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 dpn-Ausgaben » 2007 » Januar-Februar 2007
 
BVV holt sich Private Equity ins Haus

Der BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes hat von seinen Gremien grünes Licht für die Investition in Private Equity bekommen. Investiert wird zunächst in zwei Dachfonds, die Partner dafür seien bereits identifiziert. Im ersten Schritt darf das Kapitalanlageteam um BVV-Vorstand Rainer Jakubowski Commitments bis maximal 1,5 Prozent des Gesamtanlagevolumens des BVVs (per Ende 2006: knapp über 18 Milliarden Euro) abgeben. Geht die Investition auf, würde Jakubowski eine Ausweitung der Quote beantragen. Bei Hedgefonds ist diese Entscheidung bereits gefallen: Die Testphase für die fünf Hedgefonds-Investitionen ist abgeschlossen, die Renditeziele sind erreicht – und deswegen wird noch in diesem Jahr mehr Geld investiert. Mehr . . . 


Heuschrecken-Szene 2007: Global und polarisiert

Die weltweit angebotenen Private-Equity-Fonds werden immer größer und investieren globaler, gleichzeitig konzentrieren sich die Zuflüsse auf immer weniger Fonds. Das jedenfalls lässt sich aus der jüngsten Erhebung der Schweizer Beratungsgesellschaft SCM Strategic Capital Management schließen. Die Studie ist die vierte ihrer Art und basiert auf der Due Diligence von 252 Fonds im Laufe des Jahres 2006. Dieser Deal-flow repräsentiert laut CEO Dr. Stefan Hepp rund die Hälfte aller weltweit angebotenen Fonds über 100 Millionen Dollar. Besonders bemerkenswert: Die größere Aufgabe (mehr Geld internationaler anlegen) hat viele Fondsmanager (die „General Partnerships“) nicht dazu bewegt, mehr Investment Professionals einzustellen. Laut Hepp ist das aber ein Kriterium, das künftig über den Erfolg eines Fonds mitentscheiden wird. Mehr . . . 


Auch Pforzheimer gehen nach Japan

Japanische Aktien scheinen derzeit in der Gunst der Sparkassen ganz weit vorne zu liegen. Denn neben der Stadtsparkasse Düsseldorf (vergleiche auch dpn brief Oktober 2006) plant nun auch die Sparkasse Pforzheim Calw ihren Anteil japanischer Aktien im Depot A deutlich zu erhöhen. Derzeit investiert die Sparkasse rund 15 Millionen Euro im Land der aufgehenden Sonne, mittelfristig sollen es bis zu 70 Millionen Euro sein. Als Gründe hierfür nennt Hubertus Endres, Abteilungsdirektor Handel & Treasury, nach wie vor stark steigende Unternehmensgewinne, die zurückhaltende Zinserhöhungspolitik der Bank of Japan, immer noch relativ günstige Bewertungsrelationen sowie eine wachsende Investitions- und Konsumbereitschaft. „Gleichzeitig sollte die laufende Yen-Schwäche zu Ende gehen“, sagt er. Für ihn alles Gründe, das Engagement jetzt zu erhöhen. Als Vehikel hierfür liebäugelt Endres mit institutionellen Publikumsfonds und Exchange Traded Funds (ETFs). Mehr . . . 


LV 1871 schafft Pensionsfonds in Liechtenstein

Drei Wochen nach Inkrafttreten der Pensionsfonds-Gesetzgebung in Liechtenstein hat die LV 1871 dort einen Pensionsfonds aufgelegt. Damit haben deutsche Unternehmen nun die Möglichkeit, den Durchführungsweg Pensionsfonds zu nutzen – beispielsweise zur Auslagerung von Pensionsverpflichtungen – und dabei von der liberalen Gesetzgebung des Fürstentums zu profitieren, heißt es bei der LV 1871. Mehr . . . 


Personalien

Gunars Balodis (42), der Anfang 2006 die Leitung des institutionellen Geschäfts bei Invesco übernahm, baut sein Team weiter aus. Neben Thomas Wendt, der vor einigen Monaten als Betreuer institutioneller Kunden Christof Quiring nachfolgte – Quiring wechselte zu Fidelity – gibt es erneut zwei Neuzugänge bei Invesco: Gregor Volk (37) und Markus Becker (40). Volk betreut institutionelle Anleger öffentlich rechtlicher Kreditinstitute und wird sich neben dem Depot-A-Geschäft auch auf das Depot-B-Geschäft konzentrieren. Becker wird sich hauptsächlich um Versicherungen und Pensionskassen kümmern. Die ausgegebenen Ziele von Balodis: Die Zuwachsraten bei beitragsorientierten Pensionsplänen steigern, die Kernsegmente Versicherungen und Pensionskassen weiter ausbauen sowie bei den breit diversifizierten europäischen Aktienprodukten „große“ Volumina erzielen. ML

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Kommentar – Michael Montag

Das Weltklima ist durch verschiedene Gefahren bedroht. Neben dem „Ozonloch“ sei insbesondere die zunehmende Erwärmung der Erde mit nicht absehbaren negativen ökologischen und ökonomischen Folgen erwähnt. Die Diskussion um den Klimawandel beeinflusst nunmehr auch zusehends das Anlegerverhalten. Insbesondere institutionelle Investoren aus Großbritannien, den Benelux-Staaten, Skandinavien und auch der Schweiz spielen hier eine Vorreiterrolle.

