dpn-Ausgaben » 2011 » Juni-Juli 2011
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Pigs und Gipsi –Schweine und Zigeuner
Er ist so etwas wie der Thilo Sarrazin der Wirtschaftswissenschaft (und das meint der Chronist als Kompliment). Umso mehr muss Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in München, scheitern, wenn er sich um Political Correctness bemüht. So auch neulich in Berlin, am 9. Mai während eines Vortrags in der Humboldt-Universität: Sinn referierte über die Euro-Krise, sezierte gewohnt pointiert die geldpolitische Tragödie Europas, ursächlich begründet in der Pathogenese der siechenden Gemeinschaftswährung und der Verkettung von zu billigem Geld, zu niedrigen Zinsen, zu großen Leistungsbilanzdefiziten und zu geringer Wettbewerbsfähigkeit der Pigs-Staaten, also Portugal, Irland, Griechenland und Spanien. Und erneut betonte er die komplexe Target-Problematik um die Kredite zwischen den europäischen Notenbanken, auf die er jüngst wohl als Erster deutlich hingewiesen hat: Mit um die 330 Milliarden Euro stehen die Notenbanken der Pigs-Staaten bei der Bundesbank via EZB mittlerweile in der Kreide. Damit kompensiert die Bundesbank schon seit vier Jahren, also lange vor irgendwelchen wenigstens halbwegs demokratisch legitimierten Rettungsschirmen, die Leistungsbilanzdefizite der Pigs, die die Märkte sich längst weigern weiter zu finanzieren.
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Kurz & Bündig
+++ Wie investiert man in Erneuerbare-Energien-Projekte? Geert Mellens, Portfolio Manager des 280 Milliarden Euro schweren holländischen Pensionsverwalters APG, muss mindestens auf einen Eigenkapitalanteil von 15 Millionen Euro kommen, um in ein Projekt als Co-Investor einzusteigen, wie er auf einer Veranstaltung der Altira-Gruppe Mitte Mai sagte. APG investiert direkt, lässt aber auch extern verwalten. Mit einer Ausnahme: Von Offshore-Windparks, die in manchen deutschen Medien schon als neue Energie-Heilsbringer gefeiert werden, lässt er die Finger. Die Technologie müsse sich erst noch beweisen, so Mellens vor einem Publikum, in dem sich neben bekannten Senioren wie Axel-Günter Benkner, Friedrich Schmitz und Albrecht Graf Matuschka auch eine Junioren-Abordnung der Bayerischen Versorgungskammer fand.
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Mit Multi Asset gegen die Zinswende
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Michael Lennert (Moderator), Jens Güldner, Sabine Bollo, Jens Kummer,Rainer Buth, Urs Schubiger, Ernst-Ludwig Drayß, Ulrich Buchholtz (Moderator)
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Institutionelle Anleger greifen ver-stärkt zu Multi-Asset-Ansätzen, um sich gegen die Auswirkungen einer Zinswende zu wappnen. Dies ergab der dpn-Roundtable „Multi-Asset-Strategien“ (siehe Seiten 27–34). „Wir haben als Renditeziel die Inflationsrate plus drei Prozentpunkte. Das ist ambitioniert und mit klassischen Ansätzen kaum zu schaffen“, so Jens Güldner, Leiter Treasury des Evangelischen Johannesstifts (EJS) in Berlin. Das EJS löste deshalb drei klassische Balanced-Mandate durch einen Multi-Asset-Stiftungsdachfonds ab. Dieser hat inzwischen weitere Stiftungen als Investoren gewonnen.
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Anleger unzufrieden mit Anbietern
Viele Anbieter von Multi-Asset-Produkten beraten institutionelle Anleger schlecht, so Jens Güldner, Leiter Treasury des EJS, beim dpn-Roundtable. „Ein Multi-Asset-Ansatz funktioniert nicht in jeder Marktphase gleich gut“, erläutert Güldner. „Ein guter Multi-Asset-Manager weiß, wo die Schwachstellen seines Ansatzes sind, und er benennt diese auch offen.“ Doch dies sei im Ausschreibungsverfahren für den Multi-Asset-Spezialdachfonds des EJS häufig nicht der Fall gewesen: „Oft sind die Marketingleute mit zwei oder drei Standardpräsentationen unterwegs und wehe, Sie nehmen nicht wenigstens eines der vorgestellten Produkte!“
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Erbbaurechte bieten guten Inflationsschutz
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André Küster Simic, Vorstand Erbbau AG © C. Irrgang
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Institutionelle Investoren können bald eine neue Form des Inflationsschutzes nutzen: In Kürze will die Erbbau AG aus Hamburg den ersten deutschen Spezialfonds für Erbbaurechte starten.
