveau stehen langfristig aber überproportionale Rückschlagsrisiken an den Rentenmärkten gegenüber“, so Mildner. „Wir behalten unsere Strategie der Investition in beste Bonitäten bei und orientieren uns bei den Laufzeiten an der Passivseite.“ Der Schwerpunkt des Portfolios ist und bleibt der europäische Währungsraum. Anleihen der Emerging Markets (EM) schließt er grundsätzlich nicht aus, sie stehen kurzfristig allerdings nicht auf der Agenda. „Interessant wären hier vor allem EM-Staats­anlei­hen.“ Auch Fremdwährungsanleihen schließt er grundsätzlich nicht aus. Allerdings sind ihm auf ungesicherter Basis die Währungsrisiken zu hoch.

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No Future für Local Currency Bonds

Die Eigenanlagen der Stadtsparkasse München teilen sich in Direktbestand und Spezialfonds auf. Der Direktbestand soll jederzeit die Liquidität sicherstellen. „Daher investieren wir überwiegend in hochliquide Anleihen wie zum Beispiel deutsche Pfandbriefe, deutsche Länder- und Staatsanleihen sowie deutsche Förderbankenanleihen“, heißt es aus dem Trea­sury um Dr. Bernd Hochberger. Um ­zu diversifizieren und eine angemessene Gesamtrendite zu erzielen, investieren die Münchner zusätzlich über Spezial­fonds in ausgewählte europäische Covered Bonds sowie in Corporate Bonds. So soll es im Rahmen der taktischen Asset Allocation bis auf Weiteres auch bleiben. Mit möglichen Investitionen in Emerging Markets befasst man sich, eine Investitionsentscheidung ist aber noch nicht gefallen. Auch Fremdwährungsanleihen sind kein Bestandteil des Anlagespektrums. Der Grund? Man will Währungsrisiken weder tragen noch absichern. KUE

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Anleihetransaktionen im Visier

DB Advisors, Deka Investments, Union Investment sowie der Anleiheverwalter Bantleon nehmen ab September 2010 an einer Peergroup-Studie von XTP Transaction-Partners über den Rentenhandel teil. Insgesamt soll das Teilnehmerfeld aus bis zu zwölf Asset Managern und institutionellen Investoren bestehen. In der Studie werden Wertpapiertransaktionen in einem abgestimmten Universum europäischer Staatsanleihen, Jumbo-Pfandbriefen und Unternehmensanleihen für einen Zeitraum von drei Monaten analysiert.

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Ausdauernd mit Hang zum Investigativen
— Wolfram Gerdes

Wolfram Gerdes wird 50. Der Mathematiker erzählt Maik Rodewald, wie ihn Zahlen geprägt haben – und spricht über seine Passion für Finanzmärkte und Kilometer

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Eine Stiftung erinnert an ihre Zukunft
— Dr.Schneider

Eine ganz besondere Stiftung ist Ende August zehn Jahre alt geworden. Dr. Eckhard Bergmann sprach mit ihrem Kapitalanlagechef, Dr. Harald Schneider

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The latest trend: Emerging market debt

It did not take long for Nordic pension funds to regain confidence and return to pre-crisis strategies

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China: für alle Emotionen gut genug
— Maik Rodenwald

Ich staune immer noch. Noch nie bekam ich ein solches Echo auf ein Interview wie auf das mit Chinas Volkskongressler und Immobilien-Insider Wilfred Wong (dpn Juni/Juli-Ausgabe und FT vom 26. Juli) – auch aus London. Bemerkenswert, denn die Kollegen in „OSB“, kurz für „One South­wark Bridge“, der Adresse der FT-Zentrale, werden täglich mit Artikeln von weltweiter Bedeutung überschwemmt. Wieso konnte sich obiger Artikel dem normalen Abnutzungs- und Abstumpfungseffekt entziehen? Weniger wegen des Themas Immobilien, vermute ich. Nein, die Schlüsselwörter ­„China“ und „Volkskongress“ sind schuld. Nun bin ich ein Freund der – zuweilen gefährlichen – Induktion, also des „vom Kleinen aufs Große Schließens“. Deshalb folgere ich aus dieser allgemeinen Hypersensibilität, dass wir ein extrem irrationales Verhältnis zu China haben, nach wie vor. Wir sind unsicher, was China angeht, zwischen Hoffen (dass Chinas Investitionsboom die Weltkonjunktur trotz des Deleveragings des Westens stützen wird) und Bangen (dass die USA und China bald nicht mehr nur über eine Renminbi-Aufwertung streiten). Dass die wenigsten von uns jemals in China waren, macht uns nicht sicherer. Verblüffend ist jedoch: Selbst diejenigen, die (kurz) in China waren, kommen noch unsicherer zurück. Ein gutes Beispiel ist der sehr geschätzte Ökonom Dieter Wermuth. Vergleichen Sie einmal seine Einträge im ZEIT-Blog „Herdentrieb“ vor, während (22. Juli) und nach seinem zweiwöchigen Aufenthalt in Peking, Xi An und Schanghai. Er schwankt und schwankt und schwankt.

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Anfällig für Korruption?

Die Schweizer Pensionskassen-Szene ist in Aufruhr. Der ehemalige Anlagechef (Kürzel: „D.G.“) der 23,5 Milliarden Schweizer Franken schweren kantonalen Zürcher Pensionskasse BVK und weitere Beschuldigte sitzen in einem Strafverfahren wegen Korruption in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen Bargeldzahlungen in sechsstelliger Höhe geflossen sein. Mit der Konsequenz, dass ganz Zürich im Moment die Frage diskutiert, ob das Milliardengeschäft der zweiten Säule in der Schweiz den Anlagechef anfällig für ­Gefälligkeiten machte. Fest steht auf jeden Fall: Hirnforscher und Psychologen haben in der Fachzeitschrift ­„Gehirn und Geist“ veröffentlicht, dass das menschliche Gehirn stärker auf Gewinnerwartungen als auf reale ­Erträge und zusätzlich eher auf erwartete Profite als auf befürchtete Verluste anspringt. Die Aussicht auf Reichtum übertüncht sozusagen die Angst vor Armut. Doch was bedeutet dies beim Fall BVK-Pensionskasse? Ein potenziell ­anfälliger Anlagechef wird sich nur dann von Korruption abschrecken l­assen, wenn der zu befürchtende Verlust – etwa in Form sozialen Abstiegs nach Ent­deckung und staatlicher Strafe – den zu erwartenden ­Gewinn oder ­Vorteil massiv überkompensiert. Nicht mehr und nicht weniger! ML

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Grüße von Nummer drei

Zuletzt mal was über Japan gelesen? Genauer gesagt, über japanische Aktien? Die Antwort lautet vermutlich eher: „Nein“, wahrscheinlich mit dem Zusatz: „Schon lange nicht mehr“. Die Researcher und Portfolio Manager von Invesco schaffen Abhilfe. Suggeriert die Überschrift „Wird Japan uns alle überraschen?“ der dreiseitigen Abhandlung im Kundenmagazin „Risk & Reward“ noch vorsichtige (politisch korrekte ?) Zurückhaltung, geben die Autoren im Artikel ordentlich Gas. Nach nochmaligem Überfliegen der gefühlten zwei Dutzend Gründe, weshalb Nippons Aktien zu billig sind, könnte auch der abgeneigte Leser plötzlich wieder Potenzial erkennen – auch wenn er (wie der Autor dieser Zeilen) sich mindestens einmal in den vergangenen 15 Jahren am Land der aufgehenden Sonne die Finger verbrannt hat, und der Yen ausgerechnet jüngst erst ein 15-jähriges Hoch gegenüber dem US-Dollar markiert hat – zum Leidwesen der dortigen Exportindustrie. Und obwohl die Invesco-Researcher seit Redaktionsschluss (15. Juli) zum Beispiel mit der Aussage: „Wir glauben, dass der Yen gegenüber dem US-Dollar allmählich abwertet“ komplett daneben liegen, sind wir dankbar. Wer sonst gesteht der alten (bis 1968) und neuen Wirtschaftsmacht Nummer drei coram publico derzeit Chancen zu? MRO

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Kurz & bündig

+++ Aufseher unter Aufsicht: Wie steht es um die Exekutiv-gewalt der nationalen Auf-sichtsbehörden, sollte 2012 Solvency II wie geplant an den Start gehen? Das Regime stellt eine Herkulesaufgabe schließ-lich nicht nur für die Player dar, sondern auch für die „Watch-dogs“ selbst. Das sagte sich wohl auch das Committee of European Insurance and Occu-pational Pensions Supervisors (Ceiops) und hat alle 30 betrof-fenen Aufseher des Europäi-schen Wirtschaftsraums befragt. Ergebnis: Die Aufseher Europas sind auf einem guten, aber noch langen Weg. Methodik, Werk-zeug, Prozedur und Personal wollen noch in Einklang gebracht werden, doch das Arbeitstempo scheint stetig zu steigen. Der nächste Milestone steht auch schon vor der Tür: Bei der nun laufenden Quantitative Impact Study QIS 5, der letzten geplan-ten Auswirkungsstudie, sollen möglichst alle 3.500 beaufsich-tigten Erst- und Rückversicherer an Bord geholt werden, entspre-chend groß ist die Herausforde-rung nicht zuletzt auch für die Aufsichtsbehörden. Zwischen-fazit: Zumindest an der Einsatz-bereitschaft der nationalen Aufseher wird die Einführung von Solvency II wohl nicht scheitern. +++ Solvency II stößt nun offenbar auch bei skandinavischen Finanz-dienstleistern auf zunehmende Vorbehalte. Die geplante Richtlinie kollidiere mit dem Bedürfnis von Pensions-fonds, langfristig risikoreiche Assets zu halten, so Steen Jorgensen, Vorstandsvorsitzen-der der dänischen Finanssekto-rens Pensionskasse, gegenüber den Nordic Region Pension and Investmentnews (nrpn). Felix Haldner von der schweizeri-schen Partners Group sieht dabei die Gefahr einer europaweiten Verkaufswelle von Aktien inner-halb der Branche, mit Folgen für den gesamten Finanzmarkt.

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AS-Investmentrente: Härtere Bandagen
— Dieter Posch: Einsatz für die AS-Investmentrente

Hat der Bundesverband Investment und Asset Management BVI im Kampf um eine fondsbasierte Rente in der bAV einen Etappensieg erzielt? Zumindest soll die Zulassung einer AS-Investmentrente durch die Bundesregierung geprüft werden, forderte jüngst die Wirtschaftsministerkonferenz auf Initiative des hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch (FDP). Eine Antwort erwartet man zur Herbstkonferenz im November.

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Aon bittet zum Altar

Doppelnamen sind nicht nur bei Lehrer-Ehepaaren beliebt, sondern offenbar auch bei Beratern. So soll der Merger des US-Personalberaters Hewitt Associates auf Aon, dem weltgrößten Versicherungsmakler, im November in die neue Einheit Aon Hewitt münden. Der Deal wird Aon voraussichtlich 4,9 Milliarden US-Dollar kosten und 3.000 neue Beratungskunden bescheren. Damit schreitet mittelbar die Oligopolisierung des deutschen Pensionsberatermarktes voran, erneut angestoßen durch einen Merger amerikanischer Mutterhäuser. Erst vor einem Jahr fusionierten in den USA Towers Perrin und Watson Wyatt, im Fahrwasser folgten Rauser Towers Perrin und Watson Wyatt Heissmann.

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Aufsicht I: Parlament mit Geländegewinn

In diesen Tagen, in denen die vorliegende dpn-Ausgabe erscheint, wird möglicherweise das Schicksal der neuen europäischen Finanzaufsicht entschieden. Nachdem das Europäische Parlament (EP) seinen Widerstand gegen den zuvor von Europäischem Rat und Europäischer Kommission ausgehandeltem Kompromiss angekündigt hatte und damit eine schnelle Verabschiedung der Verordnungen illusorisch geworden war, haben Rat, Kommission und EP im Verlauf des Sommers in wesentlichen Punkten Übereinstimmung erzielt. Da bereits Anfang 2011 das European System of Financial Supervisors (ESFS) mit Eiopa (European Insurance and Occupational Pensions Authority), Eba (European Banking Authority) und Esma (European Securities and Markets Authority) stehen soll, hat man – um den knackigen Zeitplan einhalten zu können – die erste Lesung im EP auf den 9. September verschoben. Das bringt eine kleine Fristverlängerung für das unkomplizierte Trilog-Verfahren zwischen Rat, Kommission und EP, denn nach erster Lesung im EP ist grundsätzlich nur noch das formelle Schlichtungsverfahren mit Vermittlungsausschuss möglich, bei dem Kompromissfindungen erfahrungsgemäß länger dauern. Besonders in der heiklen Frage der Durchgriffsrechte der neuen Behörden auf nationale Finanzdienstleister ist der Rat dem EP entgegengekommen. So sollen die Behörden nicht nur im Krisenfall, bei Unstimmigkeiten zwischen nationalen Aufsehern und bei Verstößen gegen europäisches Recht verbindlich entscheiden, sondern auch auf grenzüberschreitende, systemrelevante Player durchgreifen dürfen. Details waren bei Redaktionsschluss noch unklar.

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Aufsicht II: Warum hier?

In dem Bericht des Europäischen Parlamentes zur Europäischen Aufsicht (Berichterstatter Peter Skinner) findet sich auch ein Vorschlag zur Einrichtung eines Garantiefonds und eines Stabilitätsfonds für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung. Diesen Fonds sollen systemrelevante, grenzüberschreitend tätige Player beitreten müssen, alle anderen das freiwillig und mit befreiender Wirkung von ihren nationalen Systemen können. Gespeist werden sollen die Fonds mit risikoadjustierten Beiträgen ihrer Mitglieder.

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Hans H. Melchiors Nicht minder viel im Auge haben
— Hans H. Melchiors

Kurz war es recht still geworden um ihn. Bis April 2008, als er die Volksfürsorge nach deren Verschmelzung auf die Mutter Generali verließ, war Hans H. Melchiors eine feste Größe auf dem Parkett der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland. Meriten erwarb sich der Ökonom vor allem mit der Gründung des HVB- und des Chemie-Pensionsfonds (heute beide bei der R+V). Der Wechsel zur Hanse Merkur Ende 2008 entpuppte sich dann als eher unglückliches Zwischenspiel, das die Beteiligten auch nach einem Jahr wieder beendeten. Die neue Freizeit seitdem sei ihm gegönnt, doch ab Mai 2011 wird es damit vorbei sein.

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Gerhard Ebinger
— Gerhard Ebinger

Da muss sich der Ex-Fernspäher aber schnell auf eine neue Lage einstellen. Erst im Herbst letzten Jahres war Gerhard Ebinger von der Münchner BMW-Zentrale nach Birmingham geschickt worden, um das britische Pensionswesen der Autobauer zu leiten, das noch aus dem Rover-Abenteuer stammt. Im Frühjahr hatte Ebinger für Aufmerksamkeit in der Londoner City gesorgt, als er mit einem Longevity Swap BMW-Langlebigkeitsrisiken in Höhe von drei Milliarden Pfund Sterling über die Deutsche Bank und deren Versicherungstochter Abby Life versichert hat. Als neuer Leiter Asset Management bei BASF hat es der Betriebswirt, Jahrgang 1969, künftig nun mit Plan Assets von circa 14 Milliarden Euro zu tun. Der Chemieriese, in der bAV seit mehr als 120 Jahren engagiert, verfügt traditionell über ein solides Funding, Ratio derzeit bei circa 90 Prozent. Ebingers Vorgänger in Ludwigshafen, Dieter Klein, der im Vorjahr 15 Prozent Performance auf die Plan Assets berichten durfte, übernimmt im Hause eine neue Aufgabe, heißt es. PBA

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Edith Gräfl
— Edith Gräfl

Ihren Namen kann man sich auf dem Parkett schon mal merken. Immerhin wird die 55-Jährige Nachfolgerin des Neu-Pensionärs Dr. Gerhard Reinecke als Vorsitzende des Dritten Senats am Bundesarbeitsgericht in Erfurt, zuständig für die bAV. So wird die Mainzerin Gräfl ausreichend Gelegenheit haben, der bAV in den nächsten zehn Jahren ihren juristischen Stempel aufzudrücken. Reinecke, elf Jahre lang Vorsitzender, hat zuletzt mit seinem Urteil vom September 2009 Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Zillmerung in der Entgeltumwandlung dem Grunde nach auszuräumen gesucht, dabei aber auch wichtige Fragen offen gelassen. So könnte sich Frau Gräfl durchaus mit Themen wie unangemessener Benachteiligung und zulässigen Kosten in der bAV konfrontiert sehen. Über einschlägige Berufserfahrung verfügt sie: 1985 trat sie das Richteramt am Arbeitsgericht Stuttgart an, ihren ersten Vorsitz übernahm sie 1995 am Landesarbeitsgericht Sachsen. Seit 1998 ist sie am BAG, zuletzt als stellvertretende Vor-sitzende im Siebten Senat. PBA

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Martin Katheder
— Martin Katheder

Der 37-jährige Volkswirt Martin Katheder ist seit Juli 2010 neuer Chef des Geschäftsfeldes private und betriebliche Altersversorgung (Pension Markets) der Allianz Global Investors (AGI). Zeitgleich wurde er zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung der ­Allianz Pension Partners (APP) berufen, der bAV-Beratungseinheit der AGI. Über Tobias Pross (39), Vorgänger Katheders in beiden Positionen, heißt es in der AGI-Pressemitteilung nur, dass dieser „in der Geschäftsführung der Allianz Global Investors KAG mbH eine neue Verantwortung in der Leitung des institutionellen Geschäfts übernimmt.“ Pross bleibt allerdings Geschäftsführer der Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft, so AGI gegenüber dpn.

