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Arbeitnehmer scheuen Gehaltsumwandlung
— Ulla Schmidt
Bundesministerin für Gesundheit und soziale Sicherung

Die Reform der betrieblichen Altersvorsorgung, die die Bundesregierung als ein Jahrhundertwerk feiert, hat sich bisher als ein Flop bei den deutschen Großunternehmen erwiesen. Mehr . . . 


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Siemens AG, München

Rund 170000 Mitarbeiter sind betroffen. Davon haben sich nur 10000 für die Gehaltsumwandlung entschieden.

Walter Huber von der Siemens-Personalabteilung meinte im Hinblick auf die Riester-Reformen: „Wenn ich die Dinge so kompliziert mache, dann muss ich mich nicht wundern, dass man sie nicht annimmt. Dass die Riester-Produkte zu kompliziert für die Beschäftigten sind, sieht mittlerweile die Bundesregierung ein.“


Deutsche Bahn, Berlin

Laut der Personalabteilung sind 162000 Beschäftigten betroffen. Bisher haben lediglich 5000 einen Vertrag für den Bahn-Pensionsfonds abgeschlossen.

„Unsere liebe Bundesregierung soll sich nicht darüber wundern, wenn viele Mitarbeiter wegen verfehlter Steuerpolitik wenig übrig für neue Versorgungspläne haben,“ hieß es aus Unternehmenskreisen.

„Allerdings glauben wir, dass das Interesse der Mitarbeiter langfristig steigen wird, wenn sie die Vorteile der neuen betrieblichen Altersvorsorge verstehen.“


DaimlerChrysler, AG, Stuttgart

Laut der Unternehmenskommunikation sind 150 000 Mitarbeiter betroffen. Seit der Einführung des neuen Versorgungswerks in der zweiten Jahreshälfte haben sich nur 7 000 für die Gehaltsumwandlung entschieden.

Eine Sprecherin wollte nicht über die Gründe der geringen Beteiligung spekulieren. Sie stellte aber fest, dass DaimlerChrysler erst in einem Jahr eine Aussage über den bisherigen Erfolg der Entgeltsumwandlung machen könne.


Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Rund 102000 Beschäftigten kämen in Frage. Davon haben sich 11500 für den Robert Bosch Pensionsfonds entschieden.

Bernhard Wiesner, Leiter, betriebliche Altersversorgungsleistungen, wertete die Engeltsumwandlung als einen großen Erfolg. „Unsere Erwartungen sind für dieses Jahr weit übertroffen. Wir haben keine Planzahlen, aber wir glauben, dass die Entgeltsumwandlung aufgrund dieses guten Starts in den nächsten Jahren ordentlich laufen wird.“




Berufsgenossenschaften verlassen die VBL
— Neue Zusatzversicherung für die Berufsgenossenschaften

Die gewerblichen Berufsgenossenschaften, mit insgesamt 17.000 Beschäftigten, planen ihren Ausstieg aus der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Außerdem planen die Universitätskrankenhäuser von Leipzig und Rostock, eine eigene Zusatzversorgung zu etablieren. Mehr . . . 


F&C eröffnet Büro in Frankfurt

F&C Management, die in London ansässige Tochter des niederländischen Eureko-Versicherungskonzerns, wird in nächster Zeit ein Büro in Frankfurt eröffnen. Es wird von zwei ex-Commerzbank-Geschäftsführern, Elmar Rathmayr und Claus Heydrich, geleitet werden. Mehr . . . 


Warburg-Henderson lanciert Immobilienfonds

Die Warburg-Henderson KAG hat einen deutschen Immobilienspezialfonds lanciert – den Deutschlandfonds Nr. 1. Mn Services, der interne Investmentmanager für BPMT, den 9 Mrd. Euro niederländischen Pensionsfonds der Metallindustrie, ist der Hauptinvestor dieses Fonds und hat 60 Mio. Euro plaziert.

Neun weitere Investoren haben den Fonds, der eine Zielgröße von rund 300 Mio. Euro hat, ausgewählt.

Ein europäischer Immobilienfonds, der vorwiegend in Großbritannien, Frankreich und Deutschland investieren wird, wird in nächster Zeit aufgelegt. Er wird eine Zielgröße von 150-250 Mio. Euro haben.

Außerdem wird die Warburg-Henderson KAG einen österreichischen Immobilienfonds lancieren, der von der Wiener Städtischen Versicherung gemanagt werden wird.

Rodney Bysh, Leiter der Geschäftsentwicklung bei Henderson Global Investors in Frankfurt, zufolge gibt es zur Zeit Ertragschancen bei Mailänder Bürogebäuden, beim südeuropäischen Einzelhandel in Vorstadtgebieten, beim Einzelhandel in Frankreich und bei Lagerhäusern in Großbritannien.