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Bond-Orders könnten billiger sein
Unterm Strich werden Institutionelle nicht übers Ohr gehauen, wenn Asset Manager für deren Fonds Rentenpapiere handeln. Das gilt zumindest für die neun Häuser, deren insgesamt 21.000 Wertpapiertransaktionen im Gegenwert von etwa 45 Milliarden Euro von der Gesellschaft XTP GmbH durchleuchtet wurden (Details siehe „In Zahlen“). WHU-Professor Lutz Johanning, Gesellschafter und akademischer Berater von XTP, nennt die Leistungen der Häuser gar „auffällig gut“. Die Einleitung „unterm Strich“ soll aber schon andeuten: Es gibt noch nennenswertes Potenzial, Transaktionskosten zu senken.
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In Zahlen - Juni/Juli 2011
9 institutionelle Anleger ließen sich für die Analyse der Rentenmarkttransaktionen durchleuchten: Bantleon, DB Advisors, Deka Investment, Deutscher Ring Krankenversicherungsverein, DWS, Meag, Quoniam, Signal Iduna und Union Investment. Das Ergebnis: Im Schnitt kostet eine Order 6,49 Basispunkte (Bp). Am teuersten ist der Handel mit besicherten Anleihen (17,02 Bp), dann folgen Corporate Bonds (11,65 Bp) und Staatsanleihen (3,34 Bp).
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Der Tausendsassa mit lebenslangem Mantra
Vor zehn Jahren gründete Murat Ünal sein Beratungsunternehmen Funds@Work. Maik Rodewald hat ihn über eine Dekade begleitet
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Eine Art Niall Ferguson der Eidgenossen
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Daniele Ganser
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Der Basler Historiker Daniele Ganser erklärt das Phänomen „Peak Oil“ lieber einmal zu viel als zu wenig. Maik Rodewald hat er in Frankfurt beeindruckt
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Pensions to resolve fixed income dilemma
Pension funds are amending the rules they have followed in constructing bond portfolios. Some adopt entirely new strategies
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Jörg Ambrosius - State Street
Jörg Ambrosius, Deutschland-Geschäftsführer der State Street Bank, spricht mit Maik Rodewald über sich, die Veränderungen in der Custody-Branche, die anstehende Regulierungsflut, den Gebührenverfall für Verwahrdienstleistungen – und darüber, warum manche Investoren trotzdem noch zu viel bezahlen
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Leid durch Regulierungswut Regulierungswut
Regularien ohne Ende halten Cusodians und Depotbanken auf Trapp, schreibt Clemens Schuerhoff
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Multi-Asset-Strategien
Teilnehmer 1 Urs Schubiger Leiter Research und Mitglied der Direktion, Wegelin 2 Ulrich Buchholtz Freier Journalist, dpn-Autor (Moderator) 3 Michael Lennert Financial Times (Moderator) 4 Rainer Buth Geschäftsführer, Tajdo Consulting 5 Ernst-Ludwig Drayß Gründungspartner, Berlin & Co 6 Jens Kummer Head of Multi Asset, SEB Asset Management 7 Sabine Bollo Head of Dynamic Asset Allocation, DB Advisors 8 Jens Güldner Leiter Treasury, Evangelisches Johannesstift
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Der richtige Schutz ist alles!