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Brüssel schießt aus allen Rohren

Die EU tritt an, mehr Einfluss auf das europäische Pensionswesen zu nehmen. Deutschland hat viel zu verlieren. Und einzubringen.

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Insolvenzschutz in der bAV: Ein Thema weitet sich aus

Nun ist die europäische Front auch offiziell eröffnet: Das EU-Grünbuch spricht den Insolvenzschutz für Betriebsrenten direkt an, noch ohne dabei konkret zu werden. Auch in die Debatte um die Aufsicht hat sich das Thema reingedrängelt. Fest steht: Die Kommission wird früher oder später initiativ werden.

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Der Schatten Weimars: Willkommen im Club

Das böse, böse Deutschland sitzt mal wieder auf der Anklagebank, diesmal als Rechtsnachfolgerin der seligen Weimarer Republik: Ein Bezirksgericht in Miami hat nun eine Klage auf Bedienung seinerzeitiger Anleihen zugelassen, Volumen 450 Millionen US-Dollar. Dumm nur, dass die Duration dieser Nachkriegs-Bonds des ersten Weltkriegs inzwischen satte 80 Jahre beträgt. Dumm auch, dass die Klage nur Präzedenzcharakter besäße, sollte der Kläger Recht bekommen. Denn insge-samt stehen noch Anleihen von bis zu einer Milliarde Dollar aus, was heute – nach Zins und Zinseszins – einem hohen dreistelligen Milliardenbetrag entspricht. Gut aber, dass die Rückzahlung nicht wie ursprünglich vereinbart in Gold erfolgen müsste. Obwohl – vielleicht ist das ja der Grund, warum der größte Teil bundesrepublikanischer Goldreserven praktischerweise bereits seit Jahr und Tag im Klägerland lagert? Wie dem auch sei, und einmal abgesehen von der Tatsache, dass mit dem geliehenen Geld damals in erster Linie Reparationen bezahlt worden sein dürften: Geht die Klage durch, werden wohl auch in der innereuropäischen Kommunikation die Karten neu gemischt. Denn was sagt der Grieche dann zum Deutschen? Richtig: „Willkommen im Club.“ PBA

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Hartz IV-Regelsätze: Endlich bAV für alle

Eröffnet sich der bAV ein völlig neues Marktpotential? Kaum eine Talkshow dieser Tage, in der nicht diskutiert wird, wie die vom Verfassungsgericht angeordnete Überarbeitung der Hartz IV-Regelsätze erfolgen soll. Viele Vertreter einschlägiger politischer Couleur würden nun am liebsten sofort Cash in die öffentliche Hand nehmen, um es an potentielle Wähler aus ihrem Milieu zu verteilen. Schade nur, dass sie in der Opposition sitzen. In der Regierung gibt es wenigstens Stimmen, die auf bar-geldlose Mittel setzen, um die pekuniären Anreize der sozialen Hängematte nicht weiter zu erhöhen. Unser Vorschlag: Ein Anspruch auf Entgeltumwandlung für alle Hartz IV-Empfänger! Und da es an einem Entgelt natur-gemäß fehlt, wird der Umwandlungsbetrag kurzerhand vom Staat übernommen. Dann haben wird das Verfassungsgericht froh gemacht, beugen Altersarmut vor und pushen unsere Finanzdienstleister.

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Denn sie wissen was sie tun: der Regulierung erster Teil
— Dienstsitz der Europäischen Kommission in Brüssel

Das Grünbuch zum Pensionswesen zeigt die weitreichenden Pläne der Europäischen Kommission. Pascal Bazzazi gibt einen Überblick über viele offene Baustellen

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Kurz & bündig

+++ Grüne Immobilien finden bei institutionellen Anlegern großen Anklang. Dies ergab eine Befragung von 242 institu-tionellen Investoren in Deutsch-land durch die Schleus Markt-forschung im Auftrag der Union Investment. 63 Prozent der befragten Anleger bezeichneten ihr Interesse an nachhaltigen Immobilien-Investments in den nächsten drei Jahren als groß oder sehr groß. Am deutlichsten ausgeprägt war dies bei den Versicherungen und Pensions-kassen. Auch die größte deut-sche Pensionskasse BVV bevorzugt bei der Neuanlage in Immobilien ökologisch zertifi-zierte Gebäude, erklärte BVV-Vorstand Rainer Jakubowski gegenüber dpn (siehe Seite 19). Über die Investments zahlreicher weiterer Vorsorgeeinrichtungen in Green Buildings berichtete dpn in der Titelgeschichte der vergangenen Ausgabe. Nach Ansicht der DB Research wird sich das grüne Bauen zu einem Standard im Immobilienbereich entwickeln. Dazu würden sowohl die niedrigeren Nebenkosten der energieeffizienten Gebäude als auch schärfere Bauvorschriften führen. In der Studie „Nachhal-tige Gebäude“ prognostiziert die Deutsche Bank, dass Green Building „in zehn Jahren der De-facto-Standard für alle Neubau-ten und Sanierungen sein wird.

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— Die KZVK in Dortmund will ethischen Grundsätzen systematischer gerecht werden
KZVK verstärkt ihr SRI-Engagement

Die Kirchliche Zusatzversorgungskasse (KZVK) in Dortmund will bei ihrer Geldanlage noch systematischer nachhaltige Aspekte berücksichtigen.

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Torero sichert Deutsche Post

Mit Torero kommt das Risiko-Overlay des neuen Pensionsfonds der Deutschen Post von Metzler. Die Postler geben dabei einen maximal tolerierbaren Verlust von 7 Prozent, definiert als 95 Prozent CVaR auf ein Geschäftsjahr, vor. Das Upside-Potenzial soll vornehmlich über die Steuerung der Beta-Risiken des derzeit 630 Millionen schweren Fonds erhalten bleiben.

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— EJS-Zentrale in Berlin
AGI bekommt Mandat des Berliner EJS

Allianz Global Investors (AGI) hat das Mandat für den neuen Spezialdach-fonds des Evangelischen Johannes­stifts (EJS) in Berlin erhalten. In ihm bündelt die Stiftung seit Mai ihre gesamten strategischen Wertpapieranlagen (rund 50 Millionen Euro). Die Konzentration auf einen Fonds soll eine einheitliche Risiko­steuerung durch ein zentrales dynamisches Wertsicherungs-Overlay der AGI ermöglichen.

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Master-KAGen: Billion in Sicht

Die deutschen Master-Kapitalanlagegesellschaften schicken sich an, rechtzeitig vor dem zehnjährigen Jubiläum ihres Geschäftsmodells in zwei Jahren die magische 1-Billion-Euro-Grenze zu erreichen. Das ergibt die Auswertung der diesjährigen dpn-Umfrage „Master-KAG 2010“. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das administrierte Vermögen um 84 Milliarden Euro, von 768 (11 Umfrageteilnehmer) auf 852 Milliarden Euro (12 Teilnehmer).

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Inflationsfrei aus der Schuldenkrise?

Mit dem Quantitative Easing der Notenbanken findet eine ökonomische Zäsur statt

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Kurz & bündig

+++ aba-Chef Dr. Boy-Jürgen Andresen sieht das für den Sommer erwartete Grünbuch der Europäischen Kommission mit Skepsis. Auf der 72. aba-Jahrestagung rief er am 11. Mai in Bonn die Branche zur Wachsam-keit auf: „Grünbücher sind regel-mäßig sehr grundsätzlich ange-legt. Doch wie so oft im Leben werden Dinge, wenn sie im Grundsatz schon falsch sind, es im Detail erst recht sein. Wir werden also alle gemeinsam ganz besonderes Augenmerk auf diesen Konsultationsprozess legen müssen.“

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ESFS-Zeitplan wackelt
— Markus Ferber: Forderung weiterer Durchgriffsrechte

Der Zeitplan zur Schaffung des European System of Financial Supervisors (ESFS) bis Anfang 2011 dürfte kaum mehr zu halten sein. Im Trilog-Verfahren zwischen Rat, Kommission und Europäischem Parlament (EP) fordern die Abgeordneten bis in die Reihen der Konservativen weitreichendere Befugnisse für die neuen Aufsichtsbehörden, die European In­­su­­r- ance and Occupational Pensions Authority (Eiopa), die European Banking Authority (Eba) und die European Securities and Markets Authority (Esma). Ursprünglich hätten die Parlamentarier am 15. Juni in erster Lesung den Kompromiss von Rat und Kommission beschließen sollen, dies erscheint nun unwahrscheinlich.

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BVV: fragwürdiger Zwang zur Defensive

Die Prozyklik der Stresstests ist für Rainer Jakubowski, BVV-Vorstand, zumindest für sein Haus eine maßgebliche Begründung dafür, dass von den 21 Milliarden Euro Anlagevermögen nur marktübliche drei Prozent in Aktien liegen. Gegenüber dpn nannte er den Zwang zu derart defensiven Strategien „strukturell fragwürdig“. Vor allem sei die Möglichkeit limitiert, sich nach schweren Korrekturen neu in Aktien zu engagieren. „Früher trafen wir Entscheidungen nach Marktgegebenheiten, heute nach Kriterien der Stresstests“, so Jakubowski. Demzufolge ging die Börsen-Erholung auch am BVV weitgehend vorbei, doch verschaffte man sich Ersatzbefriedigung: Ende 2008 investierten die ­Berliner immerhin je 600 Millionen Euro in Corporates und Wandelanleihen. Jakubows-ki sieht in der gegenwärtigen Euro-Krise und der Wiederanlage im Niedrigzinsumfeld die größten Herausforderungen, er habe daher bereits seinen Fokus auf Emerging Markets verstärkt. PBA

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Plan Assets im Dax 2009: minus 5 bis plus 18

Durchschnittliche Aktienquote im Planvermögen 24 Prozent: Die bAV im Dax ist deutlich aggressiver investiert als ihre stärker regulierten Kameraden (Pensionskasse und Co. liegen bei circa 3 Prozent). Im Schnitt brachten es die Dax-Treasurer 2009 damit auf 9 Prozent Rendite im Planvermögen (Vorjahr 9 bis 10 Prozent Verlust). Die Bandbreite liegt laut Mercer ­zwischen 2 (Infineon) und 18 Prozent (Deutsche Börse). Mit minus 5 Prozent aus dem Rahmen gefallen ist allerdings die Deutsche Telekom. Nach Aussage des Unternehmens sei dies hauptsächlich auf bilanzielle Umgliederungseffekte zurückzuführen, geschuldet der Zusammenlegung der ­T-Mobile UK und Orange UK in ein Joint Venture, da es unter IFRS erforderlich ist, die Vermögenswerte der T-Mobile UK als „zur Veräußerung gehalten“ zu klassifizieren.

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Von der Kasse zum Fonds?

Bernhard Wiesner, Chef des Bosch-Pensionsfonds und Mitglied des aba-Vorstandes, kann sich eine Straffung der bAV-Durchführungswege in Deutschland vorstellen. Auf der 72. aba-Jahrestagung sprach er am 12. Mai zum Parkett: „Denkbar wäre, Pensionskassen als Lebensversicherungen eine freiwillige Umwandlungsoption in einen Pensionsfonds zu eröffnen. Dies könnte ein beachtlicher Beitrag für eine generelle Verschlankung deutscher bAV-Strukturen sein. Es hätte ferner den positiven Nebeneffekt, dass die neben der Lobbyarbeit der Finanzdienstleister ohnehin von der Politik kaum gehörten, bisher zersplitterten Stimmen der Sozialeinrichtungen der Unternehmen bei Know-How und Stimmgewicht perspektivisch eine Bündelung erfahren würden, die der kollektiv effizienten bAV gegenüber einer individualisierten Altersvorsorge einen gesellschaftlich sinnvollen Schub verleihen könnte.“ Peter Hadasch, Leiter Pension & Insurance Nestlé Deutschland und Vorsitzender des Verbandes der Firmenpensionskassen, äußerte in einer Reaktion gegenüber dpn: „Eine Umwandlung der Pensionskassen in Pensionsfonds würde nur auf den ersten Blick eine Vereinfachung der Versorgungslandschaft darstellen. Viel effektiver wäre die Übertragung der Regelungen für rückgedeckte Unterstützungskassen auf den Pensionsfonds. So könnten in einem Pensionsfonds sämtliche Aufwendungen des Arbeitgebers zur vollständigen steuerwirksamen Ausfinanzierung der Versorgungsversprechen zusammengefasst werden.“ PBA

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Klaus Heubeck – Institution in Köln
— Klaus Heubeck

Wenige haben die Branche so geprägt wie er. Pascal Bazzazi über einen Mann, dem die Mathematik in die Wiege gelegt wurde und der aus der bAV nicht wegzudenken ist

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IAS 19: Cash bleibt Fact

So, das Exposure Draft zum IAS 19 liegt vor, und nachdem sich Sir David Tweedie und das IASB schon vorzeitig vom Gedanken einer transparenten, aber überharten Sofort­amortisation aller versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste verabschiedet haben, sind die jetzigen Vorschläge wenig überraschend: Der Korridor wird beerdigt, die Verrechnung gegen das Eigenkapital wird einzig zulässige Methode.

