dpn-Ausgaben » 2009 » Februar-März 2009
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Sie ist. Sie bleibt.
Die Krise ist hyperaktiv.
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Warten auf Besserung
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Magister Michaela Attermeyer, Bereichsleiterin
Veranlagung, VBV Pensionskasse
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Das Jahr 2008 war ein Jahr voller Enttäuschungen. Und zwar nicht nur, was die Performance einzelner Asset-Klassen – oder noch besser ausgedrückt: so ziemlich aller Asset-Klassen – betrifft. Nein, so mancher institutionelle Investor zeigte sich auch über die mangelnde Unterstützung des Gesetzgebers enttäuscht. „Pensionskassen sind unserer Ansicht nach Finanzinstitutionen wie Banken und Versicherungen. Während Banken und Versicherungsunternehmungen jedoch beispielsweise Bilanzierungserleichterungen für das Jahr 2008 erhalten haben, bekamen Pensionskassen überhaupt keine Unterstützung. Das ist unverständlich“, klagt Magister Michaela Attermeyer, Bereichsleiterin Veranlagung der Ende 2007 noch 4,5 Milliarden schweren VBV-Pensionskasse in Wien, und verweist beispielsweise darauf, dass es in Österreich hohe fixe Rechnungszinssätze gibt, die ein Asset Liability Matching momentan eher sinnlos erscheinen lassen. „Wir kommen aus einem Jahr 2008, das sicherlich grausam war, unsere Reserven nahezu aufgebraucht hat und das zur Folge haben wird, dass es bei unseren Versicherten faktisch zu Leistungskürzungen kommen wird. Hier hätte uns eine Stützung natürlich geholfen“, erklärt sie und verweist darauf, dass die Performance für das vergangene Jahr negativ gewesen wäre. Konkret lag sie zwischen minus 4 Prozent und minus 15 Prozent, je nachdem, um welches Portfolio – die VBV verwaltet insgesamt rund 40 Veranlagungsgemeinschaften – und um welche Strategie es sich handelte.
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Besser noch abwarten und Tee trinken
Kaufen oder nicht? Das ist sicherlich auch beim Londoner Immobilienmarkt derzeit die zentrale Frage. Obwohl, einige mutige institutionelle Investoren positionieren sich bereits. So hat beispielsweise TMW Pramerica Property kürzlich für einen ihrer institutionellen Spezialfonds für über 50 Millionen Pfund ein Büro- und Geschäftshaus mitten in der Londoner City erworben. „Wir konnten die Immobilien zu einem außergewöhnlich günstigen Preis erwerben. Der niedrige Pfund-Kurs und eine hohe Anfangsrendite lassen darüber hinaus zukünftige Wertgewinne erwarten“, sagt Portfolio Manager Friedrich von Carlowitz. Und auch die Deka griff nach dreijähriger Kaufzurückhaltung mit dem Argument der „ungewöhnlich günstigen Einstiegsmöglichkeiten“ wieder an und hat für rund 73 Millionen Euro ein Logistikobjekt nördlich der Londoner Innenstadt gekauft.
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Stolpersteine für Anlagen in ausländische Investmentvermögen
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Autor: Patricia Volhard ist Rechtsanwältin und Partner bei P+P Pöllath + Partners in Frankfurt
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Nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz ist das gebundene Vermögen so anzulegen, dass möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität des Versicherungsunternehmens unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht wird. Neben diesen allgemeinen Kriterien konkretisiert die Verordnung über die Anlage des gebundenen Vermögens von Versicherungsunternehmen („AnlVO“) die nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz zulässigen Vermögensgegenstände. Die Grundsätze der Liquidität und Sicherheit werden jedoch bei der Auslegung der Anlageverordnung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) im Hinblick auf Anlagen in geschlossene und halboffene Fonds, die nach dem Investmentgesetz als ausländische Investmentvermögen qualifizieren, nicht ausreichend berücksichtigt.
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Wer soll das bezahlen?
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Dr. Uwe Langohr-
Plato, Sparkassen PensionsManagement GmbH
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Zwei Tage vor der geplanten Urteilsverkündung zur Zillmerung in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) durch das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt hat der beklagte Arbeitgeber Anfang Januar 2009 seine Revision zurückgezogen. Das im März 2007 ergangene Urteil des Landesarbeitsgerichtes (LAG) München, das eine Entgeltumwandlungsvereinbarung infolge Zillmerung für unwirksam erklärt hat, ist damit rechtskräftig.
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Pascal Bazzazi: Destruktiver gehts nimmer
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Pascal Bazzazi
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Erst Tarife hart an der Betrugsgrenze unter die Leute bringen, dann Störfälle vor Gericht kommen lassen, anschließend auch noch in Revision gehen, in letzter Minute Schweigegeld anbieten und sich schließlich fünf vor zwölf plump darauf verlegen, höchstrichterliche Rechtsprechung zu verhindern. Destruktiver gehts nimmer. Und planloser wohl auch nicht. Die Rücknahme der Revision in dem Verfahren zur Zillmerung in der Entgeltumwandlung vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland – und damit mittelbar der deutschen Volkswirtschaft – schweren Schaden zugefügt. Durch die Vermeidung höchstrichterlicher Rechtsprechung hat man sich eine Nische auf Zeit erkauft, innerhalb derer man weitermachen kann wie bisher, mehr nicht. Die langfristigen Folgen werden weitreichend sein.
