dpn-Ausgaben » 2004 » Juni 2004 (Brief)
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BaFin wird verstärkt qualitative Aufsichtselemente betonen
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Karl-Burkhard Caspari BaFin
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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) will sich bei der Aufsicht von Versicherungsunternehmen, inkl. Pensionskassen, mehr auf qualitative Aspekte konzentrieren. „Der [von Basel II vorgezeichnete] Weg in die qualitative Aufsicht ist auch hier erkennbar,“ sagte BaFin-Vizepräsident Karl-Burkhard Caspari auf der 66. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) in Bonn Anfang Mai. Der BaFin-Ansatz ist Teil der Anstrengungen der Versicherungsaufsichtsbehörden in der Europäischen Union (EU), stärker risiko-orientierte Eigenkapitalanforderungen zur Sicherung der finanziellen Stabilität von Versicherern zu entwickeln.
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Lufthansa lagert Pensionsverpflichtungen aus
Lufthansa will Pensionsverpflichtungen im Wert von 4,3 Mrd. Euro mit Kapital unterlegen und die Gelder extern verwalten lassen. Die Fluglinie sucht derzeit Vermögensverwalter für die Anlageklassen asiatische Aktien, Eurozone Unternehmensanleihen und Pfandbriefe, US Anleihen und Investment-Grade Emerging Markets Anleihen.
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Metzler: IT ist maßgeblicher Erfolgsfaktor
Das Bankhaus Metzler betrachtet seine IT-Kompetenz als einen integralen Faktor im starken Wachstums seines Geschäfts mit der betrieblichen Altersversorgung und im Asset Management insgesamt. Das von Metzler Asset Management verwaltete Vermögen sei 2003 um fast 30% von 10,2 Mrd. Euro auf 13,1 Mrd. Euro gestiegen, verkündigte das Familienunternehmen auf einer Pressekonferenz in Frankfurt. Ende Mai lag es bei 14,5 Mrd. Euro.
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Cominvest wird Hedgefonds-Produkte anbieten
Die Cominvest Asset Management in Frankfurt will mit einem ungenannten externen Hedgefonds-Advisor und zwei ungenannten Managed-Account-Plattformen zusammenarbeiten, um Dachhedgefonds und für deutsche institutionelle Kunden individuell strukturierte Hedgefondslösungen anzubieten. Die Nachfrage nach „umfassenden Asset-Allokations-Dienstleistungen“ wachse, und die Commerzbank wolle diese Nachfrage u.a. mit einem kompletten Produktangebot bedienen, so Martin Luley, Leiter Produktentwicklung bei Commerzbank Asset Management, einer Commerzbank-Einheit. Um dies zu gewährleisten, will die Bank will ihre interne Expertise im europäischen Wertpapierbereich mit externen Multi-Manager-Lösungen ergänzen.
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Neuer aba-Europa-Arbeitskreis soll noch vor Sommer tagen
Die Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) in Heidelberg gründet einen Arbeitskreis zu Europa-Fragen, der noch vor der Sommerpause erstmals tagen soll. Die Gruppe, der Vertreter aller fünf Durchführungswege für die betriebliche Altersversorgung angehören werden, soll den aba-Vorstand bei der Vorbereitung von Beschlüssen zu europaweiten und europarechtlichen Fragen und die aba-Geschäftsstelle bei diesen Themen unterstützen, so Klaus Stiefermann, aba-Geschäftsführer. Sie wird unter der Leitung von Joachim Schwind, dem Leiter der aba-Fachvereinigung Pensionskassen, stehen. „Wir haben seit vielen Jahren einen reinen Vorstandsarbeitskreis [zu Europa-Fragen] . . . aber wegen der aktuellen Gesetzgebungsverfahren wollte man das auf eine breitere Basis stellen,“ so Stiefermann. Die Themenvielfalt und Arbeit sei jetzt so intensiv geworden, dass der Vorstand dies für notwendig erachte. Die Mitglieder des Arbeitskreises werden derzeit bestellt.
