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Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung
TERMINE
06. - 07. Mai 2008
70. aba Jahrestagung

07. - 09. Mai 2008
Betriebliche Altersversorgung intensiv

8 Mehr Termine

 
 
 TRENDS & ANALYSEN
 
Lufthansa-CTA bleibt auf Zielkurs
— Roland Kern,Lufthansa, Leiter Konzern-Treasury

Es geht ihm gut. Die Rede ist vom Contractual Trust Arrangement (CTA) der Lufthansa. Denn zum einen gedeiht es prächtig. „Wir führen dem CTA jährlich 565 Millionen Euro zu, und zwar im Frühjahr und im Herbst jeweils die Hälfte. Zudem tätigten wir im vergangenen November eine zusätzliche Dotierung in Höhe von einer Milliarde Euro“, sagt Roland Kern, Leiter Konzern-Treasury. Mehr . . . 


Guter Rohstoff, schlechter Rohstoff
— Dr. Viola Markert,CYD Research,Managing Partner

Rohstoffe werden zunehmend elementarer Bestandteil von institutionellen Portfolios. So auf jeden Fall lautete der Haupttenor einer Befragung auf der „4th Annual Commodities Investors Conference“ von Barclays Capital in Barcelona, bei der rund 260 institutionelle Investoren befragt wurden. Mehr . . . 


Im Sog der Krise
— Thomas Körfgen, SEB Invest, Geschäftsführer

Die einen hat es härter getroffen, die anderen weniger. Die Rede ist von den Auswirkungen der US-amerikanischen Immobilien- und Hypothekenkrise auf Immobilienaktien, Immobilien-Spezialfonds und Reits. Gleichwohl, das ist die Vergangenheit. Mehr . . . 


Handlungsbedarf bei Wertpapierleihe
— Autor: Stefan Rockel ist Generalbevollmächtigter bei Universal Investment und Vorsitzender des BVI-Steuerausschusses

Bei der Suche nach vermeintlichen Steuerschlupflöchern geht der Gesetzgeber immer öfter ungewöhnliche Wege.

Mit der letztjährigen Unternehmensteuerreform wurde die Besteuerung der Wertpapierleihe insbesondere in den Fällen verschärft, in denen Aktien über den Dividendentermin verliehen werden. Mehr . . . 


Zoff um die Zeitwertkonten
— Armin Knospe, BMAS, Ministerialrat

Die Neuregelung der Zeitwertkonten geht auf die Zielgerade: Zur 9. bAV-Jahrestagung des Handelsblattes in Berlin hat der Ministerialrat im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Armin Knospe, seinen zweiten Diskussionsentwurf vorgelegt. Mehr . . . 


Pensionen aus der globalen Perspektive
— Hiroko Niwa, CIO, Mitsubishi Pensionsfonds

Stellen Sie sich das vor: Hiroko Niwa, die Investmentchefin des Mitsubishi Pensionsfonds, steigt am 6. November im Grandhotel Schloss Bernsberg bei Köln von ihrem Podium des „Global Pensions Investment Summit”, schenkt sich einen Kaffee ein und kommt mit Bernd Walgenbach, dem Chef der Pensionskasse für die Deutsche Wirtschaft aus Duisburg ins Gespräch. Mehr . . . 


Klare Vorentscheidung auf dem Weg nach Erfurt?
— Gerhard Reinecke, Richter am Bundesarbeitsgericht

Der Vorsitzende des 3. Senats am Bundesarbeitsgericht Gerhard Reinecke hat erneut die Erwartung geweckt, dass das Urteil des LAG München vom März 2007 zur Zillmerung in der bAV so keinen Bestand haben wird. Nach einem Vortrag Uwe Langohr-Platos von der Sparkassen Pensions-Management auf der 9. Mehr . . . 


Gruppen-CTA wird zum Multifunktionswerkzeug
— Peter Doetsch, Mercer Deutschland, Geschäftsführer

Die Allianz hat einen neuen, HDI-Gerling so gut wie, und Mercer nach dem Merger mit Höfer jetzt schon zwei: Die Rede ist von Gruppen-CTAs (CTA = Contractual Trust Arrangement), die sich derzeit bei den führenden Beratern großen Zuspruchs erfreuen. Mehr . . . 


Stürmers Immobilien-Vermächtnis für E.ON
— Dr. Matthias Stürmer, E.ON Energie AG, Leiter Alternative Investments

Heimo Leopold ist verabschiedet, und Dr. Matthias Stürmer wird es bekanntlich Mitte des Jahres. Doch der Scheidende hat – gemeinsam mit Mercer Deutschland – der künftigen Immobilienstrategie des E.ON-Konzerns noch seinen Stempel aufgedrückt: Seit November steht das strategische Asset-Allocation-Modell für die derzeit zwei Milliarden Euro schwere Immobilienanlage (20 Prozent der gesamten Kapitalanlagen des Konzerns), das die Verteilung der Anlagen sogar bis auf Länderebene optimieren soll. Das Modell kommt zu einer Zeit, in der die Palette von Länderfonds auf dem Markt stark wächst und selbst großen Investoren bisher unzugängliche Märkte erschließt. Mehr . . . 


Der einfache Markowitz ist Geschichte
— Dr. Stefan Zeranski, Kölner Bank eG, Leiter Treasury

Man sollte sich nie zu sicher fühlen, stets hinterfragen, eine eigene Meinung bilden sowie seinen gesunden Menschenverstand einsetzen. Und man sollte nicht blind vertrauen – vor allem keiner Statistik, außer man hat sie selber gefälscht. Mehr . . . 


Dick und resistent

Sie sind gut im Futter, wachsen, werden mehr und können sich mittlerweile einiges bei ihren Investoren erlauben: So pauschal lassen sich Private-Equity-Fonds rückblickend für 2007 charakterisieren – immerhin ein Jahr, dessen zweite Hälfte die Kapitalmärkte in Atem hielt und auch den Heuschrecken Sorgenfalten in die Gesichter trieb. Doch offensichtlich können weder Müntefering noch Subprime-Krise der Branche Größeres anhaben: Der Run auf Private Equity hält an, die Investoren stehen Schlange – ein Anbietermarkt par excellence. Belege dafür gibt es zuhauf in der mittlerweile fünften „Terms & Conditions“-Studie der schweizerischen SCM AG, die dpn exklusiv vorliegt. Mehr . . . 


Mikrokredite: Schöne neue Welt?

Der Mikrofinanzsektor weist eine immense Finanzierungslücke auf – und zwar rund 250 Milliarden US-Dollar. Das prognostiziert die Deutsche Bank Research in der aktuellen Studie „Mikrofinanz-Investments – eine sozial verantwortliche Anlage mit großem Potenzial“ und rechnet gleichzeitig bis zum Jahr 2015 mit einem Anstieg des Anlagevolumens auf rund 20 Milliarden US-Dollar. Mehr . . . 


Betongeld-Spezial
— Edda Schröder, Invest in Visions, Geschäftsführerin

Nun ist es raus: Immobilien-Spezialfonds erzielten gegenüber Immobilien-Publikumsfonds und dem Deutschen Immobilien Index (Dix) für Bestandsimmobilien seit 2001 kontinuierlich eine Outperformance. So erreichte der Spezial Fonds Immobilien Index (Sfix) von 1999 bis 2006 eine Fondsrendite von 3,8 Prozent per annum und übertrifft damit die Performance des IPD Offener Immobilien Fonds Index (Ofix) für Publikumsfonds um 0,2 Prozentpunkte per annum und den Dix für Bestandsimmobilien sogar um 0,6 Prozent per annum. Mehr . . . 


Teilwertabschreibung für Kursverluste von Aktien im Anlagevermögen zugelassen
Autor: Dr. Bernulph von Crailsheim ist Rechtsanwalt, Steuerberater und Partner bei Dewey & LeBoeuf LLP in Frankfurt.

Gerade in den derzeit stürmischen Börsenzeiten rückt mancherorts die Frage in den Blickpunkt: Können eingetretene Kursverluste zu einer steuerwirksamen Teilwertabschreibung von börsennotierten Aktien führen? Und wenn ja, in welchem Umfang? Mehr . . . 


