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Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung

 
 
 dpn-Ausgaben » 2006 » November 2006
 
Signalwirkung noch nicht ausreichend erkannt
— Christian Strenger, DWS, Mitglied des Aufsichsrats

Sicherlich gibt es deutsche Asset Manager, aber auch andere Institutionelle, die es in den Vordergrund stellen, dass Skandale wie Swissfirst und der Fall der Siemens-Pensionskasse in der Schweiz nicht in Deutschland stattfanden. Ein Umstand, der möglicherweise die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit eines Verhaltenskodexes in den Hintergrund drängt. Gleichwohl gibt es andere Aussagen, die stutzig machen. „Anders als in der Finanzdienstleistungsbranche haben wir in Deutschland in der Pensionsindustrie keinen Kodex oder etwas Ähnliches. Im Ausland wird darüber nachgedacht, und in Deutschland sollte man das auch tun", sagt etwa Dr. Peter König, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management GmbH (DVFA). Eine Einzelmeinung? Weit gefehlt. „Auch die Versicherer verwalten Gelder im Kundeninteresse und sollten sich deshalb einem Verhaltenskodex unterziehen. Versicherer haben zwar interne Gremien. Es findet jedoch generell keine Kontrolle durch unabhängige Dritte statt“, sagt Christian Strenger, Mitglied des Aufsichtsrats der DWS, und verweist auf die Signalwirkung eines Verhaltenskodexes. Mehr . . . 


Im Rekordfieber

Rekorde, Rekorde, Rekorde – Darin suhlt sich derzeit die Immobilienbranche. „Da geht’s ab“, so verabschiedete sich neulich ein altgedienter Recke gen Expo Real – einer, der im Wertpapiergeschäft groß geworden ist, wohlgemerkt. Ein Beleg dafür, wie Ernst Immobilien derzeit genommen werden – trotz der unguten Vibes, die einen immer noch durchziehen, wenn die Sprache auf offene Immobilienfonds kommt. Keine Frage: Die Diskussion über die Einführung der G-Reits hat – ähnlich wie die von Franz Müntefering angestoßene Heuschrecken-Debatte der Private-Equity-Branche – dabei zweifellos geholfen. Die Politiker haben also ihre Pflicht bereits getan; Egal, wie der Reit ausgestaltet sein wird. Ausländische Großinvestoren haben Blut geleckt – und werden ihre Untergewichtung deutscher Immobilien eher schnell als langsam abbauen.

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Gemeinsamer Asset Manager startet Anfang 2007
— Dr. Reinhold Jaquemod, SV Sparkassenversicherung

Die SV Sparkassenversicherung geht davon aus, dass durch die gemeinsame Asset-Management-Gesellschaft mit der Provinzial NordWest–Gruppe der Anteil der vollständig selbst verwalteten Kapitalanlagen weiter steigt. Derzeit befinden sich deutlich über 50 Prozent in der Direktanlage. Der operative Start der gemeinsamen Kapitalanlagegesellschaft „Vers AM Versicherungs-Assetmanagement GmbH“ ist für den 1. Januar 2007 vorgesehen. Sie ist eine von zwei Kooperationsprojekten der beiden Versicherer, parallel dazu wird auch die Datenverarbeitung künftig in einem gemeinsamen Unternehmen betrieben. „Bei der strategischen Asset Allocation behalten sowohl die SV Sparkassenversicherung als auch die Provinzial NordWest weiterhin die Federführung. Die taktische Kapitalanlage jedoch übernimmt ab dem kommenden Jahr die gemeinsame Tochtergesellschaft“, erläutert das für Finanzen verantwortliche Vorstandsmitglied Dr. Michael Völter die künftigen Strukturen. Mehr . . . 