EU-Gütesiegel für nachhaltige Investments

Nachhaltige Investmentmanager werden in Zukunft ein von der Europäischen Kommission finanziertes Gütesiegel für die Transparenz ihrer Methodologien erhalten können. Die Akkreditierung wird freiwillig sein und ein Entwurf dürfte im Frühjahr fertigstehen. Mehr . . . 


Britische Rentenreformvorschläge

Die britische Regierung arbeitet intensiv an einer Reform des Rentensystems, das – nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung und der schwierigen Wirtschaftslage – in einer Krise ist. Im Dezember publizierte die Regierung neue Vorschläge zur Rentenreform, die alle Beteiligten bis Ende März kommentieren sollen.

Das staatliche Rentenniveau sinkt und Unternehmen kürzen zunehmend Altersvorsorgezusagen. Private Ersparnisse reichen oft nicht aus, um die Löcher in der ersten und zweiten Säule zu schließen. Die Regierung will nun vor allem die Altersvorsorgeplanung vereinfachen, Ansprüche der Pensionskassenmitglieder besser absichern und die Rentenbesteuerung simplifizieren. Auch will sie Anreize für eine längere Erwerbstätigkeit unter Bürgern schaffen und die Auswahl an Vorsorgeinstrumenten vergrößern.

(cs)


Personalien
— Joachim Mädler
ADAM

ADAMs Mädler tritt zurück

Joachim Mädler legt zum 31. Dezember 2002 sein Amt als stellvertretender Chef von Allianz Dresdner Asset Management (ADAM) und als Chief Executive Officer von ADAM Deutschland nieder. Mädler, 61, betonte, seine Entscheidung hätte ausschließlich persönliche Beweggründe. ADAM Chef Dr. Joachim Faber sagte: „Joachim Mädler hat herausragende Arbeit bei der reibungslosen Zusammenführung der Asset Management Einheiten unter dem ADAM-Dach geleistet.“ ADAM umfasst alle Asset Management Einheiten der Allianz AG und seiner Tochtergesellschaft Dresdner Bank. Mädler trat 1966 der Dresdner Bank bei. Er war dort seit 1997 für das Asset Management zuständig und ist seit 2000 im Vorstand der Bank. Mädlers Nachfolger bei ADAM Deutschland werden Johann Goldbrunner und Dr. Markus Rieß sein.
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Bahn-Pensionsfonds offen für Dritte

Der DEVK Pensionsfonds, der im Herbst von der Deutschen Bahn AG für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Konzerns aufgelegt wurde, will ab Januar 2003 seine Serviceleistungen auch anderen Firmen anbieten. Vornehmlich würden Unternehmen aus der Verkehrsbranche angesprochen werden, so eine Sprecherin der DEVK Versicherungen in Köln. Der Fonds, eine 100%ige Tochter der DEVK Versicherungen, sei jedoch auch offen für Firmen aus anderen Branchen, sagte sie. Mehr . . . 


CTA für Deutsche Bank Verpflichtungen

Die Deutsche Bank hat ihre Pensionsverpflichtungen in Höhe von vier Milliarden Euro ausgegliedert damit sie über ein sogenanntes „Contract Trust Arrangement“ (CTA) fundiert werden können. Wie die Deutsche Bank in Frankfurt mitteilte, gelten die Pensionsverpflichtungen gegenüber rund 75000 Mitarbeitern und Pensionären aus den verschiedenen Konzerngesellschaften. Mehr . . . 


Soziales Engagement wird zur Pflichtübung

Ethik, Soziales und Ökologie rücken bei der Geldanlage deutscher Pensionsfonds in den Vordergrund. Denn nach §115 VAG müssen die Fonds der Öffentlichkeit erklären, wie sie diese Themen bei der Geldanlage berücksichtigen. Die praktische Umsetzung dieser gesetzlichen Auflage steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Mehr . . . 


Basel II: die Auswirkungen

Schon seit 1999 beschäftigt sich der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht mit der Überarbeitung der in „Basel I“ festgelegten Regelung für Kreditinstitute, Kundenkredite pauschal mit 8% Eigenkapital zu unterlegen. In „Basel II“ soll im Wesentlichen – spätestens ab 2006 – die Eigenkapitalunterlegung von vergebenen Krediten stärker als bisher vom ökonomischen Risiko, d.h. auf der Basis von Unternehmensratings (entweder extern durch Rating-Agenturen oder intern durch das Kreditinstitut) von der individuellen Bonität des Kreditnehmers abhängig gemacht werden. Insbesondere auf mittelständische Unternehmen kommen somit neue Herausforderungen zu, so z.B. die stärkere Spreizung der Kreditkosten gemäß ihrer Bonität sowie das gegebenenfalls erstmalige Rating. Mehr . . . 


