dpn-Ausgaben » 2010 » April-Mai 2010
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Go-go-Notenbankerinnen
Sind Go-go-Tänzerinnen die besseren Notenbanker? Wenn ich eine Freundin in Berlin bei der Arbeit beobachte, habe ich zuweilen den Eindruck. Ihre Geldmengenpolitik ist jedenfalls ebenso konsequent wie behutsam und vorausschauend.
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Kurz & bündig
Werden bald Swaps und Derivate in der Asset Allocation deutscher Pensionskassen und Pensionsfonds den Ton angeben? Sollten in einigen Jahren im Zuge der Über-arbeitung der Pensionsfonds-richtlinie durch die Europäische Union die neuen für Versicherer schon geltenden Eigen-kapitalvorschriften gemäß Solvency II Anwendung auf Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) finden, könnten diese durchaus zu mehr Hedging genötigt sein. Hintergrund: In EbAV liegt die durchschnittliche Duration der Verpflichtungen mit runden 25 Jahren sichtbar über den 10 Jahren der in der Lebens-versicherung üblichen. Da dieser Duration Gap aber kaum mit Fixed Income ausreichend gematcht werden kann, würde Solvency II im Gegenzug noch höhere Eigenmittel fordern, als sie ein durchschnittlicher Lebensversicherer vorhalten muss. In der Folge gewänne ein Hedging der Duration für EbAV an Attraktivität (siehe auch den Beitrag „Köpfe“ in dieser Ausgabe auf Seite 49).
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Bei der Debeka reagiert man ruhig und gelassen auf potenzielle Zinsanstiege
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Keine Angst vorm Zinsanstieg
Trotz anhaltender Deflation verbreitet sich die Erwartung eines kräftigen Zins- und Inflationsanstiegs. Können Rentenwerte damit noch als sicherste Anlage gelten? Einhellige Meinung der großen Versicherungen: Die Sicherheit von Rentenanlagen mit gutem Rating ist nicht betroffen. Steigende Zinsen würden zwar den Wert der Portfolios, aber nicht ihr Ausfallrisiko verändern.
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Über Strategieanalyse zum Multi-Asset-Depot A
Vierzig bis sechzig Kunden jährlich bedient die Abteilung Strategieanalyse der DekaBank unter Leitung von Matthias Schillai (Chef: Vorstand Oliver Behrens); in den vergangenen 7 Jahren waren es 250; 2007 hat sich beispielsweise die Sparkasse Regensburg (Bilanzsumme 3,5 Milliarden Euro, 40 Prozent Depot A-Volumen) einer Asset-Liability-Analyse unterzogen, die im vergangenen Jahr überprüft wurde. Das Ergebnis: Das laut Manfred Pitzl (Sparkasse Regensburg) traditionell ziemlich rentenlastige Depot A verwandelt sich sukzessive zum Multi-Asset-Depot A, das heißt inklusive High-Yield- und Firmenanleihen, Immobilien sowie Rohstoffen. Die Quote von Aktien und Rohstoffanlagen beziffert Pitzl auf zusammen 1 bis 3 Prozent. 2010 sollen die stillen Reserven aus 2009 abgesichert werden, wofür ebenfalls die Deka beauftragt wird.
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Kein Automatismus pro Aktien
Robert Helm und Stefan Arneth, der Geschäftsführer und der Leiter des institutionellen Geschäfts der Meag, glauben nicht daran, dass sich Versicherer und andere nach VAG regulierten Investoren wieder stärker am Aktienmarkt engagieren werden – selbst wenn Aktien auch in diesem Jahr noch deutlich steigen sollten. Das kontrastiert mit der Erwartung vieler Vermögensverwalter. Diese argumentieren mit dem prozyklischen Anlageverhalten vieler Versicherer in der Vergangenheit: Sollten die Notierungen von Aktien weiter steigen, wachse der Druck auf den Versicherer, ihre taktisch historisch niedrige Aktienquote in Höhe von circa 3 Prozent deutlich zu erhöhen. Da mit steigenden Kursen automatisch die Risikobudgets stiegen, könnten Versicherer de facto auch wieder investieren.
