dpn-Ausgaben » 2011 » August-September 2011
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Tours d’Europe: Stimmen Stimmungen?
Der Chronist, ständig à la Recherche du Temps perdu, fängt auf seinen Tours d‘Europe manch Stimmung ein; subjektiv, punktuell und nie repräsentativ, aber allemal ein gutes Korrektiv zu Umfragen und Statistiken.
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Kurz & bündig
+++ Versicherungen sind die Nachhaltigkeits-Muffel in Deutschland. Dies zeigt der erste Stimmungsindex zur nachhaltigen Kapitalanlage institutioneller Investoren in Deutschland, den Professor Henry Schäfer (Universität Stuttgart) entwickelt hat. Die Daten dafür stammen aus einer Umfrage der Union Investment unter 218 Großanlegern (Erhebung: Mai und Juni 2011). Nur jede dritte Versicherung berücksichtigt demzufolge nachhaltige Kriterien bei ihren Anlageentscheidungen stark oder sehr stark. Dies ist der niedrigste Wert unter allen Anlegergruppen. Bei den Kreditinstituten waren es 41 Prozent, bei den Altersvorsorgeeinrichtungen 50 Prozent. Spitzenwerte erzielten dagegen Stiftungen und Kirchen (84 Prozent), die Sonstigen (Family Offices, Mittelständler und ähnliche 76 Prozent) und die Großunternehmen (64 Prozent). Letztere haben damit eine erstaunliche Wandlung durchgemacht. Noch vor zwei Jahren trugen sie die rote Laterne. Inzwischen sind Großunternehmen die Anlegergruppe, die am stärksten von möglichen Renditevorteilen des nachhaltigen Investierens überzeugt ist.
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Höhere Quoten für die Emerging Markets
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Die exotischen Depotbeimischungen aus den Schwellenländern sollen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen
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Die institutionellen Anleger werden ihre Schwellenländerquoten in den nächsten Jahren deutlich ausbauen, so die Einschätzung der 33 Asset Manager, die sich in diesem Jahr an der großen Financial Times/dpn-Umfrage „Emerging Markets“ beteiligten. Bei den Aktien rechnen 15 Asset Manager mit einem Schwellenländeranteil der institutionellen Investoren von 10,1 bis 20 Prozent in drei Jahren. 16 Umfrageteilnehmer setzen die künftige Quote auf 5,1 bis 10 Prozent an, nur einer auf maximal 5 Prozent.
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Die Regulierungswelle bietet auch Chancen
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Ulrich Buchholtz (Moderator), Christian Wutz,
Jörg Sittmann, Bernd Vorbeck, Maik Rodewald
(Moderator), Joachim Treppner, Alexander Poppe,
Clemens Schuerhoff
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Die zahlreichen neuen Regulierungen stellen die Administrationsbranche vor große Herausforderungen. Dies ergab der dpn-Roundtable „Administration“ (siehe Seiten 25 bis 32). „Es ist noch nie so viel so geballt auf uns zugekommen wie im Moment“, beschreibt Joachim Treppner, Geschäftsführer von Metzler Investment, die Situation. Für Bernd Vorbeck, Sprecher der Geschäftsführung der Universal Investment, besteht deshalb aktuell „die größte Herausforderung in der Planung der Kapazitäten für all diese Veränderungen.“
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Wenig Bewegung beim Preis
Mit großen Veränderungen bei den Preisen rechnen die Teilnehmer des Roundtables „Administration“ in absehbarer Zeit nicht. Die Mehrheit erwartet keine sinkenden Vergütungen für Administrationsdienstleistungen mehr. „Das Preisniveau in Deutschland hat den Boden gesehen“, so der Marktbeobachter Clemens Schuerhoff, Vorstand des Beratungshauses Kommalpha.
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In Zahlen - August/September 2011
541 Milliarden Euro beträgt das verwahrte Gesamt-volumen (Assets under Custody) der Commerzbank. Damit sind die Gelben Spitzenreiter in Deutschland und schieben sich vor die BNY Mellon mit 532 Milliarden Euro. Platz 3 und 4 belegen die LBBW (405 Milliarden) und Caceis mit (290 Milliarden) Euro. Die Commerzbank hatte bei der „dpn-Umfrage Custodians 2011“ (vergleiche Artikel „Leid durch Regulierungswut“, Ausgabe Juni/Juli) die verwahrten Fondsbestände (Assets under Depotbank) nicht in die Assets under Custody eingerechnet.
