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QE: Nach der Beichte
Zürich, 30. November. Just als der Autor dieses Editorial zu verfassen beginnt, kommt die Meldung, dass amerikanische, europäische und asiatische Notenbanken in einer konzertierten Aktion die Märkte mit Liquidität fluten. Damit wird im Krisenmodus einen Gang hochgeschaltet. Munter weiter diskutiert werden derweil Euro-Bonds, EFSF-Hebel und Quantitative Easing, also der Aufkauf maroder Staatsanleihen durch die EZB im großen Stil. Nun, Euro-Bonds und EFSF-Hebel wären jedenfalls von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Denn die Märkte wissen genau, dass dies die Kräfte des Super-Pigs Deutschland übersteigen würde. Nicht umsonst scheint es, dass die EFSF schon ohne Hebel Probleme hat, sich günstig zu refinanzieren, und an ein AAA-Rating für eine Collateral Debt Obligation namens Euro-Bond glauben nur Ahnungslose.
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10 Jahre dpn – Time waits for no one
Dürfen wir uns jetzt eigentlich „altehrwürdig“ nennen? Oder wenigstens „traditionsreich“? Denn nun sind sie rum, die ersten zehn Jahre der Deutschen Pensions- und Investmentnachrichten (vulgo: dpn). Kaum zu glauben. Aber immerhin: Wir sind in deutlich besserer Verfassung als unser Kamerad, der damals neben uns im Kindbett lag, der Euro. Und wir haben uns anders als er sogar einen gewissen Vorbildcharakter erarbeitet. Mittlerweile unterhält unsere geschätzte Frau Mutter, die Financial Times, von der Londoner City aus institutionelle Fachmagazine für Asset Management und Pensionswesen nicht nur in ihrem britischen Heimatmarkt und mit der dpn in Deutschland. Nein, auch in der Schweiz (Schweizer Pensions- und Investmentnachrichten – spn), in den Niederlanden (Nederlands Pensioen- en Beleggingsnieuws – npn) und in Skandinavien (Nordic Region Pensions and Investment News – nrpn) setzte sie Kinder in die Welt.
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Die gefährlichste Droge der Welt
Es war im andalusischen Granada, im Frühling 1998, als der Autor, damals blutjung und unschuldig, erstmals in Kontakt mit der gefährlichsten Droge der Welt kam:
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Tours d’Europe: Stimmen Stimmungen?
Der Chronist, ständig à la Recherche du Temps perdu, fängt auf seinen Tours d‘Europe manch Stimmung ein; subjektiv, punktuell und nie repräsentativ, aber allemal ein gutes Korrektiv zu Umfragen und Statistiken.
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Pigs und Gipsi –Schweine und Zigeuner
Er ist so etwas wie der Thilo Sarrazin der Wirtschaftswissenschaft (und das meint der Chronist als Kompliment). Umso mehr muss Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in München, scheitern, wenn er sich um Political Correctness bemüht. So auch neulich in Berlin, am 9. Mai während eines Vortrags in der Humboldt-Universität: Sinn referierte über die Euro-Krise, sezierte gewohnt pointiert die geldpolitische Tragödie Europas, ursächlich begründet in der Pathogenese der siechenden Gemeinschaftswährung und der Verkettung von zu billigem Geld, zu niedrigen Zinsen, zu großen Leistungsbilanzdefiziten und zu geringer Wettbewerbsfähigkeit der Pigs-Staaten, also Portugal, Irland, Griechenland und Spanien. Und erneut betonte er die komplexe Target-Problematik um die Kredite zwischen den europäischen Notenbanken, auf die er jüngst wohl als Erster deutlich hingewiesen hat: Mit um die 330 Milliarden Euro stehen die Notenbanken der Pigs-Staaten bei der Bundesbank via EZB mittlerweile in der Kreide. Damit kompensiert die Bundesbank schon seit vier Jahren, also lange vor irgendwelchen wenigstens halbwegs demokratisch legitimierten Rettungsschirmen, die Leistungsbilanzdefizite der Pigs, die die Märkte sich längst weigern weiter zu finanzieren.
