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Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung

 dpn-Ausgaben » 2009 » August-September 2009
 
Pascal Bazzazi: IAS 19: Sofortamortisation ante portas?
— Pascal Bazzazi

Bilanzregeln müssen so einfach sein, dass sie meine Großmutter versteht.“ Wird dieser Sir David Tweedie, Chairman des International Accounting Standards Boards (IASB), zugeschriebene Ausruf nun doch bald ein Stück mehr Realität? Das IASB wird wohl noch im Herbst seinen Entwurf zur Neufassung des IAS 19 vorlegen, und folgt man den Protokollen des Boards, könnten die Neuerungen handfest werden. Nicht weniger dürfte man vorschlagen, als die beiden Mechanismen zur Abfederung der Langfristigkeit der Pensionsverpflichtungen, Korridor- und Sorie-Methode, ersatzlos zu streichen. Folge wäre, dass via Sofortamortisation versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, gleich ob sie sich auf Änderungen bei Biometrie, Zins oder Plan Assets gründen, unmittelbar und in voller Höhe auf die GuV der nach IFRS berichtenden Konzerne durchschlagen. Mehr . . . 


Kurz-Schluss: Wenigstens nicht WWHRTP

Die Konzentration in der deutschen Pensionsberater-Branche geht weiter. Doch anders als beim Mercer-Höfer-Merger Ende 2007 kommt der Druck diesmal aus Übersee: Die beiden US-Giganten Watson Wyatt und Towers Perrin haben jüngst ihr Zusammengehen verkündet. Mehr . . . 


Kurz-Schluss: Aktuar: Fleischmasse konstant

Dass die Völker des Westens an zurückgehender Lust zur geschlechtlichen Fortpflanzung darben, ist mittlerweile Allgemeingut. Mit gnadenloser Genauigkeit prognostiziert die Bevölkerungs-Statistik den zahlenmäßigen Niedergang der Deutschen und ihrer Nachbarn in Ost und West. Da helfen auch keine ständig neu zu verteilenden Steuer-Milliarden, seien sie gepumpt in steigendes Kindergeld oder in neues Elterngeld, in bessere Betreuungsstätten oder in die Masseneinwanderung gebärfreudiger Minderqualifizierter. Mehr . . . 


Insolvenz: Wie sicher sind die Renten?
— Autor: Christian Reichel ist Rechtsanwalt und Partner bei Baker & McKenzie in Frankfurt/Main

Wenn der ehemalige Arbeitgeber insolvent ist, erhalten seine früheren Mitarbeiter weiterhin eine gesetzliche Rente. In der betrieblichen Altersversorgung ist es anders. Die zugesagte Rente hängt im Grundsatz davon ab, dass der Arbeitgeber leistungsfähig ist. Da der Gesetzgeber das Risiko des Ausfalls bei Insolvenz des ehemaligen Arbeitgebers als zu groß angesehen hat, hat er eine gesetzliche Insolvenzsicherung eingeführt, dessen Träger der Pensions-Sicherungs- Verein auf Gegenseitigkeit ist.

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Perspektivenwechsel

„Man hat Albert Einstein dafür kritisiert, dass seine Theorie zu komplex ist. Er erwiderte, eine Theorie solle so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher. Wir alle sollten uns immer wieder einmal um 180 Grad drehen und die Perspektive wechseln.” Das sagt uns Andrew Lo im Interview (Seite 55) auf die Frage, ob bei institutionellen Investoren nicht eher „back to the basics” angesagt sei als „Hedgefonds”. Mehr . . . 


Taktik zwischen Quant und Bauch
— Dr. Klaus Wiener, Geschäftsführer Research und taktische Allokation, Generali Investments KAG

Strategie ohne Taktik ist wie die berühmte Suppe ohne Salz. Taktik ohne strategische Raffinesse kann dieses Salz aber auch nicht ersetzen. Zwar haben viele Versicherer gerade während der Finanzkrise ihre Allokation von Aktien in Renten erfolgreich umgeschichtet. Dabei von taktischem Management zu sprechen, ist aber größtenteils wohl unberechtigt. Genauer besehen handelte es sich um erzwungenes Risikomanagement. Taktisches Management ist etwas anderes. Das erfordert eine ständige Adjustierung von Risikopositionen – auch nach oben, wenn die taktischen Signale auf Grün stehen. Mehr . . . 


Fokus auf der Direktanlage
— Siegfried Cofalka, Vorstand, SEB Asset Management AG

Rund 65 Prozent der deutschen Versicherer wollen bis zum Jahresende 2009 direkt in fremdgenutzte Immobilien investieren. Außerdem planen 20 Prozent eine Direktanlage in eigengenutzte Immobilien. Hingegen wollten vor einem Jahr nur 40 Prozent Immobilien direkt erwerben. So auf jeden Fall lautet das Ergebnis der Umfrage „Immobilienanlagen der Assekuranz 2009” von Ernst & Young Real Estate. An der Umfrage beteiligten sich 20 mittelgroße und große deutsche Versicherungen, die zusammen ein Immobilienvermögen zu Marktwerten von knapp 50 Milliarden Euro verwalten. Mehr . . . 


