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 dpn-Ausgaben » 2006 » Mai 2006
 
Rheinischer Fall für zwei

Gemeinsam sind wir stärker, oder: „Kölsch & Bönnsch – das passt zusammen.” So dachte man wohl auch bei der Stadtsparkasse Köln und der Sparkasse Bonn, als man Anfang vergangenen Jahres den Zusammenschluss zur Sparkasse KölnBonn bekannt gab.

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Deutschlands Uhren dürfen anders ticken
Maik Rodewald, Chefredakteur

In Deutschland ticken die Uhren nunmal anders – auch in der institutionellen Geldanlage. Wer das nicht versteht, der braucht hier erst gar nicht aufschlagen. Zumindest nicht missionarisch. Und auch nicht mit dem Anspruch, schnell ein profitables Business hochzuziehen. In keinem anderen der großen institutionellen Märkte Europas – vor allem in Großbritannien und der Schweiz – ist die Investorenlandschaft heterogener, lassen sich so wenig Institutionelle von einem Consultant beraten und sind so viele Regularien zu beachten. Nirgendwo sonst wird Risikomanagement mit Verlustmanagement verwechselt und nicht mit Chancenmanagement verbunden, wird die Wertpapierleihe so wenig genutzt und existiert neben Custodian und Asset Manager auch noch eine KAG. Schließlich sehen Investoren ihren Asset Manager in keinem anderen großen Markt eher als Risikomanager denn als Renditemanager. Alles nur Vorurteile? Nein, keineswegs. Letzteres ist nachzulesen in der jüngsten Risikomanagement-Studie der Professoren Johanning und Rudolph, alles andere in dieser Ausgabe von dpn. Mehr . . . 


Volkswagen Pension Trust e.V. hält Benchmarks auch künftig die Stange

Die Rendite auf die Gesamtanlagen betrug 2005 über zwölf Prozent, der Asset-Allocation-Entscheidung sei Dank. Auch sechs der sieben überwiegend zusammen mit dem Bad Sodener Consultant alpha portfolio advisors ausgewählten Vermögensverwalter lagen besser als ihre Benchmark – einer davon um fast 800 Basispunkte! Und das Kapitalanlagevolumen ist von 1,5 auf derzeit 1,9 Milliarden Euro gewachsen.

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Die Zeitbombe Pensionsrückstellung tickt auch im Mittelstand
— Hans H. Melchiors, Volksfürsorge, Vorstand

BASF tut es, Eon, Schering und nun auch Henkel: Das Unternehmen lagert große Teile seiner Pensionsverpflichtungen von insgesamt fast 1,5 Milliarden Euro aus – wie in der März-Ausgabe von dpn bereits berichtet. Im Falle von Henkel wird eine spezielle Anleihe begeben, deren Erlös in einen zweckgebundenen Treuhandfonds (CTA) eingebracht werden soll. Mit einem solchen „internen“ Pensionsfonds wird die Bilanz des Unternehmens bereinigt, was das Rating des Unternehmens verbessert und somit die Kosten zur Refinanzierung senkt. Und deutsche Unternehmen haben derzeit 215 Milliarden Euro an Verpflichtungen gegenüber ihren künftigen Pensionären in den Bilanzen zu stehen. Mehr . . . 


Asset Pooling kommt in Mode
— Dr. Thomas Jasper, Rauser Towers Perrin, Vorstand

International aufgestellte deutsche Unternehmen wollen langsam aber stetig ihre Pensionsverpflichtungen und die dazu gehörenden Vermögenswerte im Hinblick auf Kosten, Risiken und personalpolitische Ziele auf europäischer und sogar internationaler Ebene steuern, wie aus einer aktuellen Studie von Rauser Towers Perrin hervorgeht (vergleiche dazu auch den Bericht „Pan European Plans standhaft auf dem Vormarsch“ in der April-Ausgabe des dpn briefs). Mehr . . . 


An Asien scheiden sich die Geister noch
— Michael Englisch, Henderson Global Investors, Director of Property Business Development (Europe)

Der Immobilienmarkt ist kräftig in Bewegung. Darin sind sich viele Experten einig. Immobilien werden seit den Kurseinbrüchen an den Aktienmärkten, aber auch aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes, vermehrt von institutionellen Anlegern nachgefragt. Die Gründe hierfür: die kontinuierlichen Einkommenszuflüsse, die geringe Korreliertheit zu anderen Asset-Klassen sowie niedrige Volatilitäten. Mehr . . . 


