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Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung

 
 
 dpn-Ausgaben » 2003 » April 2003 (Brief)
 
Verbände reagieren auf Rürup-Vorschläge

Die Arbeitsgemeinschaft für die betriebliche Altersversorgung (aba) und der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) haben dpn Stellungnahmen zum Bericht der Sachverständigenkommission über die steuerrechtliche Behandlung von Renten gegeben. Mehr . . . 


Zweiter europäischer Renten-ETF lanciert

Seit Mitte März wird der erste europäische Exchange Traded Fund (ETF) basiert auf europäische Unternehmensanleihen in Frankfurt gehandelt. Wie die Deutsche Börse, der Betreiber der Frankfurter Wertpapierbörse, mitteilte, bildet der „iBoxx € Liquid Corporates ETF“ 40 liquide Unternehmensanleihen ab, die in einem speziellen Index für Unternehmensanleihen vertreten sind. Mehr . . . 


DeAM übernimmt Asset Management für Deutscher PF

Gemeinsam mit dem Versicherer Deutscher Herold hat DWS, die Fondstochter der Deutschen Bank, den „Deutschen Pensionsfonds“ gegründet. Deutscher Herold ist mit 74,9% Hauptgesellschafter des Pensionsfonds, während DWS den restlichen Anteil von 25,1% hält. Nach Angaben eines Sprechers konnte Deutscher Pensionsfonds erst Anfang März, nachdem alle staatliche Genehmigungen vorlagen, an den Start gehen. Mehr . . . 


aba fordert besseres Verständnis von Pensionsrückstellungen

Bei sachgerechter Handhabung und Planung gebe es keinen Grund für eine negative Bewertung von Pensionszusagen, laut einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. (aba). Der Verband sieht in dieser Stellungnahme einen weiteren Beitrag für ein besseres Verständnis von Rückstellungen, deren Funktionsweise und Effekte öfters missverstanden seien.

Eine unreflektierte Gleichbehandlung von Pensionsrückstellungen und anderen Formen von Fremdkapital sei nicht sachgerecht, so der Verband. Pensionsrückstellungen seien systematisch dem Fremdkapital eines Unternehmens zuzuordnen, unterscheiden sich aber im Wesentlichen von anderen Arten von Fremdkapital. Sie seien mit einer Laufzeit von drei bis vier Jahren zu bewerten und können die langfristige Kapitalausstattung von Unternehmen verbessern.

„Wenn die vom Unternehmen erwirtschaftete Rendite deutlich höher liegt als der Kapitalmarktzins für langjährige sichere Anleihen, dann haben Pensionsrückstellungen sogar einen zusätzlichen Vorteil bei der Innenfinanzierung. Dies muss sich positiv auf das Ratingergebnis auswirken,“ so Dr. Boy-Jürgen Andresen, Vorstandsvorsitzender der aba. Die Stellungnahme ist unter www.aba-online.de abzurufen.



Standardentwurf für Pensionsverpflichtungen

Interessierte Personen und Organisationen werden bis Samstag, den 31. Mai 2003, um eine Stellungnahme zum Entwurf des Deutschen Rechnungslegung Standards Committees über die Behandlungen von Pensionsverflichtungen im Konzernabschluss gebeten.

Der Entwurf sieht vor, die vollständige Bilanzierung und sachgerechte Bewertung von Pensionsverpflichtungen bei allen Durchführungswegen zu erzielen und soll unabhänging von der Rechtsform oder Kapitalmarktorientierung des Mutterkonzerns sein. Kontakt: www.drsc.de.



Fitch bewertet Schroder Investment Management

Die Ratingagentur Fitch hat die Bonität des Londoner Vermögenverwalters Schroder Investment Management (SIM) mit „AA+“ bekräftigt. Wie Fitch in Paris mitteilte, hängt die Beibehaltung von SIMs hoher Bonität mit seiner soliden Organisations- und Finanzstruktur zusammen. SIM gilt als Spezialist für Aktienanlagen und verwaltete Ende Dezember 2002 ein Vermögen von 138 Mrd. Euro, was größtenteils von institutionellen Kunden stammt.

Fitch stelle aber fest, dass SIM stark vom Zusammenbruch der weltweiten Aktienmärkte im vergangenen Jahr betroffen wurde und somit einige institutionelle Kunden verlor. Andererseits habe der Londoner Vermögensverwalter den Rückgang seines Kerngeschäfts teilweise durch Restrukturierung und Kostensenkung ausgeglichen.



Gothaer konkurriert mit MetallRente

Gothaer Versicherung hat ein Altersversorgungsmodell für die deutsche Elektro- und Metallindustrie eingeführt, das direkt mit der MetallRente konkurrieren soll. Wie Gothaer in Köln mitteilte, erfüllt ihre „Gothaer TarifRente“ alle Anforderungen des Tarifvertrags. Anders wie die MetallRente aber bietet sie auch den Abschluss einer Riester-Rente. Das Produkt sei besonders für mittelständische Unternehmen in den beiden Industrien geeignet, so Gothaer. Mehr . . . 