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Steven Bayly, Leiter Institutionelles Geschäft,
Deutschland und Österreich
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Die Inflationsgefahr in der Eurozone nimmt zu. Steven Bayly beantwortet deshalb die Frage, wie sich Anleger dagegen schützen können
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Vorfreude auf Solvency II
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Henning von der Forst
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Lebensversicherungen können sich das Leben manchmal leichter machen. Beispiel: die Nürnberger. Von Dr. Eckhard Bergmann
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Kapitalanlage unter Basel III
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Matthias Schillai
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Die Liquiditätsvorschriften von Basel III zwingen die Deka dazu, ab 2013 ganz andere Fonds anzubieten, erfuhr Maik Rodewald von Matthias Schillai, der die Strategieanalyse verantwortet. Das Wissen von Finanzingenieuren wird künftig so richtig wichtig
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Kurz & Bündig
+++ „Hochproblematisch ist die von der Europäischen Kommission aufgeworfene Frage, ob eine bessere Eigenmittelausstattung für Pensionsfonds und Pensionskassen nötig ist“, so der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Hans-Joachim Fuchtel (CDU), auf der 73. aba-Jahrestagung am 3. Mai in Berlin. Die Folgen eines außergewöhnlich erhöhten Kapitalbedarfs seien „schlichtweg bedrohlich“. Für Gelächter im Publikum sorgte der Politiker mit der Wortschöpfung „Lust-Verlust“ (in seinem schwäbischen Idiom von ihm als „Luscht-Verluscht“ ausgesprochen), mit der er die Gefahr des Rückzuges der Arbeitgeber aus der betrieblichen Altersversorgung im Zuge verschärfter Aufsichtsregeln auf den Punkt brachte. Bezüglich einer Reform der Finanzierung des Pensions-Sicherungs-Vereins sieht Fuchtel die Wirtschaft gefordert: „Die Bundesregierung wird konkrete Vorschläge unverzüglich und ergebnisoffen prüfen, falls uns solche vorgelegt werden.“
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Solvency II: „Das machen wir nicht.“
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Jung Lichtenberger auf der 73. aba-Jahrestagung in Berlin
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Solvency II: Wie immer in diesen Monaten war auch auf der 73. aba-Jahrestagung am 3. und 4. Mai in Berlin die mögliche Anwendung des neuen Aufsichtsregimes auf die betriebliche Altersversorgung das alles beherrschende Thema. Und mit Jung Lichtenberger, enger Mitarbeiter von Professor Karel Van Hulle im federführenden Referat H 2 „Versicherungen und Renten“ im Binnemarkt-Kommissariat Barnier, hatte die aba einen Referenten am Start, von dem man Erhellendes erwarten konnte. Zum Zeitplan kündigte Lichtenberger zunächst an, dass dem EU-Grünbuch zum Pensionswesen in Europa vom Sommer 2010 nun zum Ende des dritten Quartals diesen Jahres ein entsprechendes Weißbuch folgen soll. Ein Weißbuch enthält normalerweise bereits deutlich konkretere Aussagen und Absichten der Verfasser als ein Grünbuch.
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Am Hochreck stets in alter Frische
Nur wenige haben die betriebliche Altersversorgung in Deutschland über so viele Jahrzehnte geprägt wie er. Pascal Bazzazi über Reinhold Höfer
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Ohne Elfenbeinturm – mit Leistungszusage
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Heribert Karch
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Die aba geht mit einem politischen Kopf an der Spitze in die Ära der Europäisierung der betrieblichen Altersversorgung. Pascal Bazzazi über den neuen aba-Chef
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Freiwilligkeit, wo Zwang angebracht wäre
Wenn nicht bald eine Wende in der Altersvorsorge gelingt, muss ein Obligatorium her
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Die Deutschen in Brüssel: Mögen hätten wir schon wollen
Man fragt sich wirklich, was Deutschland in der EU überhaupt noch durchsetzt. Die Schwäche fängt ganz oben an. Das ständige Nachgeben beim Cash-Nachschub für die von der Droge des billigen Geldes kirre gewordenen Pigs-Staaten ist dabei nur das prominenteste Beispiel. Doch ziehen sich die Erbärmlichkeiten durch alle Ebenen. Nehmen wir Eiopa: Nicht nur, dass die European Insurance and Occupational Pensions Authority entgegen der ursprünglichen Absicht der Deutschen durchaus technische Standards mit unmittelbarer Wirkung erlassen und gegebenenfalls auch auf nationale Player direkt durchgreifen kann. Nein, auch beim Abstimmungsmodus hat man nicht mehr Gewicht als Malta oder Luxemburg herausgeholt. Selbst bei personellen Detailfragen setzt sich das Drama fort. So fragte der scheidende aba-Chef Dr. Boy-Jürgen Andresen auf der 73. aba-Jahrestagung zu Recht, warum in der bAV-Stakeholder-Group der Eiopa Frankreich, das ständig betont, eigentlich über keine zu beaufsichtigen bAV-Einrichtungen zu verfügen, so stark vertreten ist. Im Management Board der Eiopa glänzt Deutschland komplett durch Abwesenheit, und Andresen wunderte sich, warum osteuropäische Länder (er meinte wohl Polen) dort vertreten sind, die eigenen Angaben zufolge nur eine kapitalgedeckte Form der ersten Säule haben.
