dpn-Ausgaben » 2004 » Oktober 2004 (Brief)
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MLP baut bAV-Geschäft aus
Der Finanzdienstleister MLP ist vom Deutschen Hausärzteverband zum Berater in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) ernannt worden. Rund 30.000 Arztpraxen soll der Heidelberger Finanzdienstleister beraten. „Da erst wenige Praxen mit einer ausreichenden bAV ausgestattet sind, besteht ein enormer Beratungsbedarf. Die Übertragung des Mandats zeigt die konsequente Weiterentwicklung unseres Geschäftsbereichs betriebliche Altersversorgung,“ so Dr. Harald Huhn, seit Anfang 2004 Leiter des Geschäftsbereichs bAV.
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Britische Standard Life plant Fonds für Verbindlichkeitsmanagement
Standard Life Investments will gepoolte Fonds für europäische Pensionsgeldanleger und Lebensversicherer auflegen, die diesen Investoren helfen sollen, ihre Verbindlichkeiten genau zu matchen, so Euan Munro, der Leiter der neu gegründeten Strategic Solutions Unit, die diese Produkte entwickelt und managt. Außerdem will sich der in Edinburgh ansässige Vermögensverwalter als strategischer Asset-Allocation-Berater positionieren, in dem er z.B. Overlay-Mandate mit einer Drei-Jahres-Perspektive für Marktrisiken übernimmt. Die geplanten Fonds und strategische Asset-Allocation-Beratung sind Teil des Angebots von verbindlichkeitsorientierten Anlagestrategien („Liability Driven Investing“ oder LDI) des Asset-Managers. LDI zielt darauf ab, die Cash-Flow-Bedürfnisse des Anlegers entweder eins zu eins abzudecken oder gleichzeitig zusätzliche Alpha-Erträge zu generieren.
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US-Manager will Shareklassen eines aggregierten Anleihenfonds ausbauen
T.Rowe Price will seinen globalen aggregierten Anleihenfonds um währungsgesicherte Shareklassen , v.a. in nordeuropäischen Währungen, aber auch Euro, erweitern. „Für europäische Investoren macht eine Anlage, die gegen Währungsrisiken abgesichert ist, am meisten Sinn.
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BNP Paribas überlegt Depotbankakquisition, baut Custody-Team weiter aus
BNP Paribas Securities Services ist mit mehreren ungenannten Depotbank-Anbietern in Deutschland mit Hinblick auf potenzielle Akquisitionen in Gesprächen. Außerdem will der französische Depotbankdienstleister sein Beratungs- und Kundenbetreuungsteam hierzulande weiter ausbauen. Das Geschäft wachse stark, nicht zuletzt, weil viele kleinere Depotbank-Anbieter überlegen würden, aus diesem Segment auszusteigen, so Dietmar Rössler, Business Manager European Investor Services in Frankfurt. Die Geschäftsstrukturen im Depotbankmarkt hätten sich in den letzten Jahren grundlegend geändert, und vielen Anbietern fehle die kritische Masse für effiziente Gebührenstrukturen und die notwendigen IT-Investitionen, um z.B. neue Märkte und zunehmend komplexe Finanzinstrumente abwickeln und überwachen zu können, so Rössler.
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Metzler baut Multi-Manager-Produktteam aus
Die Metzler Multi-Manager GmbH in Frankfurt will bis zum Jahresende ihr zwei-Mann-starkes Produktteam um einen Mitarbeiter erweitern. Das Unternehmen, das seit April/Mai die Frank Russell Multi-Manager-Fondspalette in Deutschland vertreibt, hat bisher ca. 150 Mio. Euro für die Produkte eingesammelt, im nächsten Jahr will man die 500 Mio. Euro-Latte erreichen, sagte Ulf Hollstein, Managing Director, dpn. „Wir haben keine Multi-Manager-Expertise im Haus und glauben, Multi-Manager-Produkte werden auch in Deutschland in Zukunft eine eigene Assetklasse sein. Wir sehen diese Produkte als komplementär zu unserer eigenen Produktreihe,“ erklärte er. „In Deutschland ist der Begriff Multi-Manager noch unklar. Da fehlt noch weitere Education des Marktes. Viele denken hier noch an Dachfonds oder Master-Fonds.“ Hollstein sagte, er erwarte noch vor Jahresende die ersten Vertragsabschlüsse mit Pensionskassen bzw. Versicherern für den Russell-Dachhedgefonds. „Viele Versicherer haben abgewartet, bis das BaFin-Hedgefonds-Rundschreiben im August da war,“ sagte er. Metzler, das exklusive Vertriebsrechte in Deutschland für Russells Long-Only und Hedgefonds-Produkte hat, will 2005 auch ein Private-Equity-Produkt von Russell Institutionellen hierzulande anbieten. CS
