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Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung

 
 
 dpn-Ausgaben » 2006 » Juli 2006
 
Lasst sie ruhig abkupfern!

Bevor Holländer bei den Deutschen etwas abkupfern, muss schon Außergewöhnliches geschehen. Nun, mittlerweile ist etwas geschehen. Nein, die Rede ist hier nicht von der wiedererwachten Fußball-Spielkultur der Deutschen (ach übrigens, kennen Sie den: „Was macht ein Holländer, wenn er Fußballweltmeister geworden ist? Antwort: Die Spielkonsole aus.“), die auch die Oranjes wieder von den Zeiten Cruyffs und Neeskens‘ träumen lassen.

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BMAS plant schärferen Insolvenzschutz von Arbeitszeitkonten
— Franz Müntefering, Bundesminister für Arbeit und Soziales, Copyright: BMAS

Die Bundesregierung plant, den Insolvenzschutz von Arbeitszeitkonten zu verschärfen. Nach der parlamentarischen Sommerpause wird das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) voraussichtlich einen Vorschlag unterbreiten, der deutlich über die bisherige Regelung hinausgeht. Dieses Vorhaben war bereits mit der Koalitionsvereinbarung fixiert worden und würde die widersprüchliche Situation, die gegenwärtig im Spektrum der verschiedenen Zeitkonten herrscht, beenden. Eine Sprecherin des Ministeriums wollte sich zwar noch nicht auf einen konkreten Termin festlegen, bestätigte dpn aber, dass der Insolvenzschutz derzeit überprüft wird und im Juni bereits Sondierungsgespräche stattfanden. Mehr . . . 


Ein Eisberg namens Mifid treibt auf die Branche zu
— Frank Herring, Norton Rose, Partner

Brüsseler Direktiven haben einen zwiespältigen Ruf. Einerseits dienen sie hehren Zielen – Harmonisierung von Märkten, Herstellung von Rechtsgleichheit und “level playing fields” sowie der Beachtung von Anleger- und Verbraucherschutz. Andererseits bringt ihre Umsetzung oft viele neue Probleme mit sich. Das war bei der vergangenen Ogaw-Richtlinie so. Und es ist auch bei der anstehenden Finanzdienstleistungs-Richtlinie Mifid (Markets in Financial Instruments Directive) zu befürchten. Wegen ihrer großen Regelungsbreite wird von Beobachtern gern das Bild des Eisbergs gebraucht, der die Titanic zum Sinken brachte (Beispiel: „Countdown to Mifid – der aktuelle Stand“, Norton Rose, Februar 2006). Das klingt dramatisch, weist aber zu Recht auf die tief gehenden Interpretationsspielräume hin, deren Tücken – zunächst nicht absehbar – unter der Oberfläche lauern. Mehr . . . 


Deutschland bleibt Reit-Entwicklungsland

Indirekte Immobilien-Investments zählen eindeutig zu den Hoffnungsträgern im institutionellen Geschäft. Das sind neben (Dach-) Fondslösungen (vergleiche Seite 57f) auch Real Estate Investment Trusts (Reits). Der Grund: Institutionelle, und hier insbesondere Pensionseinrichtungen mit langen Verbindlichkeiten und der typischen Durationslücke zu den (deutlich kürzer angelegten) Kapitalanlagen, brauchen dringend höhere Immobilienquoten und eine stärkere internationale Streuung innerhalb der Quote. Und da sich harte Fakten in der Investment- und auch in der Immobilienbranche gut ausnehmen, wird von Branchenvertretern immer wieder auf eine Studie von JPMorgan verwiesen (vergleiche auch dpn, Mai/Juni 2006, Seite 12): Die Autoren kommen auf potenziell 350 Milliarden Euro, die von Europas Pensionskassen zu erwarten seien – gesetzt den Fall, sie erhöhen ihre Immobilienquoten auf die „ideale Quote“ in Höhe von 15 Prozent. Mehr . . . 


Alternative Investments: Mehr Moll als Dur

Gemessen an dem Platz, den sie mittlerweile in den Medien – selbst in großen Zeitungen – einnehmen, dürften die meisten alternativen Investments ihren Namen eigentlich gar nicht mehr tragen. Aus den „Alternative Investments“ werden also mehr und mehr Mainstream-Investments – und genau das ist auch eines der vielen Ergebnisse der jüngsten Zusammenarbeit von Frontiers Management Consulting und Mercer Investment Consulting, die dpn exklusiv vorliegen: Laut der 165-seitigen Studie „Alternative Investments 2006: Konsolidierung – Reife – Realismus?“ werden die Alternatives quer über alle befragten Investorengruppen mittlerweile als „ganz normaler“ Bestandteil der Asset Allocation angesehen.