Die EU-Portabilitätsrichtlinie – oder: Wie viele Leben hat ein Chamäleon?
— Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales

Hat der neue Name neue Kraft verliehen? Die europäische „Richtlinie über Mindestvorschriften zur Erhöhung der Mobilität von Arbeitnehmern durch Verbesserung der Begründung und Wahrung von Zusatzrentenansprüchen” – die EU-Portabilitätsrichtlinie – scheint über ebenso viele Verwandlungskünste zu verfügen, wie sie Leben hat. Just im Dezember noch unter portugiesischer Präsidentschaft im Rat von Deutschland abgelehnt und von vielen Beobachtern schon mit erleichterten Nachrufen verabschiedet, ist sie auch unter slowenischer Ratspräsidentschaft offenbar nicht totzukriegen. Mehr . . . 


Kommt der Pensionsfonds langsam, aber gewaltig?
— Carsten Velten, Deutsche Telekom, Leiter bAV

Schritt um Schritt entfesselt der Gesetzgeber den Pensionsfonds. Mit der 9. Novelle des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) hat sich die Politik Ende November 2007 endlich entschlossen, die Unterdeckungsgrenzen für nicht versicherungsförmige Pensionspläne gemäß der Paragrafen 112 I a und 115 II VAG auf zehn Prozent zu verdoppeln. Mehr . . . 


Unterschätzt eine gute Governance nicht!

Die Zeiten ändern sich. Und damit die Herausforderungen. Auch für institutionelle Investoren. Vorbei sind die Tage der überschaubaren Asset-Klassen, der leicht verständlichen Anlageprodukte. Mehr . . . 


Kein Nikolaus ohne Rundschreiben
— Dr. Arnd Thorn, Feri, Vorstand Institutionelle Kunden

Am 6. Dezember 2001 veröffentlichte die deutsche Finanzaufsicht ein Papier, das man fortan nur noch Nikolaus-Rundschreiben nannte. Das dort Gedruckte war der Startschuss für die größte Umwälzung, die das institutionelle Asset-Management-Geschäft bis dato gesehen hatte. Es war die Geburt der Master-KAG. Mehr . . . 


Auch Heuschrecken sind nachhaltige Wesen
— Peter Fanconi, Harcourt Investment Consulting, CEO

Na, so was! Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Da denkt man ganz oberflächlich, dass alternative Anlagen wie Hedgefonds oder Private Equity nur der kurzfristigen nackten Rendite hinterherjagen. Und dann so etwas. Mehr . . . 


Indien: heißes Pflaster
— Dr. Thomas Beyerle, Degi, Director Research & Strategy

Es ist immer das Gleiche. Wenn Asset Manager ein neues Investment-Thema für sich entdeckt haben, wird man in den Hochglanz-Publikationen der jeweiligen Häuser zuerst mit beeindruckenden Zahlen zum jeweiligen Markt konfrontiert. Mehr . . . 


Kapitalmärkte brauchen Transparenz, aber auch Rechtssicherheit
— Autor: Daniela Weber-Rey

Im internationalen Vergleich bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine volkswirtschaftlich optimale Nutzung des Eigenkapitals, das Finanzinvestoren zur Verfügung stellen können. Die Private-Equity- und Venture-Capital-Industrie fordert seit Jahren bessere Rahmenbedingungen zur Förderung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Mehr . . . 


Buntes gegen schwarze Löcher

Wie in der Wüste. So könnte man seit Wochen die Situation an den Finanzmärkten beschreiben. Flüssiges ist rar und kostbar, und allen dürstet danach: Den Banken sowieso, denn ihre Finanzarchitekten haben sich mit ihren Conduits für allerlei verbrieftes Trallala gehörig verhoben. Mehr . . . 


Ein bunter Strauß an bAV-Baustellen
— Alexander Gunkel, BDA, Hauptgeschäftsführung

Kaum hat sich der Pulverrauch um die Sozialabgabenfreiheit verzogen, wird ungetrübt der Blick auf die vielen offenen Baustellen in der bAV frei. Auf der aba-Herbsttagung am 25./26. Oktober 2007 in Frankfurt waren daher gleich sieben Beamte aus fünf Behörden als Referenten am Start. Mehr . . . 


Lernen aus der Krise: Reden muss Gold werden
— Gabriele Kellermann, Leiterin Treasury, BBBank

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Diese Aussage trifft derzeit sicherlich auf etliche institutionelle Investoren zu, wenn sie danach befragt werden, ob, wie und in welchem Umfang sie von der Subprime-Krise betroffen sind? Mehr . . . 


Der Teufel steckt weiter im Engelsgewand

„Und so streiten sich die beiden um mein Gewissen. Und ob ihr es glaubt oder nicht, mir geht es echt beschissen. Doch wenn sich der Teufel und der Engel anschrein, entscheid ich mich für ja ... ähh ... nein, ich mein JEIN.” Mehr . . . 


Ist Deutschland reif für neue Ideen?
— Paolo Vanini, Chief Financial Engineer, Zürcher Kantonalbank

Stell dir vor, die Subprime-Krise schwelt und keinen interessiert es. Utopisch? Keineswegs, insbesondere dann nicht, wenn man an die Zukunft von Immobilien-Derivaten und deren Möglichkeiten glaubt, beispielsweise eine Absicherung gegen fallende Immobilienpreise. Mehr . . . 


Politik verkennt die Bedeutung
— Autor: Achim Pütz

Mit dem Investmentmodernisierungsgesetz hat sich der Gesetzgeber dazu bekannt, Hedgefonds als „Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken“ in das Investmentgesetz aufzunehmen. Nach mehr als dreijähriger Praxiserfahrung bietet sich jetzt die Chance, die erkannten Schwachstellen der Hedgefonds-Regulierung zu korrigieren und den Fonds-Standort Deutschland zu stärken. Mehr . . . 


bAV 2007: Deutschland, ein Sommermärchen?
— Franz Müntefering, Bundesminister für Arbeit und Soziales

Kommt unverhofft oft? Arbeitsminister Franz Müntefering hat dem Kabinett am 8. August den Entwurf des „Gesetzes zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung" vorgelegt. Dass die Politik die Sozialabgabenfreiheit in der Entgeltumwandlung ohne Einschränkung weiter zulässt, dürfte die meisten Beobachter überrascht haben. Mehr . . . 


Solvency II: hartes Brot oder Säuglingskost?
— Prof. Dr. Dr. h.c. Dirk Linowski, Steinbeis-Hochschule Berlin

Solvency II ist schon ein hartes Brot, an dem die Assekuranz aber auch nicht zu stark zu knabbern haben, geschweige denn sich die Zähne ausbeißen soll. Das gilt gerade für die Kleinen der mächtigen Branche. Für sie soll die Kost weich sein, so wie beim Säugling zu Hause. Mehr . . . 


Infrastruktur: Mehrere Wege führen nach Rom
— Georg Vietor, Macquarie, Repräsentant der Deutschland-Niederlassung

In Deutschland sind die öffentlichen Mittel knapp und der Investitionsbedarf in Infrastruktur-Projekte hoch. Das auf jeden Fall schreiben die Strategen von JPMorgan Asset Management in ihrem jüngst veröffentlichten Analysepapier „Institutional Insight – Exploiting Infrastructure Opportunities“. Mehr . . . 


Nach dem Beben ist vor dem Beben
— Dr. Hartmut Leser, Aberdeen Asset Management, Geschäftsführer

Nein, es ist nicht vorbei. Es geht erst richtig los. Die Rede ist von den Beben auf den US-Hypotheken- und -Immobilienmärkten und den dadurch ausgesandten Schockwellen auf benachbarte und artverwandte Sektoren. Mehr . . . 


Neue Finanzinstrumente für Ogaw-Fonds
— Autor: Roland Baum ist Anwalt im Baum Financial Services Law Team und spezialisiert auf die Beratung von Asset Managern, Investmentgesellschaften und Banken.

Auf europäischer Ebene wird bereits seit einiger Zeit die Liberalisierung der Anlagevorschriften für EU-richtlinienkonforme Investmentfonds (Ogaw) unter dem Stichwort „Eligible Assets“ vorangetrieben. Mehr . . . 


