dpn-Ausgaben » 2006 » August 2006 (Brief)
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Private Equity bekommt strategische Dimension
Die Pensionskasse für die Deutsche Wirtschaft (PKDW) hat Private Equity als strategische Anlageklasse ins Portfolio aufgenommen und zehn Millionen Euro (ein Prozent des Gesamtanlagevolumens in Höhe von einer Milliarde Euro) in einen Dachfonds investiert. „Private Equity hat wie Aktien und Anleihen anders als etwa Hedgefonds und Rohstoffe einen systematischen wirtschaftlichen Bezug zu unserer Passivseite und ist deshalb für uns langfristig interessant“, sagt Bernd Walgenbach, Vorstandsvorsitzender der überbetrieblichen Duisburger Pensionskasse, die gerade erst die Marke von 60.000 Mitgliedern überschritten hat (bei etwa 500 Mitgliedsunternehmen). Mittelfristig soll die Private-Equity-Quote auf bis zu vier Prozent steigen – der recht geringe Anteil in Höhe von einem Prozent ist noch der Taktik geschuldet.
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EnBW: Neue Asset-Klasse mit neuer ALM-Studie
Auch EnBW Energie überprüft aktuell seine strategische Asset Allocation – und wird voraussichtlich erstmals in Private Equity investieren. „Wir wollen noch mehr Rechtsschiefe in unsere Renditeverteilung und ziehen dafür Risikobudgets zu Lasten von Public Equity ab“, sagte Ingo Peter Voigt, Generalbevollmächtigter und Leiter Konzernfinanzen. Als strategische Zielquote sind maximal fünf Prozent vorgesehen, angefangen wird mit deutlich weniger; direkte Einzelengagements strebt Voigt nicht an, eher Dachfonds-Lösungen.
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Neuer Referentenentwurf bringt CTAs steuerliche Klarheit
Das Bundesfinanzministerium hat den Referentenentwurf eines Jahressteuergesetzes 2007 vorgelegt, aus dem sich eine wichtige Klarstellung im Hinblick auf die lohnsteuerliche Behandlung von Contractual Trust Arrangements (CTAs) ergibt. In Paragraf 3 Nr. 65 c) des Einkommensteuergesetzes soll künftig geregelt werden, dass der Erwerb von Ansprüchen durch den Arbeitnehmer gegenüber einem Dritten – also zum Beispiel einem CTA-Treuhänder – im Falle der Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder in vergleichbaren Fällen steuerfrei ist, soweit der Dritte neben dem Arbeitgeber für die Erfüllung von Ansprüchen auf Grund bestehender Versorgungsverpflichtungen oder Versorgungsanwartschaften gegenüber dem Arbeitnehmer und dessen Hinterbliebenen einsteht. Diese Regelung soll ausdrücklich auch für die Insolvenzsicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeit oder einem Arbeitszeitkonto gelten. Die Steuerfreiheit soll nicht nur für neue Fälle gelten, sondern auch alle noch offenen Fälle erfassen. Der Gesetzesentwurf soll am 23. September vom Kabinett beschlossen werden.
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Etwas geringer, aber weiter stabil
Der Ausfinanzierungsgrad von „typischen“ Pensionsplänen deutscher Unternehmen ist im zweiten Quartal dieses Jahres erstmals seit einem Jahr wieder gesunken, wenngleich nur um weniger als ein halbes Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die erstmals veröffentlichte Analyse „German Capital Market Update“ des Beratungsunternehmens Rauser Towers Perrin, die hierfür de Entwicklung von Pensionsplänen von in Deutschland aktiven Unternehmen hinsichtlich Ausfinanzierung, Entwicklungen auf der Verpflichtungsseite sowie im Hinblick auf die Erträge aus für Pensionsverpflichtungen reservierten Kapitalanlagen untersucht hat.
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Europäische Immobilien-Investmentgesellschaft baut Präsenz in Deutschland auf
Cordea Savills, eine seit dem Jahr 2003 auf dem Markt agierende Immobilien-Investmentgesellschaft, will verstärkt deutsche Institutionelle für sich gewinnen (vergleiche Personalien: Thomas Gütle als Head of Germany und Berith Kübler als Head of German Portfolio Management ernannt). Cordea Savills hat nach eigenen Angaben weit reichende Erfahrung im internationalen Immobilien-Fondsmanagement und legte bereits in ausgewählten europäischen Märkten auf die jeweiligen landesspezifischen Anlegerbedürfnisse abgestimmte Fonds auf. In Deutschland wird Cordea Savills vor allem paneuropäische Core-Fonds für institutionelle Investoren anbieten.
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Es bleibt dabei: Die Vergangenheit taugt nicht zur Prognose
Investoren müssen zahlreiche Entscheidungen treffen. Auch auf welche Asset Manager sie setzen. Da bietet es sich an – so könnte man zwangsläufig meinen – sich für jene Asset Manager zu entscheiden, die in der Vergangenheit objektive und nachvollziehbare Erfolge generiert haben. Doch so einfach ist es nicht. Das auf jeden Fall geht aus der bisher unveröffentlichten Studie „Persistence of Manager Performance” von Mercer Investment Consulting hervor.
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Personalien
Beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in Berlin sind Veränderungen angesagt. Grund hierfür: Der langjährige Leiter Kapitalanlagen, Dr. Ulrich Krüger (46), wird den Verband zum Jahresende verlassen, wie der GDV dpn auf Nachfrage bestätigte. Krüger will sich dem Vernehmen nach neuen Herausforderungen stellen. Zu seinen konkreten Plänen – die derzeit bereits feststehen – wollte sich Dr. Krüger jedoch aktuell noch nicht äußern. ML/MRO
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Kommentar – Dr. Jörn Wasmund
Die effiziente Anlage vorhandener Mittel stellt heute viele institutionelle Investoren vor große Herausforderungen. Einerseits drängen Eigentümer und Kunden auf eine attraktive Rendite und eine breite Diversifikation. Andererseits erschweren regulatorische Vorgaben eine Direktanlage in alternative, mit traditionellen Anlagen unkorrelierte Assets wie etwa Loans. Die Anlage in höherrentierliche Aktiva ist aufgrund des höheren Risikos, der höheren Volatilität sowie regulatorischer Vorgaben ebenfalls nur begrenzt möglich.
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