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Wahrheiten eines Anleger-Philosophen
Klug, rigoros, unbequem – und endlich fünf Jahre Rückenwind. Christoph Bruns erklärt Maik Rodewald, wieso er keine Scheinsicherheit braucht
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No exception from its neighbours
Switzerland may be different. But when it comes to institutional investment, the issues are largely the same
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Systemisches Risiko Versicherung?
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Eckhard Bergmann
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Wenn alle dasselbe tun, riecht das nach systemischem Risiko. Wenn Lebensversicherer 80 Prozent ihres Geldes in Festverzinsliche stecken, kann das wie ein riesiges Klumpenrisiko wirken, jedenfalls dann, wenn sich die Erwartung eines kräftigen Zinsanstiegs oder gar eines Renten-Crashs bewahrheitet. Zwar hat jüngst die Geneva Association gewichtige Argumente gegen die Systemrelevanz der Versicherer gefunden. Aber klüger ist man erst hinterher. Wer hätte vor 2008 schon das Ausmaß der Systemrelevanz von Banken gesehen?
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Kurz-Scluss: Einfach weniger handeln
Was passierte eigentlich, würden Aktien nur noch einmal am Tag gehandelt oder gar einmal im Monat? Sie würden risikoärmer, jedenfalls aus Sicht derer, für die Risiko und Vola dasselbe ist. Blasen würden seltener und unwahrscheinlicher. Aktien dürften – nimmt man Private Equity als Vorbild – über einen längeren Zeitraum auch nicht weniger rentieren als vorher, im Gegenteil. Da sie weniger oft gehandelt würden, käme die berühmte „Illiquiditätsprämie“ obendrauf. Vielleicht führte das gar dazu, dass die Unternehmen selbst häufiger Entscheidungen treffen, die weniger auf kurzfristige Erfolge an der Börse fokussieren, wie das seit Jahren kritisiert wird. Deutsche Pensionseinrichtungen könnten (trotz ihres engen Regulations- und Bilanzierungskorsetts!) endlich wieder Aktien kaufen, sprich Unternehmen Eigenkapital bereitstellen und den Pensionären in diesem Land die Chance auf eine attraktive Verzinsung bieten.
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Kurz-Scluss: Von Experte zu Experte
Sonntagmorgen am Frühstückstisch. „Bringt euer Geld nach Asien!“, schreibt die FAS. Es dauert nicht lange und mir bleibt mein Brötchen im Halse stecken. Ich lese, Schwellenländer gälten „unter Experten inzwischen als nicht mehr besonders risikoreich“. Eine Expertin wird zitiert mit „Die alte Risikoeinschätzung gilt nicht mehr. Viele Schwellenländer stehen heute besser da als so manches Industrieland“. Ich schnappe nach Luft, logge mich in die Fondssuche bei Cortal Consors und lasse die 20 „Top-Performer“ der vergangenen zwölf Monate raus: Platz 1 für einen Fonds für osteuropäische Aktien (über 200 (!) Prozent), Platz 20 für einen Fonds für russische Aktien (über 160 Prozent), dazwischen noch Fonds für indische und indonesische Aktien. Ich fletsche die Zähne, meine Animal Spirits sind geweckt. Mir fällt ein, dass ein Mexikaner nun der reichste Mensch der Erde ist, nicht mehr Warren Buffett. Aus Mitleid greife ich ein letztes Mal zu Alice Schroeders Buffett-Biografie. Ich sehe ein Post-it auf Seite 1113 und fange an zu lesen: „Es gibt immer Leute, die sagen, dass sich die Regeln geändert haben. Das sieht aber nur so aus, wenn man einen kurzen Zeithorizont anwendet.“ Ich werde ganz ruhig, stelle den Wälzer wieder ins Regal – und ärgere mich, dass ich FAS lese. MRO
Jim D. Dilworth: Allianz Global Investors
„Forget the benchmarks!“, fordert Jim Dilworth im Interview mit Maik Rodewald. Der New Yorker mit fast perfektem Deutsch will im Asset Management der Allianz neue Wege gehen und beweisen, dass er wirklich lieber aufbaut als saniert. Doch seine eigentliche Mission gibt Joachim Faber vor: Geld einsammeln!