VBL verordnet sich Publikumsfonds-Kur

Die 12,5 Milliarden Euro schwere Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder deckt künftig alle liquiden Asset-Klassen über eigens aufgelegte Publikumsfonds ab, insgesamt über 30. Für alternative Anlagen wie Hedgefonds-Strategien und Immobilien nutzt die VBL weiterhin auch andere Vehikel. Die Masterfonds-Struktur wurde modifiziert: Zwar bleiben die bisherigen Masterfonds bei BayernInvest (zwei Masterfonds), Helaba Invest und Universal-Investment bestehen, es gibt aber keine Subsegmente im klassischen Sinne mehr. Die Publikumsfonds sind im Wesentlichen in Deutschland und in Luxemburg aufgelegt. Mehr . . . 


Die Luft wird dünn II

„Die Luft wird dünn“ – so titelte dpn im vergangenen Heft und bezog sich auf Master-KAGen. Auch wenn das nicht jedem gefiel: Aber ein margenschwaches Geschäft auf einem reifen Markt ist einfach nicht jedermanns Sache. Und dass dpn damit exakt auf der richtigen Spur liegt, bestätigt das bislang detaillierteste Benchmarking-Projekt, der Trendradar Master-/Service-KAG 2007 von Frontiers Management Consulting, an dem 142 institutionelle Investoren und 15 Master-KAGen teilgenommen haben. Danach „werden in den nächsten Jahren weitere Anbieter das Handtuch werfen müssen“. Frontiers ermittelt rund 290 Institutionelle, die mindestens ein Master-Mandat vergeben haben; in Masterfonds liege ein Volumen von 275 Milliarden Euro, was das Spezialfonds-Volumen zu rund 40 Prozent abdecke. Die Studie geht auch auf einzelne Anbieter ein: „Kaum Verbesserungspotenzial“ bescheinigt die Studie der Deam und Allianz GI bei den Zusatzdiensten, den besten Eindruck bei der IT-Infrastruktur und STP hinterließen Universal und Helaba Invest. In der kommenden Ausgabe von dpn stehen exklusiv die wichtigsten Ergebnisse. MRO Mehr . . . 


Talanx greift nach Dach-Hedgefonds
— Walter Schmidt, AmpegaGerling, CIO

Nach dem Umzug von Ampega aus Hannover nach Köln stellt die neu geformte AmpegaGerling derzeit kräftig Personal ein (geplant: von 200 auf 250 Mitarbeiter) und integriert den top-down getriebenen Ansatz von Ampega mit dem Bottom-Up-Prozess von Gerling. Doch nicht nur das: Künftig sollen mehr Konzern-Assets der Talanx-Gruppe in Hedgefonds investiert werden, allerdings nicht in Single-Hedgefonds, sondern in Hedge Fund of Funds. Mehr . . . 


Ständiger Begleiter mit wachsendem Einfluss
— Dr. Amlan Roy, Credit Suisse, Head of Global Demographics and Pension Research

Der demografische Wandel hat für Dr. Amlan Roy, Head of Global Demographics and Pension Research, bei der Credit Suisse in London nicht ausschließlich langfristigen Einfluss auf volkswirtschaftliche Kennziffern sowie die Bewertung jeglicher Vermögenswerte, sondern insbesondere auch sofortigen, kurzfristigen und mittelfristigen. Und das mit all seinen daraus resultierenden Konsequenzen. Dies betonte Roy im Gespräch mit spn, der Schweizer Schwesterpublikation von dpn. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass man deswegen makroökonomische Zusammenhänge noch viel stärker hinterfragen muss. Mehr . . . 


Pascal Bazzazi: Urteil zur Unzeit – Revision mit Risiken
— Dieter Hundt, BDA-Präsident Prof. Axel Börsch-Supan, Mea-Chef

Der vor dem LAG München im Verfahren um die Zillmerung in der bAV unterlegene Arbeitgeber hat Revision eingelegt. Damit geht der Fall vor das Bundesarbeitsgericht. Das LAG hatte im März einer Arbeitnehmerin Recht gegeben, der nach einer Umwandlung von 6.230 Euro in eine rückgedeckte U-Kasse ein Rückkaufswert von 639 Euro mitgeteilt wurde, abzüglich Verwaltungsgebühren. Mehr . . . 


Personalien
— Thomas Mühlberger, Stephan Steiger

Lupus alpha baut seine Expertise bei Absolute-Return-Fonds und Hedgefonds aus. Mehr . . . 


Gastkommentar – Michael Montag

Da Anleger Aktienmärkte mit hohen Steigerungsraten lieben und immer auf der Suche nach neuen Erfolgsgeschichten sind, war es nur eine Frage der Zeit, wann die nächste Runde von Emerging-Markets-Aktienanlagen eingeläutet werden würde. Mehr . . . 


Rente mit 67: Offene Fragen in Politik und Praxis
— Prof. Reinhold Höfer, Höfer Vorsorge-Management

Wenn das Gesetz zur Rente mit 67 zum

1. Januar 2008 in Kraft tritt, geht seine Wirkung über die gesetzliche Rente weit hinaus und schränkt die Flexibilität in allen drei Schichten der Altersvorsorge weiter ein. Mehr . . . 


130:30-Fonds: Von Marketing-Gags zu Portfolio-Stars?
— Bernd Walgenbach, Pensionskasse für die Deutsche Wirtschaft, Vorstand

„130:30-Mandate sind zunächst einmal Marketing-Gags.“ Damit liegt der Kapitalanlage-Chef einer großen Versorgungseinrichtung sicher nicht falsch. Doch aus den Gags könnten tatsächlich bald Portfolio-Stars werden, denn griffige Formulierungen haben dem Absatz von Produkten (Verzeihung: Lösungen) noch nie geschadet – auch nicht im institutionellen Geschäft. Das gilt umso mehr, als auch noch eine wissenschaftliche Begründung Pate steht (siehe Kasten Seite 11). Aber sind 130:30-Mandate tatsächlich geeignet, Hedgefonds-Strategien sozusagen in kleinen Appetithäppchen ins institutionelle Portfolio zu bringen, wie es ihr Beiname „Hedgefonds light“ suggeriert? Mehr . . . 


Vorsorgekonzepte der Asset Manager im Mitarbeitertest
— Dr. Ulrich Theelen, Invesco, Personalchef Kontinentaleuropa

Invesco Asset Management Deutschland steht kurz vor der Einführung eines Langzeitkontenmodells für die eigenen Mitarbeiter. Das Modell ist weitgehend fertiggestellt, in den kommenden Wochen stehen lediglich noch Abstimmungen mit der Muttergesellschaft zu konkreten Bilanzierungsfragen an. Freigeschaltet werden die Konten aller Wahrscheinlichkeit nach im Spätsommer. Mehr . . . 


Deutsche versus Luxemburger Spezialfonds
— Autor: Dr. Thomas Paul, LL.M., ist Partner der Sozietät Hengeler Mueller und spezialisiert auf die Beratung von Asset Managern, Depotbanken und anderen Kreditinstituten.

Das Investmentänderungsgesetz soll den Investment-Standort Deutschland stärken. Eine der vielen Maßnahmen ist die weitgehende Liberalisierung der Spezialfonds-Regulierungen als Reaktion auf entsprechende Initiativen unserer Wettbewerber, in erster Linie in Luxemburg. Sind die vorgeschlagenen Deregulierungen ausreichend oder ist auch hier, wie schon bei den Publikumsfonds, eine Abwanderung ins Nachbarland zu befürchten? Mehr . . . 


Mezzanine: Anbieter bekämpfen Missstände
— Michael Auracher, HSBC Trinkaus und Burkhardt, Leiter Structured Solutions Group

Golding Capital Partners glaubt an Mezzanine-Kapital, den Zwitter aus Eigen- und Fremdkapital. Die Gründe hierfür: eine vergleichsweise risikoarme Alternative zu klassischen Private-Equity-Investitionen, eine laut Golding Capital Partners geringe Ausfallquote von weniger als zwei Prozent, eine niedrige Korrelation zu klassischen Asset-Klassen sowie laufende Zinszahlungen. Mehr . . . 