In Partystimmung

Das gab es noch nie: 21.000 Fachbesucher aus 65 Ländern – 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor – und 1.600 Aussteller. Dazu eine ausgelassene, ja euphorische Stimmung: Die Münchner Expo Real wird der großen internationalen Schwester Mipim in Cannes zur Ernst zu nehmenden Konkurrenz. Bereits über ein Drittel der Ausstellungsfläche belegten Unternehmen aus dem Ausland – ein Indiz dafür, wie international die Kapitalströme auch im kommenden Jahr sein werden, nach dem rekordhohen Transaktionsvolumen, das bis Ende Dezember erwartet wird: 600 Milliarden Dollar. Mehr . . . 


Inflation Linker: Die endlose Geschichte einer halbherzigen Liebe

Die deutsche Politik scheint nie um ein klares „Jein“ verlegen: Erst im März 2006 hat sich die Bundesrepublik nach langem Zögern dem internationalen Trend angeschlossen und erstmals eine inflationsindexierte Anleihe begeben – sogar noch mit einem Nachschlag im September. Da kommt bereits im Oktober aus Frankfurt die Warnung der Bundesbank vor Indexierungen. Man erinnere sich: Erst 1998 ist das Währungsgesetz von 1948, das die Indexierung von Verträgen untersagte oder genehmigungspflichtig machte, im Zuge des Euros aufgehoben worden. Bundesbank und Bafin haben in der Folge den Weg freigemacht für inflationsindexierte Anleihen. Der neuerliche Salto rückwärts der Bundesbank hat offensichtlich prompt Wirkung gezeigt: Die Finanzagentur des Bundes hat verlauten lassen, dass zunächst an keine weitere Emission gedacht sei. War die Begeisterung der Marktteilnehmer schon bislang eher zögerlich, so dürfte sie jetzt kaum euphorischer werden. Mehr . . . 


Asset Pooling braucht größere Lobby
— Jörg Ambrosius, State Street Bank, Geschäftsführer

Eine Tendenz muss nicht immer gleich ein Trend sein. Dennoch zeichnet sich ab, dass Asset Pooling für institutionelle Investoren wichtiger wird. Aktuelles Beispiel: Citigroup übernimmt für den holländischen Versicherer Aegon die technische Verwaltung von Vermögenswerten in Höhe von 40 Milliarden Euro und stellt eine Investmentplattform zur Verfügung, mit der Asset Pooling möglich ist. Der Versicherungskonzern kämpfte in der Vergangenheit mit unterschiedlichen Jurisdiktionen und steuerlichen Ungleichbehandlungen. Diese zwangen ihn, auf drei Ebenen zu agieren – auf der Ebene der Versicherten, des Versicherungskonzerns und der Pensionsfonds. „Die Investmentplattform ermöglicht es uns, die Assets aller drei Ebenen zu poolen“, sagt Eric Rutten, CEO Asset Management bei Aegon in Den Haag. Aegon nutzt hierfür das vom niederländischen Finanzministerium erst vor kurzem ins Leben gerufene Vehikel „Fonds voor Gemene Rekening“. Die Investmentplattform erleichtert es, komplexe Investmentstrategien umzusetzen und Derivate einzusetzen. Gleichzeitig übernimmt Citigroup Aegons Fondsbuchhaltung, Performance-Messung und Wertpapierleihe. Das Projekt soll bis zum dritten Quartal 2007 abgeschlossen sein. Mehr . . . 


Klaus Rotter: Sammelklagen: mehr Systematik, bitte!
Autor: Klaus Rotter

Was macht eine Depotbank? Unter anderem „schnippelt“ sie Dividenden. Zugegeben, heute findet das nicht mehr per Hand mit der Schere statt. Heute läuft alles elektronisch. Um so mehr verlässt sich der Anleger darauf, dass die Depotbank alles im Griff hat und sämtliche ausgeschütteten Dividenden für ihn auch einsammelt. Bei der ordentlichen Dividende kann der Anleger das relativ einfach überprüfen. Der Termin dieser Ausschüttung ist allen Beteiligten lange vorher bekannt. Über die Höhe entscheidet die Hauptversammlung. So weit, so gut. Mehr . . . 


