2013 wird das Jahr der Auslese am Markt für Unternehmensanleihen. Niedrige Zinsen und fehlende Alternativen bleiben die Kaufargumente. Renditehungrige greifen bei geringeren Bonitäten zu, Risikoscheue wagen sich erstmals an High Yield. Beim dpn-Roundtable verraten Jürgen Huth (Faros Consulting), Fabrizio Viola (Generali Investments Europe), Andreas Schmidt (Focam), Stefan Tilch (Wilhelm von Finck Deutsche Family Office), Hans Stoter (ING IM) und Jeremy Cave (Goldman Sachs AM), wo sich ein zweiter Blick lohnt.
Voll im Zeitplan
Die Wüstenrot & Württembergische hat bereits Anfang des Jahres 2010 ihr Solvency-II-Projekt aufgesetzt. Dieses befindet sich auf der Zielgeraden, die entsprechenden IT-Systeme werden im Sommer 2013 live geschaltet. Raum für Verbesserungen bei Solvency II sieht man vor allem bei den Risikokategorisierungen.
Pensionsfondsrichtlinie: Quantitative Säule komplett ausgespart?
Kurz vor der Abstimmung im Europäischen Parlament (EP) am 23. Mai über die Haltung der Kammer zum Renten-Weißbuch der EU-Kommission hat sich Thomas Mann optimistisch geäußert, dass es in der Folge gelingen wird, ein Solvency II basiertes Eigenkapitalregime für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung zu verhindern.
Sorge um potenziell steigende Zinsen nimmt zu
GSAM-Studie: Obwohl die Versicherer weltweit optimistischer sind als noch im vergangenen Jahr, und zudem auch bereit mehr Risiken einzugehen, glaubt ein zunehmender Anteil der Befragten, dass die Zinsen in den nächsten zwei bis drei Jahren signifikant ansteigen werden.
Organisation von alternativen Investments überdenken
Die Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten im Bereich der alternativen Investments, insbesondere im Bereich Infrastruktur und Private Equity, ist bei institutionellen Investoren weiterhin hoch. Aktuelle Entscheidungen des Gesetzgebers geben jedoch Anlass zu einer kritischen Überprüfung. Uwe Bärenz, Rechtsanwalt und Partner bei P+P Pöllath + Partners, kommentiert.
Alternative Investments sind die Profiteure
Dajana Brodmann, die Abteilungsleiterin Alternative Investments (AI) und Aktien beim Versorgungswerk der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer im Lande NRW (WPV) sieht beide Asset-Klassen als Profiteure der Niedrigzinsphase im Portfolio.
Die richtige Mischung: Musik, Mathe und die bAV
Betriebliche Altersversorgung bringt Arbeitgebern nicht nur Steuervorteile. Sie ist auch ein Kostenfaktor. Daran sollten Berater denken, so Longial-Chef Paulgerd Kolvenbach.
Zurückhaltung bei Infrastruktur-Debt
UK-Consultants warnen vor Asset Managern, die Infrastrukturfinanzierung als Bond-Ersatz preisen.

