dpn-Ausgaben » 2008 » September-Oktober 2008
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Schweigt besser, Anlage-Spießer!
Hier steht sonst immer eine Glosse. Dieses Mal erscheint aber eine Anekdote – schließlich müssen auch Journalisten ihren Ärger irgendwie verarbeiten, und das geht am besten während der Arbeit. Also: „Ich diskutiere weder über Religion, Politik, Sex noch über mein Portfolio.“
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Für die Ewigkeit konzipiert
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Holger Benke, Geschäftsführer, Hertie-Stiftung
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Die Hertie-Stiftung sagt weiter ja zu alternativen Anlagen. Und das in einem durchaus beachtlichen Umfang. „Ja, es stimmt, wir haben uns dazu entschlossen, rund sechs Prozent unseres Vermögens in Hedgefonds zu investieren. Dieser Prozess ist gerade voll im Gange“, sagt Holger Benke, Leiter Vermögensanlagen und Geschäftsführer bei der Hertie-Stiftung, und deutet an, dass hierfür zum einen eigens zwei externe Partner auserkoren wurden und zum anderen der Hedgefonds-Anteil zu Lasten der festverzinslichen Anlagen im Portfolio finanziert wurde.
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Timber: Mein Freund, der Baum
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Erik Crawford, Principal, Mercer Investment Consulting
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Fast ein Prozent der 45 Milliarden Euro schweren Kapitalanlage der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) soll in den kommenden Jahren hierein investiert werden, die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) plant bis zu 100 Millionen Euro anzulegen, weitere institutionelle Investoren könnten folgen. Die Rede ist von einem Investment in Timber – der neue Modebegriff für Wald.
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Interesse nicht erloschen
Das Interesse institutioneller Investoren an verbrieften Immobilienkrediten sei keineswegs erloschen. Zu diesem Schluss kommt auf jeden Fall die aktuelle Analyse „Perspektiven für den Immobilien-Verbriefungsmarkt“, der HSH Nordbank. Doch so einfach scheint es nicht zu sein. Denn hierfür müssten erst zwei wesentliche Voraussetzungen erfüllt werden.
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Körperschaftsteuerbegünstigung für Streubesitzbeteiligungen gefährdet
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Autor: Dr. Dirk Koch
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Für institutionelle Investoren in der Form einer Kapitalgesellschaft hat bislang die Beteiligung an anderen Körperschaften, zum Beispiel über Aktien oder GmbH-Anteile, oftmals einen besonderen steuerlichen Charme: Sowohl eine Ausschüttung als auch ein Verkauf der Beteiligung ist regelmäßig weitgehend von der Körperschaftsteuer befreit.
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Brief aus Berlin
In diesem Jahr bestreiten die Sozialdemokraten das große Sommertheater in Berlin. Für Aufregung sorgte zunächst der von der nordrhein-westfälischen Landesschiedskommission der SPD verfügte Ausschluss Wolfgang Clements aus der Partei. Der zweite Akt mit dem Titel „Der große Tabubruch Andrea Ypsilantis“ wird derzeit fast täglich ergänzt, immer wieder umgeschrieben und hat Chancen, bis in den Herbst hinein auf dem Spielplan zu bleiben.
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Pascal Bazzazi: Die Inflation in der modernen HGB-Bilanz
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Pascal Bazzazi
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Betriebliche Vorsorgesysteme müssen sich mit der Inflation auf beiden Seiten der Bilanz auseinandersetzen. Auf der Passivseite wirkt die Geldentwertung über die Annahmen der Renten- und Gehaltstrends nach IFRS dabei nur mittelbar auf die Bilanzen der Unternehmen.
Dämpfte beispielsweise der Anstieg des Rechnungszinses um 20 Basispunkte im zweiten Quartal 2008 die Pensionsverpflichtungen einerseits, hat andererseits laut Rauser Towers Perrin der Anstieg der Inflationserwartungen von 2,5 auf 2,8 Prozent diesen Effekt im Dax glatt überkompensiert.