Dem richtigen Risikomanagement hinterher
— Honorar-Professor Benoit B. Mandelbrot, Yale University

Risikomanagement ist kein leichtes Sujet. Zumal wenn es um ein systematisches ganzheitliches Verständnis des Begriffs geht. Und schon gar nicht, wenn man dazu kommt wie die Jungfrau zum Kinde, eben so wie viele deutsche Investoren im Jahr 2002. Die so genannten VAG-Anleger wurden mit dem Bafin-Rundschreiben 29/2002 quasi zwangsbeglückt. Mehr . . . 


Brief aus Berlin

Die Volksparteien CDU und SPD arbeiten an neuen Grundsatzprogrammen, mit denen sie sich auf die Entwicklung des 21. Jahrhunderts einstellen wollen. Bei dem Bemühen, sich gegenseitig abzugrenzen, machen sie die Erfahrung, dass grundsätzliche Überlegungen und Aussagen im Widerspruch stehen können zu dem, was als Kompromiss im Koalitionsvertrag vereinbart worden ist. Mehr . . . 


Mit Partnern immer besser im Geschäft

Am Risikomanagement wird man sie erkennen, sowohl professionelle Investoren als auch deren Berater.

Bei Faros kristallisiert sich dieses Beratungsfeld als Schwerpunkt heraus. Ein weiterer in spe: der High-Alpha-Beratungsansatz. Auch das Kundenportfolio soll erweitert werden – um berufsständische Versorgungswerke. Mehr . . . 


Detlef Pohl: Mehr Pflege für ein zartes Pflänzchen!
— Detlef Pohl

Die Zeichen stehen bei allen Sozialbaustellen auf Sturm. Die leeren Kassen gefährden die nachhaltige Finanzierung von Rente, Gesundheit und Pflege. Doch Politiker aller Parteien versuchen noch immer zu retten, was nicht zu retten ist. Sie schrecken dabei auch vor Entscheidungen nicht zurück, die ordnungspolitisch falsch, verfassungsrechtlich bedenklich und schlicht unlogisch sind. Den Schaden haben vor allem die Bürger, die eigentlich nur einen Ausweg aus der Misere hätten – nämlich selber mehr vorzusorgen. Mehr . . . 


Bosch rückt Pensionsfonds in ganz neues Licht
— Bernhard Wiesner, Bosch Pensionsfonds AG, Vorstand

Schwaben können alles – außer Hochdeutsch. Selbst darbenden bAV-Durchführungswegen wie dem Pensionsfonds zu

ganz neuem Glanz verhelfen. So geschehen in Stuttgart, beim Robert-Bosch-Konzern. Der firmeneigene Pensionsfonds

wird in diesem Jahr 500 Millionen Euro schwer sein. Denn Bosch hat ihn mit der Direktzusage geschickt kombiniert. Mehr . . . 


Auf dem Weg zum reinen Defined-Contribution-Plan

Im Jahr 2008, wenn MAN 250 Jahre alt wird, wird der jüngst gegründete MAN Pension Trust e.V. noch viel mehr Geld verwalten als die 500 Millionen Euro derzeit: Die Münchner wollen ihre Pensionsverpflichtungen peu à peu von der Bilanz haben und vollständig mit Kapital decken. Doch das CTA ist nur ein Zwischenschritt. Das Ziel ist ein anderes.

Fragen: Michael Lennert

Antworten: Karlheinz Hornung, Finanzvorstand (links) und Horst Grögler, Leiter Kapitalmarkt (rechts)

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Ohne Marktstandard kein Mehrertrag
— Eduard Cia, HVB, Leiter Leihedesk

Längerfristig gehaltene Wertpapiere verleihen und daran verdienen: Diese gute Idee harrt bei deutschen Investoren immer noch ihrer konsequenten Umsetzung, zumindest in der Breite. Denn es gibt verschiedene Modelle – aber keine Vereinheitlichung. Und das reicht nicht aus, um die Wertpapierleihe so richtig schmackhaft zu machen. Mehr . . . 


Nicht mehr als ein theoretisches Risiko

Die Wertpapierleihe in großem Stil kommt in Deutschland nicht richtig in die Gänge. Die technische Infrastruktur ist vorhanden, und auch die rechtlichen Anforderungen sind keine unüberwindbaren Hürden. Und Plattformen gibt es ebenfalls, zum Beispiel die von Clearstream. Doch welche Argumente sollen das Eis zum Investor endgültig brechen?

Fragen: Eckhard Bergmann

Antworten: Stefan Kunz und Thorsten Muhn, Clearstream Banking AG, Frankfurt (CBF) Mehr . . . 