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Green Buildings gehört die Zukunft
Ulrich Buchholtz beschreibt, wie institutionelle Anleger ihre Immobilien immer grüner machen
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Alle Fotos: Norbert Bretschneider·CONCEPTDESIGN
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Aktives versus passives Asset Management
Teilnehmer
- Andreas Voß Leiter Core Aktienmanagement, Generali Investments
- Thomas Merz Head ETF Marketing & Distribution, Credit Suisse
- Dr. Zeno Staub Leiter Asset Management, Mitglied der Gruppenleitung, Vontobel AM
- Hubertus Endres Bereichsdirektor Handel/Treasury, Sparkasse Pforzheim/Calw
- Dr. Wolfram Gerdes Selbständiger Berater
- Götz Kirchhoff Gesellschafter-Geschäftsführer, Avana Invest
- Maik Rodewald Financial Times (Moderator)
- Bernd Baur Geschäftsführer, BB Consulting (Moderator)
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Neue Herausforderungen bei LDI
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Bernd
Karstedt
Senior
Portfolio Manager
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Bernd Karstedt und Johannes Konrad analysieren verbindlichkeits-orientiertes Asset Management
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Nach der Rally: Chancen trotz des schwierigen Umfelds
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Richard Urwin
Chefvolkswirt
Multi-Asset
Solutions Group
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Richard Urwin und Steven Bayly diskutieren ihren strategischen Investment-Ausblick
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Bankgebäude in Duisburg, Sitz der Pensionskasse für die deutsche Wirtschaft (600 Trägerunternehmen, unter anderem die Deutsche BP, Merck und Südchemie)
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Steuern mit Blick auf die Passivseite
Der Zusammenhang zwischen Aktiv- und Passivseite bildet den zentralen Fokus bei der PKDW, berichtet Dr. Eckhard Bergmann
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Investoren verlangen mehr Sicherheit
Die Finanzkrise verändert die Erfolgsfaktoren für Depotbanken, schreiben Bernd Baur und Clemens Schuerhoff
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Master-KAG 2.0: Vom Ausland lernen
Der Gesetzgeber sollte die Verbesserungen des Rechtsrahmens für Master-KAGen prüfen, schreibt Markus Hammer
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Kurz & Bündig
BMW hat in Großbritan-nien über einen Longevity Swap Langlebigkeitsrisiken in Höhe von knapp 3 Milliarden Pfund versichert. Partner in dem Deal waren die Deutsche Bank und deren britische Versiche-rungstochter Abbey Life. Die tra-ditionell guten Beziehungen zwischen BMW und der Deut-schen Bank dürften zu dem schnellen Zustandekommen des Geschäfts beigetragen haben. Bei den beteiligten Rückver-sicherern handelt es sich um Hannover Re, Pacific Life Re und Partner Re. Laut britischer Financial Times ist der BMW-Deal der bisher umfangreichste dieser Art in dem noch jungen Markt für die Versicherung von Pensions-risiken. Beobachter rechnen nun mit weiteren Maßnahmen in der britischen Industrie.
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Kollektiv vor individuell
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Bernhard Wiesner: Kollektiven Charakter der bAV bewahren
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In der Altersvorsorge die Vorteile kollektiver gegenüber individuellen Systemen nicht aus den Augen zu verlieren, hat Bernhard Wiesner, Chef des Bosch Pensionsfonds, angemahnt. Im Gespräch mit dpn äußerte Wiesner sein Unbehagen über zunehmende Individualisierung in der zweiten und dritten Säule: „Im Prinzip hat die Entwicklung schon 2002 mit Einführung der Riester-Rente begonnen, in gewisser Weise auch mit dem Anspruch auf Entgeltumwandlung; beides Ansätze, die die Vorteile kollektiver Altersvorsorge vernachlässigen.“
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Ceiops-Stresstest ohne Verwerfungen
Alle 28 am ersten (und letzten) Stresstest des Committees of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (Ceiops) teilnehmenden europäischen Versicherungskonzerne haben diesen bestanden, wie das Komitee nun bekannt gab.