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Kurz-Schluss - 115 Jahre: Älter nur am Ende
Wer mit Bilanzanalyse im Pensionswesen zu tun hat, kennt es nur zu gut: Schon kleinste Änderungen an den Annahmen, vor allem beim Zins, bewirken versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in exorbitanten Größenordnungen. Um so bemerkenswerter, welche Begebenheit Norbert Seeger, BWL-Professor in Bonn Sankt Augustin und daneben freier Mitarbeiter bei der Heubeck AG, in seinem Vortrag zu Sinn und Unsinn von Auslagerungen auf der Euroforum-Veranstaltung „Outside Funding“ am 19. Mai in Frankfurt zum besten gab: Bei Heubeck hatte Mathematiker Hartmut Engbroks jüngst für eine fiktive Belegschaft die Lebenserwartung auf pauschal 115 Jahre hochgesetzt und dann die Veränderungen der Pensionsverpflichtungen berechnet. Das auf den ersten Blick überraschende Ergebnis: Der Anstieg hielt sich mit circa 10 Prozent in Grenzen. Hintergrund des Phänomens, das übrigens für die tatsächlichen Rentenzahlungen und Cashflow-Belastung keinerlei Auswirkung hat: Die zusätzliche Lebenserwartung liegt in so weiter Ferne, dass die Masse dieser Jahre durch die langfristige Abdiskontierung in Schach gehalten wird, oder, wie Engbroks es laut Seeger mit seinem Feeling für mathematische Sachverhalte auf den Punkt brachte: „Älter werden die Menschen nur am Ende.“ PBA
Kurz-Schluss: Dumping-Deutschland mal wieder an allem schuld
„Schuld an der Euro-Krise haben auch und vor allem die Deutschen“, hieß es jüngst im Blog einer Hamburger Wochenzeitung. Mit der üblichen Betroffenheit deutscher Journalisten („erschreckende Zahlen“), wurde deutsche Lohnzurückhaltung angeführt, die Südeuropa der Wettbewerbsfähigkeit beraubt habe. Nur: Welche Industrien konkret die Billig-Deutschen dort plattmachen, muss der Leser sich selber überlegen. Traditionsreichen spanischen Maschinenbau? Altehrwürdige portugiesische Automobilindustrie? Ruhmreiche griechische Luft- und Raumfahrtschmieden? Wenn es so wäre, müssten die Löhne im Süden doch nur weiter sinken, und die Krise wäre gelöst. Nein, die Probleme sind ganz andere: Ständig zunehmender technologischer Rückstand faktischer Schwellenländer, gepaart mit billigem Geld, mit dem Politiker nichts anzufangen wussten, als sich ihre Wähler zu kaufen. Um den geliehenen, importierten Wohlstand zu erhalten, muss der Kapitalstrom nun weitergehen (Rettungsschirme), oder die Südeuropäer machen sich daran, den Technologie-Gap ihrer Volkswirtschaften zu schließen; Herkulesaufgabe für Jahrzehnte. Abgesehen davon: Jeder Europäer sollte froh sein, dass es in der EU überhaupt noch Länder gibt, die mit den Asiaten mithalten können. PBA
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Gabriel Bernardino - European Insurance and Occupational Pensions Authority
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Gabriel Bernardino
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Eiopa-Chef Gabriel Bernardino wird entscheidend mitzureden haben, ob und wie ein risikobasiertes System für die betrieblichen Pensionssysteme Europas eingeführt wird. Mit Pascal Bazzazi spricht er über Einzelheiten, Grundsätzliches und Offenes
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Big Blue – Big Pensionfund
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Hauptverwaltung der IBM in Ehningen
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Wie für US-Konzerne typisch, verfügt IBM auch über stattliche Plan Assets, die man handfest investiert, schreibt Pascal Bazzazi
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