MetallRente bietet rückgedeckte Unterstützungskasse an

Die MetallRente wird zunächst eine rückgedeckte Unterstützungskasse anbieten, wie das Versorgungswerk im Rahmen einer Fachtagung in März bekannt gemacht hat. Das neue Angebot erweitert die Produktpalette des in Berlin ansässigen Versorgungswerks von drei auf vier Produkte. Allerdings will die MetallRente den neuen Durchführungsweg nicht aktiv vertreiben, wie dpn aus internen Kreisen in Erfahrung brachte. Neue Kundenmittel werden in die bereits existierende rückgedeckte Unterstützungskasse der Allianz Dresdner Gruppe fließen, bis sie die notwendige kritische Größe erreicht haben, eine eigene zu gründen.


Mischfonds gewinnen an Bedeutung

Zwei Drittel der Spezialfonds-Neuzuflüsse entfielen letztes Jahr auf Mischfonds, wie der BVI Bundesverband Investment & Asset Management e.V. in Frankfurt mitteilte. Dies entspricht einen Anteil von 67,3% in 2002 im Vergleich zu den 58,8% des Vorjahrs.

Der Rentenanteil der Neuzuflüsse in 2002 ist um 5,9% auf 21,4% gesunken, während der Aktienanteil von 8,2 auf 7,8% ebenfalls leicht abstieg. Offene Immobilienfonds machten mit acht Fonds 1,5% der Gesamtzuflüsse aus und Dachfonds mit sieben Fonds 1,3%.

Insgesamt wurden 523 neue Spezialfonds aufgelegt, wie der Verband mitteilte, wovon fast alle (519 Fonds) auf inländische institutionelle Anleger entfallen. Kreditinstitute legten 162 Fonds und Versicherer, inklusive Pensionskassen und berufsständischen Versorgungswerken, 256 Fonds auf.

Die Investmentbranche verwaltete zum Jahresende 2002 insgesamt 5 417 Spezialfonds mit einem Gesamtvermögen von 482 Mrd. Euro. Bis Ende Februar ist der Wert der Spezialfonds auf 467,8 Mrd. Euro gesunken, so die letzten Daten des Verbandes über die monatlichen Mittelzuflüsse. Im Februar investierten institutionelle Anleger weitere 1,9 Mrd. Euro in Spezialfonds.



Personalien

Bei der Union Investment Institutional ist Nikolaus Sillem seit Ende Februar neuer Geschäftsführer mit Zuständigkeit für institutionelle Anleger. Er war der Leiter für Produkt- und Vertriebmanagement der DZ Bank, wobei er auch für den institutionellen Vertrieb zuständig war. Zudem ist er auch Spezialist für Alternative Investments, so eine Pressemitteilung der Union. Sillem ersetzt Bernd Bauer, der ganz aus der Geschäftsführung der Union Investment Institutional ausscheidet. Mehr . . . 


In Kürze

400 000 betriebliche Neuverträge

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft meldet 400 000 Neuverträge im Rahmen der innerhalb der Branche angebotenen Pensionskassen und Pensionsfonds. Zudem wurden 3,28 Mio. Renten- und Pensionsversicherungsverträge im Jahr 2002 abgeschlossen – ein Plus von 125% im Vergleich zu 2001. Davon machten die in 2002 im Rahmen der Riester-Förderung abgeschlossenen Verträge 2,15 Mio. aus, oder insgesamt 2,93 Mio. seit dem Start der Rentenreform.

DIA Untersuchung zur Altersversorgung

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge in Köln schätzt 2 Mio. im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung bei Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen abgeschlossene Verträge. Die Zahl der privaten Verträge schätzt das Institut auf knapp über 3 Mio. Diese Daten basieren auf einer Umfrage von 1 000 Förderungsberechtigten, die im Januar durchgeführt wurde.

Nachfrage für Nachhaltigkeitsfonds gestiegen

Trotz des starken Rückgangs der Finanzmärkte 2002 ist die Nachfrage unter den Privatanlegern für Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds stark gestiegen. Nach Angaben des Vermögensverwalters Pictet in Frankfurt betrug der Nettomittelzufluss für solche Fonds im vergangenen Jahr 280 Mio. Euro, während sich ihre Anzahl um 30,6% auf 64 Fonds erhöhte.



Streubesitz-Gewichtung für den DAX

Am 24. Juni ist es auch in Deutschland so weit. Was die angelsächsischen Börsen seit langem praktizieren, wird nun auch die Deutsche Börse einführen. Ab diesem Tag werden die Aktien in ihrem Leitindex DAX nur noch nach deren Streubesitz gewichtet. Fondsmanager, die den DAX als Benchmark für ihr Marktengagement verwenden, sollten sich also auf große Umschichtungen in ihren Portfolios einstellen. Mehr . . . 


Minusrendite für Schweizer Kassen

Die Median-Rendite der Schweizer öffentlich-rechtlichen und privaten Pensionskassen lag 2001 bei –7,1%, laut der letzten Ergebnisse der ASIP/Watson Wyatt Performancevergleich. Allerdings liegt das Gesamtvermögen der Pensionskassen deutlich höher als im Jahr 1999, wobei man im Jahr 2002 noch ein Plus von 1,5% verzeichnen konnte. Mehr . . . 


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