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Die Elemente sind mit uns
Und auf Vernichtung läuft‘s hinaus. Wer immer noch meint, der Mensch könne die Natur beherrschen, der sollte angesichts der Apokalypse von Fukushima häufiger einen Blick in der Faust‘schen Tragödie ersten, besonders zweiten Teil werfen. Man sei versichert: Die Lektüre ist auch im digitalen Zeitalter der Postmoderne erhellend.
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Der Euro und wir: ten years after
Im Dezember werden es 10 Jahre, dass dieses zarte Magazin das Licht der Welt erblickte, um fortan den Branchen des institutionellen Asset Managements und des Pensionswesens eng und liebevoll zur Seite zu stehen. Bescheiden, wie wir sind, werden wir zu diesem Anlass nicht nur Ende des Jahres ein Sonderheft auflegen, sondern schon in allen bis dahin erscheinenden Ausgaben im Asset- und im Pänschns-Teil je einen der vielen Menschen würdigen, welche uns und die Branche in diesen zehn Jahren begleitet haben. Und bescheiden, wie wir ja sind, beginnen wir mit zwei unserer Autoren: Dr. Eckhard Bergmann und Nikolaus Bora.
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And now, the end is near And so I face the final curtain
Komisch, denk ich an Europa, geht mir in letzter Zeit immer Frank Sinatra durch den Kopf. Unter deutscher „Führung“ scheint sich die Europäische Union endgültig zur Haftungs- und Transfergemeinschaft zu entwickeln. Und wenn die Leichtmatrosen, deren Land im Wesentlichen Haftung und Transfers zu leisten hat, es wagen, kurz anzumerken, ob man nicht nur Steuerzahler, sondern – das Natürlichste von der Welt – auch Gläubiger an kommenden Staatspleiten beteiligen könnte, müssen sie sich von den Bankrotteuren Europas auch noch die Kritik gefallen lassen, sie hätten die Märkte verunsichert.
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Das komische Völkchen bekommt, was es verdient
Die Deutschen sind schon ein komisches Völkchen (der Begriff „Volk“ trifft es irgendwie nicht mehr so richtig, finde ich). Vor allem, wenn man sieht, wie einfach es das Establishment hierzulande hat, Entscheidungen gegen den erklärten Willen des Völkchens durchzusetzen. Zählen wir mal beispielhaft auf: Abschaffung der D-Mark und Einführung des Euro, ständige EU-Erweiterungen, Masseneinwanderung und Masseneinbürgerungen, EU-Verfassung und Vertrag von Lissabon, Afghanistan-Einsatz, Griechen-Hilfe und jüngst die Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen. Alles Problemfelder – die meisten davon mit geostrategischer Bedeutung –, bei der die Ablehnung im deutschen Völkchen lockere 80 Prozent nicht unterschreiten dürfte, zurückhaltend geschätzt. Gleichwohl: Proteste auf den Straßen, Krawall oder gar echter Widerstand? Totale Fehlanzeige! Alles, wirklich alles von Relevanz lässt sich das Völkchen lammfromm gefallen. Aber wegen eines Bahnhofs, eines läppischen Provinzbahnhofs mit ein paar Bäumen drauf machen sie dann ein Riesenfass auf! Man möchte sich an den Kopf packen, wäre man derlei nicht schon so lange gewohnt.
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Vom Olymp in die Tiefen des Retail-Bankings
Jetzt verlassen wir einmal kurz unseren institutionellen Hügel des Olymp und begeben uns hinab in die Welt der Sterblichen, in die profanen Tiefen des Retail-Bankings.
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Europas Vola-Taten
Ist das Handeln der europäischen Regierungen in der gegenwärtigen Krise ausschließlich von nackter Panik geprägt, oder gibt es auch tiefer liegende geostrategische Interessen?
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Go-go-Notenbankerinnen
Sind Go-go-Tänzerinnen die besseren Notenbanker? Wenn ich eine Freundin in Berlin bei der Arbeit beobachte, habe ich zuweilen den Eindruck. Ihre Geldmengenpolitik ist jedenfalls ebenso konsequent wie behutsam und vorausschauend.