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Europe for sale: Zum Dritten

Eines der jüngeren Wahrzeichen Berlins steht zum Verkauf: das Sony Center am Potsdamer Platz. Ein Käufer ist auch schon in Sicht: Ein südkoreanischer Pensionsfonds hat sein Interesse bekundet. Tja, jede Krise ist vor allem auch eine Chance, zumindest für manche. Asiatische Kriegskassen sind nun mal prall gefüllt, und europäische Immobilien haben „sanft“ nachgegeben. Was böte sich da mehr an, als einmal mit dem spitzen Stift über den Zeitwert einiger europäischer Spitzenlagen zu sinnieren? Wenn schon ein läppisches Kaufhaus wie das KaDeWe bei einer Milliarde taxiert wird, was brächten dann erst Akropolis, Kolosseum, Notre Dame und – man wagt es kaum auszusprechen – der Dom zu Köln am Rhein? Zugegeben: Die bauliche Substanz einiger Preziosen lässt teils zu wünschen übrig. Aber der Return on Investment dürfte gesichert sein, hat der Käufer doch dann nicht nur regelmäßige Eintrittserlöse, sondern im Falle asiatischer Nonchalance auch massig Werbefläche auf der Habenseite. Strategisch lässt sich ein RoI durch Ausbau eines vielversprechenden europäischen Katastrophentourismus ­so­gar erheblich maximieren. Die Asiaten profitierten dann gleich doppelt: Heute ein schönes Fotomotiv, morgen eine Rente, die sicher ist. PBA

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Euro-Rettung: Da lacht der Mops Alexis

­Schon 1974, als Jürgen Paulsdorff und der unvergessene Hanns-Martin Schleyer den Pensions-Siche-rungs-Verein schufen, war sich das bAV-Parkett einig, auf Reservenbildung zu verzichten. Denn ist Geld einmal da, greift die Politik irgendwann auch zu. Eher lege sich ein Mops einen Wurstvorrat an, so die gängige ­Me­tapher in der Volkswirtschaftslehre zu dieser These. aba-Vorsitzender Dr. Boy-Jürgen Andresen verwies auf der 72. Jahrestagung im Mai in Bonn darauf, dass wohl im Zuge der Diskussion um eine Opel-Insolvenz entsprechende Vorstöße aus der Politik gekommen wären, hätte der PSV denn einen Reservetopf gehabt. Doch während die bAV hier nur über ein paar Milliärdchen diskutierte, macht sich die Politik, wenn es richtig um Geld geht, offenbar keinen Kopp. Bei der „Rettung“ des Euros setzen die Regierungen Hunderte von Milliarden ein, woher auch immer die kommen sollen. Doch ist absehbar, was passieren wird: Geld, das einmal da ist, wird ausgegeben werden. Da sind die Pigs wie Deutschland: Auch für einen griechischen Mops gibt es nichts schöneres, als sich Wähler und Ruhe mit sozialen Wohltaten schlicht zu kaufen. Und wenn die öffentliche Kohle ­dazu nicht aus Athen, sondern via Brüssel aus Frankfurt kommt, umso besser. Da lacht der Mops Alexis. PBA

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Heribert Karch: MetallRente
— Heribert Karch

Heribert Karch, Geschäftsführer MetallRente, spricht mit Nikolaus Bora über die Studie „Jugend, Vorsorge, Finanzen – Herausforderung oder Überforderung?“, für die deutschlandweit 2.500 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 17 bis 27 Jahren befragt wurden.

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Faktisch gefundet und trotzdem frei
— Halbleiterfabrik am Standort Reutlingen. Foto: Bosch

Unbeschwert von den Zwängen der Aktienmärkte hat die nicht notierte Bosch-Gruppe gute Ideen in der bAV, schreibt Pascal Bazzazi

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Wider das Obligatorium
— Dr. Klaus Mössle

Die Arbeitgeber erkennen auch ohne Zwang, dass sie sich an den Kosten einer alternden Gesellschaft beteiligen sollten, schreibt Klaus Mössle

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Loud & clear: Aufsicht mit Schutzklausel
— Frank Schäffler

Im Zusammenhang mit der Reform der europäischen Finanzaufsicht müssen Befugnisse der Nationalstaaten erhalten bleiben,schreibt Frank Schäffler

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Kurz & bündig

Werden bald Swaps und Derivate in der Asset Allo­cation deutscher Pensions­kassen und Pensionsfonds den Ton angeben? Sollten in einigen Jahren im Zuge der Über-arbeitung der Pensionsfonds-richtlinie durch die Europäische Union die neuen für Versicherer schon geltenden Eigen-kapitalvorschriften gemäß Solvency II Anwendung auf Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) finden, könnten diese durchaus zu mehr Hedging genötigt sein. Hintergrund: In EbAV liegt die durchschnittliche Duration der Verpflichtungen mit runden 25 Jahren sichtbar über den 10 Jahren der in der Lebens-versicherung üblichen. Da dieser Duration Gap aber kaum mit Fixed Income ausreichend gematcht werden kann, würde Solvency II im Gegenzug noch höhere Eigenmittel fordern, als sie ein durchschnittlicher Lebensversicherer vorhalten muss. In der Folge gewänne ein Hedging der Duration für EbAV an Attraktivität (siehe auch den Beitrag „Köpfe“ in dieser Ausgabe auf Seite 49).

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— Bei der Debeka reagiert man ruhig und gelassen auf potenzielle Zinsanstiege
Keine Angst vorm Zinsanstieg

Trotz anhaltender Deflation verbreitet sich die Erwartung eines kräftigen Zins- und Inflationsanstiegs. Können Rentenwerte damit noch als sicherste Anlage gelten? Einhellige Meinung der großen Versicherungen: Die Sicherheit von Rentenanlagen mit gutem Rating ist nicht betroffen. Steigende Zinsen würden zwar den Wert der Portfolios, aber nicht ihr Ausfallrisiko verändern.

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Über Strategieanalyse zum Multi-Asset-Depot A

Vierzig bis sechzig Kunden jährlich bedient die Abteilung Strategieanalyse der DekaBank unter Leitung von Matt­hias Schillai (Chef: Vorstand Oliver Behrens); in den vergangenen 7 Jahren waren es 250; 2007 hat sich beispielsweise die Sparkasse Regensburg (Bilanz­summe 3,5 Milliarden Euro, 40 Pro­zent Depot A-Volumen) einer Asset-Liability-Analyse unterzogen, die im vergangenen Jahr überprüft wurde. Das Ergeb­nis: Das laut Manfred Pitzl (Spar­kasse Regensburg) traditionell ziemlich rentenlastige Depot A verwandelt sich sukzessive zum Multi-Asset-Depot A, das heißt inklusive High-Yield- und Firmen­­anleihen, Immo­bilien­ sowie Roh­stoffen. Die Quote von Aktien und Roh­stoffanlagen beziffert Pitzl auf zusammen 1 bis 3 Prozent. 2010 sollen die stillen Reserven aus 2009 abgesichert werden, wofür ebenfalls die Deka beauftragt wird.

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Kein Automatismus pro Aktien

 

Robert Helm und Stefan Arneth, der Geschäftsführer und der Leiter des institutionellen Geschäfts der Meag, glauben nicht daran, dass sich Versicherer und andere nach VAG regulierten Investoren wieder stärker am Aktienmarkt engagieren werden – selbst wenn Aktien auch in diesem Jahr noch deutlich steigen sollten. Das kontrastiert mit der Erwartung vieler Vermögensverwalter. Diese argumentieren mit dem prozyklischen Anlageverhalten vieler Versicherer in der Vergangenheit: Sollten die Notierungen von Aktien weiter steigen, wachse der Druck auf den Versicherer, ihre taktisch historisch niedrige Aktienquote in Höhe von circa 3 Prozent deutlich zu erhöhen. Da mit steigenden Kursen automatisch die Risikobudgets stiegen, könnten Versicherer de facto auch wieder investieren.

 

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Wahrheiten eines Anleger-Philosophen

Klug, rigoros, unbequem – und endlich fünf Jahre Rückenwind. Christoph Bruns erklärt Maik Rodewald, wieso er keine Scheinsicherheit braucht

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No exception from its neighbours

Switzerland may be different. But when it comes to institutional investment, the issues are largely the same

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Systemisches Risiko Versicherung?
— Eckhard Bergmann

Wenn alle dasselbe tun, riecht das nach systemischem Risiko. Wenn Lebensversicherer 80 Prozent ihres Geldes in Festverzinsliche stecken, kann das wie ein riesiges Klumpenrisiko wirken, jedenfalls dann, wenn sich die Erwartung eines kräftigen Zinsanstiegs oder gar eines Renten-Crashs bewahrheitet. Zwar hat jüngst die Geneva Association gewichtige Argumente gegen die Systemrelevanz der Versicherer gefunden. Aber klüger ist man erst hinterher. Wer hätte vor 2008 schon das Ausmaß der Systemrelevanz von Banken gesehen?

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Kurz-Scluss: Einfach weniger handeln

Was passierte eigentlich, würden Aktien nur noch einmal am Tag gehandelt oder gar einmal im Monat? Sie würden risikoärmer, jedenfalls aus Sicht derer, für die Risiko und Vola dasselbe ist. Blasen würden seltener und unwahrscheinlicher. Aktien dürften – nimmt man Private Equity als Vorbild – über einen längeren Zeitraum auch nicht weniger rentieren als vorher, im Gegenteil. Da sie weniger oft gehandelt würden, käme die berühmte „Illiquiditätsprämie“ obendrauf. Vielleicht führte das gar dazu, dass die Unternehmen selbst häufiger Entscheidungen treffen, die weniger auf kurzfristige Erfolge an der Börse fokussieren, wie das seit Jahren kritisiert wird. Deutsche Pensionseinrichtungen könnten (trotz ­ihres engen Regulations- und Bilanzierungskorsetts!) endlich wieder Aktien kaufen, sprich Unternehmen Eigenkapital bereitstellen und den Pensionären in diesem Land die Chance auf eine attraktive Verzinsung bieten.

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Kurz-Scluss: Von Experte zu Experte

 

Sonntagmorgen am Frühstückstisch. „Bringt euer Geld nach Asien!“, schreibt die FAS. Es dauert nicht lange und mir bleibt mein Brötchen im Halse stecken. Ich lese, Schwellenländer gälten „unter Experten inzwischen als nicht mehr besonders risikoreich“. Eine Expertin wird zitiert mit „Die alte Risikoeinschätzung gilt nicht mehr. Viele Schwellenländer stehen heute besser da als so manches Industrieland“. Ich schnappe nach Luft, logge mich in die Fondssuche bei Cortal Consors und lasse die 20 „Top-Performer“ der vergangenen zwölf Monate raus: Platz 1 für einen Fonds für osteuropäische Aktien (über 200 (!) Prozent), Platz 20 für einen Fonds für russische Aktien (über 160 Prozent), dazwischen noch Fonds für indische und indonesische Aktien. Ich fletsche die Zähne, meine Animal Spirits sind geweckt. Mir fällt ein, dass ein Mexikaner nun der reichste Mensch der Erde ist, nicht mehr Warren Buffett. Aus Mitleid greife ich ein letztes Mal zu Alice Schroeders Buffett-Biografie. Ich sehe ein Post-it auf Seite 1113 und fange an zu lesen: „Es gibt immer Leute, die sagen, dass sich die Regeln geändert haben. Das sieht aber nur so aus, wenn man einen kurzen Zeithorizont anwendet.“ Ich werde ganz ruhig, stelle den Wälzer wieder ins Regal – und ärgere mich, dass ich FAS lese. MRO

 



Investoren verlangen mehr Sicherheit

Die Finanzkrise verändert die Erfolgsfaktoren für Depotbanken, schreiben Bernd Baur und Clemens Schuerhoff

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Kurz & Bündig

 BMW hat in Großbritan-nien über einen Longevity Swap Langlebigkeitsrisiken in Höhe von knapp 3 Milliarden Pfund versichert. Partner in dem Deal waren die Deutsche Bank und deren britische Versiche-rungstochter Abbey Life. Die tra-ditionell guten Beziehungen zwischen BMW und der Deut-schen Bank dürften zu dem schnellen Zustandekommen des Geschäfts beigetragen haben. Bei den beteiligten Rückver-sicherern handelt es sich um Hannover Re, Pacific Life Re und Partner Re. Laut britischer Financial Times ist der BMW-Deal der bisher umfangreichste dieser Art in dem noch jungen Markt für die Versicherung von Pensions-risiken. Beobachter rechnen nun mit weiteren Maßnahmen in der britischen Industrie.

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Kollektiv vor individuell
— Bernhard Wiesner: Kollektiven Charakter der bAV bewahren

In der Altersvorsorge die Vorteile kollektiver gegenüber individuellen Systemen nicht aus den Augen zu verlieren, hat Bernhard Wiesner, Chef des Bosch Pensionsfonds, angemahnt. Im Gespräch mit dpn äußerte Wiesner sein Unbehagen über zunehmende Individualisierung in der zweiten und dritten Säule: „Im Prinzip hat die Entwicklung schon 2002 mit Einführung der Riester-Rente begonnen, in gewisser Weise auch mit dem Anspruch auf Entgeltumwandlung; beides Ansätze, die die Vorteile kollektiver Altersvorsorge vernachlässigen.“

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Ceiops-Stresstest ohne Verwerfungen

Alle 28 am ersten (und letzten) Stresstest des Committees of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (Ceiops) teilnehmenden europäischen Versicherungskonzerne haben diesen bestanden, wie das Komitee nun bekannt gab.

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DBO und Plan Assets: Mäßige Erträge 2009

Nach der Auswertung von 20 der Dax-30-Unternehmen, die allerdings runde 80 Prozent der Pensionslasten und des korrespondierenden Planvermögens ausmachen, hat Mercer Mitte März eine erste Analyse der Entwicklung der im IAS 19 sogenannten Defined Benefit Obligation (DBO) und Plan Assets im Dax für 2009 vorgelegt. Fazit: DBO (zum Stichtag nun 216 Milliarden Euro) und Plan Assets (141 Milliarden Euro) legten im Gleichschritt um circa 14 Prozent zu, Funding Ratio daher mit runden 65 Prozent konstant. Näherungsweise rechnet Mercer mit einem Ertrag auf das Planvermögen im vergangenen Jahr von gut 9 Prozent, was angesichts boomender Aktienmärkte und stark gestiegender Corporates mäßig beeindruckt.

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Hadasch: DC-Trend getrübt

Der Trend von Defined Benefit zu Defined Contribution scheint zumindest in der US-amerikanischen Industrie nicht mehr nur auf ungeteilte Gegenliebe zu stoßen. Peter Hadasch berichtete auf dem „6. institutionellen Anlegergespräch“ von Fidelity am 9. März in Kronberg von erstem Umdenken: „Man ist in den USA nicht mehr uneingeschränkt von DC begeistert, nicht zuletzt durch die individuellen Investment-Möglichkeiten des einzelnen Arbeitnehmers.“ Seien ihre Investments erfolgreich, schrieben sich viele Arbeitnehmer den Erfolg selbst zu, bei einem Scheitern werde dann jedoch häufig auf den Arbeitgeber gezeigt, so der Vorsitzende des Verbandes der Firmenpensionskassen über seine Beobachtungen in Amerika. Außerdem führe die Individualität des Investments dazu, dass Arbeitnehmer ihr Ausscheiden aus dem Betrieb nicht zuletzt von der Performance ihres 401(k)-Plans abhängig machen; eine Erscheinung, die ebenfalls nicht im Planungsinteresse des Arbeitgebers liegen kann. Für Deutschland forderte Hadasch, alle Kräfte auf die Altersvorsorge zu konzentrieren und die knappen Möglichkeiten nicht zu zersplittern, beispielsweise auf Zeitwertkonten, Altersteilzeit und Mitarbeiterbeteiligung.

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Solvency II: Nachdenken am Kurfürstendamm
— Dr. Helmut Aden

Die bAV in Deutschland könnte vor Brüsseler Verwerfungen stehen. Pascal Bazzazi über einen Mann, der daran so wenig Interesse haben kann wie kaum ein zweiter

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Die berufliche Vorsorge entpolitisieren

Die berufliche Vorsorge in der Schweiz bleibt auch in Zukunft ein Erfolgsmodell, wenn der Stiftungsrat noch mehr in den Fokus tritt

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Solvency II: Um die Ecke denken

Auch wenn es noch ein paar Jahre hin ist: Setzt in der EU-Kommission kein Umdenken ein, wird Solvency II in irgendeiner Form Anwendung auf unternehmenseigene bAV-Einrichtungen finden. Dann werden auch Pensionsfonds & Co. in Abhängigkeit ihrer Risiken Eigenmittel vorhalten müssen. Doch könnten die Folgen skurril sein: Wer als Unternehmen Kapital für seine Zusagen reserviert, müsste dies mit Eigenmitteln unterlegen, potenzielle Größenordnungen noch unklar. Wer wie in Deutschland zulässig darauf verzichtet, der nicht. Jedem, der auch wegen der reduzierten Beitragspflicht zum PSV Direktzusagen mit frischen Mitteln in Pensionsfonds auszulagern plant, dem könnte in einigen Jahren im Gegenzug die Pflicht zur Unterlegung mit höheren Eigenmitteln drohen.