Streit um Aussagekraft von Indizes entbrannt
— Dr. Daniel Piazolo, IPD, Geschäftsführer

Eine Rückblende: Spektakuläre Übernahmen zehntausender Wohnungen durch ausländische Finanzinvestoren, recht voluminöse Transaktionen bei Büroräumen und ein Run auf deutsche Immobilien. So sahen etliche Marktbeobachter das vergangene Immobilienjahr. Und das soll keinen Niederschlag auf die Performance des Deutschen Immobilien Indexes Dix gehabt haben? Ja, genau so ist es beziehungsweise war es bei der Vorstellung der Wertentwicklung für das vergangene Jahr. Mehr . . . 


Ring frei für die Anschlusslösung
— Prof. Börsch-Supan, Mea, Direktor

Nach wie vor beherrscht der vorgesehene Wegfall der Sozialabgabenfreiheit in der Entgeltumwandlung die Diskussionen in der bAV-Szene. Dass eine Anschlusslösung her muss, daraus macht Arbeitsminister Franz Müntefering schon seit Längerem kein Geheimnis mehr. Mehr . . . 


bAV: und doch ein Mittel der Personalpolitik

Für deutsche Unternehmen ist die betriebliche Altersversorgung vorrangig ein Mittel der Personalpolitik, und eben kein monetärer Entgeltbestandteil. Mehr . . . 


Infrastruktur: Entdecke die Möglichkeiten
— Tilman Trommsdorff, Partners Group, Partner

Es ist bald so weit: In einer derzeit diskutierten Novelle des Investment-Gesetzes, die im Herbst dieses Jahres in Kraft treten soll, sind neue Anlageformen zur Finanzierung öffentlich-privater Partnerschaften (ÖPP) vorgesehen. Mehr . . . 


Global Reits – jetzt noch einsteigen?
— Dr. Christian Schlenger, alpha portfolio advisors, Partner

Die gute Nachricht zuerst: Der Trend zur erweiterten Diversifikation, insbesondere in den Immobilien-Portfolios deutscher institutioneller Investoren hält weiter an, die Quote und das Anlageuniversum werden weiter ausgebaut. Mehr . . . 


Verdeckte Provisionen: Anspruch auf Schadensersatz auch für institutionelle Investoren
— Autor: Bernd Jochem ist Rechtsanwalt und Partner bei Rotter Rechtsanwälte in Grünwald.

Bereits mit Urteil vom 19. Dezember 2000 (Aktenzeichen: XI ZR 349/99) verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Banken, Vermögensverwaltern oder Treuhändern, Rückvergütungen für bei ihnen getätigte Anlagegeschäfte zu gewähren, ohne den Kunden selbst über diese „Kick-backs“ aufzuklären. Mehr . . . 


Spezialfondsgebühren: Deutsche Manager am billigsten – aber nicht unbedingt am günstigsten

Die Manager-Kosten sind in Bewegung. Das zeigt die jüngste Studie der Georg Seil Consulting GSC GmbH, Wiesbaden, über „Spezialfondsgebühren in Deutschland“. Mehr . . . 


Eine echte Alternative
— Niklaus Hilti, Credit Suisse, Head of Insurance-linked Strategies

Was ist eigentlich noch wirklich alternativ und produziert Unkorreliertes, und wohinter versteckt sich bloß teures Korreliertes? Solche „Blender-Produkte” sind ohne genaue statistische Analyse immer schwerer auszumachen. Mehr . . . 


Münteferings „Heuschrecken”: dicker denn je

„Die Heuschrecken werden dicker und sie verbreiten sich rasant auf der ganzen Welt – neuerdings auch in Asien.“ So würde der heimliche Vater des Private-Equity-Booms in Deutschland, Franz Müntefering, vermutlich die neue Studie von SCM Strategic Capital Management zusammenfassen. Mehr . . . 


Allzu Bizarres aus dem Bazar von Brüssel?
— Klaus Stiefermann, aba, Geschäftsführer

Klaus Stiefermann steht der EU-Portabilitätsrichtlinie trotz der Verbesserungsvorschläge unter finnischem Ratsvorsitz weiter skeptisch gegenüber. Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. Mehr . . . 


Die große Furcht vor den Milliardenrückstellungen
— Prof. Wolf Rüdiger Heilmann, GDV

Sollte der gegenwärtige VVG-Entwurf der Bundesregierung Gesetzeskraft erhalten, sieht Prof. Wolf Rüdiger Heilmann wegen der Rückwirkung bei den Mindestrückkaufswerten Milliardenrückstellungen auf die Lebensversicherer zukommen. Mehr . . . 


Was bringt die Unternehmenssteuerreform für Spezialfonds?
— Autor: Markus Hammer ist Steuerberater und betreut institutionelle Kunden bei PricewaterhouseCoopers in Frankfurt am Main.

Die Unternehmenssteuerreform hat auch vor der Besteuerung von Spezial-Sondervermögen (Spezialfonds) nicht Halt gemacht. Am 5. Februar 2007 hat das BMF einen Referentenentwurf vorgelegt. Die Besteuerungsfolgen aus der Investition in einen Spezialfonds werden durch das Investmentsteuergesetz geregelt. Mehr . . . 


Über risikoadjustiertes Investieren, Mifid und mehr

Eigentlich ist es ganz einfach: Ziel der dynamischen Asset-Allocation-Steuerung der Nordrheinischen Ärzteversorgung (NAEV) ist nicht nur die Optimierung der risikoadjustierten Kapitalrendite, sondern auch die Maximierung der Wahrscheinlichkeit, langfristig und in jedem einzelnen Jahr die Verpflichtungen erfüllen zu können. Mehr . . . 


Währungen bitte aufs Treppchen!

Haben sich Währungen mittlerweile als neue Asset-Klasse etabliert? Entwickelt sich hieraus gar gerade eine Wachstumsbranche, am besten mit Zentrum in Deutschland? Eignen sich Währungen als Instrument für Portable-alpha-Strategien und welche Benchmark ist eigentlich am sinnvollsten? Mehr . . . 


BVV holt sich Private Equity ins Haus

Der BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes hat von seinen Gremien grünes Licht für die Investition in Private Equity bekommen. Investiert wird zunächst in zwei Dachfonds, die Partner dafür seien bereits identifiziert. Im ersten Schritt darf das Kapitalanlageteam um BVV-Vorstand Rainer Jakubowski Commitments bis maximal 1,5 Prozent des Gesamtanlagevolumens des BVVs (per Ende 2006: knapp über 18 Milliarden Euro) abgeben. Geht die Investition auf, würde Jakubowski eine Ausweitung der Quote beantragen. Bei Hedgefonds ist diese Entscheidung bereits gefallen: Die Testphase für die fünf Hedgefonds-Investitionen ist abgeschlossen, die Renditeziele sind erreicht – und deswegen wird noch in diesem Jahr mehr Geld investiert. Mehr . . . 


Heuschrecken-Szene 2007: Global und polarisiert

Die weltweit angebotenen Private-Equity-Fonds werden immer größer und investieren globaler, gleichzeitig konzentrieren sich die Zuflüsse auf immer weniger Fonds. Das jedenfalls lässt sich aus der jüngsten Erhebung der Schweizer Beratungsgesellschaft SCM Strategic Capital Management schließen. Die Studie ist die vierte ihrer Art und basiert auf der Due Diligence von 252 Fonds im Laufe des Jahres 2006. Dieser Deal-flow repräsentiert laut CEO Dr. Stefan Hepp rund die Hälfte aller weltweit angebotenen Fonds über 100 Millionen Dollar. Besonders bemerkenswert: Die größere Aufgabe (mehr Geld internationaler anlegen) hat viele Fondsmanager (die „General Partnerships“) nicht dazu bewegt, mehr Investment Professionals einzustellen. Laut Hepp ist das aber ein Kriterium, das künftig über den Erfolg eines Fonds mitentscheiden wird. Mehr . . . 