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Der Finanztragödie zweiter Teil
Klopft der Finanztragödie zweiter Teil schon an die Tür? Folgt auf die Krise der privaten Schuldner nun die der öffentlichen, also der Staaten? Das wäre nicht überraschend, denn kommen muss diese Krise so sicher wie das Amen in der Kirche. Beispiel das an den Märkten geachtete Deutschland: Das Staatsoberhaupt selbst bezifferte die effektiven Staatsschulden seiner Republik bei Einbeziehung der Sozialsysteme bereits Anfang 2005 auf über sieben Billionen Euro. Im letzten halben Jahrzehnt dürften ein paar Dutzend mal Dutzend Milliarden hinzugekommen sein. Und um fast alle Staaten Europas und der Welt dürfte es bei richtiger Rechnung noch schlimmer stehen, daher nimmt dort die Krise ihren Anfang.
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Pänschns: Helden wie wir. Herren der Herren.
Tja, liebe Pensions-Branche, Du bist schon ein Früchtchen. Im Gegensatz zu Deiner Schwester, der Asset-Management-Branche, kommst Du stets betont unspektakulär daher, fast schon unscheinbar. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass, egal wo in der Welt ich Dich antreffe, Du die graue Maus spielst, immer Deine sozialpolitische Aufgabe und Funktion vor Dir hertragend.
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Neuer Wein aus neuen Schläuchen
Die neue Linke hat in Berlin erstmal Sendepause, ihre Ideen aber sind so angesagt, dass sie auf allen populären Kanälen laufen und nicht mehr bloß auf den gefälschten ZEIT-Seiten von Globalisierungskritikern wie Attac oder in Kommentaren von Kapitalismuskritikern bei der Frankfurter Rundschau. Diejenigen abseits dieser Pop-Kultur, die man in der Tat ernst nehmen darf, haben schon lange vor dem Lehman-Untergang und den Anfängen der Subprime-Krise, ja sogar vor dem Börsen-Crash ab dem Jahr 2000 den Finger gehoben: Die Rente darf nicht zur Geißel der Finanzmärkte werden.
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Perspektivenwechsel
„Man hat Albert Einstein dafür kritisiert, dass seine Theorie zu komplex ist. Er erwiderte, eine Theorie solle so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher. Wir alle sollten uns immer wieder einmal um 180 Grad drehen und die Perspektive wechseln.” Das sagt uns Andrew Lo im Interview (Seite 55) auf die Frage, ob bei institutionellen Investoren nicht eher „back to the basics” angesagt sei als „Hedgefonds”.
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Die große Rochade
Wir kennen sie aus dem Schach, aus dem Bundeskabinett oder aus der Vorstandsetage. Bei der Rochade werden Funktionen und Figuren anders besetzt als bisher, es wird fleißig ausgetauscht. Objektiv kann diese Rochade nie sein, und sie zollt durchaus auch Moden Tribut.
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Mit dpn gewinnen – selbst in der Krise!
Kennen Sie das: Sie dachten, Sie hätten wieder mehr Zeit für Freunde, Bekannte und Verwandte, jetzt, mitten in der Finanzkrise? Die Geschäfte laufen ja sowieso mau, egal, wo man hinschaut. Und nach 2008, als alles so schön brummte, hätten Sie sowieso einmal etwas Zeit zum Durchschnaufen verdient? Pustekuchen! Ihre Telefonate dauern länger, Ihr Büro verlassen Sie später und Ihr Partner zuhause beschwert sich darüber häufiger als im ganzen Jahr 2008. Eigentlich ziemlich absurd, und doch leicht zu erklären, nämlich so:
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Sie ist. Sie bleibt.
Die Krise ist hyperaktiv.
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Besser bescheiden!
Ganz schön mau, die Ausbeute. Unser Wunschzettel, den wir vor einem Jahr an dieser Stelle abdruckten, hat ihn kaum beeindruckt, den Weihnachtsmann. Gerade einmal über eine Sache können wir uns freuen: Ein Demokrat wird ins Oval Office einziehen. Das war’s. Pustekuchen, unser Wunsch nach einer Finanzaufsicht, die auf der Höhe des Geschehens ist und die Herden in Zaum hält. Ebenso illusorisch unsere Bitte, die Subprime-Krise dürfe sich nicht als riesiges schwarzes Loch entpuppen, das hunderte Milliarden Dollar Bankenkapital absorbieren wird und die Grundfesten der Weltwirtschaft erschüttert. Stattdessen stecken wir gemeinsam mit dem ultraerfolglosen, längst nicht mehr tragbaren Trio Sanio-Steinbrück-Weber in der Kreditklemme und schauen bedröppelt zu, wie sich die USA ins Gewand des Null- und Negativzinses hüllen. Summa summarum wird das Jahr 2009 also ein total bescheidenes und damit automatisch eines der totalen Bescheidenheit. Danke, Santa. Großartig.
