dpn-Ausgaben » 2008 » November-Dezember 2008
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Jenseits der Hobbyökonomie
Frage: Was ist der Unterschied zwischen den wenigen großen Ökonomen unserer Zeit und den vielen Hobbyökonomen, die gerade Hochkunjunktur haben?
Antwort: Erstere wissen, dass sie nichts wissen. Deshalb überrascht sie wenig, und sie können in der Krise lachen. Letztere wiederum geben vor zu wissen (und ideologisch stark gefärbt), was jetzt in der Finanzkrise zu tun und wer schuld ist.
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Bis zu 15 Prozent alternative Anlagen
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Oke Petersen, Leiter Kapitalanlagen, Körber-Stiftung
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Die Agenda der Körber-Stiftung kann sich momentan sehen lassen, denn: „Wir stocken derzeit unsere Immobilienquote auf“, sagt Oke Petersen, Leiter Kapitalanlagen bei der Körber-Stiftung, die neben einer Unternehmensbeteiligung ein liquides Vermögen von 220 Millionen Euro ausweist.
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Agrarland: Zurück zu den Wurzeln
Die Zeiten sind hart geworden, insbesondere durch die massiven Verwerfungen der Finanzkrise. Zeit vielleicht, sich auf die Wurzeln zu besinnen. Denn: Die Idee ist so alt wie die Anfänge der zivilisierten Menschheit – durch Ackerbau vorausschauend Existenz und Wachstum zu sichern.
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Immobilien: Schutz vor Inflation? Mal so, mal so
Die weit verbreitete Meinung, dass der beste Schutz gegen Inflation die Anlage in Haus und Hof ist, hört sich zwar plausibel an, sei aber falsch.
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Neues Gesetz erleichtert die Akquisition von Unternehmensbeteiligungen
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Autor: Lutz Hartmann
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Im Rahmen der Umsetzung der europäischen Aktionärsrechtsrichtlinie („ARUG“) hat sich die Bundesregierung neben der Ausformung von neuen Rechten für Aktionäre insbesondere im Rahmen von Hauptversammlungen auch vorgenommen, die Durchführung von Sachkapitalerhöhungen bei Aktiengesellschaften zu vereinfachen.
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Brief aus Berlin
Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik haben die parlamentarischen Gremien ein 500-Milliarden-Euro-Hilfspaket wie das Gesetz zur Stabilisierung des Finanzmarktes beschlossen, und das innerhalb weniger Tage. In welchem Umfang es von Kreditinstituten in Anspruch genommen wird und ob es wirklich dazu beiträgt, das geschwundene Vertrauen der Banken untereinander wieder herzustellen, muss sich zeigen.
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Gerd Kommer: Jetzt Risiko herunterfahren?
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Gerd Kommer
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Es soll einen chinesischen Fluch geben, der da lautet: „Mögest du in interessanten Zeiten leben.“ Das tun wir derzeit. Wir überbieten uns mit pessimistischen Superlativen, die Börsen sind eingebrochen. Kein Wunder, wenn auch in der Asset-Management-Branche nunmehr „Soul Searching“ angesagt ist.
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Die Altersorsorge braucht gute Governance
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Jörg Ambrosius
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Der weltweite Markt für Altersvorsorgeprodukte ist riesig und wächst. Studien von Cerulli Associates zufolge hat sich der Wert der betrieblichen und privaten Altersvorsorgepläne in den Jahren 1996 bis 2006 auf etwa 24 Billionen Dollar verdoppelt.
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Pascal Bazzazi: Herrschaftswissen draußen vor der Tür
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Pascal Bazzazi
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Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wird im HGB auch die Bewertung von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen internationalen Standards angenähert. Doch die International Financial Reporting Standards mit dem IAS 19 in seiner jetzigen Fassung sind selber Gegenstand intensiver Debatten und werden in absehbarer Zeit reformiert.
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Seid bewertet, Billionen!
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Werner Lüdenbach, HDI-Gerling Pensionsmanagement AG
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Die Bewertung von Pensionsverpflichtungen ist in Bewegung. In Deutschland wird das Bilanzrecht internationalen Standards angepasst. Doch auch die IFRS selbst stehen unter Veränderungsdruck. Es geht um viel: Weltweit sind Billionen zu bewerten.
Deutschland 1933: Das Institut der Wirtschaftsprüfer fordert eine Passivierungspflicht für Pensionsrückstellungen. 1941 erklärt der Reichsfinanzhof Pensionsrückstellungen erstmals für rechtmäßig. Dann scheint das Thema an Bedeutung verloren zu haben, möglicherweise infolge der nachhaltig schlechten Biometrie besonders der deutschen Männer.
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„Im IASB geht derzeit einiges durcheinander“
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Professor Raimund Rhiel, Chefaktuar Mercer
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Das neue HGB ist ein echter Fortschritt in Sachen Pensionsrückstellungen. Auf internationaler Ebene ist dagegen derzeit noch viel Handlungsbedarf, meint ein Berater, der die Volatilität von Rückstellungen und Plan Assets nicht in den Erfolgsziffern eines Unternehmens sehen will.