Auch Pforzheimer gehen nach Japan

Japanische Aktien scheinen derzeit in der Gunst der Sparkassen ganz weit vorne zu liegen. Denn neben der Stadtsparkasse Düsseldorf (vergleiche auch dpn brief Oktober 2006) plant nun auch die Sparkasse Pforzheim Calw ihren Anteil japanischer Aktien im Depot A deutlich zu erhöhen. Derzeit investiert die Sparkasse rund 15 Millionen Euro im Land der aufgehenden Sonne, mittelfristig sollen es bis zu 70 Millionen Euro sein. Als Gründe hierfür nennt Hubertus Endres, Abteilungsdirektor Handel & Treasury, nach wie vor stark steigende Unternehmensgewinne, die zurückhaltende Zinserhöhungspolitik der Bank of Japan, immer noch relativ günstige Bewertungsrelationen sowie eine wachsende Investitions- und Konsumbereitschaft. „Gleichzeitig sollte die laufende Yen-Schwäche zu Ende gehen“, sagt er. Für ihn alles Gründe, das Engagement jetzt zu erhöhen. Als Vehikel hierfür liebäugelt Endres mit institutionellen Publikumsfonds und Exchange Traded Funds (ETFs). Mehr . . . 


LV 1871 schafft Pensionsfonds in Liechtenstein

Drei Wochen nach Inkrafttreten der Pensionsfonds-Gesetzgebung in Liechtenstein hat die LV 1871 dort einen Pensionsfonds aufgelegt. Damit haben deutsche Unternehmen nun die Möglichkeit, den Durchführungsweg Pensionsfonds zu nutzen – beispielsweise zur Auslagerung von Pensionsverpflichtungen – und dabei von der liberalen Gesetzgebung des Fürstentums zu profitieren, heißt es bei der LV 1871. Mehr . . . 


Personalien

Gunars Balodis (42), der Anfang 2006 die Leitung des institutionellen Geschäfts bei Invesco übernahm, baut sein Team weiter aus. Neben Thomas Wendt, der vor einigen Monaten als Betreuer institutioneller Kunden Christof Quiring nachfolgte – Quiring wechselte zu Fidelity – gibt es erneut zwei Neuzugänge bei Invesco: Gregor Volk (37) und Markus Becker (40). Volk betreut institutionelle Anleger öffentlich rechtlicher Kreditinstitute und wird sich neben dem Depot-A-Geschäft auch auf das Depot-B-Geschäft konzentrieren. Becker wird sich hauptsächlich um Versicherungen und Pensionskassen kümmern. Die ausgegebenen Ziele von Balodis: Die Zuwachsraten bei beitragsorientierten Pensionsplänen steigern, die Kernsegmente Versicherungen und Pensionskassen weiter ausbauen sowie bei den breit diversifizierten europäischen Aktienprodukten „große“ Volumina erzielen. ML

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Kommentar – Michael Montag

Das Weltklima ist durch verschiedene Gefahren bedroht. Neben dem „Ozonloch“ sei insbesondere die zunehmende Erwärmung der Erde mit nicht absehbaren negativen ökologischen und ökonomischen Folgen erwähnt. Die Diskussion um den Klimawandel beeinflusst nunmehr auch zusehends das Anlegerverhalten. Insbesondere institutionelle Investoren aus Großbritannien, den Benelux-Staaten, Skandinavien und auch der Schweiz spielen hier eine Vorreiterrolle.

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Institutionelle entdecken die Nachhaltigkeit langsam aber stetig
— Claudia Kruse,F&C

Die Berliner Ärzteversorgung beauftragte F&C Asset Management mit einem Mandat für das aktive Responsible Engagement Overlay (Reo) ihrer globalen Aktienbestände von rund 900 Millionen Euro. Mehr . . . 


Immobilien-Derivate: irgendwann sicherlich

In Großbritannien sind sie schon ein Thema: Immobilien-Derivate, beispielsweise Property Index Certificates (Pics) und Total Return Swaps (TRS). Bei Pics etwa erhält der Investor eine Rendite, die auf dem IPD UK AII Property Index basiert und eine einkommensabhängige Komponente beinhaltet. Mehr . . . 


Jedem Arbeitgeber seinen Rechnungszins
— Dr. Roland Schäfer, Ergo Pensionsfonds, Vorstand

Bislang galt der IFRS-Zins als Messlatte für die Kalkulation der Pensionsfonds. „Eine Abweichung von der Richtschnur IFRS ist aber durchaus möglich, wenn der Pensionsfonds auf der Grundlage seiner spezifischen Kapitalanlage nachweisen kann, dass er eine höhere Verzinsung erreicht“, sagt Dr. Roland Schäfer, Vorstand des Ergo Pensionsfonds. Mehr . . . 


Signalwirkung noch nicht ausreichend erkannt
— Christian Strenger, DWS, Mitglied des Aufsichsrats

Sicherlich gibt es deutsche Asset Manager, aber auch andere Institutionelle, die es in den Vordergrund stellen, dass Skandale wie Swissfirst und der Fall der Siemens-Pensionskasse in der Schweiz nicht in Deutschland stattfanden. Ein Umstand, der möglicherweise die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit eines Verhaltenskodexes in den Hintergrund drängt. Gleichwohl gibt es andere Aussagen, die stutzig machen. „Anders als in der Finanzdienstleistungsbranche haben wir in Deutschland in der Pensionsindustrie keinen Kodex oder etwas Ähnliches. Im Ausland wird darüber nachgedacht, und in Deutschland sollte man das auch tun", sagt etwa Dr. Peter König, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management GmbH (DVFA). Eine Einzelmeinung? Weit gefehlt. „Auch die Versicherer verwalten Gelder im Kundeninteresse und sollten sich deshalb einem Verhaltenskodex unterziehen. Versicherer haben zwar interne Gremien. Es findet jedoch generell keine Kontrolle durch unabhängige Dritte statt“, sagt Christian Strenger, Mitglied des Aufsichtsrats der DWS, und verweist auf die Signalwirkung eines Verhaltenskodexes. Mehr . . . 


Gemeinsamer Asset Manager startet Anfang 2007
— Dr. Reinhold Jaquemod, SV Sparkassenversicherung

Die SV Sparkassenversicherung geht davon aus, dass durch die gemeinsame Asset-Management-Gesellschaft mit der Provinzial NordWest–Gruppe der Anteil der vollständig selbst verwalteten Kapitalanlagen weiter steigt. Derzeit befinden sich deutlich über 50 Prozent in der Direktanlage. Der operative Start der gemeinsamen Kapitalanlagegesellschaft „Vers AM Versicherungs-Assetmanagement GmbH“ ist für den 1. Januar 2007 vorgesehen. Sie ist eine von zwei Kooperationsprojekten der beiden Versicherer, parallel dazu wird auch die Datenverarbeitung künftig in einem gemeinsamen Unternehmen betrieben. „Bei der strategischen Asset Allocation behalten sowohl die SV Sparkassenversicherung als auch die Provinzial NordWest weiterhin die Federführung. Die taktische Kapitalanlage jedoch übernimmt ab dem kommenden Jahr die gemeinsame Tochtergesellschaft“, erläutert das für Finanzen verantwortliche Vorstandsmitglied Dr. Michael Völter die künftigen Strukturen. Mehr . . . 


In Partystimmung

Das gab es noch nie: 21.000 Fachbesucher aus 65 Ländern – 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor – und 1.600 Aussteller. Dazu eine ausgelassene, ja euphorische Stimmung: Die Münchner Expo Real wird der großen internationalen Schwester Mipim in Cannes zur Ernst zu nehmenden Konkurrenz. Bereits über ein Drittel der Ausstellungsfläche belegten Unternehmen aus dem Ausland – ein Indiz dafür, wie international die Kapitalströme auch im kommenden Jahr sein werden, nach dem rekordhohen Transaktionsvolumen, das bis Ende Dezember erwartet wird: 600 Milliarden Dollar. Mehr . . . 