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Jenseits der Hobbyökonomie
Frage: Was ist der Unterschied zwischen den wenigen großen Ökonomen unserer Zeit und den vielen Hobbyökonomen, die gerade Hochkunjunktur haben?
Antwort: Erstere wissen, dass sie nichts wissen. Deshalb überrascht sie wenig, und sie können in der Krise lachen. Letztere wiederum geben vor zu wissen (und ideologisch stark gefärbt), was jetzt in der Finanzkrise zu tun und wer schuld ist.
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Schweigt besser, Anlage-Spießer!
Hier steht sonst immer eine Glosse. Dieses Mal erscheint aber eine Anekdote – schließlich müssen auch Journalisten ihren Ärger irgendwie verarbeiten, und das geht am besten während der Arbeit. Also: „Ich diskutiere weder über Religion, Politik, Sex noch über mein Portfolio.“
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Wenn der Coiffeur zweimal klingelt
Frank Schirrmacher ist ein umstrittener Mann. Aber der FAZ-Herausgeber kann auf eine große Leistung verweisen: Er hat als Erster wirksam thematisiert, wie uns das Altern unerbittlich zum Umdenken zwingen wird. Die ersten Unternehmen reagieren bereits, und der Begriff Demografiemanagement wird populär.
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We live in VOODOO TIMES
„Finance und Portfolio Management sind auf dem Stand der Medizin vor dreihundert Jahren – mit Quacksalber und Voodoo.” Zugegeben, ein wenig schmeichelhaftes, fast radikales Zitat.
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Apocalypto now?
Zumwinkel hat als Wolf im Schafspelz lange Jahre in der Beletage der deutschen Wirtschaft gut getarnt gewirkt. Jetzt ist er enttarnt und der Schafspelz frei für einen, der ihn schon bald dringend braucht: Peer Steinbrück. Er muss sich besser tarnen und warm anziehen. Nur so wird er die Zeit bis zur nächsten Bundestagswahl überleben.
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Mein lieber Hedgefonds!
Unser Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat das Prinzip einfach verstanden. Und das geht so: Häufen sich die negativen Schlagzeilen über Hedgefonds, springt er in die Bresche und warnt davor, sie nicht zu verteufeln.
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Zu viel Feilschen treibt den Preis
Weshalb ist die deutsche Assekuranz so fleißig, viel fleißiger als ihre Pendants in Europa, wenn es um die Teilnahme an den Solvency II-Tests geht? Immerhin verweist der GDV genau darauf auch anlässlich der Ergebnisse des jüngsten Tests, der mittlerweile dritten quantitativen Auswirkungsstudie zu Solvency II (auch „QIS3“ genannt).
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Von (k)einer Renaissance zur nächsten
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Maik Rodewald, Chefredakteur
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Nein, der Spezialfonds feiert keine Renaissance. Selbst wenn man über das schiefe Bild hinwegsieht, fehlt es ihm dafür an zweierlei: seinem Tod und seinem Manierismus. Das erste Merkmal muss nicht erläutert werden – oder wollte jemand ernsthaft behaupten, der Spezialfonds sei jemals tot gewesen? Nichts da. Ob mit Immobilien oder mit Wertpapieren bestückt – es gibt ihn schon lange und es wird ihn noch lange geben.
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Griechen für Deutschland!
Verneigen wir uns vor ihnen, artig und unkritisch: Was haben wir den Griechen nicht alles zu verdanken? Die erste Hochkultur in Europa – Homers Ilias und Odyssee, Sokrates, Platon und Aristoteles, Demokratie und Geometrie.
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Mensch Franz,
Jetzt mal ehrlich, so von Westfale zu Sauerländer: Du bist schon ein Schelm! Da betest Du seit Jahren der bAV-Gemeinde vor, der Staat habe kein Geld mehr für die Entgeltumwandlung, die ja auch so richtig in Schwung gekommen ist – zum Beispiel im Handwerk, wo über die Hälfte der mittelständischen Betriebe schon die Entgeltumwandlung anbietet.