Brief aus Berlin

Das Ansehen der Großen Koalition schrumpft von Tag zu Tag. Die Bürger fühlen sich getäuscht und haben den Eindruck, für Union und Sozialdemokraten sei der Punktegewinn bei einem Streit untereinander wichtiger als die Lösung drängender Probleme. Ein Musterbeispiel dafür ist die Gesundheitsreform. Ein Meisterstück solle sie werden, so Koalitionspolitiker vor einigen Monaten, doch es kann wohl nicht einmal von einem Gesellenstück die Rede sein. Mehr . . . 


Mit Böhm an Bord doppelte Kraft voraus

Die Funk-Gruppe hat sich über die Jahrzehnte in der deutschen Wirtschaft vor allem einen Namen als Versicherungsmakler gemacht. Doch sie spielt auch als Berater in der betrieblichen Altersversorgung mit. Durch die Übernahme des noch relativ jungen bAV-Beraters Böhm Consultants soll die Schlagzahl deutlich erhöht werden. Mehr . . . 


Das Immobilienuniversum dehnt sich aus

In nie gekannte Dimensionen, dahin geht die Reise der Immobilienanlage – mehr, teurer, schneller und transparenter. Kaum ein Zweifel: Beton ist aktuell der Star unter den Asset-Klassen. Zudem: Quantitative Methoden halten mächtig Einzug – und machen die Pros der Immobilien nur noch gewichtiger. Mehr . . . 


Wirklich hohe Quoten

Zweistellig in die Asset-Klasse Immobilien zu investieren, das sollte keinem institutionellen Investor eine Diskussion mehr Wert sein – vor allem, wenn er langfristig denkt. So argumentiert zumindest Piet Eichholtz, der renommierte Wissenschaftler der Universität Maastricht. Dafür hat er ganz frische Argumente aus den USA im Gepäck.

Fragen: Maik Rodewald
Antworten: Prof. Dr. Piet Eichholtz, Universität Maastricht, Professor of Finance and Real Estate

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Indirekt ist der Weg der Massen

Immobilien aktiv zu verwalten ist sinnvoll – das verspricht die Theorie. Deshalb sollten Investoren auf erfolgsabhängige Gebühren umschwenken, fordert jedenfalls Professor Thomas von der DID. Doch nicht nur deshalb arbeitet man in Wiesbaden an neuen Indizes. Benchmarks, das zeigen andere Länder, professionalisieren den Markt – in jeder Hinsicht.

Fragen: Maik Rodewald

Antworten: Prof. Dr. Matthias Thomas, DID Deutsche Immobilien Datenbank GmbH, Geschäftsführer

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Kopfschütteln über unterschiedliche PSV-Beiträge

Seine Freude über den Entwurf des Jahressteuergesetzes hielt sich in Grenzen, und den Paragrafen 3.66 hält er weiter für eine Baustelle. Gesellschafter-Geschäftsführer bei Zeitwertkonten zu diskriminieren, findet er unfair. Und der PSV-Beitrag sollte für alle Durchführungswege anfallen: Redezeit für Andreas Buttler vom Berater febs.

Fragen: Klaus Morgenstern
Antworten: Andreas Buttler, febs Consulting GmbH, Geschäftsführer

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Qualitätsstandards dürfen keine Zukunftsmusik bleiben

Auch acht Jahre haben nicht ausgereicht, um Wertkonten massentauglich zu machen. Die Dax-Unternehmen sind adressiert, dort laufen die Modelle – wenn auch immer noch mit viel zu hohem manuellen Aufwand. Um im Mittelstand zu punkten, muss aber noch einiges anders werden. Die Anbieter sind gefordert. Mehr . . . 


Risikomanagement wider Black-box-Investments

Private Equity bietet vieles, verlangt aber auch einiges: Ein permanenter Wiederanlagebedarf, Prognoserisiken der Liquiditätsplanung und eine stark eingeschränkte Liquidierbarkeit machen das Investment zur Herausforderung – auch für professionelle Investoren. Deshalb kann Risikomanagement gar nicht früh genug ansetzen. Mehr . . . 