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Kurz-Scluss: Von Sirenen und Düsenjägern

Auf dem MCC-Kongress „Altersvorsorge 2010“ am 23. Februar 2010 in Köln kreuzten sie die Klingen, der BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip und Dr. Peter Schwark vom GDV. Braucht die bAV eine auf Investmentfonds gründende Direktfondsrente, ja oder nein? Zur Kampfweise der Kontrahenten: Der Reformen und Neu-erungen Fordernde gibt sich versöhnlich und sanft, betont Gemeinsamkeiten und Ziele aller. Der Verteidiger des Status quo dagegen wehrt ab, wirkt spröde und wenig kompromissbereit. Umso blumiger dagegen seine Sprache, die vor Allegorie nur so überquoll. Schwark warnt vor einer Amerikanisierung der bAV, will die Altersversorgung nicht auf den Altären der Finanzmärkte geopfert sehen und vergleicht Versicherer mit gut gleitenden Boeings, während Fonds Düsenjäger seien, deren Garantien Schleudersitzen ähnelten, nach deren Betätigung der Anleger zu Fuß nach Hause gehen müsse. Krönung seiner Anleihe bei Homers Odyssee: Gier und Panik seien die Sirenen der Kapitalmärkte, vor denen der Anleger wie einst Odysseus am Mast gefesselt durch die Unflexibilität der Versicherung geschützt werden müsse. Ob wir einen sechsten bAV-Durchführungsweg brauchen, sei dahingestellt. Doch sollten sich Ministeriale von Metaphern leiten lassen, ahnt man, wer die Nase vorn haben wird. PBA



Kurz-Schluss: Deutscher Schnaps für alle?

Werter Herr Schäuble, hier für Sie aus gegebenem Anlass nochmal Ihr eigener Amtseid zum Nachlesen: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.” Wenn Sie verstehen, was da steht, dann sollten Sie Ihren kindischen Vorschlag vom Europäischen Währungsfonds schleu-nigst begraben. Sie wollen ernsthaft die Alkoholkran-ken Südeuropas mit deutschem Schnaps heilen? Als ob nicht klar wäre, wer diesen Fonds mit Milliarden zu speisen hätte? Als ob die Gremien des Fonds nicht zu einem Gutteil mit Beamten aus den Ländern besetzt wären, die eventuelle Auflagen des Fonds zu erfüllen hätten beziehungsweise als Nächste an die Reihe kämen? Als ob nicht schon der Stabilitätspakt systematisch missachtet wird? Als ob uns das beizeiten losgehende europäische Geschrei, der Fonds müsse unbüro-kratisch helfen, nicht schon jetzt in den Ohren klänge?

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— Gletscher in den Anden
Wettbewerb mit freundlicher Unterstützung des Staates

Die freie Pensionsfondswahl ist ein Erfolg. Die Rentabilität kann sich sehen lassen. Doch ohne Peitsche schwingenden Staat wären die Kosten zu hoch, schreibt Andreas Valda

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Kurz & bündig

+++ Institutionelle Investoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien erwarten in diesem Jahr überwiegend eine Verbesserung der Investitions­bereitschaft in Immobilien. Dies ergab eine Umfrage des Marktfor-schungsinstitutes Ipsos für die Union Investment Real Estate, deren Detailauswertung dpn vor­liegt. Die institutionellen Anleger – Versicherungen, Pen­sions­kassen, Stiftungen und Banken – waren in ihrem Opti­mis­mus allerdings zurück­haltender als andere befragte Gruppen wie etwa die Immo­bilien­fonds oder die Projektent­wickler.

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— Die Zeit-Stiftung hält Aktien auch 2010 die Treue – eine strategische Aktienquote in Höhe von 30 Prozent spricht für sich
Zeit für Immobilien und Firmenanleihen

Die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius wird mehr Geld in Immobilien und Firmenanleihen anlegen und hält an ihrer hohen Aktienquote fest.

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PWC wappnet sich für Inflation

Das Pensionsdeckungsvermögen von PricewaterhouseCoopers (PWC) ist laut Dr. Reinhard Himmelreich (Leiter Finanzen) auf Anfrage von dpn ohne Vermögenseinbußen durch die Finanzkrise gekommen. PWC, die bereits 2004 eine Master-KAG (Inka) mandatiert haben, kann entsprechend die Aktienquote derzeit wieder auf rund 8 Prozent erhöhen. Da Himmelreich inflationäre Tendenzen für wahrscheinlicher hält als deflationäre, ist die Duration der Rentenanlagen mit unter fünf Jahren entsprechend kurz. Außerdem könn­ten in Zukunft auch Immobilienanlagen eine größere Rolle spielen. Ebenfalls ge­plant ist eine Multi-Asset-Struktur, die in die Kategorie „Absolute Return“ fällt und Mitte 2010 gestartet werden soll. Unterstützt wird PWC bei der Auswahl der Verwalter von Feri Institutional Advisors. Als wichtigstes Ziel für das Pensionsvermögen nennt Himmelreich den Vermögenserhalt und – mittelfristig – eine Verzinsung über dem Marktniveau. MRO

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Dealis: In vier Jahren ist Schluss mit Dumping
— Ulrich Buchholtz

Bereits 2011 will sich die Fondsad­mi­nis­tration von Deka Bank und Allianz Global Investors, die Dealis Fund Operations, für weitere Kunden öffnen und zieht damit ihre Expansions­pläne um ein Jahr vor. Sie spricht bereits mit interessierten Kapitalanlagegesell­schaften (KAGen) und Depotbanken.

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Nachhaltigere Lageberichte

In die Debatte über Standards, nach welchen Kriterien Unternehmen als „nachhaltig“ einzuordnen sind, kommt spürbar Schwung. Der jüngste Beitrag zur Debatte stammt vom Münsteraner Berater Dr. Axel Hesse. Er hat von ­Oktober bis Dezember 2009 im Auftrag des Bundesumweltministeriums ermittelt, welches die für jede der 68 Branchen des Global Industry Classification Standards (entwickelt von MSCI und S&P) jeweils drei relevantesten Indikatoren sind, nach denen Investoren die Nachhaltigkeit von Unternehmen beurteilen. Diese branchenspezifischen „SD-KPIs“ (Sustainable Development Key Performance Indicators) sollen demnach als Mindestberichtsanforde­rungen für Informationen über Nachhaltigkeit in den Lageberichten der Unternehmen verwendet werden.

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— Robert A. Haugen
Case closed – die laute Abrechnung einer Ikone

Professor Bob Haugen erklärt Maik Rodewald ein für alle Mal, weshalb es keine effizienten Aktienmärkte gibt und vermeintlich Paradoxes ganz normal ist

 

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The way of investing in 2010

The largest UK pension funds managers look set to seek a greater diversity of asset classes away from the traditional domestic split

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Loud & clear: Der Trick Cum/Ex wird teuer
— Markus Hammer

Investoren, aufgepasst: Haben Sie eine Master-KAG mandatiert, die sich für einen Ihrer Aktien-Subfonds von einem (ausländischen) Asset Manager beraten lässt (den Sie freilich ausgesucht haben)? Und wollen Sie sich böse Überraschungen in der Zukunft ersparen? Dann fragen Sie Ihre Master-KAG einmal, wie viel Kapitalertragsteuer sie zum nächsten Stichtag an die Finanzbehörde zurücküberweisen muss? Und warum Sie darüber nicht informiert wurden? Und wer Ihnen hätte erkären wollen, wieso Ihr Spezialfondsvermögen plötzlich geschrumpft ist – um eben ­diese Kapitalertragsteuer?

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Kurz & bündig

+++ Dr. Thomas Steffen, Exekutivdirektor Versicherungsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), hat bezüglich der neuen Behörden der europä-ischen Finanzaufsicht weiter ­Bedenken: „Ich hätte mir für ­Eiopa noch stärkere Kompetenzen als europäischer Standardsetter gewünscht, eher als eine Behörde mit europaweiten operativen Befugnissen“, so der ­Ex-Ceiops-Chef zu dpn. Steffen erwartet dabei, dass das Europäische Parlament auf die nun zwischen Rat und Kommission abgestimmten limitierten Befugnisse von Eiopa & Co. noch Kompetenzen draufsatteln wird.

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Risiken raus, Akzeptanz rein

Erfolgsabhängige Komponenten könnten künftig in der betrieblichen Altersversorgung mehr Verbreitung finden. Auf der Towers-Watson-Konferenz „Betriebliche Altersversorgung 2010“ am 28. Januar in Wiesbaden berichtete Dr. Guntram Hepperle, Experte für Pension Risk Management bei dem frisch fusionierten Berater, dass erfolgsabhängige Komponenten, seien sie in Verbindung mit einem fixen Grundbeitrag oder alleinstehend, zwar in der derzeitigen Praxis noch eine geringe Verbreitung haben, dennoch sichtbar zulegen.

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Ceiops mit erstem Stresstest

Das Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (Ceiops) hat im Dezember 2009 erstmalig einen europaweiten Stresstest in der Versicherungsbranche exekutiert. 30 große Unternehmen hat man in die Pflicht genommen, jeweils drei verschiedene Krisenszenarien zu simulieren. Ziel des Tests war nicht, konkrete Vorgaben für die Kapitalausstattung einzelner Unternehmen zu ermitteln, da dies gegebenenfalls Aufgabe der nationalen Aufsichten ist. Ceiops wollte sich vielmehr mit dem Test einen Überblick über das Regenerationsvermögen der europäischen Versicherungsbranche insgesamt verschaffen. Zudem sollte der Test helfen, einen europaweiten Standard auf nationaler Ebene zu schaffen, so Ceiops zu dpn – eine Aufgabe, die von der Ceiops-Nachfolgerin European Insurance and Occupational Pensions Authority (Eiopa) zu vollenden sein wird. Nach Auswertung des Tests und Diskussion auf politischer Ebene in diesem Quartal sollen Kernerkenntnisse zwar veröffentlicht werden, Details hingegen bleiben Verschlusssache. Ob es künftig ähnliche Tests geben wird, ist noch offen. PBA

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Regulierte PK: Zusatzabsicherung?

  In die weitere Absicherung regulierter Pensionskassen kommt Bewegung. ­Joachim Schwind, Chef der Höchster PK und Vorsitzender der Fachvereinigung Pensionskassen bei der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung, äußerte auf der aba-Sonderveranstaltung zur Insolvenzsicherung am 26. Januar in Köln die grundsätzliche Bereitschaft zu einer entsprechenden Regelung, soweit sich konkreter Bedarf abzeichnen sollte. Für den Fall tendiert er zu „einem eigenständigen PK-Sicherungsfonds“. Dabei sollten jedoch Ergebnisse derzeit laufender Studien des BMAS und der Bafin abgewartet werden. Ein Absicherungsmodell müsse zudem finanzierbar und kalkulierbar sein und einen Überforderungsschutz der Pensionskassen vorsehen. In seinem von der Branche mit Spannung erwarteten Vortrag hielt er sich zwar mit Einzelheiten zurück, illustrierte aber mögliche Größenordnungen durch Vergleich mit dem für Lebensversicherer gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungsfonds. Die Deckungsrückstellungen regulierter Pensionskassen betragen heute circa 90 Milliarden Euro. Bei einem zu Protektor analogen Beitragssatz von 0,2 Promille würden dem Sicherungsvermögen rund 18 Millionen Euro jährlich zugeführt, nach fünf Jahren wären analog 1 Promille, hier entsprechend 90 Millionen Euro, kumuliert.

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Schütt-Alpen auf dem Parkett

Björn Schütt-Alpen kehrt nach einem halben Jahr Abstinenz Down Under zurück in die Pensionsbranche. Unter dem Label „schütt-alpen.Beratung“ will er vom Standort Köln aus vor allem Versicherer und Versorgungswerke als Klienten gewinnen, aber auch Banken, die nach der Bilanzrechtsreform wieder in die bAV einsteigen.

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25 Jahre in der europäischen Herzkammer
— Van Hulle Karel

Die betriebliche Altersversorgung in Deutschland steht vor neuen Impulsen aus Brüssel. Pascal Bazzazi über den Mann, der daran maßgeblichen Anteil haben wird

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No accusation of hasty action

The IASB appears finally prepared to stamp out some of the most egregious practices, including the corridor

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Über Gräber immer vorwärts – alles außer ohne Aktien

Potenzielle Hiobsnachrichten und ­bilanzielle Zeitbomben gibt es satt und genug, doch wollen sich die ­Aktienmärkte auch nach einem Jahr Hausse die Stimmung nicht so richtig vermiesen lassen, möglicherweise zu Recht. Achtung, jetzt folgt eine These: Der Kapitalismus wird gerade deshalb alle Zeiten überdauern, weil er es ist, der aus den von ihm immer wieder selbst verursachten Krisen mit einer Dynamik herausführt, neben der alle sogenannten „Alternativen“ noch statischer und reaktionärer wirken, als sie es ­ohnehin schon sind. Und eben zu Beginn ­einer solchen Aufholphase befindet sich die Weltwirtschaft vielleicht derzeit. Trifft dies zu, dann arbeiten wir uns nicht langsam aus dem Tief, sondern überwinden es quasi sprunghaft – bis zur nächsten Krise, die sich möglicherweise gerade schon ankündigt. Über Gräber immer vorwärts.

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Kurz-Schluss - Japan I: Nakittsura ni Hachi

6. August 1945, 8 Uhr 15: Die US-amerikanische B-29-Superfortress „Enola Gay“ wirft über dem japanischen Hiroshima die Atombombe „Little Boy“ ab. 100.000 bis 200.000 Menschen – wer weiß das so genau – sind sofort tot, zerrissen, zergrillt, zerstrahlt. Tsutomu Yamaguchi dagegen überlebt. Mit schweren Brandverletzungen schleppt sich der Ingenieur, der sich beruflich in Hiroshima aufhielt, nach Hause zu seiner Familie. Dort dürfte er drei Tage später ein Déjà-vu der ganz eigenen Art gehabt haben, als mit „Fat Man“ über seiner Heimatstadt Nagasaki die zweite Atombombe dieses Krieges detoniert. ­„Nakittsura ni Hachi“, wird er sich gedacht haben, frei auf Neudeutsch: „Shit happens“.

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Kurz-Schluss - Japan II: Betriebsrente abgeschmiert

Sei fleißig und gehorsam, arbeite viel und hart, ­gehe möglichst spät in Rente. Mit ein wenig Glück ­ermöglicht Dir das Recht der betrieblichen Mitbestimmung anschließend, Deine Betriebsrente um 30 Prozent zu kürzen; ein echter Anreiz, um sich nicht auf die faule Haut zu legen, sondern weiter am Bruttoinlands-produkt Deines Vaterlandes mitzuwirken. In Deutschland, dem Drei-Stufen-Modell sei Dank, quasi unvorstellbar, in Japan nackte Realität. So jüngst geschehen bei Asiens größter Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL), die gerade den Gang zum Insolvenzrichter antreten musste, um nun mit Steuerzahlers Hilfe saniert zu werden. Da braucht es dann auch keine teure Insolvenzsicherung teutonischer Art mehr. Den drohenden Untergang ihres Arbeitgebers vor Augen, stimmten über 90 Prozent der aktiven Belegschaft und mehr als zwei Drittel der ­Betriebsrentner besagter Kürzung zu. Aber da der moderne Japaner bekanntermaßen gerne reist, besonders im Alter, und JAL seinen Aktionären Flüge 50 Prozent billiger anbietet, ist zumindest der JAL-Rentner-Aktionär fein raus. Er muss zwar auf ein Drittel seiner Rente verzichten, bekommt aber die Flüge für die Hälfte. Da bleiben doch unterm Strich sogar noch 20 Prozent mehr im Säckel, oder? PBA

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— Dienstsitz der Europäischen Kommission in Brüssel
Nicht immer mit Liebe: Brüssel gibt der bAV den Takt vor

Viel vor hat die Europäische Kommission im europäischen Pensionswesen, kurz-, mittel- und langfristig. Pascal Bazzazi gibt einen Überblick

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Loud & clear: Neues Risiko für die bAV
— Dr. Withold Galinat

Eine Anwendung von Solvency II auf die bAV könnte Einschnitte der deutschen Industrie bei ihren Versorgungswerken einleiten, schreibt Dr. Withold Galinat

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Kurz & bündig

Skandinavische Pensions­einrichtungen werden im kommenden halben Jahr deutlich mehr in Aktien, Immobilien, Private Equity und Infrastruktur investieren, wie eine aktuelle Umfrage der Financial-Times-Publikation nrpn unter 22 Pensionsfonds (215 Milliarden Euro) aus Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Island ergeben hat. Das geht vor allem zulasten ihres Bond-Anteils, den über 50 Prozent der Befragten abbauen wollen. Bei Aktien stehen mit jeweils etwa 40 Prozent der Nennungen vor allem Emerging-Markets- und globale Mandate auf der Agenda. Der auf Englisch verfasste Artikel kann unter www.nrpn-online.com abgerufen werden.