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Gerd Kommer: Der kuriose Markt für Kursprognosen
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Gerd Kommer
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Wir alle sind nach ihnen süchtig, doch diese Sucht tut uns nicht gut: Die Rede ist von Prognosen – Prognosen zu Aktien- und Devisenkursen, Zinsen und und und. Das Jahr 2008 war kein gutes Jahr für Prognostiker. Unisono griffen die Trichets und Bernankes dieser Welt mit ihren veröffentlichten Vorhersagen voll daneben. Dabei befanden sie sich in guter Gesellschaft: Die Chefökonomen und „Quants“ von Großbanken und IWF blamierten sich genauso wie Aufsichtsbehörden, Rating-Agenturen, Finanzmedien und die gesamte Asset-Management-Branche inklusive der Absolute-Return-Zauberer aus dem Hedgefonds-Geschäft, als es darum ging, die Finanzkrise und den Aktien-Crash vorherzusehen. Man erinnere sich nur an die Ölpreisprognose von 200 Dollar pro Fass, die Goldman Sachs („die beste Investmentbank der Welt“) im Mai 2008 für die kommenden zwölf Monate ausrief.
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Brief aus Berlin
Als Nachfolger des ausgeschiedenen Bundeswirtschaftsministers Michael Glos (CSU) wäre der CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel der derzeitige bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) lieber gewesen. Doch auf den stärksten Mann in seinem Kabinett wollte CSU-Chef Horst Seehofer, der noch damit beschäftigt ist, sich in die Regierungsgeschäfte in München einzuarbeiten, nicht verzichten. Immerhin konnte Merkel verhindern, dass die Schwesterpartei einen in der Bundespolitik völlig unerfahrenen Provinzpolitiker nach Berlin schickte. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, für die CSU seit 2002 im Deutschen Bundestag, soll es nun richten – und der gesamten Union wieder wirtschaftspolitisches Profil verleihen, das den beiden Schwesterparteien abhandengekommen ist. Vor allem soll er Finanzminister Peer Steinbrück Paroli bieten und beweisen, dass auch die Union Anteil an der Lösung der Finanz- und Wirtschaftskrise hat.
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„So kann es nicht weitergehen“
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Dr. Stefan Zeranski
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Er kann das beste Depot A aller Genossenschaftsbanken im Jahr 2008 vorzeigen und musste wie im Vorjahr nichts abschreiben. Das Betriebsergebnis seiner Bank stieg um 30 Prozent. Ein Gespräch mit dem Treasurer der Kölner Bank über Risikomanagement, Vermögensvernichtung auf Kosten der Allgemeinheit und seine neue Laufbahn.
Fragen: Maik Rodewald
Antworten: Dr. Stefan Zeranski, Leiter Treasury, Kölner Bank
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Roundtable Risikomanagement
dpn: Willkommen an unserem runden Tisch. Wir unterhalten uns über Risikomanagement in der Kapitalanlage. Vorweg, kurz und prägnant: Was ist Risiko für Sie?
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Lehren vom letzten Herbst
Die Folgen der Finanz- und Bankenkrise wiegen schwer. Zudem lässt sich der Ausgang schlecht prognostizieren. Das Ende der Kapitalmärkte aber bedeutet sie nicht. Mit verstärkter Regulierung ist jedoch zu rechnen, wohl auch mit einem verbesserten Risikomanagement. Zudem gilt es künftig mehrere Grundsätze zu beherzigen – ein Überblick.
Von Mark Wiedman, Managing Director, BlackRock Financial Markets Advisory Group, und Steven Bayly,
Head of Institutional Business, BlackRock Deutschland, Österreich und Schweiz
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„Der Pensionsfonds wird einer der Gewinner sein“
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Professor Hans-Peter Schwintowski
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Die Finanzmarktkrise könnte seiner Meinung nach den Trend zu Ausfinanzierungen hemmen. Das Verbot, Zeitwertkonten in die bAV zu übertragen, dürfte verfassungswidrig sein. Die Rücknahme der Revision in Erfurt stellt einen Missbrauch dar. Redezeit für einen Berliner Hochschullehrer.
Fragen: Pascal Bazzazi
Antworten: Professor Hans-Peter Schwintowski, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und
Europarecht an der Humboldt-Universität zu Berlin
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bAV in Bonn: gelber Riese, großes Rad
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Dr. Benedikt Köster, Group Pensions,
Deutsche Post
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Wer als einer der größten Arbeitgeber der Welt in über 200 Ländern operiert, daneben in seinem Heimatland noch Zehntausende Beamte beschäftigt und versorgen muss, für den wird die Kontrolle über seine bAV zur Kardinalfrage. Die Herausforderungen der Deutschen Post sind ebenso vielfältig wie großvolumig.
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Schön old-fashioned
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Rolf Florian
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Finanzkrisen sind Stunden der Wahrheit: Die deutschen Versicherer zeigen der Welt, was eine Harke ist – sprich, was krisenresistentes Anlagemanagement bedeutet. Die Debeka ist Protagonist des Konservativismus: risikoavers bis dort hinaus und „modernen“ Anlageinstrumenten wenig geneigt, aber erfolgreich in puncto Überschussrenditen.
Fragen: Dr. Eckhard Bergmann
Antworten: Rolf Florian, Vorstand Finanzen und
Jürgen Blesius, Hauptabteilungsleiter Finanzen, Debeka Versicherungen
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Kurt Wohlfarth,
Leiter Depot-A-Management,
Kreissparkasse Ostalb
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Keine Rede von Kreditklemme
Na, das ist doch mal eine gute Nachricht. Die Kreissparkasse Ostalb steht zu ihren Kunden, auch in schwierigeren Zeiten. Denn zum einen sind die gesamten Kundenausleihungen der Kreissparkasse 2008 um rund 5 Prozent auf über 2,4 Milliarden Euro angestiegen, zum anderen stiegen die Kredite an Unternehmen im Zeitraum 2005 bis 2008 sogar um 170 Millionen Euro beziehungsweise 19 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro.
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