Fragen: Pascal Bazzazi Antworten: Professor Raimund Rhiel, Geschäftsführer und Chefaktuar der Mercer Deutschland und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Pensions im Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee
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ETFs erleichtern integriertes Risikomanagement
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Dr. Dirk Klee
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Die Anforderungen an ein integriertes Risikomanagement sind gestiegen. Nicht zuletzt Solvency II und Basel II haben die Messlatte auf der Aktiv- und Passivseite erhöht. Die Fokussierung allein auf die Anlageseite reicht nicht aus. Eine mögliche Lösung: Mit Exchange Traded Funds (ETFs) ein solches Asset Liability Management effizient umzusetzen.
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Jede Krise hat ihre Chancen
Die jüngsten Entwicklungen, das potenzielle Ausmaß und die Dauer des aktuellen Abschwungs am US-Häusermarkt sind hinlänglich bekannt. Doch eine Krise kann auch reinigend wirken und Chancen für Investoren bieten – wenn man den richtigen Einstiegszeitpunkt erwischt.
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Risikoniveaus im Portfolio dynamisch anpassen
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Alexander Preininger
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Mit dem dynamischen Risiko-Overlay-Management kann das Risikoniveau diversifizierter Portfolios dynamisch und in Echtzeit angepasst werden – etwa auf Ebene des Gesamtmandats in einer Master-KAG. Damit steht Investoren ein, verglichen mit statischen Ansätzen, effizientes Konzept für zentralisiertes Risikomanagement zur Verfügung.
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„Solvency II muss in den Köpfen stattfinden“
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Dr. Thomas Steffen, Bafin, Erster Direktor Versicherungsaufsicht
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Kredit- und Versicherungswesen sind in Europa tiefgehender integriert als die bAV. Doch wird auch die bAV mit qualitativen und zur richtigen Zeit mit quantitativen Anforderungen konfrontiert werden. Auch bei anderen offenen Fragen kommt Solvency II voran. Redezeit für einen Aufseher, der auf internationalem Parkett mitredet.
Fragen: Pascal Bazzazi
Antworten: Dr. Thomas Steffen, Exekutivdirektor der Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und Vorsitzender des Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (Ceiops)
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„Hauptsache regelbasiert“
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Lutz Klaus
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Ihr Renditeziel sieht die mehrfach preisgekrönte Pensionskasse Degussa in diesem Jahr nur mit dem Fernglas – wie schon 2007. Doch in Essen bleibt man nicht nur gelassen, sondern auch vom eigenen Ansatz überzeugt. Schließlich sei Pensionskassen-Management ein Marathon, kein Hundertmeterlauf.
Fragen: Dr. Eckhard Bergmann
Antworten: Lutz Klaus, Mitglied des Vorstandes, Pensionskasse Degussa VVaG (PKD)
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Shari’a Investments: sicher in der Warteschleife
Shari’a-konforme Anlagen sind in Deutschland noch ziemlich neu und für den Normalanleger – den privaten wie den institutionellen – wenig transparent. Bevor die Welle nach Deutschland schwappen kann, wird sich die Islamic-Finance-Branche noch einmal neu (er)finden müssen.
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„L’index, c’est un animal dangereux“
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Jean-François Canton
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Quants und Comgest, das passt zusammen wie Merkel und Lafontaine: Beide beackern dasselbe Feld, könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Für den Franzosen Jean-François Canton sind quantitative Asset Manager als Babys des Bullenmarktes nur Modeerscheinungen mit endlicher Lebensdauer.
Fragen: Maik Rodewald Antworten: Jean-François Canton, Gründer und Teilhaber Comgest S.A., Paris
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Das Grundprinzip muss überleben
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Dr. Marc Herzog
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Die Anbieter von Exchange Traded Funds laufen Gefahr, sich das Leben selbst schwer zu machen. Sie produzieren neue Innovationen, die am Markt vorbeigehen, statt den ursprünglichen Charme der Produkte spielen zu lassen – als einfach, klar und transparent. Dazu kommt ein unstrukturierter Vertrieb. Noch ist Zeit zur Strategieumkehr.
Fragen: Maik Rodewald Antworten: Dr. Marc Herzog, Geschäftsführender Gesellschafter, Frontiers Management Consulting Unternehmensberatungsgesellschaft
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Mit Overlay-Struktur durch die Finanzkrise
Das derzeitige Börsenumfeld könnte härter nicht sein, auch für die Anlageverantwortlichen von Stiftungen nicht. „Die derzeitige Situation ist sicherlich irrational und nicht greifbar“, sagt Jörg Eduard Krumsiek, Geschäftsführer der Deutsche Bank Stiftung. Deswegen sei man abgesichert, bleibe in Deckung und wolle dies so schnell auch nicht ändern.
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