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Kurz-Schluss
bAV: Alles nur geglaubt?
Haben wir es jetzt schwarz auf weiß? Die betriebliche Altersversorgung (bAV) in Deutschland ist ohne Bedeutung für die Mitarbeitergewinnung? Das zumindest legt die Studie Global Workforce Study 2007 von Towers Perrin nahe.
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„Ich will noch deutliche Akzente setzen“
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Norbert Enste
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Russland, Kasachstan, Vietnam – so lauten die nächsten Stopps des Bankhauses Metzler auf dem Weg in die weite Welt. Für den Blick in die Ferne steht bei den Frankfurtern ein Bochumer, der viel herumgekommen ist: Norbert Enste. Seine Herausforderung wird es sein, die Kapazitäten nicht zu überfordern. First things first, heißt die Devise.
Fragen: Maik Rodewald Antworten: Norbert Enste, Mitglied des Partnerkreises von Metzler, verantwortlich für Asset Management, und persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA
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Oranje: Bärenstark in der betrieblichen Vorsorge
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Maarten Gelderman, Niederländische Aufsichtsbehörde (DNB)
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In den Niederlanden hat die bAV eine Durchdringung, von der Deutschland weit entfernt ist. Doch warum konnte die bAV sich durchsetzen? Welche Herausforderungen stehen an? Welche Rolle spielen Politik und Aufsicht? Und – man wagt es kaum zu schreiben – kann Deutschland von Holland lernen?
Nackte holländische Zahlen beeindrucken: fast 700 Pensionsfonds, Durchdringungsgrad über 90 Prozent der Beschäftigten, über 700 Milliarden Euro Deckungsmittel. Auf die demografischen Herausforderungen, vor denen die Vorsorgesysteme aller Industrienationen stehen, scheinen die Holländer gut vorbereitet zu sein. Insofern sollte der betrieblichen Altersversorgung (bAV) auch in Deutschland beizeiten eine Schlüsselrolle zukommen. Die Frage ist nur wann, wie und ob überhaupt.
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„Der Pensionsfonds wird ein europäischer Player“
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Bert Kiffen, Pensionsberater
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Die betriebliche Vorsorge in den Niederlanden hat sogar die Beamtenpensionen ausfinanziert. Das bringt nicht nur Zukunftssicherheit, sondern wird die Regierung in Den Haag eine klare Position zu Solvency II in der bAV einnehmen lassen, glaubt ein Berater, der auch eine europäische Perspektive sieht.
Fragen: Pascal Bazzazi Antworten: Bert Kiffen, internationaler Pensionsberater, Angerlo, Niederlande
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In einer auf Schuldenabbau fixierten Welt
Vor rund einem Jahr begann sich das Marktumfeld für Unternehmensanleihen spürbar einzutrüben. Rentenanleger stellt dies vor erhebliche Herausforderungen, eröffnet aber auch Chancen, daher: ein Einblick über die Mechanismen und Gefahren, aber auch wie man die Untiefen an den Märkten für Unternehmensanleihen umschiffen kann.
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Inflation plus X Prozent - Mission possible
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Marco Lenfers und Frank Wettlauffer
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Langfristig das Kapital erhalten und stabile Erträge erzielen – so oder ähnlich ist oft die Zielsetzung von institutionellen Anlegern formuliert. Weltweit anziehende Inflationsraten sind da natürlich wenig hilfreich.
Es sei denn, man berücksichtigt sie schon bei der Definition des Renditezieles.
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Portfolio-Optimierung durch Risikomanagement
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Stephan Ertz und Marc Hellingrath
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Bankanleihen sind momentan historisch günstig bewertet. Doch Vorsicht: Die Ausfallraten im Kreditbereich steigen derzeit eher an. Gleichwohl kann eine Anlage in Bankanleihen in Zusammenspiel mit einem ausgeprägten Risikomanagement eine lohnende Investition darstellen.
