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Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung

 
 
 dpn-Ausgaben » 2002 » Juli 2002
 
Italien

Die Rentenreform hat in Italien wenig Anklang gefunden. Brendan Maton untersucht die jüngste Entwicklung im Bereich der Altersversorgung. Mehr . . . 


Bewirkt die obligatorische Versorgung einen Rückgang der Haushaltsersparnisse?

Als Australien, die Schweiz und andere Länder obligatorische Altersversorgungssysteme einführten, bestand das Ziel darin, die Gesamtersparnisse für die Altersversorgung zu erhöhen. Die Effektivität derartiger Pflichtsysteme kann jedoch dadurch beeinträchtigt werden, dass die Ersparnisse gleich bleiben und nicht steigen, falls es den Betroffenen bei Einführung der Pflichtsysteme möglich ist, andere Formen von Ersparnissen zu reduzieren. Mehr . . . 


Kapitalauszahlung bei Pensionsfonds möglich
— Klaus Stieferman
Geschäftsführer, ABA

Die Bundesregierung hat im Rahmen einer Neuregelung dem Pensionsfonds einen größeren Freiraum in der Auszahlungsphase eingeräumt. Kurz vor Redaktionsschluss hat das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung bekannt gegeben, dass ab 1. Juli eine Teilkapitalisierung mit Restverrentung gestattet wird. Mehr . . . 


MetallRente will ein Ende der Verwirrung
— Heribert Karch
Geschäftsführer, MetallRente

Der Münchener Versicherungskonzern Allianz, der für den Vertrieb und die Verwaltung der MetallRente zuständig ist, hat neulich für Ärger bei seinen Kunden, und für großen Ärger bei den Metalltarifparteien, gesorgt. Mehr . . . 


State Street Global Advisors vertreibt ETFs

State Street Global Advisors (SSgA) hat vom BAFin die Genehmigung für den öffentlichen Vertrieb ihres europäischen streetTRACKS Exchange-Traded-Funds-Produkts (ETF) erhalten. Das Produkt umfasst 12 börsennotierte ETFs, die die Entwicklung des MSCI-Branchenindexes abbilden, und einen auf den AEX gebundenen ETF. Laut Klaus Esswein, SSgA-Geschäftsführer in München, wird das Unternehmen jetzt mit dem Vertieb von streetTRACKS bei institutionellen Anlegern beginnen.


UBS lanciert Pensionsfonds

Die deutsche Einheit von UBS Global Asset Management bietet zwei Pensionfonds-Varianten an. Die erste Variante wird mit dem Gerling Pensionsfonds für die deutsche Wirtschaft AG angeboten, bei dem UBS für die Anlage des freien Anteils des Vermögens außerhalb des Deckungsstocks verantwortlich ist, der nach einem Life-Cycle-Modell in UBS Fonds investiert wird. Die zweite bietet UBS zusammen mit dem VIFA Pensionsfonds an, in der das komplette Vermögen des Pensionsfonds nach einem Life-Cycle-Modell investiert wird.


GDV fördert Verbesserung der Statistik
— Michael Wolgast
Chefvolkswirt, GDV

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fördert eine Initiative, die sich als Ziel eine Verbesserung amtlicher statistischer Daten bezüglich der betrieblichen Altersversorgung gesetzt hat. Die bisherigen statistischen Quellen in diesem Bereich seien unzureichend, so der Verband. Mehr . . . 


Personalien
— Rudolf Siebel
Stellvertretender Geschäftsführer, BVI

BVI erweitert Vorstand

Der Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaften (BVI) hat Rudolf Siebel zum stellvertretenden Geschäftsführer ernannt. Siebel, der frühere Direktor und Bereichsleiter der Abteilung Grundsatzfragen und internationale Angelegenheiten, wird mit Rüdiger H. Pässler, der auch Stellvertretender Direktor ist, und Stefan Seip, der Anfang dieses Jahres den Geschäftsführer Dr. Manfred Laux ersetzt hat, zusammenarbeiten.
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Die Pensionskasse: Grenzen und Möglichkeiten
— Dr. Martin Wagener
Vorstand der Gothaer Lebensversicherung AG

Die Rentenreform hat uns die Riester-Rente und eine Novellierung der betrieblichen Altersversorgung beschert. Manch einer spricht von einer bösen Bescherung: Die Reform und ihre Produkte seien zu kompliziert geraten. Mehr . . . 