Die neue BBG

Am 20. Dezember 2002 kann der Bundestag das Beitragssicherungsgesetz, mit dem der Anstieg des Beitragssatzes auf 19,5% begrenzt werden soll, verabschieden. Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) würde sich dann ab dem 1. Januar 2003 auf 61 200 Euro erhöhen. Wäre die BBG entsprechend der durchschnittlichen Erhöhung der Bruttoeinkommen aller versicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer angepasst worden, so hätte dies nur zu einem Anstieg auf 55 200 Euro geführt. Mehr . . . 


Liam Kennedy im Gespräch mit Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit und soziale Sicherung

Ulla Schmidt schloss ihr Studium für das Lehramt für Grund- und Hauptschule 1974 ab und war von 1976-90 Lehrerin in Aachen und Stolberg. Seit Januar 2001 ist sie Bundesministerin für Gesundheit und seit Oktober 2002 für das neue Ministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung zuständig. Mehr . . . 


dpn im Gespräch mit vier Akteuren über den Master-KAG-Ansatz und die Auflösung der Wertschöpfungskette

Hans-Jürgen Dannheisig
Geschäftsführer,
BHW-Invest GmbH,
Frankfurt

Dietmar Roessler
Business Manager, International Investment Services,
BNP Paribas Securities Services,
Frankfurt

Peter Koenig
Executive Director,
Morgan Stanley Investment Management,
Frankfurt

Klaus Kirschenhofer
Head of Investments,
Siemens AG,
München


IAS19 und die Altersversorgung

Börsennotierte Unternehmen innerhalb der Europäischen Union müssen ab 2005 nach den International Accounting Standards bilanzieren. Dies könnte die Ausweisung von Pensions- und Zusatzleistungen in ihren Bilanzen erheblich verändern.
David Collinson, ein Partner bei der Beratungsfirma Watson Wyatt, berichtet.
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Schlechte Diagnose bei der öffentlichen Zusatzversorgung

Immer mehr Arbeitgeber der öffentlichen Hand steigen aus der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder aus und gehen mit der Zusatzversorgung ihren eigenen Weg. Von Liam Kennedy. Mehr . . . 


Multi-Manager-Konzepte und Kostentransparenz

Die so gennanten Manager-of-Manager- oder Multi-Manager-Produkte finden in Europa immer mehr Attraktivität. Dabei können die Ausgaben für den Anleger zum Kostendschungel werden. Klaudius Sobczyk analysiert den stegenden Bedarf nach Transparenz. Mehr . . . 


Pensionseinrichtungen nutzen ihre Kaufkraft besser

Sebastien Lecaudey von BNP Paribas Securities Services geht der Frage nach: Wie kann man mehr kaufen, dabei aber weniger zahlen? Mehr . . . 


Raus aus der nische – rein in den markt

Nachhaltige Kapitalanlagen, die auch Umwelt- und Sozialverträglichkeit berücksichtigen, liegen aktuell im Trend. Immer mehr professionelle Anleger entdecken die Vorzüge dieser Anlageform. Frank Wettlauffer von der Schweizer Bank Sarasin liefert die ökonomische Begründung für den Erfolg dieser Strategien und zeigt den besonderen Nutzen für Pensionskassen auf. Mehr . . . 


Das „dynamic value“ Konzept

Susanne Eikens von der MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH stellt ein Anlagekonzept vor, das für jede Kapitalmarktphase den richtigen Investmentstil bieten soll. Mehr . . . 


Die Gesellschafter-Geschäftsführer Versorgung

Dr. Uwe Langohr-Plato, Gerling Pensionsmanagement GmbH, präsentiert die zweite Fortsetzung von seine Diskussion über den rechtlichen Rahmen der Altersversorgung für Gesellschafter-Geschäftsführer von der letzten Ausgabe von dpn. Mehr . . . 


Polen

Klaudius Sobczyk über Polens obligatorisches Pensionsfondssystem, das vor vier Jahren nach dem OEZE-Modell gegründet wurde. Mehr . . . 


Übertrifft die Performance sozialverantwortlicher Fonds den Marktdurchschnitt?

In den letzten Jahren finden sozialverantwortliche Investments immer mehr Beachtung. Der Markt für diese Investmentfonds macht deutlich weniger als 10% des globalen Investmentmanagementmarkts aus, aber die sozialnachhaltige Thematik hat wesentlich weitergehende Auswirkungen auf Investmententscheidungen. Zwar gibt es verschiedene Definitionen sozialverträglicher Anlagen, aber es steht außer Frage, dass Portfolios, deren Auswahl auch von ethischen Kriterien abhängig ist, erheblich an Bedeutung gewinnen. Mehr . . . 


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