Inflation Linker: Die endlose Geschichte einer halbherzigen Liebe

Die deutsche Politik scheint nie um ein klares „Jein“ verlegen: Erst im März 2006 hat sich die Bundesrepublik nach langem Zögern dem internationalen Trend angeschlossen und erstmals eine inflationsindexierte Anleihe begeben – sogar noch mit einem Nachschlag im September. Da kommt bereits im Oktober aus Frankfurt die Warnung der Bundesbank vor Indexierungen. Man erinnere sich: Erst 1998 ist das Währungsgesetz von 1948, das die Indexierung von Verträgen untersagte oder genehmigungspflichtig machte, im Zuge des Euros aufgehoben worden. Bundesbank und Bafin haben in der Folge den Weg freigemacht für inflationsindexierte Anleihen. Der neuerliche Salto rückwärts der Bundesbank hat offensichtlich prompt Wirkung gezeigt: Die Finanzagentur des Bundes hat verlauten lassen, dass zunächst an keine weitere Emission gedacht sei. War die Begeisterung der Marktteilnehmer schon bislang eher zögerlich, so dürfte sie jetzt kaum euphorischer werden. Mehr . . . 


Asset Pooling braucht größere Lobby
— Jörg Ambrosius, State Street Bank, Geschäftsführer

Eine Tendenz muss nicht immer gleich ein Trend sein. Dennoch zeichnet sich ab, dass Asset Pooling für institutionelle Investoren wichtiger wird. Aktuelles Beispiel: Citigroup übernimmt für den holländischen Versicherer Aegon die technische Verwaltung von Vermögenswerten in Höhe von 40 Milliarden Euro und stellt eine Investmentplattform zur Verfügung, mit der Asset Pooling möglich ist. Der Versicherungskonzern kämpfte in der Vergangenheit mit unterschiedlichen Jurisdiktionen und steuerlichen Ungleichbehandlungen. Diese zwangen ihn, auf drei Ebenen zu agieren – auf der Ebene der Versicherten, des Versicherungskonzerns und der Pensionsfonds. „Die Investmentplattform ermöglicht es uns, die Assets aller drei Ebenen zu poolen“, sagt Eric Rutten, CEO Asset Management bei Aegon in Den Haag. Aegon nutzt hierfür das vom niederländischen Finanzministerium erst vor kurzem ins Leben gerufene Vehikel „Fonds voor Gemene Rekening“. Die Investmentplattform erleichtert es, komplexe Investmentstrategien umzusetzen und Derivate einzusetzen. Gleichzeitig übernimmt Citigroup Aegons Fondsbuchhaltung, Performance-Messung und Wertpapierleihe. Das Projekt soll bis zum dritten Quartal 2007 abgeschlossen sein. Mehr . . . 


Alpha bleibt EnBWs Sahnehäubchen
— Ingo Peter Voigt, EnBW,Leiter Konzernfinanzen

Das baden-württembergische Energieunternehmen EnBW verzichtet bei der ­anstehenden Neuauflage seiner Asset-­Liability-Studie wie schon im Jahr 2004 ­darauf, das Alpha-Potenzial aktiven ­Managements explizit bereits bei der strategischen Asset Allocation zu berücksichtigen. „Den Mehrwert durch die Manager-Auswahl quantifizieren wir bewusst nicht, es ist für uns das Sahnehäubchen, auf das wir aber nicht spekulieren wollen“, sagt Ingo Peter Voigt, General­bevollmächtigter und Leiter Konzern­finanzen der EnBW, im ­Gespräch mit dpn. Mehr . . . 


Institutionelle küren ihre Favoriten

Lupus alpha, die UBS und JP Morgan Asset Management – diese drei Adressen ­bekommen von Deutschlands institutionellen Inves­toren die höchs­ten Noten, wenn es um die Qualität der ­Beratung geht. Dagegen ­gehört die führende Adresse des Jahres 2005, State Street, nicht einmal mehr zu den ­­Top-5-Häusern (vergleiche Abbildung 1).

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Kampf den Wolken am Zeitwertkonten
— Michael Ries, Arbeitsgemeinschaft Zeitwertkonten, Vorstand

Die Ende Juni ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft für Zeitwertkonten (vergleiche dpn, Juli/August 2006, Seite 40ff) plant ­Mitte September eine Internetseite zu ­starten, auf der neben verschiedenen ­Checklisten auch eine Schwarzliste veröffentlicht wird, die unseriöse Anbieter (einige Namen werden bereits heiß gehandelt), ­ungeeignete Produkte und ungeklärte ­Haftungsfälle beim Namen nennt. Mehr . . . 


Der Boom bei deutschen Gewerbeimmobilien

Ausländische Investoren reißen sich um deutsche Immobilien, speziell um Gewerbeimmobilien. Das geht aus einer neuen Studie der Oppenheim-Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft (OIK) hervor. Sie rechnet folgendes vor: In Deutschland wurden im ersten Halbjahr rund 18 Milliarden Euro – gegen­über 24 Milliarden im Jahr 2005 – in Gewerbeimmobilien investiert. Bedient wird das hohe Interesse oftmals durch umfangreiche Portfolioverkäufe der Öffent­­lichen Hand und privater Unternehmen im Rahmen von Sale-and-lease-back-Geschäften. Die deutschen Investoren hingegen, soweit sie auf der Käufer­seite aktiv sind, begnügen sich laut Studie tendenziell mit den „Krümeln”, das heißt mit dem Erwerb von Einzel­immobilien.

Gewerbeimmobilien schlicht zu teuer?

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Rentenstrategien in den Zeiten der Zinsfalle
— Rainer Jakubowski, BVV, Vorstand

Silberstreifen am Horizont für deutsche Langfristanleger? Der Anstieg der Kapitalmarktzinsen seit den Tiefs von 3 bis 3,2 ­Prozent im Jahr 2005 könnte Lebensver­sicherern und Pensionskassen endlich wieder Chancen bieten, sich aus der – teilweise selbst verschuldeten – Zinsfalle zu befreien. Zwar hatte schon die stetige Aktienkurs­erholung von 2004 bis Frühjahr 2006 den Zangengriff von Niedrigzinsen und Aktienbaisse auf die Portfolios etwas gelockert, allerdings bleibt der Effekt angesichts der gedrückten Aktienquoten – bei den meisten Versicherern kaum über zehn Prozent – ziemlich begrenzt.

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Private Equity bekommt strategische Dimension

Die Pensionskasse für die Deutsche Wirtschaft (PKDW) hat Private Equity als strategische Anlageklasse ins Portfolio aufgenommen und zehn Millionen Euro (ein Prozent des Gesamtanlagevolumens in Höhe von einer Milliarde Euro) in einen Dachfonds investiert. „Private Equity hat wie Aktien und Anleihen anders als etwa Hedgefonds und Rohstoffe einen systematischen wirtschaftlichen Bezug zu unserer Passivseite und ist deshalb für uns langfristig interessant“, sagt Bernd Walgenbach, Vorstandsvorsitzender der überbetrieblichen Duisburger Pensionskasse, die gerade erst die Marke von 60.000 Mitgliedern überschritten hat (bei etwa 500 Mitgliedsunternehmen). Mittelfristig soll die Private-Equity-Quote auf bis zu vier Prozent steigen – der recht geringe Anteil in Höhe von einem Prozent ist noch der Taktik geschuldet. Mehr . . . 


EnBW: Neue Asset-Klasse mit neuer ALM-Studie

Auch EnBW Energie überprüft aktuell seine strategische Asset Allocation – und wird voraussichtlich erstmals in Private Equity investieren. „Wir wollen noch mehr Rechtsschiefe in unsere Renditeverteilung und ziehen dafür Risikobudgets zu Lasten von Public Equity ab“, sagte Ingo Peter Voigt, Generalbevollmächtigter und Leiter Konzernfinanzen. Als strategische Zielquote sind maximal fünf Prozent vorgesehen, angefangen wird mit deutlich weniger; direkte Einzelengagements strebt Voigt nicht an, eher Dachfonds-Lösungen. Mehr . . . 