BGI lanciert ersten China-ETF, weiter ETFs
Barclays Global Investors (BGI) wird im kommenden Halbjahr vier neue Exchange Traded Funds (ETFs), darunter auch den ersten chinesischen ETF, in Europa lancieren. Einer der Fonds wird bereits seit Anfang Oktober an der Londoner Börse (LSE) gehandelt. BGI überlegt auch, einen Immobilien-ETF in Europa aufzulegen und wartet auf die Zulassung eines Gold-ETFs in den USA, so Bruce Lavine, Head of iShares Europe, BGI’s ETF-Einheit. Auch wolle man, das Geschäft in Deutschland ausbauen. „[ETFs] nehmen eine immer stärker etablierte Rolle in der Vermögensverwaltung ein,“ so er. In den USA würden Pensionsgeldanleger, bisher keine großen ETF-Anleger, diese Instrumente stärker einsetzen. Auch in Europa würden Vermögensverwalter, Versicherer und regionale Behörden zunehmend ETFs nützen, allerdings häufig US-amerikanische Proxy-Fonds, da diese längere Track Records und größere Vermögensvolumina haben. Laut Morgan Stanley stieg das weltweite ETF-Vermögen Ende August 2004 auf 240 Mrd. US-Dollar von 212 Mrd. US-Dollar 2003.
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Allianz Dresdner eröffnet Niederlassung in der Schweiz
Allianz Dresdner Asset Management (ADAM) verstärkt sein europäisches Geschäft mit der Eröffnung einer Niederlassung in der Schweiz, einen Markt, den der Vermögensverwalter bisher von Frankfurt, London und München aus bedient hatte. Mit der lokalen Präsenz, der Sitz ist in Zürich, wolle man besseren Zugang zu schweizerischen Kunden gewinnen, so Christian Straub, Geschäftsführer der ADAM (Schweiz). „Bisher haben wir sehr erfolgreich große Kunden akquiriert. Doch es war schwieriger, in den breiteren Markt, vor allem bei mittelgroßen Pensionskassen, vorzudringen,“ sagte er. Außerdem würden mit der lokalen Niederlassung Hindernisse wie Sprachbarrieren aus dem Weg geräumt. „Wir sehen bedeutende Wachstumschancen in diesem Markt,“ fügte Straub hinzu, seit drei Jahren Mitglied des Senior ADAM-Managements.
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Personalien
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Martin Luley Metzler Investment GmbH
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Martin Luley, der ehemalige Leiter Produktentwicklung bei Commerzbank Asset Management, ist seit 1. Oktober Geschäftsführer der Metzler Investment GmbH und der Metzler Asset Management. Luley, der das Management-Team verstärke, sei „für die Vermarktung des Multi-Manager-Bereichs und der fondsgebundenen Vermögensverwaltung“ zuständig, so ein Metzler-Sprecher in Frankfurt. Bei der Commerzbank ist seit 1. September Dr. Thomas Goergen für den neu geschaffenen Bereich Product Strategy / Development zuständig (siehe auch S. 4).
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Alternative Anlagen
Europäische Hedgefonds wachsen um 25%: Das Kapitalvolumen der europäischen Hedgefonds ist im ersten Halbjahr 2004 um 25% auf 170,9 Mrd. Euro gestiegen. Der größte Teil dieses Zuwachses stammt aus Neuinvestitionen, ein kleinerer Teil aus Performance-Gewinnen, wie aus einer Studie des Research-Unternehmens EuroHedge hervorgeht. Zwischen Ende Juni 2003 und Ende Juni 2004 stieg danach das europäische Hedgefonds-Vermögen um 70%. Drei Viertel der europäischen Hedgefonds werden in London verwaltet, mit einem Volumen von 154 Mrd. US-Dollar.
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Gemischtes
Commerzbank fusioniert Produktmanagement für Privatanleger und Institutionelle: Die Commerzbank hat die Bereiche Product Management, Product Strategy und Fund Setup für das institutionelle und Retail-Asset-Management-Geschäft zusammengelegt.
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Kommentar – William Davies
Gute Zeiten für europäische Aktien?
Für Aktienanleger verlief das Jahr bisher ziemlich frustrierend. Während die Unternehmensergebnisse unterm Strich vielversprechend ausfielen und eine schrittweise Erholung der Wirtschaft widerspiegeln, war mit Aktien selbst wenig Geld zu verdienen, da sie sich hartnäckig innerhalb eines Korridors bewegten.
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