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Prudential M&G will Position in Deutschland stärken
Die britische Investmentgesellschaft Prudential M&G, die sich als europäischer Fixed-Income-Spezialist positioniert, will ihr deutsches institutionelles Geschäft unter der Leitung von Ulrike Hofferek-Genfer in Frankfurt ausbauen. Im deutschen Markt gäbe es v.a. Nachfrage für Expertise im Unternehmensanleihen-Bereich, so Hofferek-Genfer im Gespräch mit dpn. Das Unternehmen habe eines der größten Kreditteams für europäische Bonds in Europa und hätte in den letzten Jahren sein Research stark ausgebaut. Auch sei man im Gegensatz zu einigen anderen Anbietern solcher Investmentexpertise kein Emissionshaus sondern unabhängig, sagte sie.
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Experten fordern Diskussion über mögliche Aufsicht von Ratingagenturen
Angesichts ihres großen Einflusses auf die Kapitalmärkte sollten Kreditratingagenturen u.U. der Finanzaufsicht unterliegen, so Prof. Wolfgang Gerke von der Universität Erlangen-Nürnberg, der die Bundesregierung in der Vergangenheit zu Elementen der Rentenreform beraten hatte. Prof. Gerke, der auf der 66. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) sprach, bezog sich in seinen Kommentaren auf die methodischen Ansätze, die diese Agenturen zur Bewertung der Pensionsrückstellungen deutscher Unternehmen anwenden. „Wenn [ihr] Einfluss so groß ist, muss die Qualität des Ratings auch so groß sein. Die Qualität – inklusive der [Rating-] Methode – muss zweifelsfrei sein,“ sagte er.
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Personalien
Dr. Sven Hartmann, ehemaliger Leiter institutionelle Kunden bei der MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH (MEAG KAG) in München, wird der Universal-Investment-Gesellschaft mbH als Generalbevollmächtigter für das institutionelle Geschäft beitreten. Neben der Kundenbetreuung soll er Neugeschäft v.a. im Master-KAG-Bereich generieren. Diese neue Position sei geschaffen worden, „weil wir bisher wenig aktives Sales betrieben haben und diesen Bereich ausbauen wollen,“ kommentierte Markus Neubauer, der für Sales und Kundenbetreuung zuständige Universal Investment-Geschäftsführer. Robert Helm, Geschäftsführer der MEAG KAG, sagte dpn, er habe Hartmanns Aufgaben derzeit übernommen, wollte jedoch keine genaueren Angaben machen.
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Alternative Anlagen
Unico erhält Dach-Hedgefonds-Zulassung: Die Luxemburger Unico Asset Management, eine Tochter der KAG Union Investment, hat in Deutschland die Zulassung für ihre Dach-Hedgefonds „AI Multi-Hedge Strategy“, „Alpha Invest I“ und „Alpha Invest II“ erhalten, die ersten zum Vertrieb zugelassenen ausländischen Dachfonds. Mitte Mai hatte Pioneer über die Hansa Invest als erster ausländischer Anbieter eine Vertriebszulassung für ein deutsches Produkt erhalten. Alle drei Unico-Produkte investieren derzeit in 20 verschiedene Einzelstrategien. Sie orientieren sich am Managed-Account-Ansatz – hier wird für jeden Single-Hedge-Fonds ein Konto eingerichtet. Für das Risikomanagement und die grobe Anlagestrategie ist Unico zuständig. Die Auswahl der Zielfonds übernimmt die Schweizer Partners Group. MB
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Gemischtes
State Street Bank plant Hedgefonds-Services: Die State Street Bank GmbH in München will selektiv Depotbank-Dienstleistungen für Hedgefonds anbieten und ebenfalls selektiv KAG-Aktivitäten wie z.B. Fondsbuchhaltung und –administration insourcen, so Stefan Gmür, Managing Director. Über die letzten Monate hat sie ihre Hedgefonds-Depotbank-Kapazitäten ausgebaut. Doch Gmür sagte, er sähe noch Diskussionsbedarf zwischen Industrie und Aufsicht bzgl. der Verteilung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen Depotbank, KAG/Investment AG und Broker bzw. Prime Broker. Bzgl. der Pläne, KAG-Dienstleistungen für Dritte zu übernehmen, sei man in Gesprächen mit potenziellen Kunden. Dies sei ein sehr komplexes Geschäftsfeld, so Gmür. CS
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Kommentar – Michael Montag
Das Investmentmodernisierungsgesetz sollte den Rückstand des Finanzplatzes Deutschland gegenüber europäischen und außereuropäischen Standorten verringern, die Wettbewerbsposition der deutschen Investmentindustrie verbessern und den Anlegerschutz stärken.
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