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— Schnell agieren, aber nur mit möglichst einfachen und liquiden Anlagen: So lautet die Maxime der Sparkasse Osnabrück im Jahr 2010
Sparkasse Osnabrück mag es 2010 einfach

Im Treasury der Sparkasse Osnabrück erwartet man ein volatiles Jahr 2010, in dem taktisches Agieren das A und O sein wird. Dabei stehen klassische, liquide Asset-Klassen für das 1,5 Milliarden Euro schwere Depot A eindeutig im Fokus.

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Nicht jede Restriktion muss kosten

„Jede Restriktion kostet Geld“, besagt das Fundamental Law of Active Mana­gement. Für eine deutsche Kirche, die vor neun Jahren ein Small-Cap-Mandat mit Lupus alpha aufgelegt hat, hat sich das nicht bewahrheitet. Das Mandat wurde damals mit dem britischen Berater Eiris „nachhaltig“ gestaltet. Das 1.200 Aktien große Universum von Lupus alpha war danach um 250 Titel kleiner. Die Gesamt-Performance des Mandats übertrifft laut Lupus-alpha-Partner Ralf Lochmüller sogar diejenige anderer Mandate ohne Restriktion. „Nachhaltiges Investieren lässt sich nicht mehr aufhalten – dafür werden notfalls die Gremien der Investoren sorgen”, sagt Lochmüller. Ähnliches hört man von Detlef Mackewicz, dessen Arbeitgeber Capital Dynamics sich seit Ende 2008 nach den UN-Standards „UNPRI“ (www.unpri.org) richtet. In mehreren Fällen habe sich der Private-Equity-Anbieter seitdem nicht engagiert, weil die Investments den UNPRI nicht entsprochen hätten. MRO



Klima wird rauer für CDP-Verweigerer

Gerade die mangelhafte Transparenz vieler Angebote rund um die „nachhaltige Kapitalanlage“ ist institutionellen Anlegern ein Dorn im Auge. dpn geht mit gutem Beispiel voran und veröffentlicht die Namen von 18 börsengelisteten Banken, Finanzdienstleistern und Versicherern, die dem Carbon Disclosure Project keine Angaben über ihre Kohlendioxid-Bilanz machen.

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Wenn aktiv, dann jetzt

„Wenn Asset Manager outperformen, dann jetzt.“ Und: „Jetzt ist taktisch der falsche Zeitpunkt, passiv zu gehen.“ Diese knackigen Sätze stammen von Mercers Herwig Kinzler. Der Chef der deutschen Investment-Consulting-Sparte prognostiziert, dass 2010 die ­Themen Risikomanagement und Risiko-Overlay „die Themen für Investoren“ sein werden. Allerdings unterscheidet er bei seiner Analy­se unregulierte (wie CTAs) und regulierte Investoren. Bei ersteren macht er tendenziell ein „Zurück zur Normalität“ in der Anlagepolitik aus, bei letzteren aber nicht – die seien viel zögerlicher, ob­­wohl sie 2009 im Schnitt schätzungsweise auf komfortable 4,5 Prozent Nettorendite kommen würden.

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Feilen am professionellen Handwerkszeug
— Matthias Stürmer

Für Matthias Stürmer, Ex-Immobilienchef bei Eon, sind Immobilienanlagen immer noch zu intransparent. Das will er ändern. Michael Lennert berichtet

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Shareholders get engaged

The large majority of investors still don‘t act as owners of the companies they invest in. The lack of engagement will backfire

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Deutschland muss Europas SRI-Vorreiter werden

Die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge oder die ad­ä-quate Altersversorgung für die ­Berechtigten sind typische Aufgaben von Pensionseinrichtungen. Doch haben eine Pensionskasse wie die Höchster Pensionskasse (mit 90.000 Versicherten von über 300 Unternehmen), eine Zusatzver­sorgungseinrichtung für Beschäftigte des ­öffentlichen Dienstes (wie die VBL mit 1,8 Millionen Pflichtversicherten und mehr als einer Million Rentnern) oder ein Versorgungswerk der ersten Säule darüber hinaus eine gesellschaftliche Verantwortung?

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Wie die Fliegen

Wollten Sie jemals statisch sein? Wohl kaum. Kann man sich ja auch gar nicht mehr vorstellen, dass ­Statik in derart volatilen Zeiten noch von Erfolg gekrönt sein könnte. Doch Theorie und Praxis sind zwei Paar Schuhe, und deshalb ist noch längst nicht ausgemacht, dass jeder automatisch das Gegenteil sein will, also ­dynamisch. Aber an der Dynamik kommt man 2010 wohl wirklich nicht mehr vorbei. Und wenn, dann muss man schon ein ganz schön ausgebuffter, selbstbewusster ­Modemuffel sein.

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Bafin gut bedient

Kein Wunder, dass die Bafin nicht zur Ruhe kommt. Erst der Trubel um die Versicherungs- und das Gerangel um die Bankenaufsicht, und nun auch noch die weltweite Diskussion darüber, was der Kuckuck in Dubai für die „Islamic Finance“ bedeutet. Dabei hat die Bafin doch gerade erst pompös zur Islamic-Finance-Konferenz in der Villa Kennedy geladen – obwohl hierzulande gerade einmal ein Player, die Kuveyt Turk Bank, den Geschäftsbetrieb aufgenommen hat. Seit Dezember hat sie überdies die Aufsicht über die Rating-Agenturen an der Backe.

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Kurz & bündig

Der europaweite Trend zu Defined-Contribution-Zusagen erregt die Aufmerksamkeit der Europäischen Kommission. Am Rande des European Pensions Funds Congresses erfuhr dpn aus Kommissionskreisen, dass in Brüssel über Regulierung zumindest nachgedacht werde. Unterdessen beziffert Aon die Verluste in britischen DC-Plänen allein für Oktober auf 18 Milliar-den Pfund. Der Rückgang von 507 auf 489 Milliarden Pfund markiert den größten Verlust seit Februar, so die britischen Berater, doch erreichten die DC-Pläne mit 520 Milliarden Pfund im Oktober auch ein 16-Monats-Hoch. In Großbritannien ist eine gesetzliche Mindestleistung unbekannt.

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U-Pensionsfonds wollen eigenes Gesetz

Die Unternehmenspensionsfonds von Siemens, Deutscher Telekom, Bosch, MAN und RWE wünschen sich eine stärkere Berücksichtigung des Prudent-Person-Konzepts in der Aufsichtspraxis. Die fünf haben sich bereits an die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände BDA gewandt. Bernhard Wiesner, Chef des Bosch Pensionsfonds, zu dpn: „Die Aufsichtspraxis ist von der Versicherungsperspektive dominiert. Der Pensionsfonds definiert sich im VAG aus sieben Paragrafen und einem Generalverweis auf die Lebensversicherer. Die Zeit ist reif für ein eigenständiges Pensionsfondsaufsichtsgesetz.“

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Kannibale Mitarbeiterbeteiligung?

In der Mitarbeiterbeteiligung soll die Entgeltumwandlung zugelassen werden. Dem Koalitionsvertrag folgend, sieht der Referentenentwurf vor, neben den vom Arbeitgeber dotierbaren 360 Euro pro Jahr eine Umwandlung gleicher Höhe zu fördern. Bemerkenswert: Die Förderung ist weniger reguliert und durch Steuerfreiheit bei Ein- wie Auszahlung breiter als in der bAV. In einer Stellungnahme äußerten denn auch die acht Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft Bedenken. „Im Hinblick auf die demografische Entwicklung und das sinkende Leistungsniveau in der gesetzlichen Rente wäre dies eine falsche Weichenstellung.“ Ob das Projekt in der Praxis Relevanz erlangt, ist nicht zuletzt wegen der Klumpenrisiken fraglich. Möglicherweise ist Zweck der Übung eher, den Koalitionären in sonn- und donnerstäglichen Talk-Runden ein Argument an die Hand zu geben, Angriffe wegen vorgeblicher sozialer Kälte zu parieren. PBA



— IASB-Chairman Sir David Tweedie rudert zurück
IAS 19: Angst vor der eigenen Courage?

Das International Accounting Standards Board (IASB) unter Sir David Tweedie rudert zurück. Auf dem Board-Meeting am 17. November in London hielt man zwar daran fest, künftig im IAS 19 keine Wahlmöglichkeiten mehr zuzulassen, doch die erfolgswirksame Sofortamortisation steht wohl nicht mehr auf der Tagesordnung. Status ist nun, den Korridor abzuschaffen und dafür Buchung gegen Eigenkapital unter Schonung der Gewinn- und Verlustrechnung vorzuschreiben. Damit würde eine wie auch immer geartete Sorie-Methode – den US-GAAP folgend nun OCI-Methode (Other Comprehensive Income) getauft – zum Maßstab bei Bewertung von Defined Benefit Obligation und Plan Assets. Unterdessen scheinen Wirtschaft und Industrie in Deutschland für die Folgen einer Sofort­amortisation nicht nur erfreulich sensibilisiert, sondern auch nahezu einer Meinung: In einer dpn-Umfrage lehnen 27 von 29 Großunternehmen, Versicherern, Beratern und Instituten die Sofortamortisation ab, darunter alle 15 an der Umfrage teilnehmenden Dax-Unternehmen. Von diesen bevorzugen zehn die Sorie-Methode, fünf halten dem Korridor die Stange. Einhelliger Tenor der Ablehnung ist der Verweis auf unangemessene Volatilität im Ergebnis, die eine stichtagsbezogene Bewertung langlaufender Verpflichtungen mit Schätzunsicherheiten zum Zeitwert brächte. Lediglich ein Berater und ein Asset Manager – beides kleinere Häuser – würden erfolgswirksame Sofort­amortisation begrüßen.

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Martin Hoppenrath: Viel im Auge
— Martin Hoppenrath

Dieses Jahr zusätzliche 160.000 Be-rechtigte aus über 700 Insolvenzen und ein Schadensvolumen von 4,05 Milliarden Euro. Bei einer Beitragsbemessungsgrundlage von 285 Milliarden Euro und 73.100 beitragspflichtigen Mitgliedern musste Martin Hoppenrath, Vorstandsvorsitzender des Pensions-Sicherungs-Vereins, nun also den Beitragssatz von 14,2 Promille aufrufen. Dass Liquidität in den Unternehmen besser aufgehoben ist als beim PSV und puffernde Kapitaltöpfe nur Begehrlichkeiten wecken, war seit jeher Grundkonsens der Beteiligten. Insofern ist diese Verachtfachung zum Vorjahr im Kontext der jahrzehntelang maßvollen Kosten der Sicherung deutscher Betriebsrenten zu sehen. Mathematiker Hoppenrath, Jahrgang 46 und wie sein Verein Kölner, nutzt jetzt die erst seit der Kapitaldeckung 2006 mögliche Beitragsverteilung, um die derzeit kostbare Liquidität seiner Mitglieder zu schonen: Da er 7,5 Promille über fünf Jahre streckt, bleibt es 2009 bei 8,2 Promille. Damit gewinnt man Zeit, in der Hoffnung, dass Großinsolvenzen wie Arcandor in kommenden Jahren ausbleiben.

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Michel Barnier
— Michel Barnier

Erfahrung bringt er mit. Von 1999 bis 2004 bereits Regionalkommissar unter Romano Prodi, wird der französische UMP-Politiker Michel Barnier, Jahrgang 1951, nun Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen in der zweiten Kommission Barroso und beerbt damit den Iren Charlie McCreevy. Barnier, bis März im zweiten Kabinett Fillon Minister für Landwirtschaft und Fischerei, nimmt mit dem neuen Amt eine Schlüsselposition ein. Die Reform der europäischen Finanzaufsicht ist schließlich eine der Hauptaufgaben der neuen Kommission. Widerstand dürfte besonders von britischer Seite zu erwarten sein, ist er doch Befürworter strengerer Aufsicht. Die Briten sollen gar gefordert haben, Finanzdienste aus dem Ressort herauszulösen. In Sachen betriebliche Altersversorgung wird er sich unter anderem mit Themen wie dem Grünbuch bAV, Solvency II und Pensionsfondsrichtlinie sowie dem Trend zu Defined Contribution beschäftigen. Über mangelnde Arbeit wird er sich nicht beklagen können. PBA

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Gerhard Ebinger
— Gerhard Ebinger

Als ehemaligem Fernspäher ist ihm der Einsatz in wechselnden Umfeldern vertraut. Die Leitung des Pensionsgeschäfts der BMW Group in Großbritannien ist für Dr. Gerhard Ebinger allerdings in erster Linie eine räumliche Veränderung. Schließlich war der Reutlinger bis dato schon Abteilungsleiter Asset Management bei BMW in München. Betriebswirt Ebinger, Jahrgang 1969, der nach seinem Studium in Regensburg, Neuchatel, Le Havre/Caen und Philadelphia über die bAV promoviert hat, verantwortet in Birmingham nun knapp vier Milliarden britische Pfund in verschiedenen Pensionsfonds und damit den Löwenanteil des BMW-Planvermögens. BMW hat auf der Insel mehr als 60.000 Rentner, 20.000 unverfallbare Anwartschaften und 6.000 aktive Mitarbeiter zu betreuen. Entgegen der Landessitte defensiv investiert, sind die Bayern auch mit ihren britischen Plan Assets verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen. 2008 erzielte man immerhin noch eine Rendite von 3,1 Prozent. PBA



Gabriel Bernardino
— Gabriel Bernardino

Sein voller Name ist natürlich länger: Gabriel Rodrigo Ribeiro Tavares Bernardino heißt der neue Chairman des Committee of European Insurance and Occupational Pen-sions Supervisors (Ceiops). Der portu-giesische Mathematiker ist als Nachfolger von Dr. Thomas Steffen, Chef der deutschen Versicherungsaufsicht, nicht nur der erste hauptamtliche Chef von Ceiops, sondern vermutlich auch der letzte. Schließlich dürfte neben Solvency II der Übergang von Ceiops zur European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) im Zuge der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Neuordnung der Finanzaufsicht (European System of Financial Supervisors ESFS) bis 2011 im Fokus seiner Arbeit stehen. Offene Fragen gibt es genug, vor allem die geringe Repräsentanz der Versicherer gegenüber den Zentralbankern im Verwaltungsrat des European Systemic Risk Boards als auch die Frage von Kompetenzüberschreitungen zwischen nationalen und europäischen Aufsichtsbehörden. PBA

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Soll am deutschen Wesen Europas bAV genesen?

Die Trends in der europäischen Altersvorsorge lassen Deutschland auf einmal als großes Vorbild erscheinen

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Heißes Eisen: Sind aller guten Durchführungswege sechs?

Angesichts des Regierungswechsels intensiviert Stefan Seip, Hauptgeschäftsführer Bundesverband Investment und Asset Management (BVI), offenbar seine Überzeugungsarbeit, um Investmentfonds in der betrieblichen Altersversorgung zu etablieren – als sechsten Durchführungsweg. In den zuständigen Ministerien aller 16 Bundesländer sei der BVI vorstellig geworden, so hört man. Und auf offene Ohren gestoßen auch, so hört man. Am 5. November erläuterte Seip in Berlin auf dem Kongress „Die Zukunft der Alterssicherungssysteme“ vor der PensionsBranche und den rentenpolitischen Sprechern der Parteien seine Argumente: Versicherungen dienten vernünftigerweise der Risikoabsicherung, und Vermögensaufbau laufe besser über Investmentfonds, da weniger Home Bias, kein jährlicher Rechnungszins und dank endfristiger Garantien größere Anlagefreiheit.