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DBO und Plan Assets: Mäßige Erträge 2009
Nach der Auswertung von 20 der Dax-30-Unternehmen, die allerdings runde 80 Prozent der Pensionslasten und des korrespondierenden Planvermögens ausmachen, hat Mercer Mitte März eine erste Analyse der Entwicklung der im IAS 19 sogenannten Defined Benefit Obligation (DBO) und Plan Assets im Dax für 2009 vorgelegt. Fazit: DBO (zum Stichtag nun 216 Milliarden Euro) und Plan Assets (141 Milliarden Euro) legten im Gleichschritt um circa 14 Prozent zu, Funding Ratio daher mit runden 65 Prozent konstant. Näherungsweise rechnet Mercer mit einem Ertrag auf das Planvermögen im vergangenen Jahr von gut 9 Prozent, was angesichts boomender Aktienmärkte und stark gestiegender Corporates mäßig beeindruckt.
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Hadasch: DC-Trend getrübt
Der Trend von Defined Benefit zu Defined Contribution scheint zumindest in der US-amerikanischen Industrie nicht mehr nur auf ungeteilte Gegenliebe zu stoßen. Peter Hadasch berichtete auf dem „6. institutionellen Anlegergespräch“ von Fidelity am 9. März in Kronberg von erstem Umdenken: „Man ist in den USA nicht mehr uneingeschränkt von DC begeistert, nicht zuletzt durch die individuellen Investment-Möglichkeiten des einzelnen Arbeitnehmers.“ Seien ihre Investments erfolgreich, schrieben sich viele Arbeitnehmer den Erfolg selbst zu, bei einem Scheitern werde dann jedoch häufig auf den Arbeitgeber gezeigt, so der Vorsitzende des Verbandes der Firmenpensionskassen über seine Beobachtungen in Amerika. Außerdem führe die Individualität des Investments dazu, dass Arbeitnehmer ihr Ausscheiden aus dem Betrieb nicht zuletzt von der Performance ihres 401(k)-Plans abhängig machen; eine Erscheinung, die ebenfalls nicht im Planungsinteresse des Arbeitgebers liegen kann. Für Deutschland forderte Hadasch, alle Kräfte auf die Altersvorsorge zu konzentrieren und die knappen Möglichkeiten nicht zu zersplittern, beispielsweise auf Zeitwertkonten, Altersteilzeit und Mitarbeiterbeteiligung.
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Solvency II: Nachdenken am Kurfürstendamm
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Dr. Helmut Aden
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Die bAV in Deutschland könnte vor Brüsseler Verwerfungen stehen. Pascal Bazzazi über einen Mann, der daran so wenig Interesse haben kann wie kaum ein zweiter
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Die berufliche Vorsorge entpolitisieren
Die berufliche Vorsorge in der Schweiz bleibt auch in Zukunft ein Erfolgsmodell, wenn der Stiftungsrat noch mehr in den Fokus tritt
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Solvency II: Um die Ecke denken
Auch wenn es noch ein paar Jahre hin ist: Setzt in der EU-Kommission kein Umdenken ein, wird Solvency II in irgendeiner Form Anwendung auf unternehmenseigene bAV-Einrichtungen finden. Dann werden auch Pensionsfonds & Co. in Abhängigkeit ihrer Risiken Eigenmittel vorhalten müssen. Doch könnten die Folgen skurril sein: Wer als Unternehmen Kapital für seine Zusagen reserviert, müsste dies mit Eigenmitteln unterlegen, potenzielle Größenordnungen noch unklar. Wer wie in Deutschland zulässig darauf verzichtet, der nicht. Jedem, der auch wegen der reduzierten Beitragspflicht zum PSV Direktzusagen mit frischen Mitteln in Pensionsfonds auszulagern plant, dem könnte in einigen Jahren im Gegenzug die Pflicht zur Unterlegung mit höheren Eigenmitteln drohen.