Die Zeichen für ETFs stehen weiter auf Sturm

Von aktivem Management bleibt nach Kosten selten etwas übrig. Das ist das offensichtlichste Argument für börsengehandelte Fonds, doch beileibe nicht das einzige. Sie eignen sich für die taktische als auch für die strategische Allokation – und dennoch nutzen institutionelle Anleger die Möglichkeiten der ETFs immer noch nicht aus. Mehr . . . 


Ja zur Auslandsimmobilie!

Der Weg, den deutsche Investoren bei der Anlage in Immobilien gehen, haben sie bei Anleihen und Aktien schon selbst vorgemacht: Die Grenzen überschreiten und dem Home Bias den Kampf anssagen. Wer diesen Weg weiterhin geht, wird auch weiter belohnt – auch wenn die Aussichten für den deutschen Immobilienmarkt günstig sind. Mehr . . . 


Mit viel Stil in die Niedrigzinsphase

Der Mismatch von Aktiv- und Passivseite fordert viele Versicherer in der Kapitalanlage heraus. Die WWK weniger, dem starken fondsgebundenen Geschäft sei Dank. Die Konsequenz: Freies Risikokapital wird in weitere Stile investiert und die Klaviatur der Asset-Klassen wird erweitert – künftig auch um Hedgefonds und Private Equity.

Fragen: Maik Rodewald

Antworten: Karl Ruffing, WWK Versicherungen, Leiter Finanzen Mehr . . . 


Know Your Family Office

Das Geschäft mit den Ultrareichen ist interessant, genauso wie mit ihren Verwaltern – den Family Offices. Die diskreten Familienbüros haben sich zur wichtigen Zielgruppe für Asset Manager gemausert. Ein neues Forschungsprojekt zeigt, wie sich Family Offices differenzieren – und dass andere Großanleger von ihnen lernen könnten. Mehr . . . 


Absolute Return à la Berlin

Wirklich langfristig investieren zu können, das wünschte sich so mancher institutionelle Investor. Ein Family Office hindert nichts daran. Doch nicht nur deshalb ist es frappierend, wie stark sich deren Anlagephilosophie und-organisation unterscheiden können. Das Fazit: Langfristanleger ist nicht gleich Langfristanleger.

Fragen: Murat Ünal und Maik Rodewald

Antworten: Ernst-Ludwig Drayß, Berlin & Co., Vorstandsmitglied

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Kapitalerhalt geht vor Kapitalaufbau

Nicht auf Züge springen, die man nicht nachverfolgen kann – mit dieser Maßgabe fährt das in London und Bahrain ansässige erste unabhängige Multi Family Office im arabischen Raum bisher sehr gut. Ein anderes Merkmal der Kapitalanlage: der alternative Core-satellite-Ansatz. Kostenmanagement ist dabei auch für The Family Office Pflicht.

Fragen: Murat Ünal und Jan Altmann

Antworten: Michka Kovats, The Family Office (London/Bahrain), Chief Investment Officer Mehr . . . 


Ständig offen für neue Satellitenkonzepte

Klotzen statt kleckern, nein so lautet das Motto der Stadtsparkasse Düsseldorf nicht. Aktuelles Beispiel: Die Stadtsparkasse wird den Private-Equity-Anteil ihres Portfolios ausbauen mit dem Ziel, „in den nächsten Jahren auf ein Volumen von 250 Millionen Euro zu kommen.” Derzeit sind rund 70 Millionen Euro angelegt. Ein weiteres Beispiel: Die Stadtsparkasse Düsseldorf ist vom Land der aufgehenden Sonne derart überzeugt, dass sie stolze 20 Prozent des Aktienanteils des Depot As – rund 100 Millionen Euro – in Japan investiert. Zudem hat sie aktuell einen Publikumsfonds für japanische Aktien aufgelegt, in den beispielsweise kleinere Sparkassen investieren können, für die ein Spezialfondsmandat nicht in Frage kommt (vergleiche dpn brief Oktober). Mehr . . . 


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