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KURZ-SCHLUSS: Helden für immer – Helden für einen Tag

 

So viel Honig bekommt der gemeine Pensionsfonds-manager auch nicht jeden Tag amtlich ums Maul geschmiert. Sharon Bowles, britisches Mitglied des Europäischen Parlamentes und dort Vorsitzende des Ausschusses Wirtschaft und Währung, sprach zur Branche am 17. November auf dem European Pensions Funds Congress im Zuge der Euro Finance Week in Frankfurt. Größe, Kompetenz, Nachfragemacht und zunehmende Bedeutung der Pensionsinvestoren angesichts der demografischen Entwicklung betonend, forderte sie die Pensionsindustrie zu deutlich selbstbewussterem Auftreten auf: bei der Bewältigung der Krise wie bei der Wiederherstellung der kaufmännischen Moral in der Finanzdienstleistung. Sichtlich um Pathos bemüht, rief sie in Anspielung auf ein Bonmot der Investmentbanker den Vorsorgeinvestoren zu: „It could be you to be the Masters of the Masters of the Universe.“ Na, das geht doch runter wie Öl. Doch es kam noch besser: „Be the Heroes of the Universe. The people are counting on you.“ So respektvoll umschmeichelt fühlt man sich als Pensionsfondsmanager glatt an David Bowie erinnert, der zu seinen Berliner Zeiten Ende der 70er Jahre sang: „We can be Heroes for ever and ever.“ Doch Obacht, Bowie sang schließlich auch: „We can be Heroes just for one day.“ PBA



KURZ-SCHLUSS: Das Haus Europa aufräumen

Nochmal European Pensions Funds Congress in Frankfurt: Dr. Thomas Steffen, Chef der Versicherungs-aufsicht bei der Bafin, ist mit den Plänen zur euro-päischen Finanzaufsicht weiterhin sichtlich nicht zufrieden. Auf dem Podium bemängelte er, dass in dem von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Euro-pean Systemic Risk Board (Esrb) den 27 Zentralbankern lediglich ein Versicherungsexperte gegenübersitzen soll. Angesichts möglicher Kompetenzstreitigkeiten zwischen der bis 2011 zu schaffenden European Insurance and ­Occupational Pensions Authority (Eiopa) und nationalen Aufsichtsbehörden äußerte er sich gar grundsätzlich:

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Redezeit: Klaus Stiefermann
— Klaus Stiefermann

Klaus Stiefermann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. (aba), spricht mit Pascal Bazzazi über die Wechselwirkungen zwischen der Europäischen Union und Deutschland und die Folgen für die bAV.

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Loud & clear: Mittelstand nicht vergessen
— Dr.Andreas Jurk

Angesichts der Diskussion um Rekordhöhen und eine Neugestaltung der Beitragspflicht zum Pensions-Sicherungs-Verein warnt Dr. Andreas Jurk vor einem Teufelskreis

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— Die größte Pensionskasse Deutschlands überarbeitet ihre SRI-Leitlinien
Der BVV präzisiert „Nachhaltigkeit“

Die mit 20,7 Milliarden Euro Vermögen größte Pensionskasse Deutschlands, der BVV aus Berlin, wird in den kommenden Monaten ihre Position zum Thema Nachhaltigkeit präziser als bisher schriftlich festlegen und die Leitlinien für ihre Kapitalanlage entsprechend überarbeiten.

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Versicherer: Quant-Ansätze im Blick

Der bei der Gothaer Versicherung für die Rentenanlagen verantwortliche ­Dr. Michael Leinwand rechnet zwar damit, dass Inflation im kommenden Jahr eine etwas stärkere Rolle ­spielen wird, alleine schon durch Basiseffekte. Auf dem FT/dpn-Roundtable „Bond Mana­ge­ment – quantitativ versus traditionell“ ­­(Seite 21) zeigte er sich aber skeptisch, ob das auch mit deutlich steigenden Zinsen einhergehen wird. Falls das Zinsniveau tatsächlich anhalte, würden mehr Ver­siche­rer dazu übergehen, die Duration quan­ti­tativ-taktisch zu steuern, erwartet Leinwand. „Versicherer werden mithilfe von Quant-Modellen mehr Rendite aus ihren Bond-Investments herausholen wollen.“

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Allianz Global Investors „das Maß aller Dinge“

Den deutschen Sonderweg „Master-KAG“ beherrscht die Allianz-Tochter AGI derzeit am besten, resümiert die aktuell detaillierteste Studie zu diesem Thema, der „Trendradar Master-/Service-KAG 2009“. Als „sehr gut aufgestellt“ unter den Anbietern präsentiert der Studienautor Dr. Marc Herzog des Frankfurter Beraters Frontiers Management Consulting (FMC) die Deutsche-Bank-Tochter DB Advisors sowie Metzler und Universal-Investment, bei denen „Strategie, Positionierung und Leistungsportfolio“ am besten übereinstimmten.

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Neue Adressen werden rar

Es gibt noch Potenzial, doch neue Adres­sen werden langsam, aber sicher Mangelware: Über 50 Prozent der gesam­ten institutionellen Vermögen oder etwa 500 Milliarden Euro liegen mittlerweile in Master-Fonds, das meiste davon – über 160 Milliarden Euro – stammt von Versicherern, wie Frontiers Management Consulting in ihrer über 300-seitigen Studie erhoben hat.

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Kapitalanlage ist auch Unternehmertum
— Patrik Bremerich

Ein Pionier der Consultant-Branche wird 50 Jahre alt: Sich mit RMC selbstständig zu machen, hat Patrik Bremerich nie bereut. Michael Lennert berichtet

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There's more to risk than meets the LDI

Longevity is the new bogeyman for UK schemes. Public sector funds have been driving the pace of research in this area

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Die Strategische Allokation – vergessen, verraten, verkauft

Verdient das, was wir seit Jahren als „Strategische Allokation“ serviert bekommen, eigentlich noch seinen Namen? Wohl kaum, wenn man sieht, wie kurzsichtig institutionelle Investoren mittlerweile ihnen anvertrautes Geld anlegen: Sich einerseits über Monate hinweg mit Corporate Bonds vollzusaugen und andererseits seit Jahren Aktien zu meiden wie der Teufel das Weihwasser, ist von ihrer notwendigen (und kodifizierten!) Strategischen Allokation etwa so weit entfernt wie George Dabbeljuh von Barack Obama. Strategie gibt es also nur noch auf dem Papier. Die künstliche Trennung zwischen Strategie und Taktik führt sich aber ad absurdum, wenn die Taktik zur einzigen Strategie wird.

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Einfach (oder) gut?

Es ist fast zu schön, um wahr zu sein: Die Inflation kommt in 18 bis 24 Monaten zurück, und wir können uns nun alle ganz gemütlich darauf vorbereiten?

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Kurz & bündig

Die Diskussion um die Finanzierung des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) nimmt Fahrt auf. Auf der Herbsttagung der Arbeits-gemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) am 13. und 14. Oktober in Ulm beherrschte die Insolvenzsiche-rung die Gespräche auf Podium und Parkett, was angesichts bevorstehender Rekordprämien nicht verwundert. Doch in der Podiumsdiskussion mit Karsten Tacke, Geschäftsführer Gesamt-metall, Alexander Gunkel von der BDA und PSV-Chef Martin Hoppenrath wurde schnell klar: Einfache Lösungen drängen sich nicht auf. Doch die tun not, und so wurde auch Gastgeber Klaus Stiefermann nicht müde, die europäische Komponente der Problematik zu betonen. In Brüs-sel beschäftigt man sich bereits mit dem Thema und blickt dabei vor allem auf Deutschland, hat man hier doch eine der etablier-testen Insolvenzeinrichtungen für Pensionssysteme überhaupt. Sollte man also nicht eines Tages von Brüssel mit einem fremden System konfrontiert werden wollen, gilt es, die Vorbildfunktion des PSV zu erhalten. Übrigens: Dass vor allem im Zusammen-wirken mit Solvency II die regulierten Pensionskassen sich in Sachen Insolvenzsicherung werden bewegen müssen, daran scheint in der Szene kaum noch jemand zu zweifeln.

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— Sitz des IASB in der Londoner Cannon Street
IAS 19-Reform: der Zeitplan steht

Schwankungen bei Pensionsverpflichtungen und Plan Assets könnten in Zukunft unmittelbar über die Gewinn- und Verlustrechnung auf die Ergebnisse der Konzerne durchschlagen. Dies wäre die Folge der geplanten Abschaffung der beiden derzeitigen Puffermechanismen, der Korridor- und der Sorie-Methode. Nun steht schon mal der zeitliche Auftakt fest: Mit einem Exposure Draft des zuständigen International Accounting Standard Boards unter Chairman Sir David Tweedie ist nun im ersten Quartal 2010 zu rechnen.

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Spaltung macht Ärger

Da wird sich noch so mancher Geschäftsführer an die Unwirksamkeit seines Ehevertrages infolge auslegender Rechtsprechung erinnert fühlen: Trotz explizit anderslautender Versorgungsordnung darf bei gespaltener Rentenformel die außerordentliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rente (BBG) von 2003 nicht berücksichtigt werden. Laut Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom April, dessen Begründung nun vorliegt, haben Unternehmen diese Vertragslücke zu schließen. „Erstens müssen die Arbeitgeber bei wortgetreuer Anwendung der BAG-Entscheidung nun permanent eine Schatten-BBG mitführen. Zweitens kann man nicht definitiv wissen, wie sich die umgekehrt anzurechnende höhere gesetzliche Rente entwickeln wird“, erläutert Dr. Michal Karst, Principal und Chefsyndikus bei Rauser Towers Perrin, gegenüber dpn die Problematik. Fragen bleiben also offen, sicher ist, dass der Verwaltungsaufwand explodiert. PBA



— 3. Senat während der Verhandlung Foto: BAG, Just
bAV: Entzerrte Zillmerung zulässig?

Das Bundesarbeitsgericht hat am 15. September 2009 die Revision gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln vom August 2008 zur Rechtmäßigkeit der Zillmerung in der betrieblichen Altersversorgung zurückgewiesen. Ob damit Rechtssicherheit erreicht ist, dürfte offen sein. Das LAG Köln hatte das Urteil des AG Siegburg vom Februar 2008 bestätigt, wonach gezillmerte Tarife das Wertgleichheitsgebot nicht verletzen. Der klagende Arbeitnehmer hatte von 2004 bis 2007 rund 7.000 Euro in eine Direktversicherung eingezahlt, Deckungskapital bei Ausscheiden rund 4.700 Euro. Gemäß Paragraf 1 Betriebsrentengesetz hielt er die Entgeltumwandlungsvereinbarung für unwirksam und sah den Vergütungsanspruch auferstanden. Dem widersprach das BAG, da eine unstatthafte Zillmerung den Arbeitgeber nur zur Aufstockung der Versorgung verpflichten könne, wie es angesichts der Förderung der bAV dem Willen des Gesetzgebers entspräche. Da der Arbeitnehmer nur auf Unwirksamkeit geklagt hatte, konnte das BAG die Revision abweisen, ohne tief in die Wertgleichheit einsteigen zu müssen. So sprachen Vorsitzender Dr. Gerhard Reinecke, Berichterstatter Johann Kremhelmer und Beisitzer Dr. Bertram Zwanziger während des Verfahrens auch nur von Anhaltspunkten für Wertgleichheit durch vollgezillmerte Tarife. Ins Spiel brachten sie jedoch eine mögliche unangemessene Benachteiligung in AGBs gemäß Paragraf 307 BGB. Als Maßstab wiederholte Reinecke seine mehrfach öffentlich geäußerte Auffassung, dass er sich in Anlehnung an Alterszertifizierungsgesetz und Versicherungsvertragsgesetz eine Verteilung der Abschlusskosten auf fünf Jahre auch in der bAV vorstellen könne.

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Neuordnung der Aufsicht: Mit Lust zur Eiopa?
— Dr. Thomas Steffen

Die Konvergenz der Versicherungsaufsicht in Europa, dann Solvency II, schließlich die Finanzkrise und nun die Lehren daraus: Zu tun hatte er genug als Chairman des Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (Ceiops). Das Komitee ist heute eine feste und gefragte Größe in der europäischen Finanzpolitik, und wenn seine Amtszeit nun nach zweieinhalb Jahren ausläuft, kann Dr. Thomas Steffen, im Hauptberuf Erster Direktor der Versicherungsaufsicht bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), sicher zufrieden zurückblicken – falls ihm dazu Zeit bleibt. Denn in Deutschland wie in Europa geht es Schlag auf Schlag weiter.

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KLAUS HEUBECK
— Klaus Heubeck

Die Internationalisierung der deutschen Pensionsberater geht weiter: Die Heubeck AG aus Köln ist jüngst eine Kooperation mit der US-amerikanischen Buck Consultants eingegangen. Damit stellt sich das letzte unabhängige der großen deutschen Häuser noch internationaler auf, und beide Partner können für die Gobal Player unter ihren Klienten nun gegenseitig die weißen Flecken auf der Beratungs-Weltkarte schließen. Doch während sich die Wettbewerber Rauser, Heissmann, Höfer und Bode direkt oder sukzessive in amerikanische Hände begaben, bewahrt Professor Klaus Heubeck die weitgehende Unabhängigkeit seines Hauses. Wenig überraschend, wenn man ihn kennt. Der 64-jährige Kölner – qua Herkunft wie Lebensleistung Urgestein der deutschen Versicherungsmathematik – ist streng fokussiert auf aktuarielle Aufgaben, kennt keine Scheu, sich gegen den Mainstream zu stellen, und bietet bis heute anders als seine angloamerikanisch dominierten Wettbewerber keine HR-Dienstleistungen an. PBA



GERHARD REINECKE

Manche sagen, das Thema sei nun erledigt, doch auszuschließen ist es nicht, dass Dr. Gerhard Reinecke, Vorsitzender des 3. Senats am Bundesarbeitsgericht in Erfurt, sich während seines Berufslebens nochmal mit der Zulässigkeit der Zillmerung in der Entgeltumwandlung wird befassen müssen. Altverträge gibt es schließlich noch genug. Etwas knapp könnte die Zeit allerdings schon werden. Im Mai 1945 bei Oste-rode am Harz geboren, geht er turnusgemäß im Mai 2010 in den sicher wohlverdienten Ruhestand. Zuvor Richter am Landesarbeitsgericht Berlin wurde Reinecke 1991 an das BAG berufen, das damals noch in Kassel saß. 1999 wurde er schließlich Vorsitzender Richter des 3. Senats. Einen Hieb, der vielleicht noch Folgen haben wird, hat er der bAV mit seinem Urteil vom April 2009 versetzt, wonach bei gespaltener Rentenformel die außerordentliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze 2003 nicht berücksichtigt werden darf. Der Verwaltungsaufwand für Unternehmen dürfte enorm sein. PBA



BRIGITTE ZYPRIES
— Brigitte Zypries

Der bAV hinterlässt sie einen neuen Versorgungsausgleich, über dessen Bürokratiemonstereigenschaften in der Branche nur noch der Kopf geschüttelt wird. Mit ihren furchteinflößenden Vorstellungen vom Europäischen Haftbefehl scheiterte Ex-Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) in Karlsruhe dagegen ebenso wie mit ihrem skurrilen Vorstoß, Vaterschaftstests faktisch unmöglich zu machen. Der bürgerliche Menschenverstand kann Erleichterung über ihren Abgang eigentlich kaum verhehlen; bleibt nur noch zu hoffen, dass sie nun nicht selbst nach Karlsruhe entsorgt wird. Die Augen reibt sich der Chronist jedoch über die Auferstehung ihrer zumindest bundespolitisch längst tot geglaubten Nachfolgerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), ein Fossil aus der Helmut Kohl-Ära, das sich unwidersprochen im Fernsehinterview schon mal als „Bürgerrechtlerin“ ansprechen lässt und der Zypries nicht nur physiognomisch gleicht, sondern auch qua Weltanschauung glatt derselben Partei angehören könnte. PBA



Die bAV nach Erfurt: Alles wird höher

Die Zulässigkeit hoher Kosten trifft eine betriebliche Alters-versorgung, deren Attraktivität sich ohnehin einzutrüben droht

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Redezeit: Peter Schwark

Dr. Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungs-wirtschaft, spricht mit Pascal Bazzazi über die bAV, sieht Vorteile für die Versicherer nach der Finanzkrise und schlägt eine Lösung in der Diskussion um Solvency II vor.