Neuer Referentenentwurf bringt CTAs steuerliche Klarheit

Das Bundesfinanzministerium hat den Referentenentwurf eines Jahressteuergesetzes 2007 vorgelegt, aus dem sich eine wichtige Klarstellung im Hinblick auf die lohnsteuerliche Behandlung von Contractual Trust Arrangements (CTAs) ergibt. In Paragraf 3 Nr. 65 c) des Einkommensteuergesetzes soll künftig geregelt werden, dass der Erwerb von Ansprüchen durch den Arbeitnehmer gegenüber einem Dritten – also zum Beispiel einem CTA-Treuhänder – im Falle der Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder in vergleichbaren Fällen steuerfrei ist, soweit der Dritte neben dem Arbeitgeber für die Erfüllung von Ansprüchen auf Grund bestehender Versorgungsverpflichtungen oder Versorgungsanwartschaften gegenüber dem Arbeitnehmer und dessen Hinterbliebenen einsteht. Diese Regelung soll ausdrücklich auch für die Insolvenzsicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeit oder einem Arbeitszeitkonto gelten. Die Steuerfreiheit soll nicht nur für neue Fälle gelten, sondern auch alle noch offenen Fälle erfassen. Der Gesetzesentwurf soll am 23. September vom Kabinett beschlossen werden. Mehr . . . 


Etwas geringer, aber weiter stabil

Der Ausfinanzierungsgrad von „typischen“ Pensionsplänen deutscher Unternehmen ist im zweiten Quartal dieses Jahres erstmals seit einem Jahr wieder gesunken, wenngleich nur um weniger als ein halbes Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die erstmals veröffentlichte Analyse „German Capital Market Update“ des Beratungsunternehmens Rauser Towers Perrin, die hierfür de Entwicklung von Pensionsplänen von in Deutschland aktiven Unternehmen hinsichtlich Ausfinanzierung, Entwicklungen auf der Verpflichtungsseite sowie im Hinblick auf die Erträge aus für Pensionsverpflichtungen reservierten Kapitalanlagen untersucht hat. Mehr . . . 


Europäische Immobilien-Investmentgesellschaft baut Präsenz in Deutschland auf

Cordea Savills, eine seit dem Jahr 2003 auf dem Markt agierende Immobilien-Investmentgesellschaft, will verstärkt deutsche Institutionelle für sich gewinnen (vergleiche Personalien: Thomas Gütle als Head of Germany und Berith Kübler als Head of German Portfolio Management ernannt). Cordea Savills hat nach eigenen Angaben weit reichende Erfahrung im internationalen Immobilien-Fondsmanagement und legte bereits in ausgewählten europäischen Märkten auf die jeweiligen landesspezifischen Anlegerbedürfnisse abgestimmte Fonds auf. In Deutschland wird Cordea Savills vor allem paneuropäische Core-Fonds für institutionelle Investoren anbieten. Mehr . . . 


Es bleibt dabei: Die Vergangenheit taugt nicht zur Prognose

Investoren müssen zahlreiche Entscheidungen treffen. Auch auf welche Asset Manager sie setzen. Da bietet es sich an – so könnte man zwangsläufig meinen – sich für jene Asset Manager zu entscheiden, die in der Vergangenheit objektive und nachvollziehbare Erfolge generiert haben. Doch so einfach ist es nicht. Das auf jeden Fall geht aus der bisher unveröffentlichten Studie „Persistence of Manager Performance” von Mercer Investment Consulting hervor. Mehr . . . 


Personalien

Beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in Berlin sind Veränderungen angesagt. Grund hierfür: Der langjährige Leiter Kapitalanlagen, Dr. Ulrich Krüger (46), wird den Verband zum Jahresende verlassen, wie der GDV dpn auf Nachfrage bestätigte. Krüger will sich dem Vernehmen nach neuen Herausforderungen stellen. Zu seinen konkreten Plänen – die derzeit bereits feststehen – wollte sich Dr. Krüger jedoch aktuell noch nicht äußern.
ML/MRO

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Kommentar – Dr. Jörn Wasmund

Die effiziente Anlage vorhandener Mittel stellt heute viele institutionelle Investoren vor große Herausforderungen. Einerseits drängen Eigentümer und Kunden auf eine attraktive Rendite und eine breite Diversifikation. Andererseits erschweren regulatorische Vorgaben eine Direktanlage in alternative, mit traditionellen Anlagen unkorrelierte Assets wie etwa Loans. Die Anlage in höherrentierliche Aktiva ist aufgrund des höheren Risikos, der höheren Volatilität sowie regulatorischer Vorgaben ebenfalls nur begrenzt möglich. Mehr . . . 


BMAS plant schärferen Insolvenzschutz von Arbeitszeitkonten
— Franz Müntefering, Bundesminister für Arbeit und Soziales, Copyright: BMAS

Die Bundesregierung plant, den Insolvenzschutz von Arbeitszeitkonten zu verschärfen. Nach der parlamentarischen Sommerpause wird das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) voraussichtlich einen Vorschlag unterbreiten, der deutlich über die bisherige Regelung hinausgeht. Dieses Vorhaben war bereits mit der Koalitionsvereinbarung fixiert worden und würde die widersprüchliche Situation, die gegenwärtig im Spektrum der verschiedenen Zeitkonten herrscht, beenden. Eine Sprecherin des Ministeriums wollte sich zwar noch nicht auf einen konkreten Termin festlegen, bestätigte dpn aber, dass der Insolvenzschutz derzeit überprüft wird und im Juni bereits Sondierungsgespräche stattfanden. Mehr . . . 


Ein Eisberg namens Mifid treibt auf die Branche zu
— Frank Herring, Norton Rose, Partner

Brüsseler Direktiven haben einen zwiespältigen Ruf. Einerseits dienen sie hehren Zielen – Harmonisierung von Märkten, Herstellung von Rechtsgleichheit und “level playing fields” sowie der Beachtung von Anleger- und Verbraucherschutz. Andererseits bringt ihre Umsetzung oft viele neue Probleme mit sich. Das war bei der vergangenen Ogaw-Richtlinie so. Und es ist auch bei der anstehenden Finanzdienstleistungs-Richtlinie Mifid (Markets in Financial Instruments Directive) zu befürchten. Wegen ihrer großen Regelungsbreite wird von Beobachtern gern das Bild des Eisbergs gebraucht, der die Titanic zum Sinken brachte (Beispiel: „Countdown to Mifid – der aktuelle Stand“, Norton Rose, Februar 2006). Das klingt dramatisch, weist aber zu Recht auf die tief gehenden Interpretationsspielräume hin, deren Tücken – zunächst nicht absehbar – unter der Oberfläche lauern. Mehr . . . 


Deutschland bleibt Reit-Entwicklungsland

Indirekte Immobilien-Investments zählen eindeutig zu den Hoffnungsträgern im institutionellen Geschäft. Das sind neben (Dach-) Fondslösungen (vergleiche Seite 57f) auch Real Estate Investment Trusts (Reits). Der Grund: Institutionelle, und hier insbesondere Pensionseinrichtungen mit langen Verbindlichkeiten und der typischen Durationslücke zu den (deutlich kürzer angelegten) Kapitalanlagen, brauchen dringend höhere Immobilienquoten und eine stärkere internationale Streuung innerhalb der Quote. Und da sich harte Fakten in der Investment- und auch in der Immobilienbranche gut ausnehmen, wird von Branchenvertretern immer wieder auf eine Studie von JPMorgan verwiesen (vergleiche auch dpn, Mai/Juni 2006, Seite 12): Die Autoren kommen auf potenziell 350 Milliarden Euro, die von Europas Pensionskassen zu erwarten seien – gesetzt den Fall, sie erhöhen ihre Immobilienquoten auf die „ideale Quote“ in Höhe von 15 Prozent. Mehr . . . 


Alternative Investments: Mehr Moll als Dur

Gemessen an dem Platz, den sie mittlerweile in den Medien – selbst in großen Zeitungen – einnehmen, dürften die meisten alternativen Investments ihren Namen eigentlich gar nicht mehr tragen. Aus den „Alternative Investments“ werden also mehr und mehr Mainstream-Investments – und genau das ist auch eines der vielen Ergebnisse der jüngsten Zusammenarbeit von Frontiers Management Consulting und Mercer Investment Consulting, die dpn exklusiv vorliegen: Laut der 165-seitigen Studie „Alternative Investments 2006: Konsolidierung – Reife – Realismus?“ werden die Alternatives quer über alle befragten Investorengruppen mittlerweile als „ganz normaler“ Bestandteil der Asset Allocation angesehen.