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Brief aus Berlin

Gut 40 Minuten nach Sonnenaufgang am 3. Juli trat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Presse und erklärte nach einem mehr als zehnstündigen Verhandlungsmarathon den „Durchbruch“ bei der Gesundheitsreform. Was die CDU-Chefin zusammen mit den beiden anderen Parteivorsitzenden Kurt Beck (SPD) und Edmund Stoiber (CSU) am frühen Morgen im Kanzleramt und am Tag darauf vor der Bundespressekonferenz als Erfolg präsentierte, ist nach Ansicht von Wirtschaftsexperten und Krankenkassen eher ein Beinbruch. Wolfgang Franz, Mitglied des Sachverständigenrates und Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), nennt den Kompromiss Flickschusterei. Selbst in den Koalitionsfraktionen regt sich Widerspruch. Kurt Beck tat sich schwer, im SPD-Vorstand den notwendigen Rückhalt für das Konzept zu bekommen. Mehr . . . 


Klaus Morgenstern: Besinnung auf alte Werte
— Autor: Klaus Morgenstern

Als er 2002 den Anspruch auf Entgeltumwandlung einführte, wollte der Gesetzgeber vor allem eines: Die betriebliche Altersversorgung (bAV) wieder auf Trab bringen. Reiften auch nicht sämtliche Blütenträume, so wehte in den Betriebsrentensystemen doch ein frischer Wind. Aber wie so oft schlug das Pendel nun sehr weit zur anderen Seite aus. Die Konsequenz: Wer heute von bAV spricht, meint meist die Entgeltumwandlung. Arbeitgeberfinanzierte Rentenzusagen stehen dagegen im Hintergrund. Zeit, das zu ändern – solche Stimmen hört man immer häufiger. Doch werden sie in der Wirtschaft Gehör finden? Mehr . . . 


Die bAV bringt Dynamik ins Investment Consulting
— Dr. Reiner Schwinger, Rauser Towers Perrin, Vorstand

Wer als führender Pensionsplangestalter und Erfinder des beitragsorientierten Plans durch die Lande zieht, führt gewiss etwas im Schilde. Rauser Towers Perrin tut das und verweist auf die Kundenliste, darunter mehr als ein Dutzend Dax-Unternehmen. Im Investment Consulting schielt man künftig aber auch auf die Versorgungswerke.

Von Eckhard Bergmann Mehr . . . 


„Denken, handeln und reden fallen auseinander“
— Fragen: Maik Rodewald Antworten: Dr. Helmut Aden, Vorstand BVV (links) Friedhelm Dresp, Direktor BVV (rechts)

Haben wir zu viele Durchführungswege für die Betriebsrente? Braucht Deutschland die reine Beitragszusage angelsächsischer Art? Wie geht man mit der zunehmenden Regulierungsdichte um? Wichtige Fragen, die künftig in unserer Rubrik Redezeit beantwortet werden. Diesmal vom BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes.

Fragen: Maik Rodewald
Antworten: Dr. Helmut Aden, Vorstand BVV (links)
Friedhelm Dresp, Direktor BVV (rechts)


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Das Stiefkind wird bald geliebt
— Bernhard Wiesner, Bosch Pensionsfonds AG, Vorstand

Die Ampeln für den Pensionsfonds stehen auf Grün. Die größeren Freiheiten bei der Kalkulation für die Rentenphase lassen hoffen, dass die bisher ungeliebten Stiefkinder der deutschen betrieblichen Altersversorgung nun doch immer mehr Anhänger finden. Ein mögliches Szenario: Das CTA von heute wird zum Pensionsfonds von morgen.

Von Klaus Morgenstern

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Asset Pooling: Effizienter im gleichen Takt
— Thomas Huth, Deam

Unilever hat es als Pionier vorgemacht. Als Nächster plant es der Ölgigant Shell. Die Rede ist vom Asset Pooling, genauer gesagt vom Pension-Asset-Pooling, der Bündelung der Vermögensanlagen der Pensionsverpflichtungen. Doch schon jetzt fordern erste Stimmen: Beachtet beide Seiten der Medaille – also auch die Passivseite.

Von Michael Lennert Mehr . . . 