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Asset Pooling gewinnt an Anziehungskraft

Asset Pooling erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit, da es für multinationale Unternehmen die Möglichkeit bietet, von einer administrativen Zusammenfassung der Vermögenswerte ihrer weltweiten Pensionseinrichtungen zu profitieren. Dank branchenweiter Innovationen haben sowohl die Trägerunternehmen der Pensionsseinrichtungen als auch deren Vermögensverwalter die Möglichkeit, auf Pooling-Lösungen zurückzugreifen, die ihre zunehmend komplexen Bedürfnisse erfüllen. Entscheidend dabei ist, so Jörg Ambrosius, Senior Vice President von State Street, dass klare Vorgaben bezüglich der Anforderungen zur Erzielung einer gelungenen Lösung vorliegen.

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Bayerische bAV: Mit Kindern auf dem Rücksitz
— Wolfgang Degel

Risiken für das Unternehmen minimieren, trotzdem attraktive Vorsorge bieten – BMW probt den Spagat, schreibt Pascal Bazzazi

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Loud & clear

Hat die Branche nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes zur Zillmerung in der betrieblichen Altersversorgung Rechtssicherheit, und hat die Zillmerung eine Zukunft?

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— Appellierte an die Politik, einen globalen „New Deal“ abzuschließen: Ernst Ulrich von Weizsäcker
Nachhaltigkeit im Spannungsfeld

Von Mainstream und Machbarkeit, Mehrwert und Marketing: dpn-Autoren verfolgten das FT-Symposium Nachhaltigkeit

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„Der nächste Kondratieff-Zyklus muss grün sein“
— Dr. Eckhard Bergmann

Die Ressourcenproduktivität muss steigen,und damit die Energiepreise. Das ist der richtigeWeg,sagt Ernst Ulrich vonWeizsäcker. Dr. Eckhard Bergmann hat zugehört

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— Das nationale Panel (von links): Maik Rodewald (Financial Times Ltd.), Dieter Lehmann (Volks­­wagenstiftung),Rainer Jakubowski (BVV), Heribert Karch (Metallrente), Michael Dittrich (Deutsche Bundesstiftung Umwelt)
Stimmen & Impressionen

„Das Symposium war ein voller Erfolg. Exzellente Referenten, interessierte Teilnehmer, gute Gespräche. Ich habe viele wertvolle Impulse erhalten.“

Jan Eiben
Lehrstuhl für Familienunternehmen (Intes Stiftungslehrstuhl),
WHU – Otto Beisheim School of Management

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Den Wettbewerbs vorteil nutzen
— Sabine Döbeli Leiterin Nachhaltigkeit, Vontobel-Gruppe

Eine nachhaltige Geschäftsausrichtung zahlt sich aus, schreibt Sabine Döbeli

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Marktrendite = Anlegerrendite? Denkste...

Seit Jahrzehnten streitet sich die Ökonomenzunft über die Höhe des sogenannten „Equity Premiums“, des langfristigen Renditedeltas zwischen Aktien und kurzfristigen, risikolosen Staatsanleihen. Weil der aus historischen Daten abgeleitete Wert von 5 bis 6 Prozent per annum für das Equity Premium (EP) sich mit den mikroökonomischen „Nutzenfunktionen“ der Fachleute nicht in Übereinstimmung bringen lässt (der historische EP-Wert mutet zu hoch an), spricht man vom „Equity Premium Puzzle“. Mehr . . . 


Von der Affäre zur Ehefrau
— Luis Viceira

Zurück zu den Wurzeln bewegt sich derzeit so vieles im Finanzsektor. Geht es nach Harvard-Professor Luis Viceira, gilt das auch für die Vermögensanlage: Mit Alpha, ihrer heißen, zügellosen Affäre, werden Anleger wieder vorsichtiger umgehen. Beta wird wieder wichtiger. Und künftig denkt man in Basisrisiken statt in Asset-Klassen.

Fragen: Maik Rodewald

Antworten: Professor Luis Viceira, George E. Bates Professor an der Harvard Business School, USA Mehr . . . 


Private Equity bekommt strategische Dimension

Die Pensionskasse für die Deutsche Wirtschaft (PKDW) hat Private Equity als strategische Anlageklasse ins Portfolio aufgenommen und zehn Millionen Euro (ein Prozent des Gesamtanlagevolumens in Höhe von einer Milliarde Euro) in einen Dachfonds investiert. „Private Equity hat wie Aktien und Anleihen anders als etwa Hedgefonds und Rohstoffe einen systematischen wirtschaftlichen Bezug zu unserer Passivseite und ist deshalb für uns langfristig interessant“, sagt Bernd Walgenbach, Vorstandsvorsitzender der überbetrieblichen Duisburger Pensionskasse, die gerade erst die Marke von 60.000 Mitgliedern überschritten hat (bei etwa 500 Mitgliedsunternehmen). Mittelfristig soll die Private-Equity-Quote auf bis zu vier Prozent steigen – der recht geringe Anteil in Höhe von einem Prozent ist noch der Taktik geschuldet. Mehr . . . 


EnBW: Neue Asset-Klasse mit neuer ALM-Studie

Auch EnBW Energie überprüft aktuell seine strategische Asset Allocation – und wird voraussichtlich erstmals in Private Equity investieren. „Wir wollen noch mehr Rechtsschiefe in unsere Renditeverteilung und ziehen dafür Risikobudgets zu Lasten von Public Equity ab“, sagte Ingo Peter Voigt, Generalbevollmächtigter und Leiter Konzernfinanzen. Als strategische Zielquote sind maximal fünf Prozent vorgesehen, angefangen wird mit deutlich weniger; direkte Einzelengagements strebt Voigt nicht an, eher Dachfonds-Lösungen. Mehr . . . 


Neuer Referentenentwurf bringt CTAs steuerliche Klarheit

Das Bundesfinanzministerium hat den Referentenentwurf eines Jahressteuergesetzes 2007 vorgelegt, aus dem sich eine wichtige Klarstellung im Hinblick auf die lohnsteuerliche Behandlung von Contractual Trust Arrangements (CTAs) ergibt. In Paragraf 3 Nr. 65 c) des Einkommensteuergesetzes soll künftig geregelt werden, dass der Erwerb von Ansprüchen durch den Arbeitnehmer gegenüber einem Dritten – also zum Beispiel einem CTA-Treuhänder – im Falle der Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder in vergleichbaren Fällen steuerfrei ist, soweit der Dritte neben dem Arbeitgeber für die Erfüllung von Ansprüchen auf Grund bestehender Versorgungsverpflichtungen oder Versorgungsanwartschaften gegenüber dem Arbeitnehmer und dessen Hinterbliebenen einsteht. Diese Regelung soll ausdrücklich auch für die Insolvenzsicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeit oder einem Arbeitszeitkonto gelten. Die Steuerfreiheit soll nicht nur für neue Fälle gelten, sondern auch alle noch offenen Fälle erfassen. Der Gesetzesentwurf soll am 23. September vom Kabinett beschlossen werden. Mehr . . . 


Etwas geringer, aber weiter stabil

Der Ausfinanzierungsgrad von „typischen“ Pensionsplänen deutscher Unternehmen ist im zweiten Quartal dieses Jahres erstmals seit einem Jahr wieder gesunken, wenngleich nur um weniger als ein halbes Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die erstmals veröffentlichte Analyse „German Capital Market Update“ des Beratungsunternehmens Rauser Towers Perrin, die hierfür de Entwicklung von Pensionsplänen von in Deutschland aktiven Unternehmen hinsichtlich Ausfinanzierung, Entwicklungen auf der Verpflichtungsseite sowie im Hinblick auf die Erträge aus für Pensionsverpflichtungen reservierten Kapitalanlagen untersucht hat. Mehr . . . 


Europäische Immobilien-Investmentgesellschaft baut Präsenz in Deutschland auf

Cordea Savills, eine seit dem Jahr 2003 auf dem Markt agierende Immobilien-Investmentgesellschaft, will verstärkt deutsche Institutionelle für sich gewinnen (vergleiche Personalien: Thomas Gütle als Head of Germany und Berith Kübler als Head of German Portfolio Management ernannt). Cordea Savills hat nach eigenen Angaben weit reichende Erfahrung im internationalen Immobilien-Fondsmanagement und legte bereits in ausgewählten europäischen Märkten auf die jeweiligen landesspezifischen Anlegerbedürfnisse abgestimmte Fonds auf. In Deutschland wird Cordea Savills vor allem paneuropäische Core-Fonds für institutionelle Investoren anbieten. Mehr . . . 


Es bleibt dabei: Die Vergangenheit taugt nicht zur Prognose

Investoren müssen zahlreiche Entscheidungen treffen. Auch auf welche Asset Manager sie setzen. Da bietet es sich an – so könnte man zwangsläufig meinen – sich für jene Asset Manager zu entscheiden, die in der Vergangenheit objektive und nachvollziehbare Erfolge generiert haben. Doch so einfach ist es nicht. Das auf jeden Fall geht aus der bisher unveröffentlichten Studie „Persistence of Manager Performance” von Mercer Investment Consulting hervor. Mehr . . . 


Personalien

Beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in Berlin sind Veränderungen angesagt. Grund hierfür: Der langjährige Leiter Kapitalanlagen, Dr. Ulrich Krüger (46), wird den Verband zum Jahresende verlassen, wie der GDV dpn auf Nachfrage bestätigte. Krüger will sich dem Vernehmen nach neuen Herausforderungen stellen. Zu seinen konkreten Plänen – die derzeit bereits feststehen – wollte sich Dr. Krüger jedoch aktuell noch nicht äußern.
ML/MRO

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Kommentar – Dr. Jörn Wasmund

Die effiziente Anlage vorhandener Mittel stellt heute viele institutionelle Investoren vor große Herausforderungen. Einerseits drängen Eigentümer und Kunden auf eine attraktive Rendite und eine breite Diversifikation. Andererseits erschweren regulatorische Vorgaben eine Direktanlage in alternative, mit traditionellen Anlagen unkorrelierte Assets wie etwa Loans. Die Anlage in höherrentierliche Aktiva ist aufgrund des höheren Risikos, der höheren Volatilität sowie regulatorischer Vorgaben ebenfalls nur begrenzt möglich. Mehr . . . 


Gerling in neuer Gemeinschaft

Im Mai fand die Suche des traditionsreichen Versicherers Gerling nach einer neuen Heimat endgültig ihren Abschluss: Die Gerling Beteiligungs-GmbH und ihre operativen Tochtergesellschaften wurden nach der Übernahme durch die Talanx-Gruppe nun auch in die Konzernstruktur der Muttergesellschaft integriert. Gleichzeitig fand bei Talanx ein Strukturumbau statt. Mehr . . . 


Düsseldorfer Vodafone startet DC-Plan

Die deutsche Vodafone-Gruppe ist am 1. Juni mit einem „soweit dies nach deutschem Recht möglich ist, reinen“ Defined-Contribution-Plan für ihre Mitarbeiter an den Start gegangen. Als Begründung hierfür nennt Horst Weismüller, für Altersversorgung zuständig in der Abteilung Tax, dass Vodafone den ganzen Ertrag, der für die Altersvorsorge der Mitarbeiter erwirtschaft wird, denselben auch zukommen lassen will. Hiervon wolle man nicht partizipieren, aber auch die Risiken dafür nicht übernehmen. Vodafone garantiere aber den nominalen Wert der Beiträge. „Wir wollen uns auf unsere unternehmerischen Aufgaben konzentrieren. Die Altersvorsorge für unsere Mitarbeiter ist jedoch nicht unsere unternehmerische Aufgabe. Deswegen ist ein Defined-Benefit-Plan, bei dem das Unternehmen dem Mitarbeiter ein Versprechen abgibt – ein Versprechen, welches von mehreren unsicheren Variablen abhängt – für Vodafone eben nicht der richtige Weg“, erklärt Weismüller dpn. Mehr . . . 


Studie Alternative Investments: Kaum Platz für Euphorie

Versicherer, Banken und Sparkassen – gerade diese Investoren haben 2005 tatsächlich in Alternative Investments angelegt; insgesamt dürften hierzulande rund zehn Prozent der Institutionellen bereits investiert sein. Das ist ein Ergebnis der Studie „Alternative Investments 2006: Konsolidierung – Reife – Realismus?“ von Frontiers Management Consulting und Mercer Investment Consulting (mherzog@frontiers-management-consulting.de) und (Herwig.Kinzler@mercer.com), deren Ergebnisse exklusiv in der Juli/August-Ausgabe von dpn vorgestellt werden. Die Studie basiert auf den Antworten von 80 institutionellen Investoren, spiegelbildlich wurden auch Anbieter befragt. Mehr . . . 


Die Lufthansa lebt vorerst besser mit Kapitalgarantien

Im Februar dieses Jahres hat die Lufthansa AG die Neustrukturierung der strategischen Liquiditätsreserven abgeschlossen und insgesamt 1,15 Milliarden Euro auf sieben Asset Manager verteilt. Immerhin knapp die Hälfte dieses Betrags, genau 500 Millionen Euro, entfällt auf kapitalgarantierte Schuldscheine, denen auch Hedgefondsstrategien zugrunde liegen – laut Walter Schmidt-Cording, Leiter Risiko-und Liquiditätsmanagement, ein „Novum“ für die Lufthanseaten. Darüber hinaus dotierte Lufthansa jeweils 250 Millionen Euro in Rentenfonds mit bis zu zwei beziehungsweise mit bis zu fünf Jahren Laufzeit; der Rest entfällt auf Geldmarktfonds. Als strategische Liquidität gilt bei der Lufthansa ein Betrag in Höhe von zwei Milliarden Euro, alle Beträge darüber hinaus zählen zur operativen Liquidität, die in kurzfristig verfügbaren Tages- und Termingeldern und in mindestens mit „BBB“-geratete kurzlaufende Wertpapiere angelegt ist.

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Wird 2007 das Jahr für Europas Abwicklungsstandards?

Die Fondsindustrie ist zwar inzwischen eine große Industrie in Europa geworden, aber es fehlt auf wichtigen Feldern an einheitlichen Standards, insbesondere einheitlichen Abwicklungsstandards. Das ist so ähnlich, als wenn es in der Elektroindustrie keine Industrienormen für Steckdosen oder Birnenfassungen gäbe. Für die Nutzer bedeutet das: Der Weg zur Open oder Guided Architecture ist komplex und teuerer als nötig. Deshalb hat sich die EFAMA (European Fund and Asset Management Association) die Vereinheitlichung der Abwicklungsstandards in Europa auf die Fahnen geschrieben. Mehr . . . 


Kommunikation als neue alpha-Quelle

Auch der Consultant-Markt für institutionelles Asset Management wird reifer, und so ist es nur konsequent, dass neue Berater von der üblichen Dienstleistungspalette – wie Asset-Liability-Management, Asset-Klassen-Planung, Manager-Selektion und manchmal auch Anlageempfehlungen – die Finger lassen, und sich stattdessen mit komplementären Leistungen, häufig solche, die bei den bisherigen Consultants nebenher mitgemacht werden, einen Namen machen wollen. Mehr . . . 


Fangemeinde des Style Investings wächst

Das so genannte Style Investing bei Aktien, also die bewusste Diversifikation zwischen Investment-Stilen wie beispielsweise Value und Growth, ist ein Diversifizierungsschritt, den die meisten deutschen Institutionellen noch nicht gegangen sind. Indes: Dass sich auf diesem Feld aber etwas bewegt, zeigt die Nettomittelentwicklung bei einem der Vorzeigehäuser in Sachen bewusster Trennung von Value und Growth, AllianceBernstein, das zwei nach Portfoliomanagement, Research und Administration komplett voneinander getrennte Aktienplattformen – Alliance für Growth, Bernstein für Value – unter einem Dach vereint: Laut Martin vom Hagen, ehemals bei Axa Investment Managers und nun Leiter des deutschsprachigen institutionellen Geschäfts von AllianceBernstein in München sind die Zuflüsse 2005 durch Aufstockungen und neue Mandate um über 40 Prozent gestiegen. Die Hälfte der derzeit 20 institutionellen Mandate aus dem deutschsprachigen Raum entfällt auf deutsche Investoren. Der größte Kunde hat 500 Millionen Euro an AllianceBernstein vergeben, aufgeteilt auf ein europäisches und ein US-Aktienmandat. Mehr . . . 