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Kurz-Scluss: Von Sirenen und Düsenjägern
Auf dem MCC-Kongress „Altersvorsorge 2010“ am 23. Februar 2010 in Köln kreuzten sie die Klingen, der BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip und Dr. Peter Schwark vom GDV. Braucht die bAV eine auf Investmentfonds gründende Direktfondsrente, ja oder nein? Zur Kampfweise der Kontrahenten: Der Reformen und Neu-erungen Fordernde gibt sich versöhnlich und sanft, betont Gemeinsamkeiten und Ziele aller. Der Verteidiger des Status quo dagegen wehrt ab, wirkt spröde und wenig kompromissbereit. Umso blumiger dagegen seine Sprache, die vor Allegorie nur so überquoll. Schwark warnt vor einer Amerikanisierung der bAV, will die Altersversorgung nicht auf den Altären der Finanzmärkte geopfert sehen und vergleicht Versicherer mit gut gleitenden Boeings, während Fonds Düsenjäger seien, deren Garantien Schleudersitzen ähnelten, nach deren Betätigung der Anleger zu Fuß nach Hause gehen müsse. Krönung seiner Anleihe bei Homers Odyssee: Gier und Panik seien die Sirenen der Kapitalmärkte, vor denen der Anleger wie einst Odysseus am Mast gefesselt durch die Unflexibilität der Versicherung geschützt werden müsse. Ob wir einen sechsten bAV-Durchführungsweg brauchen, sei dahingestellt. Doch sollten sich Ministeriale von Metaphern leiten lassen, ahnt man, wer die Nase vorn haben wird. PBA
Kurz-Schluss: Deutscher Schnaps für alle?
Werter Herr Schäuble, hier für Sie aus gegebenem Anlass nochmal Ihr eigener Amtseid zum Nachlesen: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.” Wenn Sie verstehen, was da steht, dann sollten Sie Ihren kindischen Vorschlag vom Europäischen Währungsfonds schleu-nigst begraben. Sie wollen ernsthaft die Alkoholkran-ken Südeuropas mit deutschem Schnaps heilen? Als ob nicht klar wäre, wer diesen Fonds mit Milliarden zu speisen hätte? Als ob die Gremien des Fonds nicht zu einem Gutteil mit Beamten aus den Ländern besetzt wären, die eventuelle Auflagen des Fonds zu erfüllen hätten beziehungsweise als Nächste an die Reihe kämen? Als ob nicht schon der Stabilitätspakt systematisch missachtet wird? Als ob uns das beizeiten losgehende europäische Geschrei, der Fonds müsse unbüro-kratisch helfen, nicht schon jetzt in den Ohren klänge?
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Wer sichert Sicherungseinric htungen?
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Peter
Hadasch
Leiter Pension & Insurance Nestlé Deutschland und Vorsitzender des Verbandes der
Firmenpensions-
kassen
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Die Haftungsverbindung zwischen Trägerunternehmen und Pensionskasse hat besondere Stärken, schreibt Peter Hadasch
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Gletscher in den Anden
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Wettbewerb mit freundlicher Unterstützung des Staates
Die freie Pensionsfondswahl ist ein Erfolg. Die Rentabilität kann sich sehen lassen. Doch ohne Peitsche schwingenden Staat wären die Kosten zu hoch, schreibt Andreas Valda
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Loud & clear: Aufsicht mit Schutzklausel
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Frank Schäffler
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Im Zusammenhang mit der Reform der europäischen Finanzaufsicht müssen Befugnisse der Nationalstaaten erhalten bleiben,schreibt Frank Schäffler
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