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(K)ein Rückblick

In der Regel ist es doch so: Die Weihnachtsfeiern sind gefeiert, viele Pläne abgehakt, noch mehr Pläne abgenickt und fertig in der Schublade verstaut. Mehr . . . 


Institutionelle entdecken die Nachhaltigkeit langsam aber stetig
— Claudia Kruse,F&C

Die Berliner Ärzteversorgung beauftragte F&C Asset Management mit einem Mandat für das aktive Responsible Engagement Overlay (Reo) ihrer globalen Aktienbestände von rund 900 Millionen Euro. Mehr . . . 


Immobilien-Derivate: irgendwann sicherlich

In Großbritannien sind sie schon ein Thema: Immobilien-Derivate, beispielsweise Property Index Certificates (Pics) und Total Return Swaps (TRS). Bei Pics etwa erhält der Investor eine Rendite, die auf dem IPD UK AII Property Index basiert und eine einkommensabhängige Komponente beinhaltet. Mehr . . . 


Jedem Arbeitgeber seinen Rechnungszins
— Dr. Roland Schäfer, Ergo Pensionsfonds, Vorstand

Bislang galt der IFRS-Zins als Messlatte für die Kalkulation der Pensionsfonds. „Eine Abweichung von der Richtschnur IFRS ist aber durchaus möglich, wenn der Pensionsfonds auf der Grundlage seiner spezifischen Kapitalanlage nachweisen kann, dass er eine höhere Verzinsung erreicht“, sagt Dr. Roland Schäfer, Vorstand des Ergo Pensionsfonds. Mehr . . . 


Klaus Morgenstern: Zeitkonten ab ins Pflichtprogramm
— Autor: Klaus Morgenstern

Lebensarbeitszeitkonten erfreuen sich vor allem deshalb großer Beliebtheit, weil sie wenig regulatorische Fesseln tragen. Das sollte auch so bleiben, mit einer Ausnahme: Es ist an der Zeit, dass dem Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung nun auch der Rechtsanspruch auf die Einrichtung von Arbeitszeitkonten folgt.

Angesichts einer solchen Aufforderung wittern viele wieder den Geruch gesetzgeberischer Gängelei. Aber wenn sie sich zuvor in jenen Unternehmen umhören, die bereits aus eigenem Antrieb Zeitkontenmodelle installierten, gehen sie vielleicht nicht sofort in Abwehrhaltung. Mehr . . . 


Brief aus Berlin

Werden sie nach komplizierten und langwierigen Verhandlungen von einem kleinen Kreis führender Politiker von Union und SPD unter Beteiligung eines oder mehrerer Ressortchefs. Zuweilen sind Vertreter der Länder dabei, mal auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Franz Müntefering (SPD). Mehr . . . 


Lust auf Liabilities

Wer Assets sagt, muss Liabilities sagen; das gehört für Mercer auch 2007 zum Brot-und-Butter-Geschäft. Häufiger auf der Besuchsliste sollen künftig Sparkassen und Family Offices stehen. Neue Aufgabengebiete locken ebenfalls: das „Mercer Sentinel“, ein Röntgenbild des Kapitalanlage-Setups, und Fitnessprogramme für Direktbestände. Mehr . . . 


Kein Löffel dabei, wenn’s Brei regnet?

Entschädigungsansprüche aus Sammelklagen bieten risikofreie Erträge jenseits von Alpha und Beta – aber nur wenige deutsche Investoren nehmen sie wahr. Das mag manch gute Gründe haben. Die sind jedoch nicht so pauschal, dass Anleger und KAGen das Thema einfach ignorieren können. Die Pflicht ruft einmal mehr. Mehr . . . 


Ahold – das Musterbeispiel für Institutionelle

Der holländische Lebensmittelkonzern Ahold N.V. teilte am 24. Februar 2003 pflichtgemäß mit, dass die Geschäftszahlen für die Jahre 2000, 2001 sowie die Zwischenergebnisse für 2002 aufgrund von Bilanzunregelmäßigkeiten bei der US-Tochter U.S. Foodservice neu erstellt werden müssten. Mehr . . . 


Sammelklagen-Systematik: USA versus Deutschland

In den USA werden jedes Jahr zwischen 200 und 300 Sammelklagen angestrengt: Schadenersatzklagen von Aktionären gegen börsennotierte Unternehmen und deren Manager wegen Fehlverhalten und fehlerhafter Kapitalmarktinformationen. Mehr . . . 


Lead Plaintiff versus Musterkläger

Wer alles Lead Plaintiff sein kann, das bestimmt letztlich das zuständige US-Gericht. Diejenigen mit dem größten finanziellen Interesse haben die besten Chancen; deshalb sind das am ehesten große, finanzkräftige Anleger – wie zum Beispiel Calpers oder andere Pensionsfonds. Mehr . . . 