Neue Erkenntnisse für die Alpha-Suche

Im Mittel erzielen die Investoren mit Large-Cap-Mandaten kein positives Alpha; viele schneiden sogar deutlich im Minus ab. Diese inzwischen weit verbreitete Vermutung belegt eine kürzliche Auswertung von alpha portfolio advisors, die auf 369 Composites aus der Alpha-Datenbank mit Anlageschwerpunkt in Europa, USA, Japan und Global basiert und einen Zeitraum von drei Jahren (2002 – 2004) abbildet (vergleiche auch dpn Ausgabe 24, März/April 2006, Seite 62-64). Der Large-Cap-Bereich ist so gesehen für die Investoren nicht mehr als ein Nullsummenspiel. Positive Alphas – auch das ist nicht neu – werden im Mittel dagegen nur für aktive Mandate im Mid- und Small-Cap-Bereich beobachtet, mit etwa 84 Basispunkten besseren Renditen als bei der Gesamtheit der Mandate. Mehr . . . 


Watson Wyatt: „Globale Diversifikation reicht nicht mehr“

Wenn Watson Wyatt mit seiner Vorausschau auf die nächsten zehn Jahre Recht hat, werden viele Investoren ihre strategische Asset Allocation neu schreiben müssen. In seinem neuen „Global Investment Review 2006“ identifiziert der Consultant einige makroökonomische Schlüsselfaktoren, deren Risikogehalt sich derzeit noch nicht vollständig in den Kursen an den globalen Aktienmärkten widerspiegele: Demografie, Umweltveränderungen, „Chindia“ (China und Indien in der Weltwirtschaft), Energie, staatliche Wirtschaftspolitik, Geopolitik und die Veränderung der öffentlichen Stimmungslage. Mehr . . . 


Personalien

Die 35 Milliarden Euro schwere Bayerische Versorgungskammer bewegt sich – angespornt von den positiven Erfahrungen seit dem ersten Hedgefonds-Investment vor einem Jahr – immer stärker hin zu Absolute-Return-Mandaten und Alternative Investments. Entsprechend wächst das Team Alternative Investments unter der Leitung von Anselm Wagner weiter: Neben Dajana Brotmann ist seit Anfang Mai auch Constantin Echter dazu gestoßen; Echter promoviert derzeit nebenher über das Thema Hedgefonds am Lehrstuhl für Finanz- und Bankwirtschaft der Uni Augsburg bei Professor Manfred Steiner. Derzeit betreut das Team die Themen Dachhedgefonds und Commodities sowie künftig auch Währungsmanagement, Emerging Market Debt und High Yield. Für den baldigen Ausbau der Hedgefonds-Quote sind bereits die Kandidaten identifiziert, darunter drei Dachhedgefonds-Manager und zwei Währungsmanager. Mehr . . . 


Zweiklassengesellschaft bildet sich in Europa auch beim Thema LDI

„Liability Driven”, nach dieser Facon investieren unter Europas Pensionseinrichtungen bereits oder bald vor allem Holländer, Dänen und Schweden und auch die Briten. Bei knapp der Hälfte der europäischen Einrichtungen ist LDI (= Liability Driven Investing) ein mehr oder weniger starker Bestandteil der Kapitalanlagestrategie: Jede fünfte Einrichtung orientiert seine Anlagestrategie jetzt schon an ihren Verbindlichkeiten, weitere sieben Prozent führen gerade eine LDI-Strategie ein und ein weiteres Fünftel zieht es in Betracht. Mehr . . . 


Kommentar – Michael Montag

Nach der monatelangen Talfahrt der Anleihekurse schmelzen nun auch die Gewinne an den Aktienmärkten dahin und lassen so manchen institutionellen Anleger schon erste bange Blicke auf das zu erwartende Jahresergebnis werfen. Besonders hohe Verluste weisen die Börsen der Schwellenländer auf. Hier wurden die Anleger über Jahre hinweg mit zweistelligen Renditen verwöhnt und mancher Anbieter machte seinen Kunden glauben, dass Ertrag und Risiko negativ miteinander korrelieren. Gegenüber den Anfang bis Mitte Mai erreichten Höchstständen, haben die meisten Schwellenländerfonds fast 20 Prozent verloren, angeführt von Fonds, welche sich auf die so genannten BRIC-Länder, also Brasilien, Russland, Indien und China, fokussieren. Mehr . . . 


aba-Jahrestagung

Deutschlands Betriebsrente hat Münteferings Segen Mehr . . . 


Dr. Boy-Jürgen Andresen wird 60
— Dr. Boy-Jürgen Andresen

Für Dr. Boy-Jürgen Andresen ist 2006 ein ganz besonderes Jahr. Erstens, weil das Schwergewicht der deutschen betrieblichen Altersversorgung schlechthin seit mittlerweile zehn Jahren als Gesellschafter-Geschäftsführer an der Spitze der Dr. Dr. Heissmann GmbH steht und aus dem Unternehmen einen der erfolgreichsten – manche sagen den erfolgreichsten – Berater für Versorgung und Vergütung der Republik gemacht hat. Zweitens vollendet der manchmal streitlustige aber immer besonnene und erfrischend schlagfertige Andresen heute, das heißt am 12. April 2006, seinen 60. Geburtstag. Mehr . . . 


Fidelity bereitet Zeitkontnmodell vor

Nach Informationen von dpn wird Fidelity Investments voraussichtlich im Spätsommer in Deutschland mit einem Zeitkontenmodell an den Markt gehen. Damit hat Dr. Klaus Mössle, der Mitte 2004 von der Deutschen Asset Management zu Fidelity kam und das institutionelle Geschäft voranbringen sollte, ein weiteres Projekt angeschoben. Mössle hatte bereits kurz nach seinem Antritt bei Fidelity in Kronberg erklärt, dass man den Kunden vor allem in der betrieblichen Altersversorgung deutlich mehr als bisher bieten wolle. Mit dem Zeitkontenmodell liefert er nun ein größeres Projekt im Segment bAV. Mehr . . . 


Axa Investment Managers machen Alpha portabel

Erst wenige Investoren wie etwa die Nordrheinische Ärzteversorgung setzen es bereits ein (vergleiche dpn, März/April-Ausgabe), allzu viele Anbieter gibt es ebenfalls nicht – und viele Consultants betrachten es eher als intellektuelle Übung denn als Marktchance: Portable Alpha. Das intuitive Konzept der Trennung von Alpha und Beta mit dem Ziel, sich Alpha ins Portfolio zu holen, das ansonsten mit den im Portfolio enthaltenen Asset-Klassen gar nicht zu holen wäre, bleibt zumindest in der Breite noch in den Schubladen. Eine Ausnahme: Axa Investment Managers. Deren Produktdesigner in Paris tüfteln schon seit längerem daran, wie man die Alpha-Quellen im Konzern (darunter gerade auch die stabile Überrendite vieler Axa Rosenberg-Produkte) zusammenführt. Das baldige Ergebnis: Mindestens ein Portable-Alpha-Fonds, der Mitte 2006 als Ucits3-konformer Fonds endlich aufgelegt wird, wie Axa auf Nachfrage von dpn bestätigte. Die Alphaquellen sollen 14tägig anhand eines quantitativen Allokationsmodells neu gewichtet werden. Der Transport des Alphas auf eine gängige Renten-Benchmark erfolgt via eines Total Return Swaps. In einer anderen Variante soll der Investor das Alpha über dem Dreimonats-Euribor erhalten – Axa IM peilen 300 Basispunkte an. Als Mandatsvarianten könnten die Ansätze ebenfalls angeboten werden.
MRO



VBL: Viel Positives aus Karlsruhe

Bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) hellen sich die Mienen immer deutlicher auf: Denn erstens hat die größte Einrichtung der Zusatzversorgung für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Jahr 2005 erstmals seit mehreren Jahren wieder mehr öffentliche Arbeitgeber gewonnen als verloren: Die Zahl der beteiligten Arbeitgeber stieg 2005 um 0,6 Prozent, nach einem Minus von 0,1 Prozent im Jahr 2004. Vorstandsmitglied Richard Peters äußerte sich im Gespräch mit dpn zuversichtlich, dass keine weiteren Austrittswellen mehr zu befürchten sind und die Zahl der Kündigungen weiter abnimmt - 2005 kehrten noch zehn beteiligte öffentliche Arbeitgeber der VBL den Rücken, nach 48, 36 und 27 Beteiligten in den Jahren seit 2002. Zweitens werden die guten Ergebnisse der 2002 eingeleiteten Spezialisierung der Kapitalanlagestruktur – mehr spezialisierte und mehr ausländische Asset Manager, High-Alpha-Mandate mit hohen Tracking-Error-Vorgaben – auch im Vergleich zu den größten Pensionskassen immer augenscheinlicher: Nach der Bafin-Berechnungsmethode für die laufende Durchschnittsverzinsung betrug die Rendite des gesamten Anlagevermögens der VBL (elf Milliarden Euro) in den Jahren 2004 und 2003 5,34 und 6,68 Prozent – über dem Schnitt der zehn größten Pensionskassen (5,23 und 5,16 Prozent). Und 2005 soll wieder ein guter Jahrgang gewesen sein. Mehr . . . 


Union Investment feiert mit Rohstoffderivatefonds Premiere

VAG-Investoren sollten jetzt besser nicht weiterlesen: Intelligent in Rohstoffe investieren heißt, deren um den Wert Null oszillierende Korrelation mit Aktien und Renten auszunutzen. Will man das Risiko physischer Lieferungen ausschließen – die berühmten Schweinebäuche vor der Haustür – muss man deshalb Rohstoff-Derivate einsetzen. Da aber auch das für VAG-Investoren ohne Sondergenehmigung der Bafin nicht erlaubt ist, weil Commodities laut Investmentgesetz nicht in der Positivliste als Finanzinstrumente gelistet sind, müssen Versicherer, Pensionskassen und Versorgungswerke auf die Überarbeitung des Investmentgesetzes hoffen - nach aktuellem Stand soll das überarbeitete Gesetz Anfang 2007 in Kraft treten. Mehr . . . 


VW Pension Trust e.V. untersucht den Einsatz neuer Asset-Klassen

Auch was sich bewährt hat, ist vor Veränderungen nicht gefeit. Zum Beispiel die neue Kapitalanlagestruktur, die sich der VW Pension Trust e.V. Mitte Mai vergangenen Jahres gegeben hat: statt drei Mischfonds nun sieben spezialisierte Aktien- und Rentenmandate plus einen Overlay-Manager (HSBC Trinkaus). Über beide Töpfe hinweg – unter dem Trust hängen der mittlerweile 1,1 Milliarden Euro schwere Pensionsfonds (Mindestrenditeziel vier Prozent, Anlagehorizont 15 bis 20 Jahre) und der 800 Millionen Euro schwere Zeit-Wertfonds (unter vier Prozent; 10 Jahre) – betrug die Rendite 2005 über zwölf Prozent, deutlich über den Anfangserwartungen von Albrecht Möhle (mehr zu den Erfahrungen des VW Pensions Trusts nach einem Jahr mit der neuen Anlagestruktur folgt in der Mai-Ausgabe von dpn). Dennoch: Das Universum hat mehr zu bieten als Bonds und Aktien, und deshalb plant das Vorstandsmitglied des VW Pension Trusts und Bereichsleiter für Geld- und Kapitalmarktaktivitäten im Konzern-Treasury, neue Asset-Klassen zu prüfen und wenn möglich auch zu integrieren. Infrage kommen beispielsweise Private Equity, Hedgefonds, Immobilien und ein Emerging-Market-Exposure, aber auch weitere Bond-Klassen wie Wandelanleihen und Subordinated Debt sollen geprüft werden. Mehr . . . 


Pan European Pensions Plans standhaft auf dem Vormarsch

International aufgestellte Unternehmen wollen langsam aber stetig ihre Pensionsverpflichtungen und die dazugehörenden Assets im Hinblick auf Kosten, Risiken und personalpolitische Ziele auf internationaler Ebene steuern (vergleiche dazu auch den Bericht über den VW Pension Trust e.V. oben). Das geht aus einer aktuellen Studie von Rauser Towers Perrin hervor, die dazu 71 international agierende Unternehmen, darunter 13 Vertreter aus dem Dax, befragt haben. „Die Unternehmen sehen auf dem Gebiet der paneuropäischen Pensionspläne Handlungsbedarf. Gleichwohl werden und müssen die Ergebnisse des Handelns nicht mit dem übereinstimmen, was der Regelungsgeber idealtypisch vorgesehen hat“, fasst Dr. Reiner Schwinger, Co-Autor der Studie und Vorstand bei Rauser Towers Perrin im schwäbischen Reutlingen, die wichtigsten Resultate zusammen. Mehr . . . 


MAN-CTA startet mit 500 Millionen Euro

MAN hat sein neu gegründetes Contractual Trust Arrangement (CTA), welches nach dem Modell des MAN Pension Trust e.V. errichtet wurde, zum Start mit Finanzmitteln in Höhe von 500 Millionen Euro dotiert. Die Dotierung mindert entsprechend die Pensionsrückstellungen, die danach zum Jahresende noch 1,185 Milliarden Euro gegenüber 1,716 Milliarden Euro per Ende 2004 betrugen. Dieser Umschichtungsprozess soll fortgesetzt werden bis zur vollständigen Abdeckung der inländischen Pensionsansprüche durch das CTA. Der Trust soll dabei die Funktion eines Treuhänders gegenüber den versorgungsberechtigten Mitarbeitern sowie Rentnern übernehmen. Mehr . . . 


Bei der Aktien-Boutique Comgest brummt es in Europa

Der Pensionsplan von Honda in Großbritannien, der Pensionsfonds von Heineken in Holland, Rolex in der Schweiz, der Fonds des französischen Senats („Sénat“) und das Bankhaus Spängler in Österreich: Sie alle zieren die Referenzliste einer französischen Aktien-Boutique namens Comgest – bekannt vor allem für ihre sehr konzentrierten Portfolios bei vergleichsweise langer Haltedauer (Turnover p.a.: im Schnitt 10 bis 15 Prozent) sowie ihren mittlerweile knapp 1,3 Milliarden Euro schweren Sicav Magellan, einen Emerging-Market-Fonds. Hierzulande ist die 1986 gegründete Boutique, an der alle 45 Mitarbeiter, darunter 18 Portfoliomanager und drei Analysten, Anteile halten, nicht sehr bekannt. Und das, obwohl Comgest fast ausschließlich Geld für Institutionen verwaltet. Von den 6,5 Milliarden verwalteten Euro stammen gerade einmal 600 Millionen Euro von zehn deutschen Großanlegern, darunter auch einige Sparkassen. Am meisten Geld fließt derzeit in die Emerging-Markets-und Asien-Ansätze; bereits drei Viertel der Assets sind dort investiert. Mehr . . . 


Personalien

Im Mai 2001 hat er die Wiesbadener Commerz Grundbesitz-Spezialfondsgesellschaft (CGS) mitgegründet, knapp fünf Jahre später, seit Anfang April 2006, ist der 47jährige Roger Welz neues Geschäftsführungsmitglied der Meag Munich Ergo KAG, die zurzeit rund 16 Milliarden Euro verwaltet. Bei der CGS, derzeit mit sechs Spezialfonds (darunter vier, bald fünf Pool-Spezialfonds) auf dem Markt, war er für das Marketing und den Vertrieb, das Portfoliomanagement und das Finanz- und Rechnungswesen zuständig. Welz wird bei den Münchnern den Vertrieb von Immobilienprodukten an Institutionelle verantworten – zumindest in der KAG. Gesamtverantwortlich für Immobilien bleibt Dr. Knut Riesmeier von der KAG-Muttergesellschaft Meag Munich Asset Management GmbH.
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Kommentar – Winfried Hutmann

Fondsmanager sind für gewöhnlich rationale Menschen. Bevor sie in ein Unternehmen investieren, klopfen sie die harten Fakten ab. Treffen sie qualitative Aussagen, liest man unter der Überschrift „Investment Rationale“ oft Sätze wie diesen: „Das Unternehmen hat sich klar auf seine Kernkompetenzen fokussiert.“ Fragt man indes die gleichen Fondsmanager nach den Kernkompetenzen des eigenen Unternehmens, besteht die Antwort in der Regel aus einem erstaunten Blick. Mehr . . . 


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