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Die Vielseitigkeit in den Genen
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Lutz Johanning
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Maik Rodewald hat ihn schon 2008 den „Hansdampf des Risikomanagements“ genannt. Lutz Johanning hat seine Schlagzahl trotzdem nicht verringert
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Zwei Jahrzehnte im Bund mit dem grünen Guten
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Michael Dittrich
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So manche Persönlichkeit des öffentlichen Lebens hat schon seinen Weg gekreuzt. Seine Ruhe hat er auch dabei nicht verloren. Maik Rodewald gratuliert Michael Dittrich
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Asoka Wöhrmann - DWS
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Asoka Wöhrmann
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„Griechenland ist überall.“ Was heute jeder weiß, hat Asoka Wöhrmann schon 2010 laut gesagt. Seit Anfang des Jahres ist er CIO der DWS. Der Euro-Optimist erklärt Maik Rodewald, weshalb er für Total Return long und für Absolute Return short ist. Und was es mit dem Spitznamen „Basispunktschubser“ auf sich hat
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Das Ende des Höhenflugs
Ulrich Buchholtz und Maik Rodewald ordnen die Ergebnisse der großen Financial Times/dpn-Umfrage über Emerging Markets ein
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Administration
Teilnehmer 1 Ulrich Buchholtz Freier Journalist, dpn-Autor (Moderator) 2 Maik Rodewald Financial Times (Moderator) 3 Alexander Poppe Mitglied der Geschäftsführung, HSBC INKA 4 Joachim Treppner Geschäftsführer, Metzler Investment 5 Jörg Sittmann Vorsitzender der Geschäftsführung, KAS Investment Servicing 6 Bernd Vorbeck Sprecher der Geschäftsführung, Universal-Investment 7 Clemens Schuerhoff Vorstand, Kommalpha 8 Christian Wutz Geschäftsführer, Société Générale Securities Services
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Mehr Ertrag mit weniger Risiko?
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Michael Fraikin
Leiter Portfolio Management,
Global Quantitative Equity Germany
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Wie man das älteste aller Anlageprobleme lösen kann, analysiert Michael Fraikin
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Implementierung effizient gemacht
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Sebastian Hofmann- Werther Leiter des deutschsprachigen Geschäfts
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Der Exposure Manager ist ein neuer Managertyp, schreibt Sebastian Hofmann-Werther
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Kreditqualität plus Renditechancen
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Sergey Dergachev
Senior Portfoliomanager, Emerging-
Market-Anleihen
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Emerging-Market-Unternehmens-anleihen sind noch ein recht junges Marktsegment. Sergey Dergachev erläutert die Perspektiven
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Strategie gegen den Zinsraub
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Georg Schuh,
CIO DB Advisors
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IAS-Bewertung und komplexe Steuerung sind ein Markenzeichen des DB-Pensionsfonds. Dr. Eckhard Bergmann berichtet
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IAS 19: Marsch durch die Instanzen
Nachdem das International Accounting Standards Board nun am 16. Juni den neuen Standard IAS 19 zur Bilanzierung von Pensionsverbindlichkeiten verabschiedet hat (siehe auch den Beitrag von Professor Norbert Seeger in dieser Ausgabe), hat sich dieser mittlerweile auf den Marsch durch die EU-Instanzen gemacht. Um unmittelbar zu nationalem Recht in den Mitgliedstaaten zu werden, muss der IAS 19 das so genannte Endorsement-Verfahren der Anerkennung durch die Europäische Kommission durchlaufen, bei der insgesamt drei Gremien mit Experten aus den Mitgliedstaaten den Standard prüfen: Derzeit berät bereits die European Financial Reporting Advisory Group (Efrag) mit ihrem Entscheidungsgremium Efrag-Teg (Technical Expert Group) über den Standard und wird vermutlich im IV. Quartal ihre Stellungnahme für die Kommission vorlegen. Anschließend müssen sich noch die Standards Advice Review Group (Sarg) und schließlich das Accounting Regulatory Committee (ARC) äußern. Sollten dann das Europäische Parlament und der Rat der Wirtschafts- und Finanzminister zustimmen, tritt der neue IAS 19 mit Bekanntmachung der neuen IFRS-Norm als Kommissionsverordnung im Amtsblatt der Europäischen Union unmittelbar in Kraft. Damit kann im I. Quartal 2012 gerechnet werden, so dass der neue IAS 19 ab dem Geschäftsjahr 2013 anzuwenden ist (wegen der notwendigen Vorjahresangaben genau genommen ab 2012, also bereits vor dem vermutlichen Inkrafttreten).
