dpn-Ausgaben » 2005 » Juni 2005 (Brief)
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Solvency II sollte auch für bAV-Einrichtungen gelten, so BaFin
Die geplanten risikoadjustierten Eigenkapitalanforderungen für Versicherungsunternehmen in der Europäischen Union (EU) sollten nach Meinung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auch für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) gelten. „Die BaFin befürwortet die Anwendung von Solvency II auch auf betriebliche Altersversorgungseinrichtungen,“ sagte Lutz Oehlenberg, Referatsleiter des Grundsatzreferats Versicherungsmathematik, Statistiken und Risikomanagement bei der BaFin, auf der 67.
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PSV will noch in 2005 auf vollständige Kapitaldeckung umsteigen
Die finanzielle Tragfähigkeit des Pensions-Sicherungs-Verein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSV), der Ansprüche aus der betrieblichen Altersversorgung gegen die Insolvenz des Arbeitgebers schützt, kann nur durch den Übergang zu einem vollständigen Kapitaldeckungsverfahren sichergestellt werden. Dies sagte Martin Hoppenrath, PSV-Vorstandsmitglied, auf der 67. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) Anfang Mai in Bonn. „Eine solide, zukunftsfähige Finanzierung des PSV kann nur über eine vollständige Kapitaldeckung gewährleistet werden,“ sagte er. Unverfallbare Anwartschaften und auch die laufenden Renten müssten im Jahr der Insolvenz des Unternehmens vollständig ausfinanziert werden.
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Ärzteversorgung meldet erste positive Erfahrung mit Overlays
Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt Versorgungswerke vor die Frage, wie sie zusätzliches Alpha erwirtschaften können, um ihre Verbindlichkeiten zu decken. Die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe setzt seit 2004 speziell hierfür konzipierte Overlay-Mandate ein. Carola von Schenk sprach mit Dr. Andreas Kretschmer, ihrem Geschäftsführer für den Bereich Kapitalanlage.
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Bertelsmann AG startet Treuhandverein für Pensionszusagen
Die Medien- und Verlagsgruppe Bertelsmann will ihre Pensionsverbindlichkeiten ausfinanzieren und plant, in den kommenden Wochen diesen Vorgang mit der Einrichtung einer Treuhandstruktur für Plan Assets zur Deckung von inländischen Pensionszusagen in die Wege zu leiten. Der Konzern erwirtschaftet rund 70% seines Umsatzes im Ausland. Mit dem Übergang zur Kapitaldeckung für Pensionsverpflichtungen will er die Finanzierung dieser Lasten sicherstellen und sein Asset-Liability-Management verbessern. „Wir möchten Vorsorge treffen für die Zukunft. Pensionszahlungen sollen nicht aus dem Cashflow sondern aus Plan Assets getätigt werden,“ sagte Verena Volpert, Bereichsleiterin Finanzen, in einem Vortrag auf der 67. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung letzten Monat in Bonn.
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J.P. Morgans Martina Reichl wechselt zur Bayern-Invest
Martina Reichl, Sprecherin der Geschäftsleitung der J.P. Morgan Fonds Services GmbH, wird am 1. September 2005 in die Geschäftsführung der Bayern-Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH in München wechseln und dieses Gremium verstärken. Sie wird für Operations zuständig sein und soll als „Galionsfigur“ für die Master-KAG-Dienstleistungen der Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank agieren, so Michael Bentlage, Sprecher der Geschäftsführung der Bayern-Invest, die bisher aus Bentlage und Hans-Peter Strubreiter besteht. Bei J.P. Morgan Fonds Services wird Joachim Treppner Reichls Nachfolger, so ein Sprecher des Unternehmens. Treppner ist bereits bei J.P. Morgan tätig.
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Investmententscheidungen bei Schroders unter neuer Leitung
Alan Brown, der ehemalige, langjährige Group Chief Investment Officer von State Street Global Advisors (SSgA), ist Schroder Investment Management als Head of Investments beigetreten. In dieser Position folgt er Richard Horlick nach, der das Unternehmen verlassen hat. SSgA hat auf eine regionale CIO-Struktur umgestellt (siehe dpn brief April 2005, S. 4).
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Personalien
Das internationale Beratungshaus Watson Wyatt hat sein Management-Team in Deutschland mit Dr. Torsten Köpke als Leiter Investment Consulting für Deutschland erweitert. Bisher hatte Crispin Lace, Leiter Investment Consulting für Skandinavien, diese Aufgabe wahrgenommen. Köpke kommt von Feri Institutional Management, wo er das Investment Consulting Team aufbaute und leitete. Feri wollte zu seinem Abgang keine Stellung nehmen. Außerdem hat Watson Wyatt Simon Gilliat zum Leiter der International Consulting Group genannt.
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Alternative Anlagen
Ärzteversorgung will Private-Equity-Portfolio strategisch ausrichten: Die 6,6 Mrd. Euro schwere Ärzteversorgung Westfalen-Lippe will ihre Private-Equity-Allokation – zurzeit rund 150 Mio. Euro – breiter diversifizieren. „Unsere bisherigen Erfahrungen mit Private Equity sind insgesamt positiv,“ sagte Dr. Andreas Kretschmer, Geschäftsführer für den Bereich Kapitalanlagen, dpn. „Dieses Segment müssen wir weiter optimieren, da der Aufbau des Portfolios im Wesentlichen erst seit Ende der ‘90er Jahre erfolgte. Das Versorgungswerk will dabei wegen der laufenden Ertragsanforderungen dieses Portfolio auch aus Sicht der erwarteten Cashflows weiter entwickeln“ sagte er.
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Kommentar – Hans-Jürgen Dannheisig
Investmentstandort Deutschland – Quo vadis? Interessengesteuerte Handlungen und Diskussionen haben meistens die Eigenschaft, suboptimale Ergebnisse zu produzieren und sogar negative Folgen und Belastungen nach sich zu ziehen. Dafür gibt es vielerlei Beispiele in der jüngsten Vergangenheit. Sei es das Scheitern der Übernahme der Londoner Börse durch die Deutsche Börse, die Corporate Governance Diskussionen am deutschen Investmentmarkt oder die Transparenzforderungen bezüglich der Kostenstruktur deutscher Publikumsfonds. Das Interesse der Kunden und Investoren steht auf jeden Fall nicht immer an erster Stelle, um es ganz vorsichtig zu formulieren.
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Vermischtes
Allianz gründet bAV-Beratungs- & Vertriebsfirma: Allianz Dresdner Global Investors Deutschland hat die MetallRente-Beratungseinheit der Allianz Dresdner Pension Consult GmbH in Stuttgart abgespalten und auf ihr basierend ein neues Beratungs- und Vertriebsunternehmen für die betriebliche Altersversorgung (bAV) gegründet – Allianz Pension Partners GmbH (APP) in München. Tobias Pross, der seit Anfang 2003 die MetallRente-Beratungseinheit leitete, agiert als Geschäftsführer der APP, die sich auf den Vertrieb von bAV-Produkten an Mittelstandsunternehmen konzentrieren soll. CS
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