Die Master-KAG steht in voller Blüte
— Uwe Trautmann, Helaba Invest, Sprecher der Geschäftsführung

Einen deutschen Sonderweg, den ausländische Marktteilnehmer feiern, das gibt es auch nicht alle Tage.
Die Master-KAG gibt es sogar schon fünf Jahre, und sie hat sich in der hiesigen institutionellen Investment-Kultur etabliert. Herausforderungen gibt es dennoch genügend. Eine davon: Die Player unterscheiden sich immer weniger.

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„Der deutsche Weg ist gar nicht so besonders“

Die Universal hat immer noch die meisten Master-Assets. Aber die Wettbewerber schlafen nicht, allen voran die Helaba und die Inka. Und auch die Custodians scharren schon länger mit den Hufen: Sie warten darauf, dass die KAGen ihre Privilegien endlich verlieren. Vergeblich? Ein Gespräch mit einem Avantgardisten der Szene, Bernd Wagner.

Fragen: Clemens Schuerhoff

Antworten: Bernd Wagner,

Geschäftsführer Universal-Investment-Gesellschaft mbH

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Deutsche Investoren sind in Europa die Vorreiter bei Global Capital Securities

Die Hälfte des Kernkapitals einer Bank kann laut Aufsichtsrecht aus nachrangigen Schuldtiteln wie Capital Securities bestehen. Solche Papiere sind für ihre Emittenten günstige Refinanzierungsinstrumente - für Banken wie auch zunehmend für Versicherer. Und für Anleger sind sie attraktiver als Industrieanleihen und Genussscheine.

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Der Weg zur verantwortungsvollen Anlage

Eine traditionelle Aktienanlage ist nicht trivial, und eine Private-Equity-Anlage erst recht nicht. Darauf deuten schon die besseren Anlageergebnisse. Sie ist zwingend langfristiger Natur, die Manager-Auswahl ist noch wichtiger. Und auf den „richtigen“ Zeitpunkt warten nur solche Investoren, die Private Equity nicht verstehen. Mehr . . . 


Auch für mittelständische Unternehmen ist die Zeit reif für Lebensarbeitszeitkonten

Arbeitszeitkontenmodelle haben noch viel Potenzial, vor allem auch im deutschen Mittelstand. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, müssen die Konzepte die Risikoneigungen der Beschäftigten noch besser berücksichtigen und dynamischer werden. Vor allem die Aktienquote muss noch spürbar stärker atmen können.

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Die ersten klopfen schon wieder an
— Die Themen Sozialpolitik und Arbeitsrecht ziehen sich wie ein roter Faden durch die Vita von Richard Peters. Seine Sporen in diesen Metiers verdiente sich der Volljurist nach seinem Studium in Bochum zunächst in der freien Wirtschaft, bei Karstadt. Den öffentlichen Dienst lernte er im Osten der Republik kennen: Er leitete das Referat Personal bei der Oberfinanzdirektion Erfurt, später wechselte er ins thüringische Finanzministerium, wo er zuletzt das Referat Arbeits-, Tarif-, Sozial- und Zusatzversorgungsrecht leitete. Was seine Vita aber nicht verrät: Sein Herz hängt an allen Themen rund um die Kapitalanlage. Von Modewellen hält der nüchterne Sympath nichts, dennoch ist er für ein Vertreter des öffentlichen Dienstes bemerkenswert progressiv. Wie sonst hätte er sich einen völlig neuen Consultant wie Faros ins Boot holen können. Seit 1998 ist er Vorstandsmitglied der VBL und verantwortet die Vermögensverwaltung, das Risikomanagement, die Organisation und Datenverarbeitung sowie die Freiwillige Versicherung. MRO

In Karlsruhe kann man endlich wieder lächeln: 2005 gewann die VBL erstmals wieder mehr Arbeitgeber als sie verlor. Neues Volumen für die Kapitalanlage speist sich vor allem aus den kapitalgedeckten Quellen – dem Osten und der Riester-Rente. Und an neuen Projekten für die elf Milliarden Euro schwere Anstalt herrscht auch 2006 kein Mangel.

Fragen: Maik Rodewald

Antworten: Richard Peters, Mitglied des Vorstands

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Deutschlands wundersame Wiederauferstehung
— Autor: Robert von Heusinger ist Finanzmarktkorrespondent bei der Wochenzeitung DIE ZEIT

Die Wiedervereinigung und die Euro-Einführung waren schwere Schocks für die deutsche Wirtschaft. Sie sind ausgestanden. Das Land ist runderneuert und wettbewerbsfähig. Ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent und mehr ist keine Utopie mehr – nicht nur für ein Jahr. Und das, obwohl niemand Strukturreformen eingeleitet hat. Mehr . . . 


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