Was ändert sich durch die Eurpäische Pensionsfondsrichtlinie
— Carsten Hölschler, Consultant
Hewitt Associates GmbH

Die bereits seit einigen Jahren in der Diskussion befindliche EU-Pensionsfondsrichtlinie scheint nunmehr auf der Zielgeraden angekommen zu sein. Bei ihrem jüngsten Treffen in Luxemburg einigten sich die EU-Finanzminister über die lange umstrittene Richtlinie. Einer Verabschiedung der Europäischen Pensionsfondsrichtlinie bis zum Ende des Jahres sollte daher nichts mehr im Wege stehen. Mit der Pensionsfondsrichtlinie, die den Rahmen für einen Europäischen Pensionsfonds bereitstellt, werden von den Unternehmen, insbesondere den international tätigen Firmen, große Erwartungen verbunden. Die konkreten Auswirkungen für die einzelnen Unternehmen lassen sich jedoch nur schwer erahnen. Mehr . . . 


Weiterer Reformbedarf ist offenkundig
— Andreas Storm
Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU-Fraktion)

Einer der zentralen Ansprüche der rot-grünen Rentenreform ist die Stärkung der betrieblichen Altersversorgung als zweite Säule des deutschen Alterssicherungssystems. Parteiübergreifend herrscht Einigkeit darüber, dass Deutschland hier noch erheblichen Nachholbedarf hat. Während in unseren Nachbarländern mit obligatorischen oder quasi-obligatorischen Betriebsrentensystemen, beispielsweise in der Schweiz oder den Niederlanden, zwischen 30 und 40% der Alterseinkünfte aus betrieblichen Versorgungsformen stammen, sind es hierzulande gerade einmal 5%. Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gut gerüstet begegnen zu können, müssen wir auch in Deutschland eine neue Balance der drei Säulen gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche Altersversorgung und private Altersvorsorge finden. Mehr . . . 


dpn im Gespräch mit Dr. Boy-Jürgen Andresen, Vorsitzender des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft für
— Dr. Boy-Jürgen Andresen
Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V.

Hat die aba jetzt, wo die betriebliche Altersversorgung eine wichtigere Rolle in der Sozialpolitik spielt, eine stärkere Stimme gegenüber der Bundesregierung?

In ihrer über 60jährigen Verbandsgeschichte ist es der aba stets gelungen, prägenden Einfluss auf die Gestaltung der betrieblichen Altersversorgung zu nehmen. Ohne sie gäbe es z.B. nicht die höchst erfolgreiche Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung. Die aba war es nämlich, die Anfang der 70er Jahre das entscheidende Gutachten über die Insolvenzsicherung von Betriebsrenten verfasst hat. Ihre Vorschläge sind vom Gesetzgeber fast 1:1 umgesetzt worden.
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Fragen an den Vorstand zweier Pensionsfonds

Hans Melchiors
Vorstand
Branchenpensionsfonds: Chemie Pensionsfonds AG

Name: Chemie Penionsfonds AG
Sitz: München
Muttergesellschaften: BAVC und IG BCE (je 50%)
Vorstand & Aufsichtsrat: Strategischer Anlageausschuss (besteht aus AR); Anlageausschüsse zu den einzelnen Fonds; unabhängiger Consultant (berät den strategischen Anlageausschuss)
Weitere Leistungen: Alters-, Hinterbliebenen- und Waisenrente, mit einer optionalen Zusatz-Erwerbsminderungsrente


Christian Mosel
Vorstand, Operatives Kapitalmanagement
Branchenübergreifender Pensionsfonds: PENSOR Pensionsfonds AG

Name: PENSOR Pensionsfonds AG
Sitz: Mülheim an der Ruhr
Muttergesellschaften: Commerzbank AG (51 %); Höfer Vorsorge-Management GmbH & Co. KG (49 %)
Vorstand: Dr. Klaus Friedrich, Christian Mösel und Prof. Dr. Hanns-Jürgen Weigel.
Aufsichtsrat: Vorsitzender: Prof. Dr. Reinhold Höfer; insgesamt je 3 Vertreter von Commerzbank und Höfer Vorsorge-Management
Weitere Leitsungen: Hinterbliebenenschutz, als auch die Absicherung des Arbeitnehmers bei voller Erwerbsunfähigkeit. Im Leistungsfall erfolgt eine Verrentung des bis dahin angesammelten Kapitals mit den aktuell zu Grunde liegenden Rechnungsgrundlagen.