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„Drei Säulen auch für die bAV“
Chris Verhaegen, noch bis Ende des Jahres Generalsekretärin des europäischen bAV-Verbandes EFRP (European Federation for Retirement Provision) und jüngst zur Vorsitzenden der bAV-Interessengruppe der europäischen Aufsichtsbehörde Eiopa mit Sitz in Frankfurt gewählt, (siehe Rubrik „Köpfe“ in diesem Heft) hat gegenüber dpn ihre Skepsis bezüglich einer Anwendung von Solvency II auf die bAV bekräftigt: „Pensionseinrichtungen sind Langfristanleger und müssen daher zur Risikominimierung flexible und dynamische Strategien verfolgen können. Solvency II ist aber ein statisches Modell mit statischen Kapitalpuffern. Doch Risiken sind nun mal nicht immer statisch, sondern variieren zuweilen. Und dass statische Puffer schnell dahinschmelzen können, hat die letzte Krise hinreichend bewiesen.“
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In Zahlen - August/September 2011
7293 Netto-Anstieg der Mitgliederzahl des Pensions-Sicherungs-Vereins im Jahre 2010. Das entspricht einer Steigerung um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 83.322 Mitglieder. Grund für den Trend zu steigenden Mitgliederzahlen seit 2002 ist laut PSV das Altersvermögensgesetz, betreffen doch die Neuzugänge vor allem Arbeitgeber, die infolge von Entgeltumwandlungszusagen über rückgedeckte Gruppen-Unterstüt-zungskassen insolvenzpflichtig sind. Der starke Anstieg 2010 beruht jedoch unmittelbar auf der Tatsache, dass mit rechtskräftigem Urteil des Verwaltungsgerichtes Hamburg vom Oktober 2009 Gruppen-Unterstützungskassen dem PSV gegenüber Auskunft über ihre Trägerunternehmen erteilen müssen. Die Kölner berichten von 60.000 Datensätzen, von denen sie bisher 43.000 geprüft haben. Insofern ist mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Zahl an beitragspflichtigen Mitgliedern in diesem Jahr zu rechnen. Im ersten Halbjahr 2011 belief sich der Nettozuwachs bereits auf circa 6.200 Mitglieder. Der scheidende PSV-Vorstand Martin Hoppenrath kündigte in diesem Zusammenhang auf der PSV-Mitgliederversammlung am 4. Juli in Köln an, dass der Verein in allen Fällen sowohl die Beiträge für die zurückliegenden Jahre als auch entsprechende Säumniszuschläge erheben werde.
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Eloquente Zuhörerin in vielen Sprachen
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Chris Verhaegen
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Chris Verhaegen war lange auf dem Brüsseler Parkett zu Hause, jetzt aber verlegt sie den Schwerpunkt ihres Einsatzes für die europäische bAV ins Hessische, schreibt Pascal Bazzazi
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Kampf für Gleichberechtigung
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Alexander Gunkel
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Mit PSV-Reform und Solvency II hat Alexander Gunkel von der BDA zwei komplexe bAV-Baustellen zu bearbeiten, schreibt Pascal Bazzazi
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Super-Pig und State Run vs. QE und Asset Inflation
Der EZB wird keine Wahl bleiben, als dem US-Beispiel zu folgen und die Staatsschulden zu monetarisieren
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Heribert Karch
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Heribert Karch Foto: Martin Bennett
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Zum ersten Mal hat die aba, der deutsche Fachverband für betriebliche Altersversorgung, mit Heribert Karch einen Ex-Gewerkschafter als Vorstandschef. Mit ihm spricht Nikolaus Bora über Probleme und Chancen der betrieblichen Altersversorgung
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Der neue IAS 19:Zwei Schritte vor, einer zurück?
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Professor Norbert Seeger
Professor für Internationale Rechnungslegung und Steuern an der Hochschule
Bonn-Rhein-Sieg
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Die Reform bringt Verbesserungen, lässt Grundfragen der Bilanzierung aber weiter unbeantwortet, schreibt Norbert Seeger
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Solvency II: Irrweg für die bAV
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Christian Böhm
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Ein quantitatives Regelwerk würde den Finanzierungsvorteil langfristiger Anlagestrategien einschränken und die Kosten erhöhen, schreibt Christian Böhm
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