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bAV-Global im Dax: DB, DC oder nur ein Bus
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Burkhard Klare,Leiter Compensation & Benefits Deutschland, Continental AG
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Die Continental AG aus Hannover soll ihre Unabhängigkeit verlieren. Doch ein Übernehmer tut immer gut daran neben dem operativen Geschäft auch die betriebliche Vorsorge seines Ziels zu prüfen. Verpflichtungen und Assets können schließlich erhebliche Größenordnungen erreichen.
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BilMoG: Volatiler Kotau vor den IFRS?
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Professor Dr. Klaus Heubeck, Vorstand Heubeck AG
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Will sich die deutsche Rechnungslegung internationalen Standards annähern, kommen aus England gegenläufige Gedankenspiele. In der Praxis sind Großkonzerne und Mittelständler zunehmend mit Pensionsverpflichtungen konfrontiert. Redezeit für zwei Berater, die in Sachen Ausfinanzierung zu Besonnenheit mahnen.
Fragen: Pascal Bazzazi Antworten: Professor Dr. Klaus Heubeck, Vorstand, und Professor Dr. Norbert Seeger, Leiter der Betriebswirtschaftlichen Abteilung der Heubeck AG
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Taktisches Sidelay im Testlauf
Ab mit den Pensionsrückstellungen in ein CTA, das kommt für EnBW immer noch nicht infrage. Die Bilanz ist also länger, als sie sein müsste, doch in Karlsruhe sieht man das als eine Art Lebensversicherung in Zeiten der Kreditklemme an. An Projekten mangelt es aber nicht: Man verfeinert das eigene Interventionslinienkonzept.
Fragen: Dr. Eckhard Bergmann Antworten: Ingo Peter Voigt, Generalbevollmächtigter, Leiter Konzernfinanzen/Investor Relations, und Wolfgang Maier, Konzernbevollmächtigter Asset Management, beide EnBW
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Quant gegen Quacksalberei
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Dr. Bernd Scherer
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Asset Management muss dringend objektiviert werden, fordert Deutschlands Vorzeige-Quant Bernd Scherer schon lange. Darum begrüßt er, dass quantitative Techniken auch im traditionellen Management einziehen. Welche neuen Risiken diese Annäherung bringt, weiß niemand. Ihre Nebenwirkungen sind allerdings bereits absehbar.
Fragen: Maik Rodewald und Dr. Eckhard Bergmann Antworten: Dr. Bernd Scherer, Managing Director und Leiter Quantitatives GTAA, Morgan Stanley
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Der Einsatz von ETFs in institutionellen Portfolios – die Sicht von Corporates und Consultants
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Autor: Murat Ünal ist Vorstand der Funds@Work AG
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Börsengehandelte Investmentfonds sind bei professionellen Anlegern längst nicht so verbreitet, wie gerne behauptet wird. Das gilt vor allem für den Einsatz in betrieblichen Vorsorgevehikeln. Doch warum ist das so? Eine systematische Analyse bringt Licht ins Dunkel.
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Die Zeit bringt den Erfolg
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Professor Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender, Zeit-Stiftung
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„Eine Stiftung hat immer den gleichen Spagat zu meistern. Zum einen will sie möglichst hohe Fördermittel vergeben, zum anderen den vollen Inflationsausgleich erwirtschaften.Das klappt jedoch das eine Jahr besser und das andere Jahr schlechter“, sagt Professor Dr. Michael Göring, der Vorstandsvorsitzende der rund 780 Millionen schweren Zeit-Stiftung, und verweist darauf, dass sich die Stiftung als Ziel gesetzt hat, jedes Jahr ordentliche Erträge von gut 3,5 Prozent des Vermögens, also rund 27 Millionen Euro, zu erreichen, mit denen rund 200 Förderprojekte und ein kleiner Teil der Kapitalerhaltung finanziert werden.
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