Großer Beratungsbedarf

Mittelständische Unternehmen benötigen bei der betrieblichen Altersversorgung Beratung, verfügen aber nicht über die Ressourcen der größeren Unternehmen. Liam Kennedy informiert über die aktuelle Situation.

Mittelständische Unternehmen sind wie alle anderen Unternehmen mit dem Problem konfrontiert, das Recht des Arbeitnehmers zur Entgeltumwandlung gemäß §1a BetrAVG zu erfüllen, falls nicht schon ein geförderter Durchführungsweg besteht. Laut Aussagen von Industrieverbänden sehen sich aber manche Unternehmen nicht in der Lage, eine Entscheidung über ihre Strategie für die betriebliche Altersversorgung zu fällen.
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Starkes Wachstumspotenzial

Die MetallRente wird ihre Asset Manager beauftragen, soziale, ökologische und ethische Faktoren zu berücksichtigen. Jan Wagner gibt einen Überblick über den Markt für nachhaltige Kapitalanlagen.

Selbst wenn sie bei der Bundestagswahl im September abgewählt werden – wovon manche Demoskopen ausgehen – können die Grünen zufrieden auf die letzten vier Jahre ihrer Regierungsbeteiligung zurückblicken. Neben dem Ausstieg aus der Kernenergie und der ökologischen Steuerreform gab es auch in der Finanzwelt eine für sie sehr erfreuliche Entwicklung: Die Nachfrage der Investoren in Deutschland nach Investitionsmöglichkeiten, die die ökologischen, sozialen und ethischen, sprich nachhaltigen, Kriterien berücksichtigen, ist in den letzten vier Jahren enorm gestiegen.
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Der Vergleich von Asset Managern

Wie stellt man fest, welcher Asset Manager der bessere ist? Manche meinen, dass man eine Transaktionskostenanalyse durchführen sollte. Ian Morse geht der Sache auf den Grund.

Die Transaktionskostenanalyse wurde in den 90er Jahren in den USA entwickelt, häufig in Verbindung mit „Agency only“-Maklern, die außerdem Provisionsrabatte anboten. Die größten und wichtigsten Kunden für diese Servicekombination sind nach wie vor große Pensionsfonds. In Europa wurden diese Services jedoch nur zögerlich angenommen.
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Risikovermeidung und Anlageerfolg

Eine Untersuchung der Aktiva und Passiva einer Versorgungseinrichtung ist die Basis für eine erfolgreiche strategische Asset Allocation. Thomas Bauerfeind, Siemens Financial Services, über den dreistufigen Prozess einer Asset-Liability-Studie.

Die Entscheidung über die strategische Asset Allocation ist die wichtigste Entscheidung im Pensionsmanagement. Sie bestimmt mehr als 90% des finanziellen Erfolgs und ist daher der entscheidende Faktor, um der finanziellen und sozialen Verantwortung der betrieblichen Altersversorgung gerecht zu werden. Gleichzeitig wird diese Entscheidung aber in einem Umfeld sehr hoher Komplexität und Unsicherheit getroffen.
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Zukunftsmarkt oder milliardengrab?

Der Frage nach dem Wesen und den langfristigen Perspektiven von hochverzinslichen Unternehmensanleihen geht Hendrik Liebold von der SEB Invest GmbH nach.