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Düsseldorfer Vodafone startet DC-Plan

Die deutsche Vodafone-Gruppe ist am 1. Juni mit einem „soweit dies nach deutschem Recht möglich ist, reinen“ Defined-Contribution-Plan für ihre Mitarbeiter an den Start gegangen. Als Begründung hierfür nennt Horst Weismüller, für Altersversorgung zuständig in der Abteilung Tax, dass Vodafone den ganzen Ertrag, der für die Altersvorsorge der Mitarbeiter erwirtschaft wird, denselben auch zukommen lassen will. Hiervon wolle man nicht partizipieren, aber auch die Risiken dafür nicht übernehmen. Vodafone garantiere aber den nominalen Wert der Beiträge. „Wir wollen uns auf unsere unternehmerischen Aufgaben konzentrieren. Die Altersvorsorge für unsere Mitarbeiter ist jedoch nicht unsere unternehmerische Aufgabe. Deswegen ist ein Defined-Benefit-Plan, bei dem das Unternehmen dem Mitarbeiter ein Versprechen abgibt – ein Versprechen, welches von mehreren unsicheren Variablen abhängt – für Vodafone eben nicht der richtige Weg“, erklärt Weismüller dpn. Mehr . . . 


Studie Alternative Investments: Kaum Platz für Euphorie

Versicherer, Banken und Sparkassen – gerade diese Investoren haben 2005 tatsächlich in Alternative Investments angelegt; insgesamt dürften hierzulande rund zehn Prozent der Institutionellen bereits investiert sein. Das ist ein Ergebnis der Studie „Alternative Investments 2006: Konsolidierung – Reife – Realismus?“ von Frontiers Management Consulting und Mercer Investment Consulting (mherzog@frontiers-management-consulting.de) und (Herwig.Kinzler@mercer.com), deren Ergebnisse exklusiv in der Juli/August-Ausgabe von dpn vorgestellt werden. Die Studie basiert auf den Antworten von 80 institutionellen Investoren, spiegelbildlich wurden auch Anbieter befragt. Mehr . . . 


Die Lufthansa lebt vorerst besser mit Kapitalgarantien

Im Februar dieses Jahres hat die Lufthansa AG die Neustrukturierung der strategischen Liquiditätsreserven abgeschlossen und insgesamt 1,15 Milliarden Euro auf sieben Asset Manager verteilt. Immerhin knapp die Hälfte dieses Betrags, genau 500 Millionen Euro, entfällt auf kapitalgarantierte Schuldscheine, denen auch Hedgefondsstrategien zugrunde liegen – laut Walter Schmidt-Cording, Leiter Risiko-und Liquiditätsmanagement, ein „Novum“ für die Lufthanseaten. Darüber hinaus dotierte Lufthansa jeweils 250 Millionen Euro in Rentenfonds mit bis zu zwei beziehungsweise mit bis zu fünf Jahren Laufzeit; der Rest entfällt auf Geldmarktfonds. Als strategische Liquidität gilt bei der Lufthansa ein Betrag in Höhe von zwei Milliarden Euro, alle Beträge darüber hinaus zählen zur operativen Liquidität, die in kurzfristig verfügbaren Tages- und Termingeldern und in mindestens mit „BBB“-geratete kurzlaufende Wertpapiere angelegt ist.

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Wird 2007 das Jahr für Europas Abwicklungsstandards?

Die Fondsindustrie ist zwar inzwischen eine große Industrie in Europa geworden, aber es fehlt auf wichtigen Feldern an einheitlichen Standards, insbesondere einheitlichen Abwicklungsstandards. Das ist so ähnlich, als wenn es in der Elektroindustrie keine Industrienormen für Steckdosen oder Birnenfassungen gäbe. Für die Nutzer bedeutet das: Der Weg zur Open oder Guided Architecture ist komplex und teuerer als nötig. Deshalb hat sich die EFAMA (European Fund and Asset Management Association) die Vereinheitlichung der Abwicklungsstandards in Europa auf die Fahnen geschrieben. Mehr . . . 


Kommunikation als neue alpha-Quelle

Auch der Consultant-Markt für institutionelles Asset Management wird reifer, und so ist es nur konsequent, dass neue Berater von der üblichen Dienstleistungspalette – wie Asset-Liability-Management, Asset-Klassen-Planung, Manager-Selektion und manchmal auch Anlageempfehlungen – die Finger lassen, und sich stattdessen mit komplementären Leistungen, häufig solche, die bei den bisherigen Consultants nebenher mitgemacht werden, einen Namen machen wollen. Mehr . . . 


Fangemeinde des Style Investings wächst

Das so genannte Style Investing bei Aktien, also die bewusste Diversifikation zwischen Investment-Stilen wie beispielsweise Value und Growth, ist ein Diversifizierungsschritt, den die meisten deutschen Institutionellen noch nicht gegangen sind. Indes: Dass sich auf diesem Feld aber etwas bewegt, zeigt die Nettomittelentwicklung bei einem der Vorzeigehäuser in Sachen bewusster Trennung von Value und Growth, AllianceBernstein, das zwei nach Portfoliomanagement, Research und Administration komplett voneinander getrennte Aktienplattformen – Alliance für Growth, Bernstein für Value – unter einem Dach vereint: Laut Martin vom Hagen, ehemals bei Axa Investment Managers und nun Leiter des deutschsprachigen institutionellen Geschäfts von AllianceBernstein in München sind die Zuflüsse 2005 durch Aufstockungen und neue Mandate um über 40 Prozent gestiegen. Die Hälfte der derzeit 20 institutionellen Mandate aus dem deutschsprachigen Raum entfällt auf deutsche Investoren. Der größte Kunde hat 500 Millionen Euro an AllianceBernstein vergeben, aufgeteilt auf ein europäisches und ein US-Aktienmandat. Mehr . . . 


Neue Erkenntnisse für die Alpha-Suche

Im Mittel erzielen die Investoren mit Large-Cap-Mandaten kein positives Alpha; viele schneiden sogar deutlich im Minus ab. Diese inzwischen weit verbreitete Vermutung belegt eine kürzliche Auswertung von alpha portfolio advisors, die auf 369 Composites aus der Alpha-Datenbank mit Anlageschwerpunkt in Europa, USA, Japan und Global basiert und einen Zeitraum von drei Jahren (2002 – 2004) abbildet (vergleiche auch dpn Ausgabe 24, März/April 2006, Seite 62-64). Der Large-Cap-Bereich ist so gesehen für die Investoren nicht mehr als ein Nullsummenspiel. Positive Alphas – auch das ist nicht neu – werden im Mittel dagegen nur für aktive Mandate im Mid- und Small-Cap-Bereich beobachtet, mit etwa 84 Basispunkten besseren Renditen als bei der Gesamtheit der Mandate. Mehr . . . 


Watson Wyatt: „Globale Diversifikation reicht nicht mehr“

Wenn Watson Wyatt mit seiner Vorausschau auf die nächsten zehn Jahre Recht hat, werden viele Investoren ihre strategische Asset Allocation neu schreiben müssen. In seinem neuen „Global Investment Review 2006“ identifiziert der Consultant einige makroökonomische Schlüsselfaktoren, deren Risikogehalt sich derzeit noch nicht vollständig in den Kursen an den globalen Aktienmärkten widerspiegele: Demografie, Umweltveränderungen, „Chindia“ (China und Indien in der Weltwirtschaft), Energie, staatliche Wirtschaftspolitik, Geopolitik und die Veränderung der öffentlichen Stimmungslage. Mehr . . . 


Personalien

Die 35 Milliarden Euro schwere Bayerische Versorgungskammer bewegt sich – angespornt von den positiven Erfahrungen seit dem ersten Hedgefonds-Investment vor einem Jahr – immer stärker hin zu Absolute-Return-Mandaten und Alternative Investments. Entsprechend wächst das Team Alternative Investments unter der Leitung von Anselm Wagner weiter: Neben Dajana Brotmann ist seit Anfang Mai auch Constantin Echter dazu gestoßen; Echter promoviert derzeit nebenher über das Thema Hedgefonds am Lehrstuhl für Finanz- und Bankwirtschaft der Uni Augsburg bei Professor Manfred Steiner. Derzeit betreut das Team die