Schadenhöhe: USA versus Deutschland

Wie hoch die Schadensumme wird, das ist bei Class Actions in den USA Verhandlungssache. Je besser der Lead Plaintiff verhandelt, desto besser auch für die anderen. Mehr . . . 


Custodians: unverpflichtet in der Pflicht

Die Custodians haben in Sachen Sammelklagen keine Treuepflicht, wie etwa die KAGen, kommen aber trotzdem kaum mehr um das Thema herum. Mehr . . . 


„Linke Tasche, rechte Tasche“

Wenn der Aktionär von seiner Gesellschaft Schadenersatz bekommt, schadet er sich letztlich wieder selbst; es sei denn, die Klage trifft die Organe der Gesellschaft. So argumentieren häufig Klagegegner. „Dieses Argument – linke Tasche, rechte Tasche – zieht schon aus zwei Gründen nicht“, sagt Klaus Rotter. Mehr . . . 


Richtig fördern nicht wieder verlernen
— Dr. Helmut Hofmeier, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Lebensversicherung AG

Das Ende der Sozialabgabenfreiheit in der Entgeltumwandlung nach 2008 könnte zur Folge haben, dass die entsprechenden Tarifverträge nicht verlängert werden. Dafür gibt es heute schon ernstzunehmende Signale.
Redezeit für Dr. Helmut Hofmeier, dem Vorstandsvorsitzenden der Gothaer Lebensversicherung.

Fragen: Klaus Morgenstern
Antworten: Dr. Helmut Hofmeier,
Vorstandsvorsitzender der Gothaer Lebensversicherung AG

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(Alters-)Vorsorge ganzheitlich sehen
— Autor: Murat Ünal ist Vorstand der Funds@Work AG.

Die wenigsten Menschen begreifen die Vorsorge als Pflicht und kaum als Bestandteil einer umfassenden Lebens- und Zukunftsplanung. Beides muss sich ändern: Die Phasen vor und nach dem Renteneintritt und deren Chancen und Risiken kommen in den Vorsorgemodellen bisher zu kurz, das Renteneintrittsalter steht zu sehr im Vordergrund. Mehr . . . 


Eine ganzheitliche Lösung gibt es doch

Anlage- und Verwaltungskonzepte müssen individuell zuschneid-, mess- und kontrollierbar sein. Gleichzeitig sollten sie nachvollziehbar, kostengünstig und flexibel sein. Das bisherige Problem: Die Angebote bedienen nicht alle Kundeninteressen ausreichend. Gleichwohl existieren mittlerweile auch ganzheitliche Lösungen.

Dennoch existieren ganzheitliche Angebote.

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Outperformance durch globale Themen

Alpha erzielen und das Risiko des Gesamtportfolios durch die Aufnahme innovativer Managementstile systematisch reduzieren; das ist das Ziel von aktivem Management. Ein globaler, branchenübergreifender Themenansatz verbindet beides: Er setzt auf stabile Trends und trägt darüber hinaus zur Stildiversifikation bei. Mehr . . . 


Dem Absoluten auf der Spur

Absoluten Ertrag zu erwirtschaften ist ein hehres Ziel. Um dieses Ziel mit großer Wahrscheinlichkeit zu erreichen, bieten sich verschiedene Strategien an. Diese haben jedoch auch ihre Fallstricke und vor allem ihren Preis. Dennoch lohnt es sich über Absolute-Return-Strategien nachzudenken. Eine Standortbestimmung. Mehr . . . 


Tendenz steigend

Gute zwei Jahre ist es jung, und es gedeiht: Das CTA der Lufthansa wächst jedes Jahr um 565 Millionen Euro.
Wenn es die neue Asset-Liability-Studie hergibt, dann könnte das Geld für die Betriebsrenten nächstes Jahr in neue Ideen gesteckt werden – Private Equity, Rohstoffe und nachhaltige Investments.

Fragen: Maik Rodewald
Antworten: Roland Kern, Leiter Konzern-Treasury
Walter Schmidt-Cording, Leiter Liquiditäts- und Risikomanagement

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Währungen zu Höherem geweiht
— Christian Schwerdtner,First Private

Wechselkursrisiken vermeiden, das ist der natürliche erste Schritt eines Währungs-Overlays. Den zweiten Schritt zu tun, und mit dem Overlay systematisch auf Alpha-Suche zu gehen, dazu fehlt vielen Investoren noch das Einsehen und die Courage. Das muss nicht richtig sein – auf die Implementierung kommt es an. Mehr . . . 


Des Maestros letzte große Wette
— Autor: Robert von Heusinger ist Finanzmarktkorrespondent bei der Wochenzeitung DIE ZEIT und bloggt auf www.zeit.de/herdentrieb.

Angenehm wird es 2007 an den Kapitalmärkten nicht, weder für Aktien- noch für Rentenanleger. Doch die Kassandras dieser Welt rufen derzeit zu laut, ihr Schreckensszenario gehört in die unterste Schublade. Warum? Weil Alan Greenspan seine letzte große Wette gewinnt – und sich die globalen Ungleichgewichte wieder abbauen werden. Mehr . . . 


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