Viele Vorurteile bezüglich High-Yield-Anleihen beruhen auf der Annahme, dass Schuldner dieser Anleihen eine schlechte Bonitätsbewertung haben und die Rückzahlung der Anleihen fraglich ist. Dies trifft weniger auf den Bereich der High Yields als auf die sogenannten „Junk Bonds“ zu. Tatsächlich haben die Emittenten im High-Yield-Bereich ein nur leicht erhöhtes Ausfallrisiko, welches sich durch eine sorgfältige Einzelbewertung von Emittent und Anleihe weiter minimieren lässt. Die High-Yield-Anleihen begebenden Unternehmen zeichnen sich in der Regel durch einen relativ stabilen Geschäftsverlauf aus. Sie verfügen zudem über ausreichenden freien Cash Flow und zeigen eine hohe Bereitschaft, finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Da jedoch die Geschäftspolitik der Unternehmen relativ anfällig gegenüber nachteiligen Entwicklungen an den Märkten ist und ihre Sicherheiten nicht erstklassig sind, bewerten die Rating-Agenturen sie mit Ratings zwischen BB und CCC (Standard & Poor’s) bzw. Ba1 und Caa (Moody’s).
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Ansätze zur Managerauswahl

Dr. Peter Koenig, Morgan Stanley Investment Management, analysiert die Frage, mit der jeder institutionelle Anleger konfrontiert ist: Wie sollte das Gesamtportfolio strukturiert sein, um Asset Manager möglichst nach ihren speziellen Fähigkeiten auszuwählen?

Dass Asset Manager nicht in der Lage sind, den Markt zu schlagen ist eine oft geäußerte Ansicht. Manchmal wird die Aussage sogar dahin gesteigert, dass kein Asset Manager langfristig betrachtet besser als der Markt sein könne. Statistische Analysen und Versuche der Verifikation oder Falsifikation dieser Aussagen sind dabei vor allem mit einem Problem konfrontiert: Was ist „der Markt“? Asset Manager bieten in der Regel mehrere Produkte und Portfolios an, umgekehrt existieren zur Bestimmung der neutralen Position für ähnliche oder sogar gleiche Portfoliotypen in der Praxis verschiedene Benchmarks. Und in Abwesenheit einer exakten Definition des Referenzmaßstabs sind solche grundsätzlichen Aussagen nur schwer empirisch zu überprüfen.
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Zuverlässiges Anlageinstrument

Trotz der Mittelabflüsse des letzten Jahres besteht immer noch eine Nachfrage nach Spezialfonds. Anna Bawden schildert die Sachlage.

Spezialfonds genießen weiterhin große Zuflüsse. Nach neuesten Daten des Bundesverbandes Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaften (BVI) haben Spezialfonds einen höheren Gesamtwert und einen größeren Marktanteil als Publikumsfonds. Ende April 2002 verwalteten Spezialfonds zum ersten Mal mehr als Publikumsfonds – 498,8 Milliarden Euro im Vergleich zu 426 Milliarden Euro für Publikumsfonds. Somit machen Spezialfonds jetzt nicht nur mehr als 50% des gesamten deutschen Investmentmarktes aus, sondern auch die Nachfrage nach Spezialfonds hat deutlich zugenommen. Zwischen Anfang Januar und Ende April 2002 waren schon 7,6 Milliarden Euro den 5490 Spezialfonds zugeflossen.
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Qualitative versus quantitative analyse

Dr. Franziska Blindow und Gilles Léraillé, EIM, über die verschiedenen Gesichtspunkte bei der Auswahl von Hedge-Fund-Managen.

Die quantitative Analyse vergangener Performance- und Risikozahlen ist nach wie vor einer der wichtigsten Ansatzpunkte in der Selektion von Hedge-Fund-Managern. Der zur Verfügung stehende Track Record investierbarer Manager nimmt jedoch stetig ab. Dies aus zwei Gründen: Induziert durch die massiven Kapitalzuflüsse in die Hedge-Fund-Industrie schließen bereits etablierte Manager ihre Funds gegenüber Neuinvestitionen immer schneller; sie erreichen immer rascher die Grenze des für sie noch erfolgreich zu managenden Volumens. Junge Hedge-Fund-Manager erscheinen jedoch ebenso schnell am Markt und können, begünstigt durch das schnellere Schließen der Etablierten, substanzielles Kapital anziehen.
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