Brief aus Berlin

Bis zum späten Nachmittag des 30. August schien die Welt in den Parteizentralen und im Regierungsviertel in Berlin in Ordnung zu sein. Als die Wahlforscher jedoch um 18.00 Uhr ihre Prognosen veröffentlichten, wurde klar, dass sich die politische Landschaft deutlich verändert hatte: Verluste der CDU; trotzdem eine weiterhin schwache SPD, die dennoch behauptet, Rückenwind zu verspüren; die Grünen im Plus, in zwei Ländern sogar in der Rolle des Königsmachers, und DIE LINKE, die derzeit vor Kraft strotzt. Ein Rückschlag für Schwarz-Gelb, obwohl die FDP überall zugelegt hat, aber kaum davon profitiert. Mehr . . . 


Die Zukunft der Kapitalanlage – die US-Perspektive

Der Putz von Amerika ist ab. Genau die richtige Zeit, um im Mutterland der Finanzkrise von renommierten US-Wissenschaftlern direkt zu erfahren, welche Lehren sie gezogen haben und was sie ihren Studenten künftig predigen werden. Das Ergebnis sind unsere zehn Thesen zur Zukunft der Kapitalanlage. Mehr . . . 


Bond Management

Teilnehmer

1 Dr. Constantin Echter, Abteilungsleiter Strukturierte Zinsprodukte, Bayerische Versorgungskammer

2 Maik Rodewald, Chefredakteur Kontinentaleuropa, FT Pension & Investment Group (Moderator)

3 Volker Buschmann, Managing Director, M&G International

4 Michael Mewes, Managing Director Fixed Income, J.P. Morgan Asset Management

5 Bernd Baur, Geschäftsführer, BBConsulting (Moderator)

6 Gabriele Kellermann, Leiterin Treasury, BBBank

7 Steffen Zauske, Portfolio Management Renten, Hamburger Sparkasse

8 Frank Laufenburg, Head of Fixed Income, SEB Asset Management

9 Markus Heinrich, Geschäftsführer, Roland Eller Consulting Mehr . . . 


Aktiv das Portfolio stabilisieren

Die Vorteile von Wandelanleihen als Asset-Klasse haben sich besonders in der aktuellen Finanzkrise gezeigt. Dennoch boten sich viele Fallstricke für global agierende Investoren und Manager. Was also sind die Anforderungen, die der Markt, aber auch die Investoren an ein verantwortliches Portfolio Management stellen sollten? Ein Überblick. Mehr . . . 


„Aufsicht national, europäische Komponente gestärkt“

25 Jahre ist er bei der Europäischen Kommission, in der Herzkammer europäischer Politik. Insolvenzsicherung, Auffanglösungen, Aufsicht, Solvency II, Pensionsfonds-Richtlinie: Versicherungswesen und bAV bleiben heute selten ohne Einfluss der EU. Redezeit für einen Hochschullehrer, dessen Wort in Brüssel Gewicht hat.

Fragen: Pascal Bazzazi

Antworten: Professor Karel Van Hulle, Leiter des Referats Versicherung und Altersvorsorge in der Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen bei der Europäischen Kommission

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Savoir-vivre in der betrieblichen Altersversorgung
— Wolfgang Weber, Global Head of Asset Management and Pensions bei Sanofi-Aventis

Aus seiner Genese heraus hat der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis in Deutschland viel höhere Pensionsverbindlichkeiten als in Frankreich. Dank hoher Profitabilität kann man es sich in Paris dabei leisten, den eigenen Strategien auch in der Krise treu zu bleiben. Mehr . . . 


Oranje: Der Stoff, aus dem die Unterdeckung ist
— Bas van Boesschoten, Mercer Niederlande

In den Niederlanden spielt die bAV eine ungleich größere Rolle als in Deutschland, ist aber in der Finanzkrise zumindest temporär unter die Räder gekommen. Lokale Rechnungslegung und aggressives Asset Management paaren sich zu einem explosiven Mix. Doch Systemfragen stellt man nicht. Mehr . . . 


Aktien-Exposure einmal anders
— Dr. Dirk Lepelmeier

Auch bei der NAEV sollen die Risikobudgets wieder steigen. Doch wie soll das funktionieren angesichts einer Aktienquote von netto einem Prozent und ohne weiteren Appetit auf Dividendentitel? Die Lösung der Düsseldorfer: Hedgefonds und Absolute-Return-Mandate, finanziert durch die prall gefüllte Corporate-Bond-Kasse.

Fragen: Dr. Eckhard Bergmann
Antworten: Professor Dr. Dirk Lepelmeier, Geschäftsführer Vermögensanlagen, Nordrheinische Ärzteversorgung (NAEV)

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Der neue Robert Merton

Über Hedgefonds muss er einfach sprechen: MIT-Professor Andrew Lo befördert sie von der Nischen-Anlageklasse zur zentralen Gegenpartei für Risikogeber. Die wahren Systemrisiken macht er im Schatten-Hedgefonds-Sytem aus – bei Banken, Versicherern und Geldmarktfonds.

Fragen: Maik Rodewald und Murat Ünal
Antworten: Andrew W. Lo, Harris & Harris Group Professor of Finance, MIT Sloan School of Management, Cambridge, USA

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