„Zeitwertkonten sind ein deutscher Exportschlager“
— Fragen: Maik Rodewald Antworten: Professor Dr. Dietmar Wellisch, Lehrstuhl für Business Taxation and Public Economics am International Tax Institute (IIFS), Universität Hamburg

Flexibilität ist ihr großes Plus, auch im Vergleich zur betrieblichen Altersversorgung: Zeitwertkonten. Das soll auch so bleiben, zumindest nach dem Willen der 14 Gründungsmitglieder der neuen Arbeitsgemeinschaft für Zeitwertkonten.
Ihr Ziel: Informieren, informieren, informieren – und Standards setzen, vor allem für die Beratungsqualität.

Fragen: Maik Rodewald
Antworten: Professor Dr. Dietmar Wellisch,
Lehrstuhl für Business Taxation and Public Economics
am International Tax Institute (IIFS),
Universität Hamburg

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An Internationalisierung und Transparenz darf gearbeitet werden

Noch gibt es sie im Immobiliengeschäft, die Black-Box-KAGen, die im Wertpapiergeschäft schon ums Überleben kämpfen. Doch der Transparenzzug kommt auch bei Immobilien-KAGen ins Rollen, dem schärferen Wettbewerb sei Dank. Portfolios internationalisieren und Präsenz vor Ort aufbauen, so lautet derzeit die Aufgabe der Gewinner.

Von Clemens Schuerhoff Mehr . . . 


Die Rohstoff-Renaissance hat ganz feste Fundamente

Die jüngste Korrektur an den Rohstoffmärkten sollte die Anleger nicht täuschen: Die fundamentale Begründung für ein Engagement hat sich nicht verändert – für klassische Rohstoffe, aber auch für die oftmals vergessenen Agrarrohstoffe. Für Großanleger besonders sinnvoll: Ein Derivate-Exposure – am besten via Investmentfonds.

Von Torsten Graf und Christian Lienke, Union Investment Mehr . . . 


Dem globalen Anspruchskonto steht bald nichts mehr im Wege

Das hätte Charme: Ein globales Anspruchskonto, das neben betrieblichen auch private Vorsorgepläne und BfA-Daten umfasst. Technisch ist das bald möglich: Dann können die gesamten Aktiva für die Vorsorgeversprechen des Arbeitgebers und die gesamten Vorsorgeansprüche des Arbeitnehmers auf einer IT-Plattform geführt werden.

Von Uwe Kannemacher, SOKOMA GmbH Mehr . . . 


Europas Institutionen positionieren sich beim Thema Immobilien strategisch völlig neu

Es gibt viele Argumente für eine Integration von Immobilien in die Kapitalanlage und auch für deren weitere Diversifizierung. Noch dazu, weil Europas langfristige Kapitalanleger die Asset-Klasse gerade ganz neu bewerten. Ein Grund dafür, dass die durchschnittliche Immobilienquote noch deutlich steigen wird.

Von Robert Schlichting, Merrill Lynch Investment Managers Mehr . . . 


Angekommen in der Zukunft

Bei der deutschen Vodafone bewegt sich etwas. So starteten die Düsseldorfer zum 1. Juni ihren „Defined-Contribution-Plan“. Und auch das 2003 aufgesetzte Contractual Trust Arrangement (CTA) gedeiht bisher gut. Ein länderübergreifendes Asset Pooling steht bei Vodafone aber vorerst nicht zur Debatte.

Fragen: Michael Lennert

Antworten: Stefan Prey, Leiter Compensation & Benefits/Pensions und Horst Weismüller, Leiter Tax (rechts)

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„Wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein
— Autor: Baki Irmak arbeitet bei der DWS/Deutsche Asset Management

Die Sprache der Fondsindustrie ist reich an Moden und Marotten – und arm an Definitionen. Die Folge: Kunden verstehen uns kaum noch, von den potenziellen Kunden – den Laien – ganz zu schweigen. Selbstredend, dass man sich in der Branche auch kaum noch versteht. Die Folge: Scheinkonflikte und Vertrauensverlust bei den Kunden.

Gastbeitrag von Baki Irmak Mehr . . . 


Alles neu aufgesetzt

Nicht nur im Sparkassensektor in Hannover war durch die Fusion der Stadt- mit der Kreissparkasse (vergleiche März/April-Ausgabe von dpn: „Aktivlastig und aktiv”) in den vergangenen Jahren Veränderung angesagt.Auch bei den Volksbanken in und um Hannover bewegte sich einiges. So fusionierte im Jahre 2003 als erstes die Volksbank Hannover mit der Lindener Volksbank zur „Hannoverschen“ Volksbank. Im Jahre 2005 kamen dann die Volksbank Garbsen sowie die Volksbank Burgdorf-Celle zuretzt „vollendeten“ Hannoverschen Volksbank hinzu.

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