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(K)ein Rückblick
In der Regel ist es doch so: Die Weihnachtsfeiern sind gefeiert, viele Pläne abgehakt, noch mehr Pläne abgenickt und fertig in der Schublade verstaut.
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Im Rekordfieber
Rekorde, Rekorde, Rekorde – Darin suhlt sich derzeit die Immobilienbranche. „Da geht’s ab“, so verabschiedete sich neulich ein altgedienter Recke gen Expo Real – einer, der im Wertpapiergeschäft groß geworden ist, wohlgemerkt. Ein Beleg dafür, wie Ernst Immobilien derzeit genommen werden – trotz der unguten Vibes, die einen immer noch durchziehen, wenn die Sprache auf offene Immobilienfonds kommt. Keine Frage: Die Diskussion über die Einführung der G-Reits hat – ähnlich wie die von Franz Müntefering angestoßene Heuschrecken-Debatte der Private-Equity-Branche – dabei zweifellos geholfen. Die Politiker haben also ihre Pflicht bereits getan; Egal, wie der Reit ausgestaltet sein wird. Ausländische Großinvestoren haben Blut geleckt – und werden ihre Untergewichtung deutscher Immobilien eher schnell als langsam abbauen.
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Risikomanagement –es lebt!
Kennen Sie das? Viele Aspekte, Meinungen, Konzepte und Ideen: Unter diesen Bedingungen einen Artikel zu schreiben, kann einem schon lange Nächte bereiten. Doch wie lang und schlaflos werden die Nächte erst, wenn man sich nicht auf dem Papier, sondern in der Praxis durchboxen muss? So wie beim Risikomanagement, dem umfangreichsten Themenkomplex im modernen Asset Management – und ganz besonders von treuhänderisch verwaltetem Vermögen.
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Lasst sie ruhig abkupfern!
Bevor Holländer bei den Deutschen etwas abkupfern, muss schon Außergewöhnliches geschehen. Nun, mittlerweile ist etwas geschehen. Nein, die Rede ist hier nicht von der wiedererwachten Fußball-Spielkultur der Deutschen (ach übrigens, kennen Sie den: „Was macht ein Holländer, wenn er Fußballweltmeister geworden ist? Antwort: Die Spielkonsole aus.“), die auch die Oranjes wieder von den Zeiten Cruyffs und Neeskens‘ träumen lassen.
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Deutschlands Uhren dürfen anders ticken
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Maik Rodewald, Chefredakteur
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In Deutschland ticken die Uhren nunmal anders – auch in der institutionellen Geldanlage. Wer das nicht versteht, der braucht hier erst gar nicht aufschlagen. Zumindest nicht missionarisch. Und auch nicht mit dem Anspruch, schnell ein profitables Business hochzuziehen. In keinem anderen der großen institutionellen Märkte Europas – vor allem in Großbritannien und der Schweiz – ist die Investorenlandschaft heterogener, lassen sich so wenig Institutionelle von einem Consultant beraten und sind so viele Regularien zu beachten. Nirgendwo sonst wird Risikomanagement mit Verlustmanagement verwechselt und nicht mit Chancenmanagement verbunden, wird die Wertpapierleihe so wenig genutzt und existiert neben Custodian und Asset Manager auch noch eine KAG. Schließlich sehen Investoren ihren Asset Manager in keinem anderen großen Markt eher als Risikomanager denn als Renditemanager. Alles nur Vorurteile? Nein, keineswegs. Letzteres ist nachzulesen in der jüngsten Risikomanagement-Studie der Professoren Johanning und Rudolph, alles andere in dieser Ausgabe von dpn.
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Opfergabe Chancenmanagement
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Maik Rodewald, Chefredakteur
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Ja, das Jahr hat gut angefangen. Die Hausse am Aktienmarkt geht ins vierte Jahr – mal wieder. VAG-Investoren weisen wieder Nettoverzinsungen über gut fünf Prozent aus. Die Rendite inklusive der Wertveränderungen liegt häufig noch deutlich darüber. So werden die Eigenkapitalpolster aufgefüllt, immerhin steht Solvency II vor der Tür, zumindest bei Versicherern und anderen VAG-Investoren. Und viel wichtiger: Die Köpfe werden langsam wieder frei: frei für die Chancen – frei für die nächsten Diversifizierungsschritte.
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